29.11.2018

Geschenkideen für 1-2 jährige Kinder (nicht nur) zu Weihnachten

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"Könntest Du auf deinem Blog auch für ganz junge Kinder Geschenkideen zeigen? Ich würde mich darüber so freuen!" bat mich vor ein paar Tagen eine Freundin. Und weil ich auch auf Instagram bereits einige Nachrichten mit der gleichen Bitte bekam, komme ich dieser Bitte sehr gerne nach.

Allerdings denke ich, dass Kinder, besonders in den ersten Lebensjahren, nicht wirklich viele Spielsachen brauchen. Auch Jakob bekommt dieses Jahr "nur" zwei Spielsachen zu Weihnachten, ansonsten Klamotten oder Kleinigkeiten, die uns den Alltag erleichtern. Solltet ihr aber noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk für ganz junge Kinder sein, das schön und vor allem sinnvoll ist, findet ihr hier einige Ideen:
  1. Einfache Musikinstrumente, wie etwa dieser kleiner Klang-Holzblock* oder diese Kinder-Rassel.
  2. Ein Schälchensatz von Grimm's* zum Stapeln, Ineinanderstecken und zum Ordnen.
  3. Eine Sortierbox von der Firma Prüfl mit 7 verschiedenen Deckeln und Schwierigkeitsgraden (was ich an diesem Material besonders liebe) sowie eine Lade zum Herausziehen. Für Jakob habe ich allerdings die Lade entfernt, so kann er sich besser auf das Wesentliche konzentrieren.
  4. Ein Sortierspiel mit 3 Formen zum Fädeln. 
  5. Eine Kugelbahn von Schöllner. Wir haben unsere seit gut einem Jahr und es vergeht kein einziger Tag, wo sie nicht bespielt wird. Jakob liebt sie so sehr!
  6. Ein wunderschönes Hammerspiel*, das auch ganz junge Kinder mit oder ohne Hammer bespielen können, indem sie die Kugel einfach nur hineindrücken und dabei ihre Kraft spüren dürfen.
  7. Eine Zieh-Ente aus Holz* die nicht so leicht umkippen kann. Es gibt auch eine etwas buntere hier*.
  8. Ein wunderschöner Steh-Auf-Stapelturm von Grimm's*.
  9. Ein Metallophon*.
  10. Pappbilderbücher, wie zum Beispiel das Buch von Duden: Ich mag Tiere* oder für Kinder, die eher näher an ihrem zweiten Geburtstag sind: die Lotta-Bücher*.
  11. Ein Brummkreisel* das stabil stehen kann. 
  12. Ein Laufrad aus Holz*, das heuer unter dem Christbaum für Jakob stehen wird. 
  13. Wachsmalblöcke* für Kinder ab ca. 14-15 Monaten.
  14. Einfache Puzzles mit großen Knöpfen zum Ergreifen. Ganz besonders mag ich die Puzzles von dieser Firma* und die Kleinkind-Puzzles von Nienhuis.
  15. Eine handbemalene Matroschka Puppe*.
  16. Eine Verschluss-Box mit unterschiedlichen Verschlüssen*. Sie wird zwar irrtümlicherweise als Montessori-Material verkauft, ich denke aber, in einem Kinderzimmer ist sie ein wirklich schönes und spannendes Spielzeug.


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18.11.2018

Mein Kleinkind liebevoll begleiten, ohne Nein zu sagen

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Als Jakob damals zu krabbeln begann, wurde unser Alltag um einiges lebhafter. Schnell entdeckte er die Steckdosen an der Wand, die Erde in den Pflanzentöpfen und je flotter und geschickter er wurde, umso verlockender wurde es für ihn, auf sämtliche Möbel hoch zu klettern.

Auch wenn es für mich keine Option ist, ihn die Steckdosen erkunden oder die Blumenerde auf dem Parkettboden verteilen  zu lassen, versuche ich mit den "Neins" sehr sparsam zu sein. Einerseits, weil mir wichtig ist, dass Jakob auf mein "Nein" wirklich vertrauen kann (was er eher weniger tun würde, wenn ich es ihm zu häufig sagen würde). Aber auch, weil die Art und Weise, wie ich ihm begegne, wesentlich ist. Es prägt nicht nur sein Selbstwertgefühl sondern schlicht und einfach auch unsere Beziehung.

