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Ich liebe schöne Märchen! Viele meiner Kindheitserinnerungen verbinde ich mit schönen Märchen, die ich entweder vorgelesen bekam oder denen ich (damals noch) am Plattenspieler stundenlang lauschte. Und natürlich möchte ich solche schönen Kindheitserinnerungen meinen Kindern nicht vorenthalten. Auch nicht als Montessori-Pädagogin.


Aber heißt es nicht, dass Montessori gegen Märchen wäre? Oder ist das nur ein Mythos? Und was ist mit den Rollenspielen? Also die So-Tun-Als-Ob-Spiele von jungen Kindern? Über diese Fragen und über Rollenspiele aus der Sicht der Montessori-Pädagogik, aber auch darüber, worauf ich beim Bücherkauf achte, habe ich in einem ausführlichen Forum-Beitrag auf meiner Steady-Seite geschrieben. Hier geht's zum Forum-Beitrag. (Vielen Dank für die Kommentare zu diesem Forum-Beitrag! Genau das war mein Ziel mit diesem Forum: Ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe, der uns alle bereichert!)


Hier im Blog möchte ich Euch, wie auch im Forum-Beitrag versprochen, einige schöne Märchen-Bücher vorstellen. Also, hier meine kleine Liste:


Der kleine Gärtner* von Gerda M. Scheidl

Die Geschichte erzählt von einem Gänseblümchen, das in einem Naturgarten zwischen wilden Wiesenblumen lebt. Doch es träumt davon, im prachtvollen Nachbarsgarten zu leben. Schweren Herzens erfüllt ihm der kleine Gärtner eines Nachts den Wunsch und pflanzt es drüben ein. Und so erwacht es am andern Morgen auf einem fremden Rasen... und fühlt sich zwischen all den Rosen, Lilien und Nelken, die es verachten, ganz allein. Ein Bilderbuch über Zugehörigkeit, Dankbarkeit und Liebe mit wunderschönen, zarten und dennoch detailierten Illustrationen von Bernadette Watts.


Guten Morgen, kleine Maus! - Eine Geschichte zum Fröhlichsein* von Carola Vahldiek

Eine Bildgeschichte, die über kleine alltägliche Ärgernisse im Leben erzählt und auch über die Kunst, trotz diesen fröhlich zu sein, in dem man die kleinen, unscheinbaren Dinge im Alltag betrachtet und sich über diese erfreut. Die Bilder sind echte, bezaubernde Naturfotografien auf 24 Seiten.


Komm, sagte die Katze* von Mira Lobe

Es regnete und regnete. Es regnete so lange, bis der Baum, auf den sich die Katze retten konnte, umfiel und zu schwimmen begann. Während der Reise kommen immer mehr Tiere, die auf dem schwimmenden Baumstamm das Trockene suchen. Bis einmal der Fuchs ganz erschöpft um Hilfe bittet, doch von all den Tieren, nur die Katze davon überzeugt ist, dass jeder das Recht auf Hilfe hat. Und ihre Entscheidung war weise, denn der Fuchs hat danach eine wunderbare Idee! Eine einfühlsame Geschichte, mit fröhlichen Illustrationen von Angelika Kaufmann über das Zusammenhalten, Hilfe leisten, auch dann, wenn wir ganz unterschiedlich sind.


Zum Elefanten immer geradeaus* von Constanze Spengel

Die Ziege, die auf einem steinigen Abhang inmitten steiniger Berge im winterlichen kalten Norden lebt, sieht in der Zeitung eine Stellenanzeige: Postbotin gesucht! Sie bewirbt sich und wird direkt im heißen Afrika gebraucht. Dort begegnet sie all den afrikanischen Tieren und muss vor allem dem Elefanten einen Brief aushändigen. Doch: wie sieht der Elefant denn aus? Eine wunderbare Geschichte von einer herzerwärmenden Ziege, die am Ende nicht nur den Elefanten, sondern auch all die anderen Tiere kennenlernen wird. 


Meine Freundin Erde* von Patricia MacLachlan

Sie kümmert sich um all die Pflanzen und Tiere, im Winter schützt sie die winzigen Samenkörner und manche schlafende Tiere: Die Erde behütet die Lebewesen und gibt dem Leben den Rhythmus vor. Eine Liebeserklärung an die Erde. Die poetischen, kindgerechten Texte und wunderschönen, fröhlichen Illustrationen erinnern jung und alt daran, gut auf unsere Freundin, die Erde aufzupassen.


Der Neinrich* von Edith Schreiber-Wicke

Auch Nein zu sagen ist wichtig. Denn es gibt eben Gelegenheiten, wo man Nein sagen muss, auch wenn es den anderen nicht so erfreut. Ein Buch über die eigenen Grenzen und den Mut, zu diesen zu stehen.


Ginger* von Charlotte Voake

Weniger ein Märchen, viel mehr eine Geschichte aus der Perspektive einer gut behüteten Katze, die eines Tages einen Spielpartner bekommt, eine andere kleine Katze, die Ginger nichts als Ärger bedeutet. Ob sich die beiden zum Schluss doch noch versöhnen? Ein wunderschönes Bilderbuch über das Zusammenleben und Versöhnen mit Illustrationen von der Autorin selbst.


Mause Märchen* von Annegert Fuchshuber

Ein Märchen über Mut und Angst, über Freundschaften und Zusammenhalt. Erzählt in einfachen Texten und mit wunderschönen Illustrationen. Das Buch muss von Vorne und einmal von hinten gelesen werden und in der Buchmitte kommt es zu einer wundervollen Begegnung, die in einer bereichernden Freundschaft endet.


Das Farbenmärchen* von Natalie Hafner-Lugschitz

Im "Grauen Reich" ist alles grau: die Häuser, die Blumen, die Menschen und auch die Tiere. Auch das Königsschloss ist grau, wodurch die Prinzessin immer grauer und trauriger wird. Was könnte ihr helfen? Niemand weiß Rat, doch eines Tages kommt ein Männlein mit einer geheimnisvollen Truhe. Es öffnet sie, und da geschieht es: die Farben springen in die Welt, und jede sucht sich ihren ganz speziellen Platz! Eine wunderschöne Geschichte zum Lesen, zum Vorlesen und hier auch zum Hören.


* Mit einem Stern markierte Links sowie die Abbildungen sind Affiliate-Links. Wenn Du die Bücher durch diesen Links erwirbst, erhalte ich dafür eine kleine Provision. Für Dich entstehen dabei keine höhere Kosten.

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Seit vielen Monaten ist es hier ganz still. Nicht, dass ich das Schreiben nicht vermisst hätte, diese kleine Blogpause habe ich dennoch dringend gebraucht. Ich merkte, dass ich mich von zu vielen Dingen ablenken ließ, also beschloss ich, ein paar Schritte nach hinten zu gehen um mir wieder einen Überblick zu verschaffen. Und es fühlte sich richtig gut an!


Aber so ganz untätig war ich dann doch nicht. Denn während ich hier eine Blogpause machte, startete ich gemeinsam mit Deborah (Montessori-Pädagogin und eine meiner besten Freundinnen) noch im Jahr 2020 eine Serie von Montessori Eltern-Workshops und Webinare hier in Wien auf der Montessori Akademie und auch online, die ich richtig genoss und die für mich unglaublich bereichernd waren. Die Webinare, bzw. der direkte Kontakt mit Euch schaffte mir Klarheit und plötzlich wusste ich auch wieder, worauf ich mich hier im Blog noch mehr fokussieren möchte: Darauf, zu versuchen, Euch Montessori für zu Hause greifbarer zu machen. Euch hier noch mehr dazu ermutigen, Montessori zu Hause weniger perfekt "machen" zu wollen, dafür aber mit etwas mehr Leichtigkeit zu leben! 


