25.01.2013

Wie wir uns in den Schlaf lachen

Unser Schlafritual im Alter von 11 Monaten


Man hört ja so viele Ratschläge, wenn es um das Schlafritual des Babys geht. Von den Ratschlägen habe ich manche beherzigt, einige komplett ignoriert und letztendlich bin ich draufgekommen:  Mein Ratgeber ist und bleibt mein eigenes Herz. Und mein Hausverstand.

Wie sich bereits auch Isa in einem ihrer Post (hier) dazu geäußert hat, halte auch ich nicht allzu viel von irgendwelchen "Schreien-Lassen-Methoden", obwohl ich die Verzweiflung der Eltern durch aus verstehen kann. Bei uns gibt es dennoch keine solchen Methoden, ganz im Gegenteil!

Von Anfang an habe ich mich von meiner Kleinen leiten lassen: Ich beobachtete sie immer genau, sodass ich mittlerweile erkenne, ob sie schon müde ist, auch ohne Augenreiben. Ich lasse sie dann noch spielen, oder spiele mit ihr noch ausgiebig bevor wir dann baden gehen. Beim Baden achte ich darauf, dass sie so viel wie möglich selbst macht: Sie kann bereits ihren Body über den Kopf ziehen, Zähneputzen und ab und zu zeigt sie auch schon Interesse, sich selbst die Haare zu kämmen. Zäheneputzen und Haarkämmen machen wir übrigens vor dem Spiegel. 

Viele Ratgeber meinen, man sollte das Kind schon Stunden vorher, bevor man es schlafen legt, zur Ruhe bringen. Aber warum? Ein lebendiges, aufgewecktes Kind muss seine Energie los werden. Und bekanntlich werden sie gerade am Ende eines Tages besonders aufgedreht. Warum sollte sich mein Kind nicht auspowern und so einen tieferen, süßeren Schlaf finden? 

Nach dem Baden legen wir uns alle auf das große Ehebett und je nach ihrem Bedarf wird entweder gekuschelt und gestillt (dann ist sie aber schon wirklich erledigt) oder nach dem Stillen noch einmal ordentlich getobt, gelacht, Spaß gemacht, bis sie dann zu mir kommt, sich auf meinen Bauch legt und einschlummert.
Es gibt natürlich Tage, wo sie etwas schwieriger einschläft, dann warte ich, bis sie zu mir kommt und halte sie nicht zu fest, aber bestimmt eng an meinen Körper gedrückt.

Manche würden meinen, das ist verwöhnen. Wir sagen, das ist einader respektieren. Abgesehen davon ist es doch so viel schöner, sich mit Mama und Papa in den Schlaf zu lachen, oder?

Kommentare:

  1. Ach ja, ein schwieriges Thema, zumindest bei uns immer wieder...

    Ich finde es wunderschön, wie ihr das bei euch gelöst habt und es hört sich wirklich so an, als würde das gut funktionieren. Dann habt ihr auch keine festen Ins-Bett-Geh-Zeiten, richtig?

    Das ist bei uns anders. Er geht schon immer ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett, aber er ist dann auch immer müde. Trotzdem ist es auch hier mal einfacher, mal schwieriger. Wir hatten auch schon Phasen, wo wir ihn hinlegen und raus gehen konnten, das ist zur Zeit aber wieder völlig vorbei. Er braucht unsere Nähe und muss auch häufig noch auf den Arm. Oft weint er auch Abends, wobei wir nicht so richtig wissen, was los ist. Dann rätselt man wieder, schiebt es auf die Zähne, Erlebnisse am Tag oder sind einfach ratlos. Wie versuchen dennoch ihn liebevoll in den Schlaf zu begleiten, obwohl auch wir teilweise mit den Nerven am Ende sind bzw. ich manchmal auf körperlich (ist ja mittlerweile nicht mehr so leicht, ein fast 12 kg schweres Kind rum zu tragen...).

    Seit er Ende Dezember krank war, wacht er auch Nachts ein-, zweimal auf und auch dann muss er auf den Arm und ein bisschen gewiegt werden, bevor er weiter schläft. Wenn er denn weiter schläft - heute Morgen war die Nacht um 4:15 Uhr zu Ende. *seufz*

    Das zehrt schon ganz schön an den Kräften. Schreien lassen wir ihn aber nach wie vor nicht, dafür ist die Verzweiflung noch nicht groß genug. Ich hoffe, dass er sich von alleine wieder regulieren und auch wieder zum Durchschlafen finden wird.