Denn wenn ich zu oft Nein zu ihm sage, könnte ich es riskieren, ihm das Gefühl zu geben, immer alles falsch zu machen und unfähig zu sein. Aber ich habe gelernt, dass ich ihn durch meine Sprache auch ermutigen kann zu kooperieren, sich auf seine Fähigkeiten zu verlassen und ihm vergewissern, das ich dies auch tue.


Wie gehe ich aber mit bestimmten Situationen um, ohne Jakob ständig "Nein" zu sagen?

So wie in meinem Beruf als Montessori-Pädagogin, bemühe ich mich auch zuhause sehr um eine positive Sprache. Wenn ich sehe, dass Jakob die Pflanzenerde auf dem Boden verteilt oder gar die Blätter der Pflanze abreißen will, begegne ich ihm auf Augenhöhe, lege dann meine Hand auf die Erde im Topf (oder auf das Blatt) und sage zu Jakob freundlich aber klar: "Die Pflanzenerde gehört in den Topf." oder "Das Blatt gehört zu der Pflanze.". So richte ich seine Aufmerksamkeit nicht auf eine Aktivität, wovor ich ihn eigentlich abzuhalten versuche, sondern helfe ihm zu verstehen, wohin die Sachen gehören.

Wenn er auf seinen Tisch klettert oder mit seinen Holzbausteinen wirft, aber auch wenn er die Erde aus dem Blumentopf holt, sehe ich dies als Gelegenheiten, ihm zu helfen zu verstehen, wofür Gegenstände da sind. "Der Tisch ist zum Essen/Arbeiten da. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich hier zum Tisch setzen." oder "Mit den Bausteinen kannst Du bauen.". Und nachdem ich ihn auf die Erdklumpen auf dem Boden aufmerksam gemacht habe ("Oh, da sind Erdklumpen auf dem Boden!"), lade ich ihn ein, das Kehrblech und den Handbesen zu holen und zeige ihm dann, wie diese benutzt werden können.


Aber auch, wenn er in die Steckdose greifen will oder aus Spiel mir heftig ins Gesicht zu klatschen versucht, sende ich ihm lieber Ich-Botschaften statt einfach "Nein" zu sagen. Dann halte ich meine Hand zwischen ihn und die Steckdose bzw. vor mein Gesicht um meine Botschaft auch mit der Körpersprache zu verdeutlichen und sage zu ihm: "Das kann ich nicht zulassen."

Manchmal versucht er es dennoch weiter und schiebt meine Hand zur Seite um an die Steckdosen ranzukommen oder versucht noch eimal, mein Gesicht zu treffen. Dann wiederhole ich meinen Satz, bleibe aber geduldig, weil ich weiß, dass ihn nur seine Neugier treibt und weil es bei so einem jungen Kind noch mehrere Sekunden dauert, bis die Information wirklich ankommt. Und oft hilft es dann, wenn ich ihn einlade den Schauplatz zu wechseln und ihm etwas anderes Interessantes anbiete.


Seit Wochen will er weder getragen werden, noch im Kinderwagen sitzen, sondern nur noch laufen, laufen, laufen! Wenn wir jedoch einkaufen oder zur Post gehen, müssen wir an etlichen Garageneinfahrten vorbeispazieren und auch oft die Straße überqueren. Darum ist es mir wichtig, unterwegs seine Hand zu halten. Das fällt ihm nicht immer leicht, denn zu gerne würde er dahin gehen, wohin ihn seine Neugier treibt. Ich begleite ihn dann liebevoll und sage ihm immer wieder: "Hier, auf der Straße, halte ich Deine Hand." und frage ihn auch "Möchtest Du meine linke oder meine rechte Hand halten?" Anfangs musste ich noch öfters mit meiner Ungeduld kämpfen, aber je ruhiger ich wurde, umso mehr Sicherheit konnte ich Jakob vermitteln und umso entspannter wurden unsere Spaziergänge auch entlang der Straße.

