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Ein kleiner Rundgang durch Jakobs Zimmer (mit 21 Monaten)

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"Das Ziel der vorbereiteten Umgebung ist es, das heranwachsende Kind so weit wie möglich unabhängig vom Erwachsenen zu machen. Das heißt, es ist ein Ort, an dem es Dinge für sich selbst tun kann, sein eigenes Leben ohne die unmittelbare Hilfe von Erwachsenen leben kann." - Maria Montessori

Jakobs Zimmer hat sich ein wenig verändert seitdem ich es hier das letzte mal gezeigt habe. Denn so wie Jakob wächst und wie seine Fähigkeiten zunehmen und Bedürfnisse sich ändern, so "wächst" auch sein Zimmer mit ihm mit. Aber bevor ich euch in seinem Zimmer herumführe, wollte ich noch etwas wichtiges anmerken.

Ich mag es, mich in meinem Zuhause mit schönen Dingen zu umgeben. Nicht nur, weil ich mich dann einfach wohler fühle, sondern weil ich dann auch mehr Freude daran habe, die Wohnung schön zu halten. Der Grund, warum ich auch die Bereiche meiner Kinder schön ein zu richten versuche. Aber eine gut vorbereitete Umgebung ist nicht die, die "nur" hübsch aussieht. Sondern die, die es dem Kind auch ermöglicht, unabhängig zu sein, die es in seiner Entwicklung fördert und die für diese jeweilige Familie im Alltag gut passt. Daher denke ich, dass es genauso viele und unterschiedliche vorbereitete Umgebungen für zu Hause gibt, wie viele Kinder und Familien es gibt. Hier zeige ich, wie WIR Montessori zu Hause leben und was Montessori für uns bedeutet. Bitte nehmt die Fotos und meine Gedanken nicht als ein Handbuch sondern vielmehr als eine Inspiration.

Den kleinen Rundgang in Jakobs Zimmer beginne ich bei seinem Regal, das bisher an der Wand stand. Es passt von der Größe und Höhe her noch wunderbar, nur dass ich es jetzt so gedreht habe, dass Jakob von beiden Seiten Zugang zu seinen Materialien hat. So wirkt es viel einladender und auch die Bereiche im Raum sind klarer voneinander getrennt. 


Jakob ist viel gewachsen in letzter Zeit, so dass die Matratze auf dem Boden als Bett endgültig ausgedient hat. Er hat jetzt ein einfaches, niedriges Bett, das gerade mal so hoch ist, dass er bequem am Rand sitzen und problemlos vom Bett aufstehen kann. Das Bett ist übrigens selbstgemacht. Wenn ihr wollt, kann ich gerne eine Bauanleitung samt Materialliste dazu auf den Blog stellen.


So sieht zurzeit Jakobs Leseecke aus. Früher stand hier ein großer Weidenkorb mit Lammfell und Polster. Von einer lieben Freundin bekamen wir jedoch diesen kleinen Rattansessel von Ikea geschenkt, dessen Beine sogar sie für uns schon kürzer gesägt hatte, so richtete ich Jakob eine neue Leseecke ein. Damit es noch gemütlicher aussieht, stellte ich ihm auch einen Beistelltisch neben seinen Lesestuhl. Das Licht selbstständig ein- und ausschalten zu können macht ein 21 Monate junges Kind nicht nur unabhängiger, sondern auch unglaublich stolz! Und es braucht gar nicht viel dazu, ihm zu mehr Unabhängigkeit zu verhelfen: eine einfache Tischlampe, die er ohne Hilfe ein- und ausschalten kann...


... aber auch ein kleiner Tritthocker direkt unter dem Lichtschalter reicht dazu völlig aus.


Auch der Bereich, wo er sich umkleidet (mehr dazu hier), wird am Tag ganz oft benutzt. Nicht nur am Morgen beim Ausziehen seines Pyjamas, sondern auch tagsüber, wenn sein Gewand nass ist oder bevor wir das Haus verlassen. Den kleinen Sessel könnten wir uns aus dem Bereich gar nicht mehr wegdenken. Er ist so praktisch! Besonders beim Hosen- und Sockenanziehen! Auch der kleine Wäschekorb, gleich neben dem Sessel, ist im Dauereinsatz und wird von Jakob liebend gerne zur Waschmaschine getragen.