Und dann kam mir eine Idee...


Die Idee zu meinem eigenen Podcast!

Denn in einem Podcast kann ich Euch meine Gedanken noch persönlicher kund tun, Gäste einladen und ihnen interessante Fragen stellen und Euch so Montessori zu Hause noch erreichbarer machen. Ich machte mich also schlau, was ich für einen Podcast alles tun muss bzw. anschaffen muss und fing an, vor gut 6 Monaten alles genau zu planen. Dann blieb nur noch die Frage, wie mein Podcast heißen sollte.


Schon während dieser Webinare und Workshops, aber auch hier durch meinen Blog bekam ich unzählige Fragen von Euch rund um Montessori zu Hause. Aber die allerhäufigste Frage ist noch immer, wie ihr am besten mit Montessori zu Hause beginnen könnt. Es ist aber nicht nur die häufigste Frage, meiner Meinung nach ist diese auch die allerwichtigste! Denn Montessori beginnt für mich in der Denkweise, in der inneren Haltung, im Herzen... ja, Montessori beginnt bei uns selbst!


Daher habe ich für meinen Podcast diesen Titel bewusst gewählt und möchte Euch durch ihn darüber erzählen, was es mir bedeutet, Montessori zu leben.
 

Die erste Podcast-Folge ist bereits online

Auch wenn ich noch kein Profi in Sachen Podcast-Gestalten bin, wollte ich nicht länger warten und Euch das Gespräch mit meiner Freundin Deborah nicht vorenthalten. Wie schon erwähnt, ist Deborah eine mehrfach diplomierte Montessori-Pädagogin (AMI, ÖMG), Vortragende an der Montessori-Akademie, leitet zurzeit einen Erdkinderplan (12-18) und ist außerdem 4-fache Mama und wir sprechen darüber, was dann passiert, wenn Kinder im Haushalt gar nicht teilhaben (wollen). Außerdem sprechen wir auch darüber, welche Tricks uns den Alltag erleichtern, wenn überall in der Wohnung Spielsachen aufpoppen und warum Kinder nicht da sind, um uns zu helfen. Den Link zur Podcast-Episode findet ihr weiter unten in diesem Beitrag.

Da kommt aber noch mehr!

Die Podcasts waren also bereits geplant und ich mitten drin in der Umsetzung. Doch ich wollte zusätzlich etwas auf die Beine stellen, um auch Euch zu Wort kommen zu lassen. Einen Ort, wo wir uns aktiv austauschen können. Einen Ort, wo ich auf Eure persönlichen Anliegen, Eure Gedanken und Fragen eingehen kann und wo ich Euch "zuhören" und mich mit Euch so gemeinsam über die Montessori Philosophie austauschen kann. 

 

Ich habe eine Zeit lang überlegen müssen, wie und was ich da anbieten könnte, so dass sich das auch mit meinem Alltag vereinabren ließ. Warum nicht ein Forum? Ein Forum zum Podcast. Ein geschützter Raum, wo ich Eure Fragen regelmäßig und selbstverständlich anonymisiert veröffentlichen kann, um dann anschließend meine Gedanken aus der Sicht der Montessori-Pädagogik teilen zu können. Und wo ihr auch Eure Gedanken mit den Forum-Mitgliedern teilen könnt.  

 

Also arbeitete ich parallel auch an diesem Montessori-Eltern-Forum, wo der erste Beitrag bereits online ist. Dabei beantworte ich eine spannende Frage einer Blogleserin darüber, was wir als Eltern zu Hause aus der Montessori-Sicht tun können, wenn unsere Kinder in der Regelschule Angst vor Mathematik haben und selbst nicht mehr daran glauben, schlau genug für Mathe zu sein. Und eins kann ich Euch schon als geprüfte Mathe-Lehrerin schon verraten: das betrifft durchaus nicht nur Mädchen!


Aber wo ist nun der Podcast und wo das Forum?

Das Forum ist auf Steady unter: "Montessori beginnt bei DIR!". Ich habe mich für Steady entschieden, weil ich Euch hier den Austausch in einem geschützten Rahmen anbieten kann. Da ich diesen geschützen Raum in gewisser Weise "mieten" muss, ist das Forum nicht kostenlos, aber ich habe versucht die Mitgliedschaft möglichst niedrig zu halten. Ihr könnt die Mitgliedschaft zudem entweder von Monat zu Monat, oder gleich für ein ganzes Jahr (und dafür etwas preisgünstiger) abonnieren, um so keinen Beitrag zu verpassen. Ich gestehe, ich habe keine Ahnung ob ich mit Steady zufrieden sein werde, oder ob Ihr es sein werdet, aber ich gehe es flexibel und mit Offenheit an und freue mich einfach auf den Austausch mit Euch!


Hier also der aktuelle Beitrag im Forum: Was kann ich tun, wenn mein Regelschulkind Angst vor Mathe hat? - oder warum alle Kinder einen mathematischen Geist besitzen


Was den Podcast betrifft, ihn findet ihr ebenso auf Steady. Kostenlos. Aber Ihr müsst wissen, hinter dem Podcast steckt jede Menge Arbeit und Zeit und natürlich auch Geld. Daher freue ich mich über jede einzelne "Kaffee-Spende" oder "Tee-Spende"  auf Steady, denn so kann ich die Podcast-Folgen für Euch möglichst werbefrei halten. Den Podcast könnt ihr selbstverständlich auch auf Spotify sowie auf iTunes abonnieren und ich hoffe, ihr habt genau so viel Freude beim Lauschen, wie ich beim Gestalten!

 

Podcast-Folge: Was, wenn Kinder im Haushalt nicht teilhaben wollen?

Seit mittlerweile 6 Jahren gestalte ich am Laptop für Julia einen Linear-Kalender, worauf sie sich auch heuer sehr gefreut hat! Sie ist bald 9 Jahre alt und kann inzwischen den Kalender selbstständig gestalten und auch ohne Hilfe ablesen. Jakob wird bald 4 Jahre alt und obwohl er stolz die Wochentage aufzählen kann, könnte er mit so einem Kalender noch nicht viel anfangen. Mit ihm zählen wir die Tage in "Schlafeinheiten" und auch da nicht weiter als bis übermorgen oder vorgestern. Zeit ist eben etwas sehr abstraktes und braucht viel Zeit, um sie zu verstehen.

