04.04.2018

Unser Montessori Zuhause heute - Jakobs Zimmer mit 11 Monaten

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"Schließlich krabbelt das Kind durch das ganze Haus und untersucht alles aus eigenem Antrieb. Jetzt ist es wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, wie alles im Haus organisiert ist. Ergibt alles einen Sinn? Ist es einfach und funktionell geordnet? Ist es schön? Jetzt ist Gelegenheit, 'einen Platz für alles und alles an seinem Platz' zu etablieren, bevor das Kind sich selbst daranmacht, alles nach seinem Gutdünken umzuräumen." - Paula Polk Lillard; Lynn Lillard Jessen; Montessori von Anfang an (S. 66)

Jakob nimmt am Alltag immer aktiver Teil. Er beobachtet uns nicht nur beim Tun, er macht auch unsere Bewegungen nach. Auch beim An- und Ausziehen macht er immer mehr mit und mag es daher umso weniger, beim Liegen gewickelt zu werden. Da auch Julias Zimmer dringend mehr Struktur gebraucht hat und auch andere Bereiche in unserer Wohnung nicht mehr praktisch eingerichtet waren, habe ich die letzten Wochen damit verbracht, in den Räumlichkeiten alles unter die Lupe zu nehmen um es an die Kinder besser anzupassen. Und wie unser Zuhause heute aussieht, möchte ich Euch in einigen Blogbeiträgen gerne zeigen.

Auch in Jakobs Zimmer hat sich einiges getan. Er ist zwar meistens in meiner Nähe, verbringt aber auch viel Zeit in diesem Raum, der direkt neben dem Wohnzimmer und der offenen Küche liegt und wo ich ihn deshalb gut im Blickfeld habe.


Sein Bodenbett ist nach wie vor sehr simpel und wird nur tagsüber benutzt. In der Nacht, da ich ihn auch noch dann stille, schläft Jakob neben mir im Familienbett. Wenn er untertags von seinem Nickerchen erwacht, krabbelt er alleine runter und haltet nach mir Ausschau und wenn er mich "ruft", setze ich mich neben sein Bodenbett, begrüße und streichle ihn, warte aber bis er ganz munter wird und lasse ihn selbst von der Matratze runterkrabbeln.


Früher war hier ein Spiegel an der Wand und eigentlich hatte ich vor, vor diesem Spiegel eine Stange zu montieren an der sich Jakob hochziehen kann. Aber da ich dafür keine gute Lösung fand, dafür aber Jakob sich sonst überall in der Wohnung geschickt aufstellt und entlang der Möbeln trippelt, ließ ich das mit der Stange lieber bleiben. Stattdessen bekam er einen gemütlichen Weidenkorb* zum Hineinkuscheln und auch zum Rein- und Rausklettern. Auch Julia liebt diesen Korb und ganz oft finde ich die beiden hier vor, wie sie ihm Bücher vorliest.


Direkt neben dem Korb montierten wir ihm eine Bilderleiste als Buchregal, wo gerade mal 3-4 Bücher Platz haben und was für Jakob völlig ausreicht. Diese Bilderleiste ist etwas schmaler als die vom Möbelschweden und ragt daher nicht so hervor, was ich persönlich schöner finde. Wir montierten die Leiste sehr niedrig, so dass Jakob sogar beim Sitzen an seine Bücher kommt. Das war mir wichtig, weil er sich sonst hier hochziehen würde, was mir, trotz tadelloser Montage vom Ehemann, nicht sehr sicher erschien.


Er liebt seine neue Kugelbahn die er von seinem Großonkel geschenkt bekommen hat. Sie ist schlicht und unglaublich schön und auch nicht zu hoch, so dass Jakob sie bereits jetzt bespielen kann. Sie ist auch sehr robust, aber als Jakob versuchte, sich daran hochzuziehen, merkte er ganz schnell, dass das keinen sicheren Halt gibt. So kniet er nun meistens davor, um die Kugel oben in das Loch stecken zu können. Ich bestellte ihm (unglücklicher Weise) auch eine Holzkugelbahn, die allerdings noch zu groß ist, die ihm aber später, wenn er bereits gehen kann, sicher auch viel Freude bereiten wird.


Er klettert zurzeit unglaublich gerne und weil wir in der Wohnung keine Treppen haben, stellte ich zum Klettern den Hocker vom Möbelschweden mitten in sein Zimmer. Der Hocker ist stabil und die Höhe perfekt und Jakob klettert mittlerweile schon  geschickt rauf und wieder runter. Manchmal vorwärts, aber manchmal auch rückwärts und ertastet den Boden dabei ganz behutsam mit den Füßen.