Gleich neben dem Kleiderschrank steht ein kleiner Frisiertisch, wo sich Jakob seine Haare bürsten, seine Nase putzen und sein Gesicht mit Salbe eincremen kann. Und ja, auch dieser Tisch ist selbstgemacht. In nur 10 Minuten. Dazu schraubte ich vom Ikea RAST Regal den unteren Regalboden ab und schraubte es stattdessen als Rückwand wieder an. So entstand unterhalb Platz für einen Hocker zum Sitzen, trotzdem blieb der Tisch stabil. Den kleinen, antiken Hocker retteten wir einst vor dem Sperrmüll, ich verschaffte ihm lediglich einen neuen, fröhlicheren Polsterbezug.


Jakob hat auch im Wohnzimmer einen kleinen Bereich nur für sich. Diesen und den Inhalt seiner Regale mit 21 Monaten zeige ich dann in den nächsten Beiträgen.

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7 einfache Kleiderschrank-Ideen für das Montessori Kinderzimmer - (und wie ich meinen Kindern helfe in ihren Schränken Ordnung zu halten)

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Ich liebe es, unser Zuhause nach Montessori einzurichten und zu sehen, wie viel so eine vorbereitete Umgebung meinen Kindern ermöglichen kann. Vor allem jetzt, wo wir Homeschooling machen und so beide Kinder mit mir zu Hause sind, merke ich, wie sehr uns dies den Alltag erleichtert - vor allem, wenn es um den Kleiderschrank und um das An- und Ausziehen geht.

So ein Kleiderschrank nach Montessori hat so viele Vorteile!
  • Er ermöglicht es meinen Kindern, ihre Kleidung selbst auszusuchen und dabei ihre eigenen Entscheidungen zu treffen,
  • er ermöglicht ihnen, ihre Kleidung selbst wegzuräumen und so Sorge für ihre Sachen zu  tragen, 
  • Jakob und Julia gewinnen dadurch immer mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten
  • und tun sich beim An- und Ausziehen und bei den "Übergängen" im Tagesablauf viel leichter.
Und weil sich so ein Kleiderschrank nach Montessori zu Hause ganz einfach umsetzen lässt, zeige ich hier einige schöne Kleiderschrank-Ideen fürs Kinderzimmer und einige Tipps, die meinen Kindern helfen, in ihrer eigenen Garderobe mehr Ordnung zu halten.


1// Jakobs Garderobe ist ein kleiner, offener Schrank, den wir schon vorletztes Jahr in Leens Manine Montessori Shop gefunden haben. Und wir lieben ihn! Er hat genau die passende Größe für ein Kleinkind und weil er offen ist, hat Jakob jederzeit Zugang zu seinen Sachen.


Jakob ist in dem Alter, wo er gerade seinen eigenen Willen entdeckt. Das ist ein großer Meilenstein und ein wichtiger Prozess, darum ist es mir wichtig, ihm so oft wie möglich im Alltag Entscheidungsmöglichkeiten anzubieten. Auch beim Aussuchen seiner Kleidung.

Mit einem überfüllten Schrank wäre er jedoch restlos überfordert (und auch ich müsste wahrscheinlich mehrmals am Tag alles wieder in die Fächer zurückräumen). Daher richte ich ihm täglich, je nach Jahreszeit, immer jeweils 2 T-Shirts, 2 Langarm-Shirts, 2 Hosen und 2 Socken bereit, von denen er sich etwas zum Anziehen selbst aussuchen kann. Seine restlichen Sachen liegen in dem geschlossenen Kleiderschrank links in der Ecke, den wir beim Möbelschweden gefunden haben und woraus sich Jakob in einigen Jahren schon selbst bedienen kann.

2// Einen ganz ähnlichen kleinen, offenen Kleiderschrank fand ich auch beim Möbelschweden. Er hat sowohl eine Stange, als auch einige praktische Fächer. Er ist klein, offen und übersichtlich und meiner Meinung nach ideal für die ersten Jahre.

