24.07.2014

Sortieren nach Gefühl


Nachdem ich alles vorbereitet hatte, einen größeren Korb mit einer Holzscheibe, ein ausgestopftes Herz, einen kleinen Schwamm, ein Stück Plüschstoff, eine Wachskreide und eine Muschel, dazu auch noch zwei weitere kleinere Körbchen, lud ich sie zu einem Sortierspiel ein.


Ich nahm das ausgestopfte Herz und rieb es, wie einen kuscheligen Polster, an meiner Wange. Ich befühlte es dann auch mit meinen Händen und sagte: "Hmmm, das ist weich." und legte es in eines der kleineren Körbchen. Dann nahm ich die Wachskreide, rieb auch diese an meiner Wange, machte eine überraschte Miene, befühlte sie dann auch mit den Händen und sagte: "Oh! Das ist hart." und legte sie in das andere kleine Körbchen hinein.


Sie kapierte sofort und wollte es auch gleich ausprobieren. Das Reiben an der Wange fand sie besonders lustig.


Obwohl sie diese Gegenstände schon gut kennt, begutachtete sie diese trotzdem genau. Auf einmal war da ein wesentlicher Unterschied, der ihr jetzt erst so richtig bewusst wurde: die einen Gegenstände waren weich, die anderen hart. Und sie konnte diesen Unterschied auf der Haut fühlen.


Dann kamen auch alle andere Gegenstände dran und wurden an die Wange gerieben, mit den Händen befühlt, an manchen sogar gerochen und was weich war, auch noch zusammengedrückt und schließlich dann in den kleinen Körbchen sortiert.


Durch dieses kleine Spiel hat sie nicht nur neue Wörter gelernt, sondern auch eine ganz neue Erfahrung gemacht: sie hat den wesentlichen Unterschied zwischen etwas weichem und hartem erfahren. Und das Wichtigste überhaupt: sie hatte Spaß dabei!

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