All die Jahre lade ich Euch hier unseren Linear-Kalender hoch, aber neulich ist mir aufgefallen, dass ich noch nie eine Anleitung dazu mitgegeben habe. Hier also meine Gedanken zum Gebrauch dieses Linear-Kalenders nach Montessori:

  • Gestaltet diesen Kalender mit den Kindern gemeinsam! Nicht nur für die Kinder, sondern mit ihnen, so dass dabei wunderbare Gespräche entstehen können. Genau diese Gespräche machen diesen Kalender erst wirklich lebendig!
  • Kinder sind wissenshungrig und werden beim Gestalten einige Fragen stellen: Warum gibt es 7 Wochentage? Warum heißen sie eigentlich so, wie sie heißen? Woher kommen die Namen der Monate und was sind die bunten Markierungen im Kalender? Als Montessori-Pädagogin beantworte ich diese Fragen nicht direkt, stattdessen gebe ich Julia Ideen, wo wir nachlesen können oder wen wir fragen könnten, um so mehr zu erfahren. Denn es geht nicht um die Antworten sondern um den Weg dorthin - oder wie Lotte Ingrisch es so schön sagte: "Antworten schließen unsere Augen unsere Ohren unsere Welt, Fragen öffnen sie. Jede Frage ist ein Anfang, jede  Antwort ist ein Ende. Denn nicht von Frage zu Antwort wachsen wir, sondern von Frage zu Frage."
  • Bevor wir den Kalender ausschneiden (besser gesagt Julia), werden noch alle wichtigen Ereignisse eingetragen. Geburtstage (und davon gibt es in unserer Familie wirklich viele), Feiertage und Tage, die wir einfach markieren möchten, weil uns diese wichtig sind. Ich schreibe dazu Julia diese Daten auf ein Blatt, sie überträgt diese in ihren Linear-Kalender und zeichnet auch kleine Bilder dazu. Bitte überlasst das Gestalten des Kalenders den Kindern, besonders das Zeichnen. Daten abzulesen und in einem Kalender wieder einzutragen klingt vielleicht simpel, braucht dennoch Übung. Und was das Selber-Zeichnen betrifft: Kreativität entsteht bei den Kindern vor allem dort, wo wir ihnen ganz einfach aus dem Weg gehen.
  • Und noch etwas: benutzt mit den Kindern gemeinsam diesen Kalender! Denn wenn wir es ihnen nicht vorleben, wie wir von einen Kalender im Alltag Gebrauch machen, werden sie diesen Kalender ebensowenig benutzen. Wenn ich nachschauen möchte, wie viele Wochen es noch bis zu einem Ereignis sind, schaue ich tatsächlich auf diesem Kalender nach oder wenn Julia mich nach einem Tag fragt, lade ich sie dazu ein, gemeinsam nach zu schauen, wie viele Tage noch bis dahin vergehen müssen. Wir benutzen so etwas zwar nicht, weil wir auch ohne solche zurechtkommen, aber wenn ihr wollt, könnt ihr natürlich auch eine Markierung verwenden (Wäscheklammer oder Büroklammer) um den Verlauf der Zeit mitzuverfolgen. 

Und hier könnt ihr unseren Linear-Kalender 2021 herunterladen. Es ist nicht der Kalender an und für sich, der es "montessorisch" macht. Es ist viel mehr die Art und Weise, wie wir mit den Kindern beim Gestalten in eine Beziehung gehen; wie wir den Kindern die Möglichkeit bieten, durch diesen Kalender neues zu entdecken und kreativ zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim gemeinsamen Entdecken, den Kindern beim Gestalten und Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Da auf den Fotos Produkte gezeigt bzw. wiedererkannt werden können, kennzeichne ich den Beitrag mit Werbung

Puh! Seit 9 Wochen sind wir mittlerweile Corona-bedingt eng zusammengerückt und spielen mal, lesen, unterhalten uns, werken, kochen, streiten miteinander und versöhnen uns wieder. Die Ausgangssperre wurde zwar gelockert, dennoch fühlt es sich nicht als eine Erleichterung an, denn entweder stapeln sich die Wäscheberge, oder die Aufgaben auf meinem Schreibtisch. Allerdings kann Julia nun auch endlich ihre Freundinnen wieder sehen, die sie schon so sehr vermisst hat. Ich denke, dieses ständige Zusammensein belastet am allerwenigsten Jakob. Er genießt regelrecht die Alltagsmonotonie und dass er sich im Haushalt jederzeit und überall an meiner Seite beteiligen kann.


Seit Wochen arbeitet er fast tagtäglich mit diesen geometrischen Füllkörpern und dem kinetischen Sand (beides im Shop hier zu finden). Das Set bot ich schon vor Jahren Julia an, jetzt entdeckt damit Jakob die Welt und baut mithilfe dieser Füllkörper und dem Sand ganz behutsam einen Turm nach dem anderen.

Ich habe ihm mit dem Material eine ähnliche Darbietung gezeigt, wie ich es mit den blauen Geometrischen-Körpern aus dem Montessori-Kinderhaus gelernt habe, wobei die Körper eines Turms die gleichen und auch gleich großen Grundformen haben. Der Sand und die Füllkörper machen es mit dem Montessori-Material natürlich nicht Wett. Aber warum ihm nicht etwas zeigen, wodurch er mehr entdecken kann, statt nur "Kuchen zu backen"?


Ab Herbst besucht er dann ein Kinderhaus, aber da es bis dahin doch noch einige Monate dauert und er auch in der Sprache einen gewaltigen Sprung gemacht hat, bot ich ihm sein erstes Lautier-Körbchen an. Ein Körbchen mit kleinen Gegenständen, die nach ihrem Anlaut einander zugeordnet werden, wie zum Beispiel Haus zu Hose oder Ferkel zu Flugzeug. Dieses Spiel gibt Kindern die Möglichkeit, Laute in Worten bewusster wahrzunehmen, was ihnen später beim Schreiben und Lesenlernen zum Vorteil werden kann. Da er im Kinderhaus ganz andere Gegenstände bei diesen Lautier-Körbchen vorfinden wird, mache ich mir keine Sorgen, dass ihm dort das Material dann langweilig sein könnte.

Auf Instagram habe ich dazu einige Ideen und Tipps in meinen Highlights gespeichert. Und auch hier auf dem Blog habe ich dazu mal einen Beitrag geschrieben.


Solche Dinge, wie eine verschließbare Tüte mit Wasser gefüllt an die Glasscheibe geklebt, entdecke ich in der Wohnung immer öfters. Es gehört zu Julias Experimenten, die sie derzeit so gerne durchführt. Ich glaube, hier erforscht sie, wie das Wasser aufgrund der Hitze verdampft, sich in der Tüte wieder sammelt und als Wassertropfen an der Folie wieder runterrollen. Es regnet in der Tüte.


Die Experimente macht sie allerdings nicht aus dem Kopf. Sie bekam schon vor Jahren diese kleine Box mit 25 Karten mit spannenden Experimenten rund ums Wasser. Auf der einen Seite jeder Karte steht, was man für das Experiment braucht, auf der anderen Seite ist eine kurze Beschreibung darüber, was beobachtet werden kann. Diese Mini-Experimentier-Boxen gibt es auch mit anderen Themen, wie etwa Kraft & Elektrizität, sowie mit Licht und Luft. Ihr findet diese ebenso in meinem Shop unter der Kategorie "Für junge Naturforscherinnen".


Jakob beim Zucchiniraspeln für das Mittagessen. Wie Julia damals vor 5 Jahren, lässt er keine Gelegenheit aus und ist beim Kochen und Backen stets an meiner Seite. Ich muss daher immer mehr Zeit für das Essenzubereiten einplanen, aber es ist einfach so schön, die Freude und die Konzentration in seinem Gesicht zu sehen!