3// Diese kleine, weiße Garderobe* ist ebenso offen und in passender Höhe für Kleinkinder und hat dazu auch noch einen Ganzkörper-Spiegel an der Seite. Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Freude ein Kleinkind daran hat, sich in so einem Spiegel zu betrachten.

Für ganz junge Kinder sah ich auf diversen Blogs einfache Ikea-Hacks aus dem 4-er KALLAX Regal vom Möbelschweden (zum Beispiel hier und auch hier). Auch das ist eine tolle Möglichkeit, bereits ganz jungen Kindern mehr Unabhängigkeit beim Aussuchen der eigenen Kleidung zu ermöglichen.

4// Für Kinder, die sich bei Schranktüren und Schubladen problemlos bedienen können, fand ich diesen entzückenden kleinen Schrank.*. Statt dem einen Einlageboden im Schrank, kann ja auch eine kleine Stange angebracht und an die Tür und die Fronten der jeweiligen Schubfächer Fotos vom Inhalt darauf geklebt werden.

5// Auf diesen schönen Kinder-Kleiderschrank, der ebenso vom Möbelschweden ist, machte mich eine liebe Freundin aufmerksam. Ich finde die Lösung mit der Schiebetür super praktisch und den Schrank, mit den 2 Kleiderstangen und 4 recht großen Fächern sogar für 2 junge Kinder wunderbar.


6// Julias Kleiderschrank ist ebenso vom Möbelschweden. Allerdings mussten wir damals, als wir ihn gekauft haben, die Schrankbeine erheblich absägen, damit Julia an ihre Kleiderstange herankommen konnte. Wir besorgten für sie auch ein einfaches Aufbewahrungssystem, um mehr Stauraum zu schaffen und damit sie ihre Kleidung besser sortieren kann.

Aber auch wenn sie schon 7 Jahre alt ist, braucht sie unsere Hilfe, um in ihrem Kleiderschrank Ordnung halten zu können:
  • Damit der Schrank nicht zu voll ist aber auch, um unnötige Diskussionen zu vermeiden, passen wir den Inhalt ihres Schrankes 2 bis 3 mal im Jahr entsprechend der Jahreszeit gemeinsam an.
  • Ich liebe die Tipps von Marie Kondo und falte all unsere Sachen nach ihrer Methode. Ich zeigte auch Julia, wie sie ihre eigenen Klamotten so falten kann und sie tut sich seitdem dabei um einiges leichter. Ihr Schrank sieht so viel ordentlicher aus, als wenn alle Sachen gestapelt wären und auch Julia kommt leichter an diese heran.
  • Sie räumt ihre frische Wäsche, die wir gemeinsam zusammenfalten, auch selbst in ihren Schrank. Ich helfe ihr, wenn sie Hilfe braucht. Aber ich denke, wenn sie die Wäsche selbst wegräumt, weiß sie auch genau, wo sie was finden kann und es macht sie wirklich stolz, Verantwortung für ihre Dinge übernehmen zu können.
  • Wir versuchen mit dem Wäschewaschen sparsam umzugehen und ziehen die Hosen und Shirts, die wir bereits anhatten und die aber nicht allzu schmutzig sind, am nächsten Tag wieder an. Zu den frischgewaschenen Sachen legen wir diese aber dennoch ungern zurück. Darum steht in Julias Schrank extra ein Korb für diese Wäsche bereit. Sie kann diesen Korb auch Abends ins Badezimmer tragen, da sie sich ja zum Baden dort auszieht. So liegen ihre Klamotten nicht überall herum und sie findet am nächsten Tag alles zum Anziehen schnell wieder an.

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Ein simples DIY Montessori Klebekästchen - und ein Rezept für selbstgemachten, ungiftigen Leim

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Pinsel in die Leimdose tunken, den Leim mit dem Pinsel auf einem Stück Papier verteilen, eine bunte Papierform daraufkleben und dann die ganze Prozedur von neuem beginnen. Das fasziniert Jakob zurzeit sehr. Er klebt oft lange Minuten ganz still und konzentriert, bis alles Papier verbraucht ist.