Allerdings plane ich auch Spaziergänge in unserem Alltag ein, wo der Weg das Ziel ist und wo Jakob die Richtung mitbestimmen kann. Wenn er dabei auf eine nicht ganz ungefährliche Stelle zusteuert, eile ich ihm lieber voraus, statt ihn von hinten zu packen, begegne ihm zuerst auf Augenhöhe und lade ihn dann mit einem "Lass uns in diese Richtung gehen." ein, die Richtung zu wechseln. Es ist nur eine kleine Geste aber so viel achtsamer und schafft auch viel mehr Vertrauen zwischen uns beiden.


Zugegeben, ich habe Jahre gebraucht, um solche positiven Sätze im Alltag anwenden zu können. Denn in der Situation rutschte ein ermahnendes "Nein!" oft viel schneller raus als es mir lieb war. Damals bei Julia hat es mir aber sehr geholfen, wenn ich mir abends, wenn das Haus ruhiger war, ein paar Sätze überlegt und in ein kleines Heft notiert habe, die mir an den jeweiligen Tagen in bestimmten Situationen einfach nicht einfielen. Und die mir dann aber am nächsten Tag oft geholfen haben, Julia achtsamer zu begegnen.

Ich lernte, dass diese Art der Sprache wirklich Zeit und Übung braucht und auch besonders viel Nachsicht mit mir selbst erfordert. Aber je mehr ich mich darin übte, umso leichter fiel es mir, sie zu verwenden so, dass ich von mal zu mal auch die Veränderung in meiner Haltung spürte. Ich wartete geduldiger, begegnete meinem Kind achtsamer und hatte nicht nur mehr Vertrauen in mein Kind, sondern wurde mir meiner Vorbildrolle, wie ich anderen Menschen respektvoll begegnen kann, immer mehr bewußter.

13.11.2018

Bücher, die wir lieben - für Kinder ab 12 Monaten und für Kinder ab 6 Jahren

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Während ich auf Julia wartete, die gerade ihre Ballettstunde besuchte, stöberte ich in einem Büchergeschäft gleich in der Nähe und fand dabei dieses wunderschönes Buch: Das Planetarium - Einritt frei!* von Raman K. Prinja. Da ich ja Julia infolge unseres Montessori-Homeschoolings viel über die Entstehung unserer Erde und über unser Sonnensystem erzählt habe und weil sie mir ständig Fragen zum Universum stellt, packte ich das Buch ohne zu zögern in meinen Einkaufskorb. 


Es sind nicht nur die wunderschönen Illustrationen, die einen zum Staunen bringen, sondern auch die packenden Texte. Dass unser Planet eine genaue Adresse im Universum hat oder dass Sterne ebenso sterben wie entstehen können, faszinierte Julia (und auch mich) ungemein, so sehr, dass wir noch am selben Abend im Bett liegend das Buch fast nicht weglegen konnten. 

Allerdings empfehle ich das Buch wirklich erst ab Schulalter, vielleicht ab 6 oder 7 Jahren. Einerseits, weil die Texte sehr lang, andererseits auch sehr anspruchsvoll sind.


Ein absolutes Lieblingsbuch ist hier zurzeit Das Sprachbastelbuch* unter anderem von Vera Ferra-Mikura, Christine Nöstlinger, Mira Lobe und viele mehr. Es ist ein wunderbar lustiges aber auch ernsthaftes Buch (nicht nur) für junge Sprachgenießer, voll mit Un-Sinn-Geschichten, Reimen, Schüttelversen und Schnellsprechsätzen. Egal, wo wir das Buch aufschlagen, wir finden immer etwas interessantes oder etwas, was uns zum Lachen und zum Grübeln bringt. Und manches davon haben wir schon so oft gelesen, dass wir es bereits auswendig kennen.


Das Buch Kinder in fernen Ländern für uns erzählt* von Caroline und Martine Laffin steht eigentlich schon seit Jahren auf unserem Bücherregal, allerdings wurde es erst jetzt für Julia wirklich interessant. Sie blätterte auch vorher gerne darin, aber nur um die Bilder anzuschauen, jetzt aber verschlingst sie auch die Texte und erzählt mir dann voller Begeisterung, was sie gelesen hat und wie Kinder auf anderen Kontinenten und in anderen Ländern leben.


