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Pinsel in die Leimdose tunken, den Leim mit dem Pinsel auf einem Stück Papier verteilen, eine bunte Papierform daraufkleben und dann die ganze Prozedur von neuem beginnen. Das fasziniert Jakob zurzeit sehr. Er klebt oft lange Minuten ganz still und konzentriert, bis alles Papier verbraucht ist.

Auch in der Montessori Kleinkindgruppe, wo ich tätig war, gehörte das Kleben mit dem Klebekasten zu den beliebtesten Arbeiten der Kinder. Es ging dabei aber weniger darum, bunte Collagen zu gestalten, sondern um den Prozess des Klebens selbst.


Seine Klebebox ist sehr simpel und selbstgemacht. Ich nahm dazu ein einfaches Christbaumschmuck-Kästchen aus Holz, in dem unsere Strohsterne waren (ähnlich wie diese* oder diese hier*), und schnitt mit dem Stanleymesser hier und da das weiche Holz etwas kürzer. Damit auch die Pinsel in der Box einen Platz bekommen, klebte ich mit Holzleim ein Stück vom Holz wieder an, so dass eine neue Abtrennung entstand.


Die Kreise, Quadrate und Dreiecke schnitt ich aus buntem Papier aus, aber ihr könnt auch gerne diese hier zum Ausdrucken herunterladen. Wichtig war mir, dass der Pinsel zum Klebstoffauftragen nicht zu lang, dafür aber eher dünn ist. So kann Jakob diesen gut in seiner kleinen Hand halten und damit den Leim auftragen. Auch das kleine Glas für den Leim ist recycelt und dort, wo früher Marmelade drinnen war, ist nun ungiftiger und selbstgemachter Klebstoff.


Ich habe schon einige Klebstoff-Rezepte ausprobiert, die auch alle recht gut funktionierten, aber ich suchte diesmal nach einem ohne Zugabe von Zucker und fand hier eine tolle Anleitung. Das Rezept ist denkbar einfach:

  • 125 g Speisestärke (oder Maisstärke)
  • 1 Esslöffel Essig (keine Essigessenz!)
  • 1 Teelöffel Salz
  • und 500 ml kochendes Wasser

Ich bin schwer begeistert von diesem Rezept! Der Klebstoff klebt einwandfrei Papier, tröpfelt aber nicht beim Auftragen, ist dazu auch noch ungiftig und vor allem wasserlöslich. Das schont nicht nur die Pinsel und den kleinen Tisch, sondern auch die Kleidung. Wir haben eine größere Menge Bastelkleber gemischt und in ein Einmachglas gefüllt, welches wir nun auf einem der oberen Küchenregale ungekühlt lagern.


Der Klebekasten ist wirklich schnell gemacht und auch der Leim war blitzschnell zubereitet. Für diejenigen von Euch, die so einen Klebekasten doch lieber kaufen möchten, kann ich diesen und diesen, aber auch diesen hier wärmstens empfehlen.


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Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start in das Jahr 2019! Wie bereits in den letzten 12 Jahren, seitdem wir verheiratet sind, unternahmen wir in den ersten Tagen nach Silvester ganz traditionell einen ausgiebigen Neujahresspaziergang. Diesmal allerdings schon zu viert. Jakob hat so viel Freude daran sich zu bewegen und zu spazieren! Beim Wandern bleibt er zwar öfters stehen oder läuft an hügeligen Stellen zig mal die gleiche Strecke auf und ab. Aber er ist keineswegs langsam und hat eine unglaublich große Ausdauer.


In unserem Park, gleich neben dem Feldweg, wohnen ganz viele Meisen im dichten Gebüsch, für die wir jedes Jahr, wenn die eisige Kälte anbricht, kleine Futterstellen aufhängen. Diesmal versuchten wir uns an einfachen, ringförmigen Futterspendern, die wir aus Papprollen formten und machten auch welche aus übriggebliebenen Orangenschalen.


Jakob und Julia hängten die Futterspender dann an den unterschiedlichsten Stellen auf und jedes Mal, wenn wir dann wieder an diesen vorbeispazierten, schauten sie neugierig nach, ob die Vögel schon daran geknabbert hatten. Wir besitzen zwar einige schöne Bücher über einheimische Tiere im Winter, die wir auch liebend gerne lesen, aber solche Futterstellen vorzubereiten und zu beobachten, wie die Meisen daran knabbern, ist für Kinder immer wieder ein spannendes Erlebnis, bei dem auch so viele schöne Gespräche über Tiere und die Jahreszeiten entstehen können.


Vor ca. 3-4 Monaten haben wir Julias Zimmer endlich umgeräumt. Sie ist aus ihrer alten Zimmereinrichtung schlichtweg herausgewachsen. Jetzt ist der Raum optisch etwas größer und mit der Nähmaschine, die Julia zu Weihnachten bekommen hat*, ist auch ihre Näh-Ecke (oder eigentlich kleine Handwerkstatt) endlich komplett.