Auch in der Montessori Kleinkindgruppe, wo ich tätig war, gehörte das Kleben mit dem Klebekasten zu den beliebtesten Arbeiten der Kinder. Es ging dabei aber weniger darum, bunte Collagen zu gestalten, sondern um den Prozess des Klebens selbst.


Seine Klebebox ist sehr simpel und selbstgemacht. Ich nahm dazu ein einfaches Christbaumschmuck-Kästchen aus Holz, in dem unsere Strohsterne waren (ähnlich wie diese* oder diese hier*), und schnitt mit dem Stanleymesser hier und da das weiche Holz etwas kürzer. Damit auch die Pinsel in der Box einen Platz bekommen, klebte ich mit Holzleim ein Stück vom Holz wieder an, so dass eine neue Abtrennung entstand.


Die Kreise, Quadrate und Dreiecke schnitt ich aus buntem Papier aus, aber ihr könnt auch gerne diese hier zum Ausdrucken herunterladen. Wichtig war mir, dass der Pinsel zum Klebstoffauftragen nicht zu lang, dafür aber eher dünn ist. So kann Jakob diesen gut in seiner kleinen Hand halten und damit den Leim auftragen. Auch das kleine Glas für den Leim ist recycelt und dort, wo früher Marmelade drinnen war, ist nun ungiftiger und selbstgemachter Klebstoff.


Ich habe schon einige Klebstoff-Rezepte ausprobiert, die auch alle recht gut funktionierten, aber ich suchte diesmal nach einem ohne Zugabe von Zucker und fand hier eine tolle Anleitung. Das Rezept ist denkbar einfach:

  • 125 g Speisestärke (oder Maisstärke)
  • 1 Esslöffel Essig (keine Essigessenz!)
  • 1 Teelöffel Salz
  • und 500 ml kochendes Wasser

Ich bin schwer begeistert von diesem Rezept! Der Klebstoff klebt einwandfrei Papier, tröpfelt aber nicht beim Auftragen, ist dazu auch noch ungiftig und vor allem wasserlöslich. Das schont nicht nur die Pinsel und den kleinen Tisch, sondern auch die Kleidung. Wir haben eine größere Menge Bastelkleber gemischt und in ein Einmachglas gefüllt, welches wir nun auf einem der oberen Küchenregale ungekühlt lagern.


Der Klebekasten ist wirklich schnell gemacht und auch der Leim war blitzschnell zubereitet. Für diejenigen von Euch, die so einen Klebekasten doch lieber kaufen möchten, kann ich diesen und diesen, aber auch diesen hier wärmstens empfehlen.


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Bei uns in den letzten Wochen (und unser Linear-Kalender für 2019 zum Mitnehmen)

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Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start in das Jahr 2019! Wie bereits in den letzten 12 Jahren, seitdem wir verheiratet sind, unternahmen wir in den ersten Tagen nach Silvester ganz traditionell einen ausgiebigen Neujahresspaziergang. Diesmal allerdings schon zu viert. Jakob hat so viel Freude daran sich zu bewegen und zu spazieren! Beim Wandern bleibt er zwar öfters stehen oder läuft an hügeligen Stellen zig mal die gleiche Strecke auf und ab. Aber er ist keineswegs langsam und hat eine unglaublich große Ausdauer.


In unserem Park, gleich neben dem Feldweg, wohnen ganz viele Meisen im dichten Gebüsch, für die wir jedes Jahr, wenn die eisige Kälte anbricht, kleine Futterstellen aufhängen. Diesmal versuchten wir uns an einfachen, ringförmigen Futterspendern, die wir aus Papprollen formten und machten auch welche aus übriggebliebenen Orangenschalen.


Jakob und Julia hängten die Futterspender dann an den unterschiedlichsten Stellen auf und jedes Mal, wenn wir dann wieder an diesen vorbeispazierten, schauten sie neugierig nach, ob die Vögel schon daran geknabbert hatten. Wir besitzen zwar einige schöne Bücher über einheimische Tiere im Winter, die wir auch liebend gerne lesen, aber solche Futterstellen vorzubereiten und zu beobachten, wie die Meisen daran knabbern, ist für Kinder immer wieder ein spannendes Erlebnis, bei dem auch so viele schöne Gespräche über Tiere und die Jahreszeiten entstehen können.