Apropos Kleinkinder und praktischer Alltag: Wir starten wieder mit unseren Montessori-Eltern-Webinaren! Deborah (mehrfach diplomierte Montessori-Pädagogin und 4-fache Mama) und ich starten nächsten Dienstag mit unserer Webinar-Reihe zum Thema (Montessori) Kleinkinder zu Hause. Wir sprechen über Entwicklungsbedürfnisse der Kinder ab ihrer Geburt, wie ihr zu Hause die Räumlichkeiten für Eure Babys und Kleinkinder passend einrichten könnt und wie praktischer Alltag mit so jungen Kindern zu Hause aussehen kann. Es sind interaktive Webinare, was bedeutet, dass wir Euch beim Umsetzen wirklich aktiv begleiten werden. Hier klicken für mehr Details.


Von seiner Tante bekam Jakob zu seinem 3. Geburtstag ein wunderschönes Hochbeet für Kinder. Das Hochbeet war ruck-zuck aufgebaut und gemeinsam bepflanzten wir es mit unterschiedlichen Kräutern. Seit dem werden die Pflänzchen jeden Tag liebevoll begossen und bewundert, sogar an ihnen geschnuppert. Selbst Pflänzchen umsorgen zu dürfen, ist so viel mehr, als ihnen nur beim Wachsen zuzusehen. Wie Montessori so schön schrieb: "Die Kinder lieben die Dinge, die sie umgeben."


Julia fragte mich neulich, seit wann es eigentlich Handys gibt und wie das Telefon früher mal aussah. Ich erzählte ihr von dem Telefon, das wir besaßen, als ich noch ein Kind war und wir sprachen dann auch darüber, was für eine geniale Erfindung es doch ist. Wir stellten uns vor, wie unser Alltag jetzt wohl ohne dieses Gerät aussehen würde und wie lange es dann dauern würde, Oma und Opa Briefe zu schicken und auf ihre Antwort zu warten. Wir hatten ja schon ein ähnliches Gespräch über Klopapier (ihr könnt darüber hier im Podcast von Ellen mehr erfahren) und mir fiel ein, dass ich vor Jahren diese Karten für Julia angefertigt hatte.

Ich holte die Karten aus dem Stauraum und Julia legte gleich mit dem Zuordnen der Karten los. Wer hat den Reißverschluss erfunden und wie kam es dazu? Und was hat die Geschichte mit dem Geschirrspüler auf sich? Die Herausforderung, die Corona uns als Familie gestellt hat, ist wirklich nicht immer leicht. Aber ich denke, es ist wichtig, besonders Schulkindern auch eine andere Sichtweise mitzugeben. Nämlich eine positive. Dankbar für die Dinge zu sein, die wir haben und darüber, dass es Menschen gab, die einmal Dinge erfunden haben, die uns jetzt den Alltag enorm erleichtern.

Die Karten über Erfinungen und ihre Erfinder könnt ihr gerne hier kostenlos herunterladen.

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Kaum zu glauben, dass dieser kleine Mann hier schon 3 Jahre alt geworden ist! Ich finde, der 3. Geburtstag gehört bereits zu den Geburtstagen, wo Kinder zum ersten mal auch wirklich mitbekommen, dass an diesem Tag sie gefeiert werden. Wir wollten für Jakob dennoch keine große Party schmeißen, aber diesen besonderen Tag mit feierlichem Ambiente, einer schönen Erdbeer-Torte und natürlich mit passenden Geschenken würdigen.

Welche Torte ich ihm backen werde, wusste ich schon vor Wochen. Doch was seine Geburtstagsgeschenke betrifft, so tat ich mir diesmal bei der Suche sehr schwer. Denn eigentlich hat er genug Spielsachen (von seiner großen Schwester vererbt bekommen). Aber was ist ein Kinder-Geburtstag so ganz ohne Geschenke? Also sollte er etwas Neues bekommen, etwas, was sinnvoll ist und woran er noch lange Freude haben kann. Er bekam nicht viele, aber wertvolle Geschenke: ein Feuerwehrauto aus Holz von Fagus, ein Foto-Pappbilderbuch und einige Gartenwerkzeuge.

Ihr wisst, ich bin der Meinung, dass Montessori zu Hause vor allem in der Haltung gelebt wird und dass die bekannten Montessori-Materialien ihren Platz in den Einrichtungen haben. Aber es gibt wirklich genug Spielsachen und Materialien, die auch für zu Hause wunderbar sind, die den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder gerecht werden, die schön und sinnvoll sind und woran die Kinder sich erfreuen können. Was würde ich also einem jungen Kind zu seinem 3. Geburtstag schenken?

  • Eine kleine, handliche Spülbürste* und einen ebenso kleinen Schneebesen*, damit es nach Herzenslust bei den Küchenarbeiten teilnehmen kann.
  • Riesengroße Bausteine aus leichtem Lindenholz von Grimms*, um mit ganzem Körpereinsatz riesige Türme zu bauen. 
  • Ein Hammerspiel mit winzigen Nägeln* und geometrischen Formen um Zusammenhänge zwischen Form und Größe zu entdecken, kreative Bilder zu gestalten und dabei die Finger geschickt einzusetzen.
  • Qualitative Buntstifte* mit dünner Mine. Denn für kleine Hände sind klobige Stifte nicht so bequem zu halten.
  • Eine Hängehöhle*, die sowohl draußen als auch drinnen einen Riesenspaß verspricht. Mein Tipp: die Hängehöhle möglichst niedrig anbringen, so dass auch die jungen Kinder selbstständig ein- und rausklettern können.
  • Ein Foto-Bilderbuch über Onkel Gustavs Bauernhof*.
  • Dazu passende, unglaublich schöne, handgemachte Bauernhof-Tierfiguren aus Filzstoff.
  • Ein Feuerwehrauto aus Holz von Fagus* mit ausziehbarer Leiter und 6 Feuerwehr-Männchen.
  • Eine Tigerbox* (siehe Foto weiter unten) um die Lieblingslieder in Dauerschleife anhören zu können. Ich mag diese Box, weil es eine kindgerechte maximale Lautstärke hat und Jakob die Lieder anhand der wenigen Knöpfe selbst steuern kann. Das Gerät lässt sich unkompliziert via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden, allerdings können die Lieblingslieder auch auf eine SD-Karte gespeichert und in die Box gesteckt werden - was mir übrigens symphatischer ist. Die SD-Karte kommt in der Box hinter eine Schraubenkappe und ist somit auch vor kleinen Händen ganz sicher versteckt.
  • Eine Sprossenwippe zum Balancieren*, die aber auch gewendet und als eine Brücke zum Rüberklettern verwendet werden kann.
  • Kleine, echte Gartenwerkzeuge*.
  • Passend dazu eine Tüte Erdnuss-Aufzuchtset*.
  • Bunte Wikki-Sticks*: mit Wachs überzogene Schnüre, die man nach Belieben biegen und formen, zuschneiden und kneten und daraus spannende Kreationen machen kann.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Wenn Du ein mit einem *(Stern) markiertes Produkt erwirbst, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.

... sage ich mir selbst als ein Mantra, während ich im Vorraum stehe und das Stillleben betrachte, das meine 8-jährige Tochter hinterließ. Ihre Schuhe liegen verstreut auf dem Boden: der linke gleich bei der Eingangstür, der rechte 1 Meter weiter in der Ecke. Ihre Jacke hängt diesmal zwar auf einem Kleiderbügel, gibt aber mit dem, nach innen gestülpten Ärmeln und nur durch die Nackenschlaufe gesteckten Bügelhaken ein recht ramponiertes Abbild her. Und wie der Roller in der Mitte vom Raum zum Stillstand kam, davon scheint eine lange Spur aus Erdklumpen zu zeugen.

