02.02.2013

Das Spiegelspiel


(Wie Ihr bemerkt habt, habe ich oben, gleich unter dem Header einen ganz neuen Link: Spielekiste. Ich habe mir in den letzten Monaten sehr viele Gedanken über fördernde Spiele gemacht und (vor allem Montessori-) Bücher ob dieses Thema durchstöbert. Nun habe ich so viele total einfache, dennoch schöne, interessante, lustige und fördernde Spiele, dass ich mir dachte, meine kleine Samlung hätte auch hier in meinem Blog Platz.)


Der Spiegel. Ein unglaublich spannender Alltagsgegenstand für Kinder. Er ist nicht nur interessant, er unterstützt auch den Lernprozess und hilft bei der Selbstidentifizierung (puh, ein ganz schön unschönes Wort), die von großer Bedeutung bei der Entwickung ist. Wir haben das Spiegelspiel auch schon ausprobiert und hatten irrsinnig viel Spaß.

Was ich zu diesem Spiel gebraucht habe:
  • einen großen Spiegel
  • (ein Tuch oder einen Schal)
Das Spiel:
  1. Wir haben uns bequem auf den Boden gesetzt und den Spiegel vor uns so plaziert, dass wir einander und auch uns selbst gut im Spielgel sehen konnten.
  2. Mithilfe des Spiegel zeigte ich auf meine Körperteile und benannte sie auch: "Das ist meine Nase." usw. Dann zeigte ich auf die Körperteile von meiner Maus: "Das ist deine Nase". Später haben wir auch Gefühle, also Gesichtsausdrücke vorgespielt und benannt, wie "fröhlich sein", "traurig" oder "zornig sein".
  3. Das Spiel ging natürlich nur solange, solange die Maus Interesse zeigte. Kann gut sein, dass sie an manchen Tagen das Spiel sogar komplett ablehnen wird, aber das ist okay ;)

Varianten:
  • Auch ein kleiner drehbarer Spiegel kann zum Einsatz kommen, mit dem man das Spiegelbild der Umgebung aus allen Winkeln betrachten kann.
  • Mit einem Tuch oder Schal kann man im Spiegel das "Kuckuck"-Spiel spielen. Wenn sich die Kinder im Spiegel selbst "verschwinden" sehen, fasziniert es sie ganz bestimmt.

Kommentare:

  1. hey anna,

    ich finde es krass, dass du dir so viele gedanken zur "guten" erziehung machst. zum lernen und wie deine kleine am besten davon profitiert.
    ich kann es mir gar nicht vorstellen, mir dabei so viele gedanken zu machen, dass meine kleine auch genug lernt. ich denke, das macht man intuitiv. und kinder, die genug liebe und aufmerksamkeit bekommen, lernen von sich aus, denke ich. ich mag deinen blog und komme gerne hier her. das sind trotzdem meine gedanken dazu.
    lg nicola

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    1. Hallo liebe Nicola,

      Du hast schon recht, als Mama (aber auch als Papa natürlich), macht man sehr vieles intuitiv. Zwischen Kind und Mutter ist sowieso ein unbeschreiblich schöner Bund. Dass ich mir so viele Gedanken um die Erziehung mache ist wahrscheinlich eine Berufskrankheit: ich bin Pädagogin. Auch ich sehe das so, dass Kinder in der richtigen Umgebung vieles von sich aus lernen, auch in meinem Beruf habe ich das oft miterleben dürfen.

      Ich freue mich, dass Dir mein Blog gefällt und auch über Deine ehrliche Meinung! :)

      Liebe Grüße,
      Anna

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