Was Jakobs Bücherregal betrifft, so bekam ich einige wunderbare Tipps von einer Freundin für schlichte aber schöne Bilderbücher, die wirklich nur ein Bild pro Seite vorweisen. Ich war meiner Freundin sehr dankbar für diese Büchertipps, denn Bücher für ganz junge Kinder zu finden, die wirklich schlicht gehalten werden, ist gar nicht so einfach.


Das Buch Katze, Hund und noch viel mehr...* von Christine Meier zeigt auf jeder Doppelseite echte Tierfotos von jungen Tieren und ihren Müttern. Auch die Texte zum Vorlesen sind auf nur einen Satz reduziert, was ich sehr angenehm finde. Es ist eines der schönsten Pappbilderbücher für Kinder ab ca 10-12 Monaten, das ich kenne.

Die Duden Pappbilderbücher sind zwar nicht mit echten Fotos, aber mit wunderschönen, detailgetreuen Zeichnungen von einem meiner Lieblings-Kinderbuchillustratoren, Thomas Müller. Auf jeder Seite wird ein Tier oder ein Gegenstand gezeigt, was es jungen Kindern ermöglicht, sich auf dieses eine Bild zu konzentrieren. Wir haben aus dieser Serie Ich mag Tiere*, Ich esse* und Ich mag den Bauernhof*.

Wir lieben auch nach wie vor die wunderschönen Bilderbücher über Blumen* und Früchte*, die mir mal Katelynn von @montessori.mother empfohlen hat. Katelynn ist eine AMI Pädagogin für 0-3 und führt in Berlin eine wunderschöne Pop-Up Montessori Spielgruppe. Sie gibt außerdem auch Workshops für Eltern und richtet auf Wunsch auch Kinderzimmer nach Montessori für Neugeborene zuhause ein.

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06.11.2018

Selbstgemachte Müsliriegel ganz einfach mit Kindern zubereiten

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Habt ihr schon einmal probiert, Müsliriegel selbst zu machen? Weil mir eine gute Freundin (@amontessoriway) bei einem Gespräch einen Floh ins Ohr setzte, probierten wir letzte Woche sogar zwei unterschiedliche Varianten aus. Wir waren überrascht, wie einfach Müsliriegel selbst zubereitet werden können und um wie viel leckerer sie schmecken, als die Gekauften!

Bei den Zutaten hielten wir uns nicht an ein bestimmtes Rezept, ich las nur lediglich im Blog Backeifer und beim Minimalist Baker nach, mit welchen Zutaten die Müsliriegel auch ohne Backen schön fest blieben. Sonst aber nahmen wir Zutaten, die wir mögen und ließen aus, was wir nicht so mögen und kreierten so unser eigenes Rezept. Während ich die Haferflocken und die Mandeln in den Backofen schob um sie etwas anzurösten, holte sich Julia ihren Tritthocker, ein Messer sowie ein Schneidebrett, und machte sich daran, die Kürbiskerne kleinzuhacken.


Dann entschied sie sich, die Walnüsse doch lieber mit dem Mörser zu zerstampfen, damit es schneller geht. Sie liebt es, mit dem Mörser zu arbeiten! In der Zwischenzeit schnitt ich einige Trockenfrüchte klein und nahm aus dem Backofen die gerösteten Haferflocken und Mandeln und hörte Julia zu, die immer ganz viel zu erzählen hat, wenn wir in der Küche etwas gemeinsam zubereiten.


In unsere Schüssel kamen ungefähr 3 große Hand voll geröstete Feinblatt-Haferflocken, einige Rosinen, kleingehackte Haselnüsse und geröstete Mandeln, außerdem kleingeschnittene Datteln und getrocknete Marillen, ganze Sonnenblumenkerne, grobgehackte Kürbiskerne, etwas geriebene Mandeln, Walnüsse in kleineren Stücken sowie 4 Esslöffel Mandelmus, 3 Esslöffel Honig, ein wenig Zimt und ein wenig Vanille.


Während Julia alle Zutaten zu einer Masse verrührte, legte ich schon mal einen Backpapierbogen in eine mittelgroße Backform. Nachdem Julia die Masse gleichmäßig in der Form verteilte, drückte sie diese mit einem weiteren Bogen Backpapier überall ganz fest ab.