Wir haben ganz viele Sachen gemeinsam aussortiert, verkauft oder weggeräumt und wirklich nur das auf dem Regal gelassen, was Julia oft benutzt oder woran ihr viel liegt. Es blieben lediglich ihr Lego, einige Gesellschaftsspiele, ihr Mikroskop und ihr Perlen-Set, womit sie zurzeit leidenschaftlich gern Perlenfiguren fädelt. Ein Spielregal wird zuhause nicht dadurch "Montessori", dass es mit zahlreichen und trendigen Spielsachen überfüllt wird. Sondern, wenn die (wenigen) Materialien den Interessen dieses einen Kindes entsprechen, seinen Entwicklungsbedürfnissen gerecht werden, ihm etwas sinnvolles bieten können und für ihn ordentlich, übersichtlich und einladend aufbewahrt werden. In den nächsten Tagen zeige ich noch mehr Fotos über ihr Zimmer und den Inhalt ihrer Regale.


Wenn sie nicht gerade näht, fädelt oder webt, baut sie an ihrem Lego-Roboter* weiter, den sie ebenso zu Weihnachten bekommen hat. Aus dem Set kann sie 7 verschiedene Modelle bauen, dementsprechend besteht es aus unglaublich vielen Teilen. Damit sie diese beim Zusammenbauen schneller finden kann, sortierte sie die Teile nach ihrer Farbe in kleine Boxen und Schälchen. Es gibt so oft Momente, bei denen ich merke, wie sehr sie von den Montessori-Materialien profitiert. Nicht nur wegen dem freudvollen Entdecken und Be-Greifen können. Ich sehe es auch daran, wie sie Dinge im Alltag angeht: strukturiert und mit einem Plan.


Was Jakob betrifft, ist er mitten drin in der "Phase" maximaler Anstrengung. Auch beim Tischdecken beteiligt er sich jeden Tag und während Julia die Teller und das Besteck anrichtet, trägt er den Krug voller Wasser hoch konzentriert zum Esstisch.


Immer mehr beobachte ich, wie er Dinge einander zuordnet oder gruppiert, darum bereitete ich ihm ein passendes Material vor: einen Korb mit einigen Gegenständen aus der Küche, die er bereits kennt, dazu Karten mit passenden Bildern. Die Fotos von den Gegenständen knipste ich dazu von oben und druckte diese in Originalgröße auf Kartonpapier aus. So kann Jakob die Küchenutensilien genau auf die Abbildungen legen. Zu verstehen, dass etwas Konkretes auch als etwas abstraktes abgebildet werden kann, ist ein großer Schritt in diesem Alter und dadurch, dass er die Gegenstände 1:1 auf die Bilder legen kann, für ihn leichter nachvollziehbar.


Er ist in den letzten Wochen so viel gewachsen! Darum mussten wir seinen kleinen Tisch in der Küche auf einen etwas höheren Arbeitstisch tauschen. Hier kann er auch beim Stehen seine Jause zubereiten und sogar Julia bei der Arbeit zuschauen.  Ich liebe das YPPERLIG Tisch-Set vom Möbelschweden! Das Set ist so praktisch! Den allerkleinsten Tisch verwendet Jakob als Waschtisch im Badezimmer, den mittleren als Arbeitstisch in der Küche und der größte Tisch steht in Julias Zimmer in ihrer Näh-Ecke.


Mehrmals am Tag bereite ich ihm eine Arbeit auf einem Tablett in seinem Küchenregal vor. Manchmal einfach nur eine Mandarine oder eine Banane zum Schälen, oder Granatäpfelkerne zum Herauspicken aus der Schale oder ein Knäckebrot und etwas Liptauer zum Bestreichen. Er hat jederzeit Zugang zu diesem Tablett, was aber nicht bedeutet, dass er damit tun kann, was er will. Ich begleite ihn dabei und wenn er Hilfe braucht, erinnere ich ihn freundlich daran, wie er das Tablett zum Tisch tragen, den Eimer für die Obstschalen vom Regal holen, das Obst schälen, das Brot bestreichen und die Obstschalen im Müll entsorgen kann.


Ich bekam so viele Nachrichten mit der Bitte, Julias Linear-Kalender auch für dieses Jahr zum Herunterladen online zu stellen. Auch wir lieben diesen Kalender! Er ist übersichtlich, klar und hilft Kindern auch optisch zu verstehen, dass Zeit etwas kontinuierliches ist. Dass es bei Kindern ein Prozess ist, die Zeit nachvollziehen zu können, schrieb ich bereits in diesem Beitrag und zeigte dazu auch einige Kalender-Ideen. Aber einige Gedanken hätte ich noch dazu, die ich auf jeden Fall noch verbloggen möchte. Bis dahin, hier unser Linear-Kalender für das Jahr 2019. Einmal auf Deutsch und einmal auch auf Englisch.

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