23.08.2015

Was bedeutet "Montessori zu Hause" wirklich? - zurück zum Start


Wenn Du in die Suchmaschinen von Pinterest, Instagram oder Facebook "Montessori" eintippst, werden eine ganze Reihe Blogs und Fotos mit selbstgebastelten Materialien und Aktivitäten aufgelistet. Du klickst einige Bilder an und überlegst: "Oh, wie toll! Vielleicht wäre das auch etwas für mein Kind?" Du gestaltest das Spielregal mit den selbstgebastelten oder gar gekauften Materialien, doch mit der Zeit stellst Du enttäuscht fest, dass weder das Kind, noch das Material das macht, was Du Dir erhofft hast. Warum funktioniert das alles nicht?

Ja, wie funktioniert Montessori zu Hause wirklich? Ich denke, die meisten Eltern, die sich bemühen Montessori umzusetzen, haben sich oft diese oder ähnliche Fragen gestellt. Man möchte was von all den netten Ideen aus dem Internet und diversen Büchern zu Hause ausprobieren, doch es läuft nicht ganz so, wie erwartet. Woran liegt das?

Es liegt daran, dass Montessori so viel mehr ist! Daher mein Rat: Vergiss das Spielregal und vergiss die Materialien! Zumindest fürs erste. Diese sind schön und gut, aber da fängt es nicht an. Es beginnt mit dem Verstehen, warum, weshalb, wozu es gut ist und überhaupt wie man es umsetzt. Damit meine ich nicht, dass wir Montessori zu Hause nach einem Drehbuch leben sollten, aber es macht wirklich Sinn zuerst die Grundgedanken zu verstehen.

Einst habe ich hier eine kleine Serie mit einigen Tipps gestartet, doch ich denke, es wäre sinnvoller weiter zurück zu spulen und beim Herzen dieser Pädagogik zu beginnen. Daher werde ich diese Serie neu gestalten und demnächst wieder starten. Diesmal möchte ich aber auch Euren Fragen und Beobachtungen mehr Raum geben und nach jedem einzelnen Beitrag in unserer Facebook-Gruppe "Montessori beginnt bei Dir", gemeinsam mit den anderen Administratoren eine Austauschrunde führen. Also, auf die Plätze, fertig, ... und zurück zum Start!

Kommentare:

  1. Ich lese Deinen Blog schon lange und fand es immer so toll, wovon du berichtest. Habe dann angefangen einiges zu kaufen und zu basteln. Aber schnell stellte sich Frustration ein. Warum klappt es bei uns nicht?
    Es hat viel Geld und Zeit gekostet bis wir das verstanden haben. Es kommt nicht auf das Material an. Die Haltung zum Kind war der Schlüssel. Und da konnten wir nur bei uns selbst anfangen. Es ist mitunter ein steiniger Weg. Von außen kommt oft Kopfschütteln oder es wird belächelt. Selbstreflektion! Denn eigentlich müssen wir nicht an den Kindern rumziehen sondern uns selbst erziehen bzw. an uns arbeiten. Beobachten war auch etwas, dass wir erst lernen mussten. Und dieser Prozess ist eigentlich nie abgeschlossen. Wir lernen stetig voneinander :)

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  2. Da quando ho scoperto il tuo blog non posso farne a meno, tanti bei consigli e idee. Io non compro tanto materiale, uso la Natura insieme alle mie bambine credo sia un buon modo per imparare insieme. Leggo vari libri su Maria Montessori e cerco di applicare nella vita quotidiana, e molto imparo anche da te Anna. Grazie per il tuo blog, e suggerimenti.