"Als wären sie unsere Gäste..." wiederhole ich meine Gedanken, um dem Drang zu widerstehen, laut nach meiner Tochter zu rufen. Denn ich weiß nur zu gut, was ich ihr aus Wut an den Kopf werfen würde. Zum Beispiel, dass sie ihre Schuhe schon wieder nicht weggeräumt hat. Und dass sie mit 2 Jahren ordentlicher war, als jetzt mit 8! "Dabei wäre es ja wirklich nur eine kleine Handbewegung, die Schuhe ordentlich aufzustellen."- sage ich zu mir laut. Und dann die Jacke. Dabei weiß ich, wie sehr sie sich wieder beim Anziehen ärgern wird, weil sie spätestens dann die Ärmel wieder rausstülpen muss. Und ja, ich würde sie auch ziemlich vorwurfsvoll daran erinnern, dass ich es ihr bereits 100 mal gesagt habe, dass sie bitte den Roller VOR der Tür lassen soll!

"Als wären sie unsere Gäste... als wären sie unsere Gäste..." murmele ich vor mich hin und während ich diesen Satz immerzu wiederhole, fange ich an, mich etwas zu beruhigen. Und im Grunde weiß ich doch, dass ihr all diese Dinge vorzuwerfen, gar nichts bringen würde. Denn weder würde ich mich dadurch wirklich besser fühlen, noch würde es sie motivieren, es beim nächsten mal anders zu machen. Das einzige, was ich in ihr wohlmöglich hinterlassen würde, wäre dieses zerschmetternde Gefühl, alles falsch zu machen und nie gut genug zu sein. Sie ist 8. Neugierig und voller Tatendrang. Und ich weiß, dass sie nicht mich ärgern will, sondern ganz einfach mit solchen Dingen, wie schnell hinter sich Aufräumen, keine Zeit verschwenden mag. Denn wer hat schon bitte für so etwas Zeit, der gerade dabei ist, die Welt für sich zu erobern?

Na gut, Aufräumen gehört dennoch dazu. Und es ist mir wichtig, meine Bedürfnisse mitzuteilen. Wo fange ich also an, meiner Tochter anders zu begegnen? Ohne ihr Vorwürfe zu machen? Ohne sie dabei zu kränken?

Wie würde ich jetzt meinem Gast begegnen? Jemanden, den ich sehr liebe, den ich dennoch gerne bitten wollte, seine Sachen ordentlicher wegzuräumen? Würde ich ihm wirklich vorwerfen, mit 2 Jahren wahrscheinlich ordentlicher gewesen zu sein, als jetzt mit (sagen wir) 36? Oder ihn einfach darauf aufmerksam machen, wo die Schuhe hingehören? Würde ich ihm böse Blicke zuwerfen und mit ihm schimpfen, warum er seine Jacke so aufhängt? Oder ihn einfach nur daran erinnern, wie bzw. wo er die Jacke aufhängen kann? Und ihm das vielleicht auch zeigen? Würde ich ihn anfauchen, wieso er es nicht schafft, seinen Roller vor der Tür abzustellen oder ihn daran erinnern, wo er den Handbesen und die Schaufel finden kann (während ich seinen Roller vor die Tür schieben würde)?

Es wäre mir wichtig, meine Bedürfnisse mitzuteilen. Aber ich würde dies gewaltfrei und freundlich tun. Ohne meinen Gast dabei kränken zu wollen. Ja, so möchte ich auch meiner Tochter begegnen. Weil es mir wichtig ist, sie wissen zu lassen, dass meine Liebe zu ihr an keinerlei Bedingungen geknüpft ist. Weder an liegen gelassenen Schuhen, noch an ordentlich aufgehängten Jacken. Weder an vor der Tür abgestellten Rollern, noch an aufgekehrten Erdklumpen. Ich liebe sie so oder so. Bedingungslos.

Während mir all diese Dinge in nur wenigen Minuten durch den Kopf gehen, stehe ich bereits vor ihrer Zimmertür. Ich atme tief ein und noch bevor ich vorsichtig anklopfe, wiederhole ich mein Mantra - bereits mit einem versöhnten Lächeln im Herzen: "...so, als wären sie unsere Gäste..."


Seit 5 Wochen sitzen wir mittlerweile wegen Corona zu Hause in der Isolation fest. Das heißt, die Kinder und ich, denn mein Ehemann muss nach wie vor in die Arbeit fahren. Tagsüber bin ich also alleine mit den Kindern und versuche, neben dem ganz gewöhnlichen Haushalt, meinem Schulkind Darbietungen zu geben, oder es zu managen, damit es gut alleine arbeiten kann, während ich seinem kleinen Bruder mit möglichst sinnvollen Aufgaben bei Laune zu halten versuche. Und wenn ich dann noch eine halbe Stunde am Tag finde, wo es im Haus tatsächlich etwas ruhiger ist, setze ich mich zum Laptop, um meine Eltern-Webinars zu planen und hier meine Gedanken abzutippen. Randnotiz: Diesen Beitrag habe ich vor gut einer Woche angefangen zu schreiben. So viel zum Thema ruhigere Minuten im Haus...

Die Webinars, die ich Abends anderen Eltern über Montessori zu Hause anbiete, fühlen sich umso mehr wie mentale Ruheoasen an. Endlich Zeit, mich in etwas ungestört zu vertiefen. Endlich Zeit, meine Gedanken auch mal zu Ende denken zu können. Und ich merke, wie gut es wiederum anderen Eltern tut, wenn ich ihnen erzähle, wie oft ich am Tag in dieser Isolation an meine Grenzen komme, wie oft sich meine Kinder streiten und wie sehr ich mich jeden Tag darauf freue, wenn am Nachmittag die Wohnungstür aufgeht und ich die Stimme meines Mannes höre: "Hallo meine Lieben! Ich bin wieder da!" Weil es vielen Eltern ähnlich geht, wie mir, die sich jedoch Vorwürfe machen, warum sie trotz Montessori mit ihren eigenen Kindern so ungeduldig werden.

Montessori macht uns nicht zu perfekten Eltern!


Ich denke, der größte Mythos von allen, der sich im Netz hartnäckig durchsetzt, ist der, dass Montessori uns zu "perfekten" Eltern machen könnte. Zu solchen, die immer alles richtig und fehlerfrei machen. Es stimmt schon, dass die Vorbereitete Umgebung oft so perfekt erscheint. Klar, denn je jünger die Kinder sind, umso wichtiger ist die Klarheit in ihrer unmittelbaren Umgebung. Und ja, auch die Materialien sind sehr ansprechend und durchdacht und viele von uns wünschten sich, ihre Kinder könnten durch diese die Welt mit Freude entdecken. Doch was Kinder weder brauchen, noch was Montessori uns je bieten könnte ist es, dass wir perfekte Eltern werden.

Was ich durch Montessori lernen konnte, war, Dinge völlig anders zu sehen. (Meine) Kinder mit anderen Augen zu sehen. Ihre Entwicklungsbedürfnisse besser zu verstehen und diesen daher anders zu begegnen. Ich lernte, dass Vorbild zu sein weit mehr ist, als "Danke" und "Bitte" zu sagen. Weil ich nicht nur darin ein Vorbild bin WAS ich tue, sondern vor allem darin, WIE ich BIN. Wie ich in der Welt lebe. Wie ich anderen Menschen aber auch mir selbst begegne. Ich lernte auch, Fehler mit anderen Augen zu sehen. Dass es okay ist, Fehler zu machen, denn diese gehören zum Lernprozess dazu. Dass es daher nicht darauf ankommt, Fehler zu vermeiden, sondern darauf, wie ich mit diesen umgehe - ob ich an diesen wachsen kann.