Wir entschieden uns, zwei Varianten auszuprobieren: diesmal eine mit einer dünnen Schicht Schokolade, an einem anderem Tag dann eine Variante ohne. Julia verteilte die flüssige Schokolade mit einem kleinen Schaber auf der Masse, dann kam alles für eine Stunde in den Kühlschrank. 


Müsliriegel selbst zuzubereiten ist so unkompliziert und bereits mit jüngeren Kindern ganz einfach umsetzbar. Und abgesehen von dem Schokoüberzug, der ohne weiteres auch weggelassen werden kann, sind sie eine gesündere Alternative für Naschkatzen, wie wir es nun mal sind.

05.11.2018

Geschenkideen für Kinder ab 6 Jahren

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Dieses Jahr tue ich mir nicht so leicht, ein Weihnachtsgeschenk für Julia zu finden. Aber nicht, weil ich keine Ideen oder sie keine Wünsche hätte. Sondern weil es zu viele Ideen und/oder recht teure Wünsche gibt. Wie jedes Jahr, werden wir wohl auch diesmal der Verwandtschaft einige Geschenketipps geben, so dass unter dem Weihnachtsbaum die Kinderaugen leuchten, die Menge der Geschenke dabei dennoch überschaubar bleibt.

Da einige von Euch mich bereits um Geschenkideen für dieses Jahr gebeten haben, habe ich unsere Liste in diesem Beitrag zusammengestellt und mit weiteren Ideen ergänzt. Mit Dingen, die Julia bereits hat und die ich für Kinder ab 6 Jahren wärmstens empfehlen kann.


1. // Das klassische Code-Spiel: Mastermind*. Neben Holzbausteinen gehört für mich Mastermind zu den zeitlosesten Spielsachen. Auch ich liebte dieses Spiel als Kind und noch jetzt macht es mir Spaß, mit Julia Farb-Codes zu knacken.

2. // Eine höhenverstellbare Staffelei für Kinder*. Julia hat zwar bereits eine Tisch-Staffelei, aber ich finde, im Stehen zu malen macht einen Unterschied. Es ermöglicht einfach mehr Körperausdruck und Perspektive.

3. // Wasserfarben in guter Qualität*. Denn mit gut funktionierenden Materialien macht auch das Malen viel mehr Freude.

4. // Ein 100 teiliges Puzzle* mit einer Abbildung eines Kunstwerkes von Claude Monet. Es gibt so viele Puzzles mit Comicfiguren oder Tiermotiven, aber warum nicht mal solche, die Kindern schöne und berühmte Kunstwerke näher bringen? Von der gleichen Firma fand ich auch Puzzles für Kinder über das Sonnensystem* und "dem Baum des Lebens"*.

5. // Ein Perlenwebrahmen* um wunderschöne Armbänder selbst herzustellen (siehe Bild ganz unten).

6. // Ein schöner Kompass aus Holz* (nicht nur für junge Pfadfinder).

7. // Wie funktioniert eigentlich ein Fotoapparat? Ein Experimentierkasten*, mit dem Kinder ihre eigene "Lochkamera" bauen und erforschen können.

8. // Ein Kristall-Zucht-Set* mit Schutzbrille und anderen Werkzeugen, um unterschiedliche Kristalle zu züchten.

9. // Ein Super Optic Wonder*, ein Alles-In-Einem Gerät. Ausgestattet mit einem Kompass, einer Vergrößerungslinse, die es ermöglicht, Insekten auch von unten zu beobachten, weiters mit einem Fernglas, einem Heliograph, einer Taschenlampe, einer Pfeife, dem Morsealphabet und einer Sonnenuhr.

10. // Ein Regenbogenglas* für Experimente mit dem Licht.

11. // Ein Elektronik-Baukasten* für Elektro-Experimente.

12. // Ein motorisiertes Sonnensystem-Modell und Planetarium* in einem.

13. // Ein wunderschönes Puppenhaus von Schöllner. Ähnliche (und etwas preisgünstigere) Puppenstuben fand ich auch hier und hier.

14. // Fractiles, das magnetische geometrische Mosaikspiel, um wunderschöne Mandalas und Muster zu legen. Ein ähnliches Mandalaspiel, mit praktischem Tablett für lange Autofahrten, fand ich hier*.

15. // Ein echtes Schülermikroskop* mit 50-500-facher Vergrößerung, einem LCD Monitor bzw. einem USB Anschluss und mit kompletter Ausstattung.