Vor ca. 3-4 Monaten haben wir Julias Zimmer endlich umgeräumt. Sie ist aus ihrer alten Zimmereinrichtung schlichtweg herausgewachsen. Jetzt ist der Raum optisch etwas größer und mit der Nähmaschine, die Julia zu Weihnachten bekommen hat*, ist auch ihre Näh-Ecke (oder eigentlich kleine Handwerkstatt) endlich komplett.


Wir haben ganz viele Sachen gemeinsam aussortiert, verkauft oder weggeräumt und wirklich nur das auf dem Regal gelassen, was Julia oft benutzt oder woran ihr viel liegt. Es blieben lediglich ihr Lego, einige Gesellschaftsspiele, ihr Mikroskop und ihr Perlen-Set, womit sie zurzeit leidenschaftlich gern Perlenfiguren fädelt. Ein Spielregal wird zuhause nicht dadurch "Montessori", dass es mit zahlreichen und trendigen Spielsachen überfüllt wird. Sondern, wenn die (wenigen) Materialien den Interessen dieses einen Kindes entsprechen, seinen Entwicklungsbedürfnissen gerecht werden, ihm etwas sinnvolles bieten können und für ihn ordentlich, übersichtlich und einladend aufbewahrt werden. In den nächsten Tagen zeige ich noch mehr Fotos über ihr Zimmer und den Inhalt ihrer Regale.


Wenn sie nicht gerade näht, fädelt oder webt, baut sie an ihrem Lego-Roboter* weiter, den sie ebenso zu Weihnachten bekommen hat. Aus dem Set kann sie 7 verschiedene Modelle bauen, dementsprechend besteht es aus unglaublich vielen Teilen. Damit sie diese beim Zusammenbauen schneller finden kann, sortierte sie die Teile nach ihrer Farbe in kleine Boxen und Schälchen. Es gibt so oft Momente, bei denen ich merke, wie sehr sie von den Montessori-Materialien profitiert. Nicht nur wegen dem freudvollen Entdecken und Be-Greifen können. Ich sehe es auch daran, wie sie Dinge im Alltag angeht: strukturiert und mit einem Plan.


Was Jakob betrifft, ist er mitten drin in der "Phase" maximaler Anstrengung. Auch beim Tischdecken beteiligt er sich jeden Tag und während Julia die Teller und das Besteck anrichtet, trägt er den Krug voller Wasser hoch konzentriert zum Esstisch.


Immer mehr beobachte ich, wie er Dinge einander zuordnet oder gruppiert, darum bereitete ich ihm ein passendes Material vor: einen Korb mit einigen Gegenständen aus der Küche, die er bereits kennt, dazu Karten mit passenden Bildern. Die Fotos von den Gegenständen knipste ich dazu von oben und druckte diese in Originalgröße auf Kartonpapier aus. So kann Jakob die Küchenutensilien genau auf die Abbildungen legen. Zu verstehen, dass etwas Konkretes auch als etwas abstraktes abgebildet werden kann, ist ein großer Schritt in diesem Alter und dadurch, dass er die Gegenstände 1:1 auf die Bilder legen kann, für ihn leichter nachvollziehbar.


Er ist in den letzten Wochen so viel gewachsen! Darum mussten wir seinen kleinen Tisch in der Küche auf einen etwas höheren Arbeitstisch tauschen. Hier kann er auch beim Stehen seine Jause zubereiten und sogar Julia bei der Arbeit zuschauen.  Ich liebe das YPPERLIG Tisch-Set vom Möbelschweden! Das Set ist so praktisch! Den allerkleinsten Tisch verwendet Jakob als Waschtisch im Badezimmer, den mittleren als Arbeitstisch in der Küche und der größte Tisch steht in Julias Zimmer in ihrer Näh-Ecke.


Mehrmals am Tag bereite ich ihm eine Arbeit auf einem Tablett in seinem Küchenregal vor. Manchmal einfach nur eine Mandarine oder eine Banane zum Schälen, oder Granatäpfelkerne zum Herauspicken aus der Schale oder ein Knäckebrot und etwas Liptauer zum Bestreichen. Er hat jederzeit Zugang zu diesem Tablett, was aber nicht bedeutet, dass er damit tun kann, was er will. Ich begleite ihn dabei und wenn er Hilfe braucht, erinnere ich ihn freundlich daran, wie er das Tablett zum Tisch tragen, den Eimer für die Obstschalen vom Regal holen, das Obst schälen, das Brot bestreichen und die Obstschalen im Müll entsorgen kann.