Ich nähte ihm einige Säckchen mit Bohnen, Kichererbsen und Reis gefüllt um zu Werfen, zu Befühlen und auch um diese aus dem Korb aus- und dann wieder in den Korb einzuräumen. Dabei nahm ich den Stoff doppelt und nähte die Rechtecke zuerst mit Zickzack- dann zusätzlich mit einfachen Stichen auch noch einmal zu. Sicher ist sicher. Gerne schreibe ich dazu noch eine genauere Anleitung.


Sein Spielregal steht nach wie vor an derselben Stelle, lediglich tauschte ich seine Materialien um. Manchmal arbeitet Jakob direkt am Regal, manchmal räumt er alles nacheinander aus. Darum ist sein Regal natürlich nicht immer so aufgeräumt wenn er gerade alles erkundet, es dauert jedoch keine 2 Minuten hier wieder alles auf seinen Platz zu stellen (was ich am Tag auch mindestens 4-5 mal mache).


Seinen Kleiderschrank habe ich an die andere Wand rübergeschoben damit gleich daneben auch ein Sessel zum An- und Ausziehen und ein Korb für Schmutzwäsche Platz haben. Für den Würfelhocker, den ich selbst gebaut habe, ließ ich mich von der lieben Ellen von Chez Mama Poule inspirieren, nahm lediglich nur andere Maße. Die Sitzhöhe beträgt nur 13 cm, so dass Jakob hier wirklich bequem sitzen aber auch alleine wieder runterklettern kann. Das An- und Ausziehen ist so viel entspannter, seitdem er dabei hier sitzen kann. So kann er auch, besonders bei den Hosen und Socken aktiv mitmachen und mir seine Füße entgegenstrecken.

Es war mir wichtig, dass sein Zimmer viel Ruhe ausstrahlt und trotz weniger Dekoration (und der überschaubaren Menge an Materialien), schön und einladend wirkt. Wenn Jakob sein Zimmer erkundet, schaut es öfters mal so aus wie auf diesem letzten Foto, aber weil hier alles seinen eigenen Platz hat, ist es ebenso schnell auch wieder aufgeräumt.


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29.03.2018

Naturgefärbte Ostereier und Serviettenhasen für den Tisch - DIY mit Kindern

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Die letzten 7 Tage herrschte hier ein Ausnahmezustand. Schuld daran waren ein durchbrechender Zahn, Hals- und Ohrenschmerzen und immer wiederkehrende 40 Grad Fieber, die uns auch den Schlaf raubten. Auch unsere naturgefärbten Ostereier entstanden mit einem angeschlagenen Baby auf meinem Rücken und einem ziemlich aufgeregten Mädchen an meiner Seite, das es kaum erwarten konnte, am nächsten Tag von seinem Opa abgeholt zu werden. Die Freude am Eierfärben ließen wir uns dennoch nicht nehmen.

Seit Jahren färben wir unsere Ostereier ganz natürlich mit Lebensmitteln und auch wenn es manchmal lange dauert bis die Eier fertig sind, ist es die Mühe jedes mal wert. Ich liebe diese natürlichen Farben und dass jedes Ei dabei ganz anders wird!


Für unsere Ostereier besorgten wir Rote Beete, Blaubeeren, Rotkraut, Kurkuma, frische Spinatblätter, viele weiße und braune Eier sowie Essig mit 7,5% Säure. Julia hackte die rote Beete und den Spinat klein, ich das Rotkraut, dann kochten wir das Gemüse und Obst jeweils in 250-300 ml Wasser auf. Während der Sud kochte, säuberte Julia die Eier mit einer in Essig getunkten Watte, damit diese später die Farben noch besser annehmen konnten. 


Den Sud ließen wir eine halbe Stunde kochen und dann noch weitere 10 Minuten samt den Eiern. Wir verteilten die Eier in kleine Gläschen und Schälchen, gossen den Sud über sie und gaben je Farbe 3-4 Esslöffel Essig dazu. Kurkuma und Blaukrautsaft färben die Eier recht schnell, die Eier im Blaubeersaft, im rote Beetensaft und im Spinat ließen wir über Nacht ziehen.


Die grünen Eier gelingen uns bisher noch nicht wirklich. Wir probierten es bereits mit Petersilie sowie Blattspinat jedoch ohne Erfolg. Die grünen Eier lassen wir daher auch noch einmal in Blaukrautsud baden, so werden sie leicht türkis - was aber auch schön ist.


Julia hatte den Wunsch den Ostertisch dieses Jahr ganz alleine zu decken. Daher gab ich ihr einige Tipps und zeigte ihr auch, wie sie aus einer Serviette einen kleinen Hasen falten kann als Dekoration für das Gedeck. 

Dabei wird das große Papierquadrat einmal in der Mitte gefaltet, die losen Enden bis zu den Kanten zurückgefaltet und so gedreht, dass die offene Seite nach unten schaut. Dann werden die Seiten in der Mitte aufgeklappt, die oberen Ecken wieder zurückgeklappt und noch einmal zurückgefaltet. Dann die Raute wenden und die Ecken etwas zurückfalten. Alles zu einer Rolle formen und die Enden ineinanderstecken, dann die Ohren und das Schwänzchen noch etwas zurecht rücken. Fertig.