16. // GraviTrax Kugelbahnsystem* für kreatives Bauen, bei dem die Kugeln mit Hilfe von Magnetismus, Kinetik und Gravitation ins Ziel rollen.

17. // Ein Metallbaukasten* inklusive Fernbedienung.

18. // Julias größter Geschenkwunsch ist so ein Roboter aus Lego*, den sie selbst zusammenbauen kann. Ich habe mir ein paar Videos dazu angeschaut und kann es gut verstehen, dass Julia diesen Roboter spannend findet. Er gehört sicher nicht in die günstigste Preisklasse, deshalb wird es ein Gemeinschaftsgeschenk der ganzen Familie.

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27.10.2018

Was macht eine vorbereitete Umgebung nach Montessori zuhause aus?

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Weil auf den Fotos Produkte wiedererkannt werden könnten und ich Produkte auch empfehle, kennzeichne ich diesen Beitrag aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung mit WERBUNG

Als Montessori-Pädagogin gehört es zu meinen Aufgaben, die Umgebung der Kinder in den Einrichtungen für sie so vorzubereiten, dass sie sich möglichst unabhängig und in ihrem eigenen Tempo entfalten können. Um Montessori zuhause zu leben braucht es aber weder Montessori-Materialien, noch ist es nötig, die Wohnung in ein Kinderhaus oder eine Kleinkindgemeinschaft umzugestalten. Aber es gibt einige Grundsätze, die eine gut vorbereitete Umgebung ausmachen und die ich auch zuhause umzusetzen versuche.


Was also macht für mich eine vorbereitete Umgebung nach Montessori zuhause aus?

1 // Sie ermöglicht meinen Kindern am Familienalltag aktiv teilzunehmen. Ganz egal ob 6 Jahre oder 17 Monate alt,  und ganz egal ob Fenster putzen, Möbel abwischen, die Wäsche erledigen oder in der Küche die Jause zubereiten, beide meine Kinder lieben es, im Haushalt aktiv mitzumachen. Da Julia bereits alles erreichen kann und mittlerweile im Haushalt die Sachen benutzt, die auch wir Eltern benutzen, muss ich für sie die Umgebung unter einem anderen Aspekt vorbereiten. Aber für Jakob muss ich noch alles auf seiner Augenhöhe anbringen und mir Gedanken machen, wie ich ihm seine Utensilien vorbereite, so dass er sich zurechtfindet.

Sein kleiner Besen*, sein Handbesen und das Kehrblech* hängen auf einer einfachen Hakenleiste gleich neben der Küche. Dazu stellte ich ihm einen Eimer* und einen Korb mit einigen zugeschnittenen Scheuerlappen*, die er gerne nimmt, wenn etwas Wasser verschüttet wird. 


Gegenüber der Hakenleiste steht ein niedriges Regal, wo für ihn alles zum Fensterputzen und Staubwischen in gut greifbaren und tragbaren Boxen bereit steht. Diese Utensilien stehen ihm zwar jederezeit zur Verfügung, aber wir zeigen ihm immer wieder, wie er diese benutzen kann.

2 // Sie ermöglicht echte Arbeit. Wenn Jakob mit mir das Fenster putzt oder den Boden fegt, wird das Fenster zwar nicht wirklich sauber und auch der Boden nicht krümmelfrei, trotzdem sind seine Bemühungen nicht einfach ein netter Zeitvertreib, sondern wichtige Entwicklungsarbeit. Das bedeutet für mich aber auch, ihm handgerechte und echte Werkzeuge anzubieten, mit denen er wirklich gut arbeiten kann. Außerdem hat er mit Werkzeugen, die wirklich funktionieren, auch mehr Erfolgserlebnisse und so auch mehr Freude an seiner Arbeit.


3 // Sie ermöglicht Selbstständigkeit und das Gefühl, fähig zu sein. Denn auch wenn er noch sehr jung ist und noch nicht wirklich sprechen kann, gibt er uns jeden Tag ganz klar zu verstehen: er will es alleine meistern. In der Küche steht seit einigen Wochen ein niedriges Regal, wo neben den Sachen zum Tisch decken, auch immer ein Krug* mit Wasser und ein Glas bereit stehen, wo er sich jederzeit selbst etwas einschenken kann, wenn er durstig wird. Im Krug ist allerdings immer nur so viel Wasser, so viel in das Glas hineinpasst, so muss ich seinen Krug natürlich immer wieder nachfüllen.