Ich bekam so viele Nachrichten mit der Bitte, Julias Linear-Kalender auch für dieses Jahr zum Herunterladen online zu stellen. Auch wir lieben diesen Kalender! Er ist übersichtlich, klar und hilft Kindern auch optisch zu verstehen, dass Zeit etwas kontinuierliches ist. Dass es bei Kindern ein Prozess ist, die Zeit nachvollziehen zu können, schrieb ich bereits in diesem Beitrag und zeigte dazu auch einige Kalender-Ideen. Aber einige Gedanken hätte ich noch dazu, die ich auf jeden Fall noch verbloggen möchte. Bis dahin, hier unser Linear-Kalender für das Jahr 2019. Einmal auf Deutsch und einmal auch auf Englisch.

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Prosit 2019

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Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, so war Zeit für mich etwas, womit ich ganz oft haderte. So oft hatte ich mit zwei Kindern zu Hause das Gefühl, als würde mir die Zeit in Windeseile davonfliegen und gleichzeitig wünschte ich mir so oft einfach nur mehr Zeit für mich selbst zu haben. Neben dem Homeschooling von Julia und ihrem kleinen, 20 Monate alten Bruder, der im Alltag noch viel  Begleitung braucht, kam ich leider nicht so oft zum Bloggen und zur Umsetzung meiner Ideen, wie ich es mir vorgenommen habe.

Ja, es war ein Jahr voller Herausforderungen und manchmal fragte ich mich, ob ich mir nicht allzu viel vorgenommen hatte, aber wenn ich nun auf dieses Jahr zurückblicke, empfinde ich dennoch tiefste Dankbarkeit. Dafür, meinen Kindern so viel Zeit schenken zu dürfen, Julia zu Hause unterrichten zu können und einen Ehemann an meiner Seite zu haben, der mich dabei voll und ganz unterstützt und all das überhaupt möglich macht. 

Für das kommende Jahr habe ich mir dennoch vorgenommen, mir selbst etwas mehr Zeit zu verschaffen um meine Ideen endlich zu verwirklichen und auch mehr zu bloggen. Ich verabschiede mich nun vom Jahr 2018 mit den 10 meistgelesensten Beiträgen und bedanke mich bei Euch für all die unglaublich vielen und lieben Nachrichten und Kommentare hier, auf Instagram, auf Facebook und via E-Mails! Ich wünsche Euch von Herzen ein glückliches, gesundes und gleichzeitig spannendes und buntes neues Jahr 2019!

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3 einfache Last Minute Geschenkideen - DIY mit Kindern

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Geschenke zu Weihnachten für Freunde und für Verwandte selbst zu machen, ist bei uns fast schon Tradition. Wir kaufen auch gerne Geschenke, aber selbstgemacht kann auch mit wenig Zeitaufwand verbunden sein und ist dafür etwas ganz Besonderes. Ich weiß, Heiligabend steht praktisch schon vor der Tür, aber falls ihr noch nach Ideen für einfache, selbstgemachte Präsente sucht, hätte ich da zwei simple Anleitungen und ein blitzschnelles Rezept, die auch mit Kindern durchgeführt werden können.

Bunte Windlichter falten


In einem Magazin fand ich diese wunderschönen Windlichter aus Papier und da Julia unglaublich gerne faltet, zeigte ich ihr, wie sie diese Sterne aus Papier ganz einfach selbst falten kann. Für unsere Windlichter verwendeten wir zweifärbiges Origamipapier*, so wurden die Sterne noch außergewöhnlicher. Bei den ersten zwei Versuchen half ich Julia bei den einzelnen Schritten, ihr drittes Windlicht machte sie jedoch schon ganz ohne Hilfe:


Als erstes werden vom Quadrat beide Diagonalen gefaltet, dann das Papier gewendet und auch die Mittellinien gefaltet. So lässt sich das Papier leicht zu einem kleineren Quadrat zusammenklappen (siehe Bild 5 und 6). Dann werden die Ecken an den Seiten bis zur Mittellinie eingeklappt (8-9-10) und die restlichen Spitzen abgeschnitten (11-12). Die vier eingefalteten Laschen werden dann jeweils ausgeklappt und an ihren Kanten wieder reingefaltet. So entstehen 8 kleine Laschen (16).