Und vor allem lernte ich, dass mich all meine Fehler, an denen ich wachsen kann, all meine Bedürfnisse, die ich mir zugestehe, dass all meine Zweifel, meine Sorgen, meine Dankbarkeit und Freude, die ich verantwortungsbewusst tragen kann, - dass meine Unvollkommenheit mich bereits zu einer ziemlich perfekten Mama machen.

Montessori macht auch Kinder nicht zu "perfekten" Kindern!


Das Zimmer meiner 8 Jahren alten Tochter (die bei jeder Diskussion das letzte Wort haben muss) wird jeden Tag aufs neue verwüstet. Ihr kleiner Bruder (bald 3 Jahre alt) schreit sofort halslaut, wenn es ihm nicht gelingt, aus den Holzgleisen die Brücke für seinen Zug zu bauen. Und was die beiden betrifft, so streiten sie zurzeit unglaublich viel und laut. Und das, obwohl beide bisher ausschließlich Montessori-Einrichtungen besucht haben und auch wir zu Hause bemüht sind, Montessori zu "leben".

Während aber Julia in ihrem chaotischem Zimmer sitzt, verschlingt sie entweder spannende Bücher über griechische Sagen oder kreiert aus Ton winzige, unglaublich filigrane Figuren aus dem Kopf heraus. Und obwohl es sie momentan nicht besonders kümmert, wie ihr Zimmer aussieht, so gibt es dennoch keinen Tag, wo sie nicht ihre kleinen Blumen und Pflänzchen auf der Terrasse umsorgen würde. Bevor sich Jakob seiner Holzeisenbahn widmet, holt er seine Jogginghose und ein T-Shirt, zieht seinen Pyjama aus und seine Hose und Oberteil an. Ganz ohne Hilfe. Und auch wenn sich die beiden schon Minuten später gleich wieder laut zu streiten beginnen, fallen dabei sehr oft gewaltfreie Sätze wie "Ich mag es nicht, wenn Du mir etwas aus der Hand nimmst ohne zu fragen." oder "Ich will selber entscheiden. Es ist meine Arbeit!". 

Sich für den Montessori-Weg zu entscheiden, in der der Hoffnung, die Kinder würden sich dadurch in immer ordentliche, debattierunwillige Kinder verwandeln, wird sehr wahrscheinlich zu einer bitteren Enttäuschung. Den Montessori-Weg zu gehen, bedeutet nicht, weniger Herausforderungen meistern zu müssen oder weniger Krisen durch zu stehen. Und schon gar nicht, dass Kinder dadurch perfekt(er) werden, (als sie ohnehin schon sind).

Warum Montessori unser Familienleben jenseits der Perfektion bereichert


Aber es ist ein Weg, durch den wir unglaublich viel über die Entwicklungsbedürfnisse unserer Kinder und unglaublich viel über uns selbst als Eltern lernen können. Ein Weg, bei dem wir als Eltern sehr oft an unsere eigenen Grenzen kommen werden - aber dadurch auch lernen können, unsere eigenen Bedürfnisse zu sehen, zu akzeptieren und uns darin zu üben, diese gewaltfrei zu kommunizieren.

Es gibt in dieser (bei uns bereits seit 5 Wochen andauernden) Corona-Isolation keinen einzigen Tag, an dem ich nicht an meine eigenen Grenzen kommen würde. Wo ich mir nicht wünschte, bitte, bitte, nur für ein paar Stunden auf einer einsamen Insel zu sein. Aber es gibt ebenso keinen einzigen Tag, an dem ich nicht etwas positives dazulernen würde - kein Tag, an dem ich durch meine Kinder nicht daran erinnert werde, wie wichtig es ist, ihnen Authentizität, Toleranz, Dankbarkeit, aber auch den Umgang mit den eigenen Fehlern vorzuleben. Dass es okay ist, Fehler zu machen. Weil das nicht nur menschlich ist, sondern Teil des Lernprozesses. Und dass es wichtig ist, sich für diese Fehler auch bei den Kindern zu entschuldigen.

Dieses Zitat habe ich zwar schon Jahre zuvor in einem früheren Beitrag abgetippt, aber ich finde, gerade jetzt in dieser herausfordernden Zeit der Isolation tut es gut, sich immer wieder daran zu erinnern:

"Elternsein hat nichts mit Perfektion zu tun. Perfektion ist gar nicht einmal das Ziel, nicht für uns, nicht für unsere Kinder. Gemeinsam lernen, um in einer unvollkommenen Welt gut zu leben, trotz oder gerade wegen unserer Unvollkommenheit einander zu lieben, und als Mensch zu wachsen, während unsere kleinen Menschen heranwachsen, das sind die Ziele einer einfühlsamen Erziehung. Frage Dich also am Ende eines Tages nicht, ob Du alles richtig gemacht hast. Frage Dich, was Du dabei gelernt hast und WIE SEHR DU GELIEBT HAST, und dann wachse mit der Antwort." (L. R. Knost)



Vor mehr als einem Jahr pflanzte mir meine Freundin Saskia von "a lovely journey" die Idee in den Kopf, einen eigenen Online-Shop aufzumachen. Einen Ort, wo ich all meine Ideen und Empfehlungen übersichtlich sammeln und einfach auffindbar machen könnte. Ich überlegte lange, wie ich das konkret angehen könnte und welche Möglichkeiten mir überhaupt zur Verfügung stehen.

Ich setzte mich hin und recherchierte nach technischen Möglichkeiten; überlegte genau, welche Struktur ich meinem Shop geben möchte, so dass es Sinn macht und es übersichtlich wird; was ich überhaupt als "Montessorianerin" und Pädagogin empfehlenswert finde. Denn mein Ziel war nicht, mehr Geld mit dem Bloggen zu verdienen, sondern vor allem euch etwas Sinnvolles bereitzustellen.

Ich verbrachte ein halbes Jahr damit, meinen Shop aufzubauen. Jeden Tag saß ich mehrere Stunden vor dem Laptop und recherchierte nach passenden Produkten. Ich sortierte mein Inventar und wählte wirklich mit Sorgfalt und dem Blick auf die kindliche Entwicklung aus, was in meinem Shop einen Platz findet. Und vieles, was nicht im Shop anzufinden ist, ist tatsächlich aus gutem Grund nicht dort. Bei der Erstellung und Pflege dieses Sortiments schöpfe ich vor allem aus dem Wissen, das ich während meiner Ausbildung und der Arbeit in den Montessori-Einrichtungen sowie durch unsere Homeschooling Erfahrung aufgebaut habe.