Seitdem er stehen kann, wäscht er seine Hände nach dem Essen und unseren Spaziergängen hier bei seinem Waschtisch im Badezimmer. Der Tisch ist eigentlich ein Teil von diesem Tisch-Set vom Möbelschweden und hat eine perfekte Höhe, wie ich finde. Auch der kleine Krug, mit dem er seit ein paar Tagen das Wasser nun selbst in die Schüssel gießt, ist vom Möbelschweden.


Natürlich ist auch sein Zimmer so eingerichtet, dass es ihm viel Unabhängigkeit ermöglicht. Er hat nicht nur jederzeit Zugang zu seinen Büchern und Spielsachen, sondern auch zu seinem Kleiderschrank und wenn er von seinem Nickerchen erwacht, kann er ohne Hilfe das Zimmer verlassen oder sich entscheiden, doch noch zu bleiben und etwas vom Regal zu nehmen.

4 // Sie bietet möglichst viel Freiheit, daher ist es mir auch wichtig, dass sie sicher ist. Um sich nach seinem inneren Bauplan entfalten zu können, braucht Jakob viel Bewegungsfreiheit. Je aktiver er wurde, umso mehr eroberte er seine Umgebung, so dass ich immer wieder dafür sorgen musste, ihm die Wohnung möglichst sicher zu gestalten. Steckdosen wurden mit Kinderschutz bestückt, einige Pflanzen auf einen Hocker gestellt und Julias scharfe Küchenwerkzeuge wanderten in die oberste Küchenschublade, an die Jakob noch nicht rankommt.


Da ich ihm für seine Arbeiten in der Küche alles genau vorbereite, sind seine restlichen Utensilien in den untersten Küchenschubladen verstaut. So sind sie zwar für ihn gut erreichbar, dennoch hat er sie nicht ständig vor Augen.


5 // Sie ist simpel, ordentlich aber dennoch schön und einladend. Da er noch sehr jung ist, ist es mir wichtig, ihm die Umgebung bis ins kleinste Detail gut überlegt vorzubereiten. Es dauert manchmal Tage oder gar 1-2 Wochen, bis dann alles seinen Platz gefunden hat. Ich stelle dabei mehrmals die Möbel um, ergänze oder reduziere die Inhalte der Fächer und Körbe und beobachte dann Jakob, ob er so damit dann besser zurechtkommt als zuvor.

Manchmal sind das wirklich nur kleine Veränderungen, die aber viel ausmachen, so dass Jakob selbst tätig werden kann. Vielleicht ein kleineres Tablett, das er besser tragen kann, eine einfach umgedrehte Bürste auf seinem Frisiertisch, so dass er sofort die Haare bürsten kann, wenn er diese ergreift.


6 // Sie passt sich dem Kind an. Und nie umgekehrt. Montessori zuhause bedeutet für mich nicht, aus unserer Wohnung eine Kleinkindgemeinschaft zu machen. Auch nicht, meine eigenen Bedürfnisse völlig außer Acht zu lassen. Aber wenn ich Jakob beobachte und dann die Bereiche zuhause entsprechend seinen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten anpasse, ermögliche ich es ihm, bereits jetzt an unserem Familienalltag teilzuhaben, dabei Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu gewinnen und so seine Unabhängigkeit Stück für Stück zu erobern.

Die Leiterin von Julias ehemaligen Kinderhaus und gleichzeitig eine gute Freundin von mir schrieb mir einmal während eines E-Mailverkehrs diese wunderbaren Zeilen, die mich sehr berührten: 

"Wir dürfen Kinder niemals an eine Methode anpassen, auch nicht an eine, vermeintlich perfekte vorbereitete Umgebung, sondern wir müssen unser Wissen über die kindliche Entwicklung FÜR die Kinder verwenden. Das heißt auch: wir müssen offen sein, kreativ und nach genauer Beobachtung und in Liebe eine vorbereitete Umgebung gestalten, in der Kinder, besser gesagt DIESES EINE KIND sich offenbaren kann." - Dagmar Wirl, Kinderhaus-Leiterin und AMI Pädagogin für 0-3 und 3-6