Die Ecken der Laschen werden nun auch bis zur Mittellinie gefaltet (17-19), dann aber das ganze Papier wieder vorsichtig aufgemacht. Die Spitzen des 8-Ecks entlang der Faltlinien reinfalten (21-23) und das Ganze zu einem Deltoid zusammenklappen (24). Die oberen Spitzen runterfalten (25-26), dann noch die untere Spitze etwas hochfalten (27) und dann das Windlicht vorsichtig aufmachen. Den Boden noch etwas mit den Fingern zu einer Schale formen (29) und fertig. Diese bunten Windlichter sind für Schulkinder eine wunderbare Handarbeit und nicht nur als kleine Präsente schön, sondern auch auf dem Esstisch ein wahrer Hingucker.


Perlensterne zum selber fädeln verschenken


In einem meiner Lieblingsläden fand ich eine sehr schöne Idee: Perlensterne als Christbaumanhänger fädeln. Wir verwendeten Schmuckdraht* zum Fädeln, damit die Sterne mehr Halt bekommen, aber genauso gut geht das Fädeln auch mit Nylonfaden* oder mit einer Nadel und etwas festeren Garn.


Für einen Stern brauchten wir 30 Holzperlen und einen etwa 40 cm langen Draht. Zuerst fädelten wir 12 Perlen auf den Draht (siehe Bild 2), dann steckten wir bei der ersten Perle den Draht wieder durch und bekamen so eine Kreisform (3-4).


Dann fädelten wir 2 weitere Perlen auf, ließen bei der Kette eine Perle aus und fädelten den Draht durch die übernächste Perle (5-8). Zum Schluss kamen die "Spitzen" des Sterns, dazu mussten wir den Draht immer durch 3 bestehende Perlen durchstecken, eine neue Perle auffädeln und den Draht wieder durch bereits 3 bestehende Perlen zurückfädeln (9-11).


Allerdings verschenken wir nicht die Perlensterne, sondern die Freude am Fädeln selbst und steckten dafür die 30 Holzperlen und etwas Draht in ein schönes Säckchen und legten eine selbstgemachte Bildanleitung dazu. Wenn ihr Perlen zuhause habt und so einen Stern zum Selbstfädeln verschenken möchtet, könnt ihr unsere Bildanleitung gerne hier herunterladen.


Feste Handsalben selbst machen


Dieses Jahr probierten wir selbstgemachte, feste Handsalben, die wirklich blitzschnell zubereitet werden können. Das Rezept ist denklich einfach. Wir brauchten für 12 Stück: 7 g Bienenwachs, 10 g Kakaobutter (aus dem Reformladen), 20 g raffinierte Sheabutter (z.B. aus der Apotheke), ein TL Traubenkernöl (geht aber auch mit Olivenöl oder Mandelöl) und ein EL getrocknete Lavendel (optional).


Die Zutaten (außer die Lavendel) wogen wir auf der Waage genau ab und ließen sie über Wasserdampf in einer Schüssel schmelzen. Wir nahmen eine einfache Eiswürfelform vom Möbelschweden, streuten etwas getrocknete Lavendel hinein und füllten die Förmchen mit der flüssigen Mischung. Anschließend stellten wir die Form für etwa 30 Minuten in das Tiefkühlfach.

Die kleinen, vorportionierten Handcreme-Stückchen duften herrlich nach Trauben und schmelzen ganz leicht in der Hand. Ich finde, solche selbstgemachte Handcreme Stücke sind nicht nur für Kinder spannend zuzubereiten, sie sind auch, in einer kleinen Dose verpackt, ein sehr feines und auch nützliches Geschenk für die raue Haut während der kalten Jahreszeit.


