13.02.2013

Über die Arbeitsinseln und das Öffnen und Zumachen


Am liebsten arbeite ich auf meinem Schreibtisch. Da kann ich Ordnung halten, da habe ich einen Überblick über meine Sachen. Daher finde ich die Idee von Montessori mit den Arbeitsinseln für Kinder besonders toll! Diese Arbeitsinseln, sprich kleine Fleckerlteppiche werden zwecks Arbeitsfläche einfach auf den Boden gelegt. Unsere liegen für Julia in einem Korb bereit, sodass sie jederzeit einen nehmen kann. Es gibt allerdings zwei Regeln: 1. die Arbeit bleibt auf dem Teppich, 2. nach der Arbeit wird der Teppich wieder weggeräumt. (Wir üben noch beides).


Sie probiert alles, was verschließbar ist zu öffnen und dann wieder zu schließen. Auf die Schraubbewegung beim Öffnen und Schließen ist sie noch nicht draufgekommen, also nahm ich ein paar Utensilien die ich so finden konnte und bereitete sie in einem Korb zum Üben vor.


Die Behälter wurden sofort in Beschlag genommen. Sie hat sie mit Freude geöffnet und wieder zugemacht, sogar erforscht, ob die Deckel auf andere Dosen passen und die Behälter ineinander gesteckt werden können. Wie bei der Matroschka.

Hätte gar nie gedacht, dass es so gut funktionieren würde. Sie hat das Auf- und Zumachen wirklich ganz konzentriert geübt. Ich finde das so entzückend, wenn sie sich in eine Tätigkeit so vertieft. Und wenn was nicht aufgehen wollte, hat sie es einfach hinter ihre Schulter geworfen. Wortwörtlich.

Kommentare:

  1. Deine Übungsstation find ich ja klasse und wenn es so gut geklappt hat, umso besser! :)

    Ich muss ja zugeben, dass ich ganz froh war, dass mein Kleiner erst relativ spät gelernt hat Dosen, Tuben etc. aufzuschrauben - so konnte ich ihm auf der Wickelkommode nämlich alles möglich in die Hand drücken und er hat damit gespielt. Seit er aber alles aufmachen kann, quetscht er regelmäßig den Inhalt der Tuben heraus. Nicht so gut. :D Mittlerweile haben wir jede Menge leere Tuben und Töpfchen gesammelt, mit denen er jetzt üben kann, so geht's schon wieder. :)

    Liebe Grüße
    Isa

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    1. Stimmt schon, wenn sie erst draufgekommen sind, wie das geht, wird ALLES geöffnet. :D
      Ich musste die Wickelkommode schon vor langer Zeit wieder zu einer gewöhnlichen Kommode umbauen: sie wollte da oben nicht mehr liegen bleiben. Seitdem wickeln wir im Badezimmer auf dem Boden. Klappt aber auch prima. ;)

      LG,
      Anna

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  2. Ach schon wieder eine tolle Idee! Geht das auch bei meinen Rabauken? Derzeit ist die ganze Wohnung die Arbeitsinsel meiner Buben! Sogar am stillen Örtchen liegen Legofiguren und Autos herum! Hilfe! Mein Fluchtort ist mein Nähzimmer, wo Ordnung herrscht.
    Steht etwas über 4-5 Jährige auch in diesen Büchern? Sollte mal nachschauen bei Amazon...
    Bussi, Kinga

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    1. Ich kenne deine Rabauken ;) und ich finde sie gar nicht so unordentlich. Und Lego kann man ja wirklich nicht auf einem winzigen Teppich spielen, das ist unmöglich! :D :D :D

      Aber ja, ich kann Dir mal gerne ein paar meiner Bücher geben (und bei der Gelegenheit ein paar von Deinen wieder zurückgeben ;))

      Bussis, Anna

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  3. Bei uns heißt die Arbeitsinsel - Spielteppich, funktioniert aber genau so wie bei euch. Ich bin immer total erstaunt, wie gut Lotte dadurch "bei der Sache" bleibt. Beim normalen Spielen wechselt sie oft zwischen den Dingen und ist schnell sehr wild. Wenn sie auf ihrem kleinen Teppich sitzt, ist sie plötzlich viel andächtiger und nimmt die Dinge bewusster wahr. Heute hat sie es sogar geschafft 30 Minuten ganz alleine mit ihrer Knete zu spielen.

    LG
    Saskia

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    1. Diese Erfahrung habe ich auch bei Julia gemacht. Obwohl sie es nicht geschafft hat die Dosen und Deckel nur auf dem Teppich zu behalten, ist sie viel konzentrierter als sonst. Wie Du sagst, sie bleibt viel länger und fokussierter bei dieser einen Sache. Diese kleinen Teppiche haben’s in sich! ;)

      LG,
      Anna

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  4. Dazu fällt mir ein Spielzeug an, das ich mal für Mutze (jetzt 15) gebastelt habe -- einfach eine kleine, recht feste Pappschachtel genommen, eine Tür reingeschnitten und eine Schnur daran befestigt, damit sie die Tür leicht aufmachen konnte. Hinein gelegt habe ich einige Deckel von Gläschen. Damit hat sie sich tagelang beschäftigt. Tür auf. Deckel rausnehmen. Tür zu. In einen Wäschekübel legen, der neben ihr stand. In den Wäschekübel schauen. Auf die Pappschachtel schauen. Tür auf. Deckel rausnehmen. Tür zu. In den Wäschekübel legen. In den Wäschekübel schauen. Auf die Pappschachtel schauen. Tür auf... usw. Es war herrlich und so süß, ihr dabei zuzuschauen, ;-).

    Arbeitsinseln haben wir keine (auch wenn das mal eine gute Idee wäre) -- bei uns wurde immer da gespielt, wo entweder gerade Platz -- oder Gesellschaft war! Selbst der Mo (10) spielt heute noch gerne im Wohnzimmer.

    Darf auch alles stehen gelassen werden, besonders, wenn sie sich so viel Mühe beim Aufbauen gegeben haben.

    So long,
    Corinna

    So long,
    Corinna

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    1. Oh, Du hast mich auf eine Idee gebracht! Danke, danke, dankeeeee! ;) (wird eh bald gepostet :D)
      LG,
      Anna

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  5. Sag mal, wo hast du denn diese wunderschönen gestreiften Teppiche her? Die Flickenteppiche, die ich bisher gefunden habe, sind alle hässlich :(

    LG Jasmin

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    1. Vom Möbelschweden (RESEN Teppich). Aber heute würde ich, glaube ich, eher DIESE HIER nehmen :)
      LG,
      Anna

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  6. Hallo Anna!

    Wieder eine super Idee! Hast Du Tipps zur Umsetzung? Mein Zwerg spielt jetzt immer nur kurz mit seinen Sachen, nimmt sie in die Hand und läuft dann damit durch die Wohnung, wenn er dann etwas anderes interessantes sieht, lässt er das Spielzeug fallen und schnappt sich das andere...
    Wie hast Du die Regel durchgesetzt, dass nur auf dem Teppich gespielt wird, hast Du da Tipps?
    Liebe Grüße
    Sabi

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