Mehr als nur mein Beruf


Ich bin wirklich stolz auf meinen kleinen Affiliate-Online Shop und steckte aus Überzeugung so viel Zeit, Mühe und ja, auch Geld in diesen Shop. Ebenso wie ich es bei meinem Blog tue. Weil die Montessori-Pädagogik für mich viel mehr ist, als nur mein Beruf oder ein Blog-Thema. Mein Blog (und ja, damit auch mein Shop) ist für mich mehr, als eine einfache Online Plattform. Es ist mein persönliches Tagebuch einer jahrelangen Arbeit. All mein Wissen, meine Erfahrung und vor allem meine Begeisterung stecken dort in jeder Zeile. Es ist mein persönliches Wachstum, das ich hier mit Euch teile. Es ist die Essenz dessen, was ich tagtäglich genau so lebe, was mich Tag für Tag bereichert und was ich daher so unglaublich gerne hier zeige und in das ich daher so viel Zeit und Arbeit investiere.

Was mir diese Arbeit hier seit geraumer Zeit so schwer macht sowie immer mehr meine Freude vom Bloggen nimmt und es letzte Woche tatsächlich auf die Spitze getrieben hat, ist, wenn ich sehe, wie dieser Blog und auch mein Shop missbraucht werden.

Wenn Inhalte vom Blog oder gar der gesamte Shop von Menschen als Vorlage genommen wird um dann im Hobbybereich das selbst zu schreiben oder einen quasi identischen Affiliate-Shop aufzumachen. Nicht nur mit den gleichen Kategorien, sondern auch noch mit den selben Produkten. Jedoch ohne qualifizierte Fachkenntnisse über die Montessori-Philosophie und wie sie konkret angewendet wird.

Ja, das trifft mich persönlich sehr!

Inspiration oder Imitation?


Nicht, weil ich etwas gegen Inspiration hätte. Im Gegenteil, ich liebe es, wenn mich Texte oder Ideen von anderen auf eigene Ideen oder zu neuen Erkenntnissen führen. Ebenso liebe ich das Gefühl, wenn ich andere durch meine Arbeit hier inspirieren kann. Aber in den letzten Monaten und besonders letzte Woche, wo ich den Eindruck hatte, dass es wirklich auf die Spitze getrieben wurde, weil mein gesamter Affiliate-Shop einfach so als Vorlage für einen eigenen Online-Shop genommen wurde, musste ich doch innenhalten und mich fragen: Wo hört Inspiration auf? Und wo beginnt schamlose Imitation?

Vielleicht kann ich mit diesem Beitrag diejenigen, deren Hemmschwelle im Internet so unverschämt klein geworden ist, gar nicht erreichen. Aber ich möchte dich als Leser sensibilisieren, im Social Media Bereich etwas genauer hinzugucken und dich zu fragen, wer eigentlich hinter einem Blog oder einem Affiliate-Shop steckt?

Die Frage nach der Quelle


Hat sie/er eine qualifizierte Ausbildung genossen? Oder wenn nicht das, aber hat sie oder er ein wirklich fundiertes Wissen? Besucht diese Person Vorträge, Kurse oder lässt sich von Fachwissenden beraten? Hat diese Person Erfahrung? Kennt und benennt der Autor seine eigenen Grenzen? Woher nimmt sie/er die Ideen und Informationen? Und kann sie/er tatsächlich dafür einstehen?

Es ist mir wirklich ein Anliegen, das hier zu schreiben. Denn ich möchte, dass du die Chance hast, diese wunderbare Pädagogik besser zu verstehen. Deine Kinder besser zu verstehen und sie in ihrer Entwicklung achtsam zu begleiten. Und auch wenn der Name "Montessori" mittlerweile leider zu einem Modewort geworden ist und auch schamlos missbraucht wird, gibt es hier im Internet tatsächlich noch Menschen, Montessori-Pädagogen, die ihr Wissen, ihre Begeisterung teilen in der Hoffnung, etwas Gutes in dieser Welt beitragen zu können.


Ich hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020! Um ehrlich zu sein, bedeutet für mich der Jahreswechsel weniger einen neuen Zeitabschnitt als vielmehr eine Fortsetzung, dennoch lässt mich Silvester immer wieder über den Begriff Zeit nachdenken. Denn obwohl ich versuche, diese gut einzuteilen und sie mit Dingen zu verbringen, die mir wichtig sind und obwohl ich durch das Internet und Co. eigentlich mehr Zeit gewinnen sollte, habe ich ganz oft das Gefühl, als würde mir besonders eines immer wieder fehlen: genügend Zeit.

Und dann, wenn ich Jakob, der jetzt 2,5 Jahre alt ist, beim Spielen beobachte oder aber bemerke, wie er sich in etwas vertieft, bewundere ich, mit welcher Freude er den Moment lebt. Nur im Hier und Jetzt. Und welches große Geschenk es doch ist, vom Gewicht der Zeit so unbelastet zu sein.

Interessanterweise erlebe ich das sogar noch bei Julia (bald 8 Jahre alt) sowie bei den 6-9-jährigen in der Montessori-Schule. Denn auch wenn sie schon wissen, warum es die Jahreszeiten gibt, was ein Kalender ist und sie auch die verschiedensten Zeitleisten entdecken, und obwohl sie den Tagesplan schon sehr selbstständig einhalten können, haben sie noch diese Gabe, das Hier und Jetzt zu genießen und dabei weder an später noch an früher zu denken.


Und gleichzeitig, wenn ich dann das Schulhaus am Nachmittag wieder verlasse, frage ich mich, ob Kindern in dieser zu turbulenten und schnelllebigen Welt wirklich genug Zeit gelassen wird, alles in ihrem eigenen Tempo zu entdecken. Ob sie das Lesen, Schreiben und das Rechtschreiben tatsächlich in ihrem eigenen Tempo entdecken und erlernen dürfen? Ob ihnen wirklich ausreichend Zeit für mehr Bewegung an der frischen Luft, für spannende Gespräche untereinander, für Ausflüge oder für ihr Streben nach Unabhängigkeit gelassen wird? Ob ihrem inneren Bauplan in dieser, zu sehr auf schnelle Ergebnisse fokussierten Welt überhaupt vertraut wird? Oder ob ihnen reichlich Zeit gelassen wird, diese wunderbare Gabe zu bewahren, im Hier und Jetzt zu leben?

Was ich durch Montessori verstehen und schon so oft erleben durfte, ist die Tatsache, wie unglaublich wertvoll doch Zeit ist. Wie unglaublich wichtig es ist, weniger auf Ergebnisse fokussiert zu sein, vielmehr dem Prozess selbst zu vertrauen. Auch wenn diese über Jahre lang dauern kann. Als Julia vor 3 Jahren, damals noch im Kinderhaus, mit dem Material zur analogen Uhr arbeitete weil diese sie interessierte, sie dennoch die Uhr nicht ablesen konnte, fragte ich mich: Warum kann sie die Uhr nicht ablesen, wenn sie doch im Kinderhaus mit dem Material selbstständig arbeiten kann?

Und Jahre danach machte es einfach bei ihr Klick und sie las die analoge Uhr ab. Aber vielleicht kam es nur mir so vor, als wäre es einfach nur ein Klick bei ihr gewesen und in Wirklichkeit saugte sie all die Jahre alles in sich auf. Stück für Stück. All die kleinen Erkenntnisse durch diese wunderbar durchdachten Montessori- Materialien, oder durch die Erfahrungen mit der Uhr im Alltag, durch mein Vertrauen und ganz einfach... durch mehr Zeit. Denn was ich damals vor 3-4 Jahren nicht bedacht habe, ist, dass das Konzept der Zeit etwas sehr abstraktes ist und es braucht tatsächlich mehr Zeit und vor allem mehr Erfahrung für Kinder, ein Zeitgefühl zu bekommen - zu verstehen, was 10 Minuten, was morgen, gestern und heute bedeuten oder wie die Uhr und wie ein Kalender funktionieren.