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Unser (etwas verspäteter) Zeit-Für-Dich-Adventskalender in diesem Jahr

Da das Produkt auf dem Foto wiedererkannt werden kann und weil ich im Beitrag auf andere Blogs hinweise, kennzeichne ich diesen Beitrag rechtmäßig mit WERBUNG

Auch dieses Jahr gibt es bei uns einen Zeit-Für-Dich-Adventskalender, allerdings war ich diesmal mit der Umsetzung, wegen kranker Kinder und wenig Zeit, viel zu spät dran. Ich hätte zwar noch am 2. Dezember (irgend)einen Adventskalender für die Kinder schnell anfertigen können und fand sogar im Internet so einen Zeit-Für-Dich-Adventskalender zum Herunterladen, aber irgendwie fühlten sich für mich beide Optionen nicht ganz stimmig an. Zeit-Statt-Zeug als Last-Minute? Oder gar als Printable? War all das nicht ein Widerspruch in sich?

Für mich war dieser Zeit-Adventskalender immer ein ganz persönliches Geschenk an meine Kinder. Klar füllte ich dabei die 24 Säckchen mit Gegenständen aus der Wohnung als Hinweis darauf, was wir an dem Tag gemeinsam tun könnten, aber es waren immer Dinge, die wir als Familie ohnehin zu dieser Jahreszeit gerne machten. Außerdem war für uns dieser Zeit-Kalender bereits eine Art Tradition, wodurch nicht nur die gemeinsam verbrachte Zeit mehr im Vordergrund stehen konnte, sondern wo wir uns einfach wieder über die kleinen Dinge erfreuten.

Aber verliert dieser Zeit-Adventskalender nicht seinen eigentlichen Sinn, wenn ich schon beim Gestalten Stress bekomme? Und gibt dieser Adventkalender überhaupt noch ein persönliches Geschenk her, wenn ich ihn aus dem Internet herunterlade? Was bedeutet für mich, den Kindern Zeit statt Zeug zu schenken wirklich?


Ich ließ mich von einer sehr lieben Freundin inspirieren und bestellte lieber eine einfache Adventsspirale, bei der wir jeden Tag etwas in eine der leeren Mulden stecken, um die Tage bis zum Heiligabend zurückzuzählen. Aber auch dieser einfache Zeit-Für-Dich-Adventskalender ist genau das, was er verspricht - meinen Kindern wirklich Zeit zu schenken.


Denn statt am 2. Dezember lange Stunden vor der Nähmaschine zu verbringen, um an einem Last-Minute Adventskalender zu tüfteln, unternahm ich mit der Familie eine lustige Schlittenfahrt durch den frisch gefallenen Schnee.


Am nächsten Tag backten wir Weichnachtskekse, später bereiteten wir auch einige selbstgebastelte Geschenke vor und da Julia zurzeit liebend gerne mit Perlen arbeitet, machten wir gemeinsam auch einige entzückende Perlenfiguren für Freunde, Cousinen und Cousins. Wir werden auch noch den Weihnachtsmarkt besuchen, Christbaumschmuck basteln, einen heißen Kakao kochen und es uns eng zusammengekuschelt mit einigen Bücher gemütlich machen - auch wenn ich es diesmal nicht geschafft habe, dazu kleine Hinweise in Säckchen zu verstecken.

Aber ich denke, worauf es bei diesem Zeit-Statt-Zeug-Adventskalender letztendlich ankommt, ist gar nicht das, WAS wir tun, sondern das WIE. Was für mich wirklich zählt, ist dieses wohlige Gefühl und die Erinnerungen, die ich meinen Kindern schenke. Erinnerungen an Momente, bei denen wir einander einfach nur zuhörten, miteinander über alles reden konnten und dabei ganz viel lachten. Aktivitäten, die ich weder herunterladen kann, noch last-minute basteln muss - nur die Herzen meiner Kinder damit füllen.


Noch mehr Ideen und Gedanken zum Thema Zeit-Statt-Zeug findet ihr hier:

Unser Zeit-Statt-Zeug-Adventskalender 2013
Unser Zeit-Statt-Zeug-Adventskalender 2016
Unser Zeit-Statt-Zeug-Adventskalender 2015

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