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  3. Definitiv etwas, dass ich zwar immer schon wahrgenommen habe, aber so richtig erst während des Montessori-Diploms durchdrungen habe. Danke für deine Arbeit und dein Engagement, ich würde mich sehr freuen ein Teil davon zu sein.
    Liebst, Mathilda

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  4. Hallo Anna,
    zuallererst vielen Dank für deinen tollen Blog, der mir schon in so manchen Durchhänge-Tagen mit den Kids die Richtung gewiesen hat. Die Montessori-Pädagogik ist in der heutigen Welt mehr als kostbar für die Kinder UND die Eltern.
    Ich bin sehr daran interessiert, was du nun zum Thema "zurück zum Start" schreiben wirst. Muss ich dafür Facebook beitreten? Oder fasst du die Diskussionen hier auf dem Blog zusammen?
    Liebe Grüße und alles Gute für dich und deine Tochter.
    LB

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  5. Ich bin auch gespannt, was Du schreibst. Bisher habe ich mit meinem 9 Monate alten Fetz das Gefühl, dass alles klappt. Bei Montessori geht es ja darum, dass Kind so zu lieben und so anzunehmen wie es ist, ohne es ändern zu wollen und dem Kind auch zu zeigen, dass man es liebt. Ich gebe zu mit dem zeigen tue ich mich Nachts um 4 Uhr nach 5 Nächten ohne schlaf sehr schwer (bin ja auch nur ein Mensch), aber sonst finde ich ist Montessori für uns ein toller Weg. Auch wenn es für mich heißt durchatmen einen Schritt zurück gehen und Situation neu bewerten (z.B. Mein Kind liebt bunte Plastikbecher und verschmäht die teuren Holzwürfel, spielt er halt mit den Bechern, die Würfel kommen wann anders wieder raus :) ).

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  6. Was ich schon immer wissen wollte, was hälst Du denn von den "Shelf-work-mamis" in You-toube, die ihren 1 bis 3 Jährigen" Montessori-Inspired" lesen schreiben und rechnen beibringen? Ich finde es zwar erstaunlich, was so ein kleiner Stöpsel alles lernen kann, aber mit Hilfe zur Selbsthilfe, Selbstkontrolle, und Schaffer seiner Selbst hat das doch wenig zu tun, oder habe ich da was falsch verstanden?

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    1. Puh, es steht mir fern über andere zu urteilen wie sie Montessori zu Hause leben. Ich weiß, nicht alle Eltern können ihren Kindern einen Besuch im Kinderhaus ermöglichen. Aber auch, dass die meisten Kinder mit ungefähr 3-4 Jahren großes Interesse am Schreiben haben. Viele versuchen es mit „Homeschooling“, mein Ding wäre das allerdings nicht. Ich persönlich finde es gut, dass meine Tochter ins Kinderhaus geht, denn ich denke, sie braucht Kinder um sich herum und ich finde es auch gut, dass sie dort mit den Materialien in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Interessen arbeiten, sowie anderen Kindern bei ihrer Arbeit zuschauen kann. Kinder lernen voneinander eine Menge! Oft sogar mehr! ;) LG, Anna

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    2. Danke für die Antwort. Leider ist das Nächste und einzige Montessori Kindergarten/Kinderhaus hier im Umfeld 16 km weg, was in der Hauptverkehrszeit schon mal 45 Minuten Fahrt bedeuten kann :( Zudem erfüllen wir kein einziges Aufnahmekriterium :) Mein Kind wird vermutlich mit zwei in einen anderen Kindergarten (Krippe) in unserem Wohnort gehen. Werde dann beobachten und bei Bedarf bzw. Interesse entsprechendes Material zuhause anbieten. Bin gespannt wie das alles wird. Einerseits kann man es kaum erwarten dass sie groß werden und man mit ihnen viel machen kann, andererseits sind sie so knuffig und werden viiiel zu schnell groß. Danke für deinen tollen Blog und die vielen Ideen und einfühlsamen Beschreibungen eures Alltags, die zweigen dass es auch ohne Geschrei, Schimpfen und Bestrafen geht.

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  7. Klasse! Mein Krümelchen kommt im Februar. Und ich habe noch keine Idee, wie das wohl so wirklich wird und v.a. wie ich es sich entwickeln lassen kann, ohne es zu meiner Erleichterung passend zu erziehen.
    VG
    Patagonia

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  8. Liebe Anna, ich möchte mich an dieser Stelle für deinen wirklich tollen Blog bedanken und dafür, dass du so viele Ideen und Tipps mit uns teilst! Ich finde es jedes Mal inspirierend, bei dir vorbeizuschauen, und habe auch schon ein paar Ideen für meinen kleinen Zwerg zuhause umgesetzt - das macht uns beiden viel Freude! :) Liebe Grüße, Daniela

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