Bereits während der Weihnachtszeit wurde ich angeschrieben, ob ich unseren Linear-Kalender für Kinder auch für 2020 hochladen würde. Selbstverständlich, denn ich liebe diesen Kalender und habe ihn auch diesmal für Julia aktualisiert! Wohlgemerkt, einen sogenannten Montessori-Linear-Kalender gibt es eigentlich nicht. Da aber dieser Kalender so schlicht und übersichtlich gestaltet ist (Isolation der Eigenschaft), die Zeit tatsächlich linear darstellt, finde ich ihn ganz im Sinne der Montessori-Pädagogik. Außerdem fand ich es immer so schön, dass Julia den Kalender mit ihren eigenen Zeichnungen (und mit ihren eigenen Ideen) selbst gestalten bzw. wegen der linearen Anordnung der Tage auch immer wieder nachzählen konnte, wie oft sie noch bis zu einem bestimmten Ereignis schlafen musste.


Die 4 bunten Punkte markieren die Tage zur Sonnenwende, die Wochen machte ich durch stärkere Linien sichtbar. Auch die Buchstaben sind in einem anderen Design, die auch für Erstlesekinder geeignet sind, da die Buchstaben "l" und auch "t" besser erkennbar sind. Und da dieses Jahr ein Schaltjahr und daher etwas ganz besonderes ist, habe ich auch den 29. Februar extra markiert. Hier könnt ihr, wie gewohnt, unseren Linear-Kalender für 2020 kostenlos herunterladen.

Da ich in diesem Beitrag Produkte empfehle & verlinke, kennzeichne ich ihn als Werbung.

Wie bereits die Jahre zuvor, machten wir für unsere Freunde und Verwandten auch dieses mal kleine, selbstgemachte Präsente zu Weihnachten die wir gedörrt, geknetet und genäht haben.

Die klassischen Christbaumanhänger aus ofenhärtendem Ton* sehen nicht nur auf dem Christbaum oder auf den Tannenzweigen in der Vase wunderschön aus, diese verzieren bei uns oft auch Geschenkeverpackungen - und ich finde, selbstgemacht mit filigranen, hübschen Mustern sind sie sogar selbst kleine Gaben. Aus mehrfarbigem Ton gemusterte Anhänger anzufertigen, braucht allerdings eine bestimmte Technik, so nutzte ich die Gelegenheit, Julia diese zu zeigen. 


Zunächst rollten wir den Ton mit einer Teigrolle aus, dann zeigte ich Julia, wie sie einfache, aber filigrane Muster legen und diese anschließend noch einmal mit einer Teigrolle in den weißen Ton einarbeiten kann. Erst danach wurden die Sterne und Herzen mit den Kecksausstechern aus dem Ton gestanzt.


Sie knetete und stanzte den ganzen Nachmittag, bis kein Stück Ton mehr übrig war. Dafür entstanden 22 weihnachtliche, selbstgemachte Anhänger mit Tannenzweigmotiven, als Herzen, mit Zuckerstangemotiven und manche sogar mit Marmor- und Zahlenmuster. 


Julia wollte ihre Großcousine (die ebenfalls in Wien lebt) mit einer Packung Tee überraschen und obwohl sie ja eigentlich Taschengeld bekommt, schlug ich ihr vor, Tee selbst herzustellen und ließ mich dabei von der lieben Daniela von der Kleinen Botin (Link zu ihrem Instapost) inspirieren.

Ich empfahl Julia, Hagebuttentee zu machen, denn diese sind voll mit Vitamin C (perfekt in dieser Jahreszeit!), außerdem sind im Park neben unserem Haus jede Menge Wildrosensträuche, die alle bis zum Rand voller Früchte sind. Also machten wir einen Spaziergang und sammelten 2 Handvoll, rot leuchtende Hagebutten. 


Zuhause entfernten wir die überflüssigen Stängel und trockenen Kelchblätter, wuschen die Hagebutten und hackten die Früchte etwas kleiner. Dann kamen die kleingehackten Hagebutten bei 40°C (Umluft) für etwa 6-7 Stunden in den Backofen (Backofentür einen Spalt offen lassen), anschließend in ein kleines Vorratsglas.


Zum Hagebuttentee schrieb Julia auch noch eine Anleitung: 2 Esslöffel Hagebutten über Nacht im Wasser ziehen lassen, am nächsten Tag den Sud aufkochen, dann noch weitere 3 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und genießen. Die abgesiebten Früchte erneut im Wasser über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag erneut aufkochen. Der Geschmack und das Aroma nehmen so von Tag-zu-Tag zu!


Die Kinder in Julias Montessori-Schule veranstalteten einen Weihnachtsbasar, um mit dem Geld, das sie dabei sammeln konnten, ein Klassenhaustier zu besorgen. Natürlich wollte auch Julia beitragen, also zeigte ich ihr, wie sie an der Nähmaschine fröhlich bunte Herz-Anhänger aus unserem Stoff-Vorrat selbst nähen konnte.

Solche Herzen-Anhänger zu nähen ist wirklich unkompliziert und im übrigen auch ohne Nähmaschine, nur mit der Hand möglich. Zunächst fertigte ich für Julia eine simple Herz-Vorlage aus Karton an. Hier findet ihr auch eine kostenlose Vorlage, falls euch das lieber ist. Dann zeigte ich ihr, wie sie mithilfe dieser Schablone, Herzen aus den Stoffen schneiden konnte ohne dabei allzu viel Stoff zu verschwenden.


Die Stoff-Herzen wurden auf der Linken Seite übereinander gelegt und dazwischen umgekehrt eine Schnur geklemmt. Anschließend nähte Julia die Herzen zusammen und ließ dabei jedes mal eine 2 cm große Öffnung, damit sie die Herzen zum Schluss auch umstülpen konnte.


Dann stopfte sie die Herzen mit Watte aus und nähte mit der Hand die kleine Öffnung wieder zu. Ich zeigte ihr auch, wie sie ein Kreuzmuster mit Stickgarn in die Herzen-Anhänger sticken konnte, damit diese noch feiner aussehen. 


Schulkindern, die unglaublich gerne an der Nähmaschine arbeiten, jedoch noch nicht so viel Übung darin hatten, zeigten wir, wie sie mithilfe der Nähmaschine kleine, hübsche Notizbüchlein für ihren Weihnachtsbasar binden konnten. (In Julias Schule ist für die Kinder eine Näh-Ecke mit Nähmaschine und Zubehör eingerichtet.)

Dazu besorgten wir einige geschmackvolle Papierbögen mit niedlichen Prints und Mamormustern (wie diese* oder wie diese hier*) und natürlich auch liniertes Papier, welches wir sehr genau übereinander legten, in der Mitte leicht falteten und dann entlang der Faltlinie mit einfachen Stichen mit der Nähmaschine zusammennähten. Binnen weniger Minuten hatten wir bereits 3-4 selbstgemachte Notizbüchlein. Um diese noch schöner zu machen, rundeten wir zusätzlich die Ecken mit dem Eckschneider* ab.

Weitere DIY (Last-Minute) Geschenkideen mit Kindern findet ihr übrigens jetzt auch im Shop als Themenmonat für Dezember. Oder eben in älteren Blogbeiträgen:

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