    Ach ja, Danke für die Verlinkung :)

    Lg
    Isa

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    1. Liebe Isa,

      doch doch, fixe Bettgehzeiten haben wir schon, oder zumindest ungefähr, allerdings hat Julia ihren eigenen Rhythmus gefunden. Wir zwingen hr nichts auf. Sie wird (eigentlich immer) so gegen 19h
      müde, sodass sie nicht lange braucht um einzuschlafen. Uns ging es nur darum, sie ihren eigenen Rhythmus finden zu lassen.

      Mir ist schon klar, dass das nicht überall funktionieren kann, bei ihr war das machbar und funktioniert eigentlich wunderbar.
      Auch sie wird manchmal mitten in der Nacht munter, dann nehme ich sie zu uns ins Bett und da schläft sie eigentlich auch weiter.

      Das Herumtragen hatte ich auch satt, da kamen wir auf diese Lösung: gemeinsam im Bett den Tag ausklingen lassen.

      Dass das auch deswegen so gut funktioniert, weil sie noch keine Geschwisterchen hat, ist uns auch bewusst. Bis dahin nutzen wir die Gelegenheit eben ;)

      LG,
      Anna

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    2. Heute Abend musste ich an dein Posting denken und hatte ein tolles Einschlaf-Erlebnis mit meinem Kleinen. Ich hab ihm wie immer sein Schlafen vorgesungen und ihn dann ins Bettchen gestellt -normalerweise der Moment, in dem das Gemecker los geht. Heute hab ich noch ein bisschen mit ihm rum gealbert, in seine Nase gebissen und so weiter. Wir haben dann noch eine Weile rumgealbert und er hat sehr gelacht. Dann wollte er wieder auf den Arm, also wieder raus. Anstatt dann rum zu laufen, hab ich mich mit ihm auf die große Matratze gekuschelt (haben wir zusätzlich im Zimmer liegen) und dort hat er noch weiter quatsch gemacht und wir hatten einfach eine schöne Zeit. Irgendwann setzte er sich dann auf und wurde ganz still. Ich dachte schon er wäre im Sitzen eingeschlafen. Jedenfalls sagte er dann "Heia" und ich hab ihn ins Bett gelegt , wo er ohne einen weiteren Ton eingeschlafen ist.

      Hach ja, so müsste es immer sein. Vielen Dank jedenfalls für die Inspiration! :)

      Lg
      Isa

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  2. Liebe Schwester!

    Na gut, zum Thema Schlafen gebe ich doch auch meinen Senf dazu! Wir hatten, und haben feste Schlafenszeiten, an denen ich festhalte. Wir Eltern brauchen auch unsere Zeit!
    Rituale finde ich wichtig, weil Kinder sich an ihnen auch orientieren können. Abendessen, Baden, dann noch eine Geschichte. So einfach kann ein Ritual sein, weil es jeden Tag der gleiche Ablauf ist. Schon Babys lernen so, dass es Schlafenszeit ist. Man muss es aber konsequent machen. Der Körper stellt sich auf ein Rhythmus ein. So habe ich es mit/bei meinen drei Kindern gemacht und erlebt. Einige finden es vielleicht konservativ, aber ich bin es auch in vielerlei Hinsicht. Bei uns hat es funktioniert. Natürlich heißt dass auch ein relativ gleichen Tagesablauf in der ersten Zeit, aber das war für uns ok.

    Viele Bussis, Kinga

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  3. Oh wie bekannt mir das gerade vor kommt :-) wir haben bei unserem kleinen entdeckt, dass er es liebt vorm schlafen gehen noch einmal richtig zu lachen.. wir kitzeln ihn dann immer und er sagt immer wieder "NA!" das heißt "Noch!" und irgendwann fängt er dann an zu gähnen und dreht sich auf die Seite... und schlummert friedlich ein... ich liebe unser Einschlaf-Ritual :-))

    Finde es sehr interessant mit der Montessori-Theorie, aber ich glaube dafür hätte ich nicht das richtige Durchhaltevermögen... Aber ich denke auch im Endeffekt ist es wichtig auf das Kind zu achten und ihm die Möglichkeit zu geben, das Leben selbst zu leben und ihm nicht den Brei vor zu kauen o.ä. Ich bin der Meinung Kinder sollten VIELE Dinge einfach selbst ausprobieren, denn so lernen sie für sich am schnellsten... aber selbst hier zögere ich oft und sage vorschnell "Nein! oder "warte, ich helfe dir" und beim zweiten mal lass ich ihn doch selber probieren,.. man unterschätzt seine Kinder so oft...

    ...habe gerade deinen halben Blog gelesen, also vom heutigen Post bis zu diesem...

    ..einen tollen Blog hast du :-)

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