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16.10.2018

Der allerschönste "Naturtisch" der Welt

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Julia sammelt gerne Naturschätze, die sie dann auch mal mit nach Hause nimmt. In ihrem Zimmer steht ein kleiner Setzkasten, wo die gesammelten Federn, Samen, Schneckenhäuser und Steine aufbewahrt und so immer wieder bewundert werden können. Ich mag ihre kleine Sammlung und auch für sie sind diese Naturschätze etwas ganz besonderes. Aber unser allerliebster und schönster "Naturtisch" ist dennoch die Natur selbst.

"Wenn das Kind wandert, bietet sich ihm die Welt selbst dar. Veranlassen wir das Kind zu wandern, zeigen wir ihm die Dinge in ihrer Wirklichkeit, anstatt Gegenstände anzufertigen, die Begriffe darstellen, und sie in einen Schrank einzuschließen." - Maria Montessori


Obwohl wir in einer Großstadt leben, verbringen wir so gut wie jeden Tag Zeit, draußen in der Natur. Wir besuchen Wasserfälle, wandern durch Wälder am Stadtrand oder spazieren durch den Park gleich in unserer Nähe. Neulich fragte mich Julia gleich nach dem Aufstehen, ob wir wieder mal den Morgentau anschauen könnten. Also zogen wir um 7 Uhr in der Früh Schuhe und Jacken an und gingen zu dritt los in den Naturpark.


Wir beobachteten kleine Tiere zwischen Blättern und unter Steinen, lauschten dem Ruf der Vögel, fanden unterwegs interessante Steine und kletterten zwischen dicken Wurzeln. Wir lieben es, Zeit im Freien zu verbringen und dabei mit allen Sinnen die Jahreszeiten zu erleben.


Wir fanden einige leere Nussschalen und überlegten uns, welches Tier wohl diese Nüsse gegessen hat und wie es sie aufbrechen konnte. Wir entdeckten interessante Pflanzen und beobachten deren Blätter, um später in unseren Büchern nachzusehen, wie sie heißen. Wir staunten über Blumen, die noch immer blühen und während wir reife Hagebutten naschten, stellten wir fest, aus welchen Teilen der Wildrose die saftigen  Früchte herangewachsen sind.


Wir entdeckten auch netzartig gelöcherte Blätter und stellten uns vor, wie wohl der Park aussehen würde, wenn es diese winzigen Lebewesen, die abgefallene Blätter abbauen, nicht geben würde. Und waren dann dankbar, dass es sie gibt.


Wir strichen mit unseren Händen über das vom Tau bedeckte Gras, kletterten auf große Steine und beobachteten, wie die aufgehende Sonne alles um uns herum in Morgengold verfärbte. Es war so schön diese Jahreszeit mit all unseren Sinnen zu erleben. Wo sonst könnte in Kindern die Liebe zur Natur geweckt werden wenn nicht durch viele Erlebnisse in der Natur selbst?


Auch ich fühle mich dann am wohlsten, wenn ich von viel Natur umgeben bin. Die Natur ist für mich ein Ort der Freiheit, der Ordnung, der Kraft und Harmonie des Lebens. Schon früher wanderte ich viel und interessierte mich für Tiere und Pflanzen, aber jetzt mit Kindern bekommen für mich diese Spaziergänge eine ganz andere Bedeutung. Als würde ich die Natur durch die Augen meiner Kinder neu entdecken und schätzen lernen. Es ist so schön zu sehen, mit welch Begeisterung die beiden die Welt entdecken und wie ihre Liebe zur Natur wächst, je mehr sie über sie erfahren.

"Es ist von Anfang an wesentlich, eine Verbindung zwischen dem Kind und der Natur zu pflegen. Dafür müssen wir uns zuerst über die Bedeutung der Natur in unserem eigenen Leben bewusst werden. Nur dann werden wir in der Lage sein, diese Welt voller Wunder mit unseren Kindern zu teilen." - Maria Teresa Vidales, AMI Trainerin bei Assistants to Infancy und ebenso auch AMI Pädagogin fürs Kinderhaus (3-6)