08.03.2018

Neues auf Jakobs Regal (9-10 Monate alt)

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Am allerliebsten krabbelt Jakob laut lallend durch die Wohnung und steht überall dort auf, wo er etwas zum Festhalten findet. Er ist ständig in Bewegung, liebt alles, wobei er seine körperlichen Kräfte spüren kann und gleichzeitig merke ich, dass er auch seine Hände viel präziser gebraucht. Darum habe ich auf seinem Regal einige Materialien ausgetauscht.


Diesen Stift mit Scheiben fand ich im Prüfl-Shop, tauschte aber die Scheiben fürs Erste durch größere Gardinenringe aus, damit Jakob diese anfangs treffsicherer fädeln kann. Eine Freundin (und Bloggerin bei "Das Große im Kleinen") zeigte mir neulich den Stift, den sie für ihre Ausbildung und für ihren kleinen Sohn gemacht hat wobei sie die Ringe mit Ostereierfarben anmalte. Ich fand die Idee unglaublich schön und besorgte Lebensmittelfarben um den Gardinenringen von Jakobs Material ebenso einen Farbtupfer zu verleihen.


Das Ei tauschte ich mit der Kugel und stellte auch den wunderschönen Zylinder zum Stecken dazu, den ich bei Manine Montessori entdeckt habe. Dazu gehört auch ein Zylinder mit Knopf, aber damit ist Jakob noch etwas überfordert. Er pickt zwar seine Erbsen geschickt mit Zeigerfinger und Daumen aus der Schüssel, aber mit diesem Knopfzylinder ist die Arbeit viel komplexer, daher stellte ich diesen fürs erste einmal weg. Den langen Zylinder ohne Knopf, den er mit der Faust halten und auch besser spüren kann, findet er hingegen unglaublich spannend und versucht die Teile immer und immer wieder ineinander zu stecken - was ihm am besten dann gelingt, wenn er dabei mit beiden Händen gleichzeitig arbeitet.


Auch dieser Holzkreisel ist neu auf seinem Regal und er liebt ihn! Der Untergrund ist abgerundet, so kann ihn Jakob mehr zu sich ziehen, wenn er die Ringe auf den dicken Stift fädelt. Zu diesem Holzkreisel gehören eigentlich 4 bunte, unterschiedlich große Holzscheiben, aber auch hier tauschte ich diese für den Anfang durch gleich große Gardinenringe aus, weil die Scheiben für Jakob noch zu schwer zum Fädeln waren. Wenn ihm das Auffädeln der Gardinenringen zu einfach wird, tausche ich diese wieder auf die Originalscheiben um, die er dann auch der Größe nach ordnen kann.


Ein Korb mit einigen einfachen Bürsten zum Ausräumen, zum Entdecken aber auch wieder in den Korb rein zu räumen. Ich zeige Jakob auch immer wieder mit ruhigen Bewegungen, wie ich die Bürsten aus dem Korb nehme und später diese dann wieder einsammle.


Diese Druckkugelbox wird tagtäglich mehrmals bespielt. Ich fand sie ebenso im Prüfl-Shop und freute mich darüber riesig. Sie ist schlicht und die Kugel lässt sich mit etwas Kraftaufwand problemlos durch die Löcher pressen. Und weil Jakob mit Vorliebe seine Kräfte erprobt, ist dieses Material perfekt für ihn. Manchmal drückt er die Kugel mit seinem Daumen und Zeigefinger in die Box, manchmal aber auch mit der flachen Hand, wie ich es ihm gezeigt habe. Zu der Box gehören eigentlich 3 Kugeln, aber ich gab 2 davon weg, damit Jakob sich besser konzentrieren kann.

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04.03.2018

Geschenkideen für den 6. Geburtstag

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Geschenkideen zu Julias 6. Geburtstag hatte ich jede Menge. Sie interessiert sich für so viele Sachen! Sie mag Handarbeiten, findet Experimente spannend und turnt gerne auf Sportgeräten. Sie stellt uns viele Fragen über die Steinzeit, über die Entstehung von Menschen und auch über die Planeten, seitdem sie neulich im Planetarium war. Schon als Kind habe ich es nicht wirklich verstanden, warum diese Interessen meistens nur Jungs zugeschrieben werden, denn ich selbst fand all das schon damals unglaublich spannend. Ich wollte ja die Welt verstehen.

Sie bekam natürlich nicht alles, was ich mir notiert habe, denn das wäre wirklich zu viel des Guten gewesen, aber ich hob mir meine Ideen auch schon für Ostern auf, das praktisch vor der Tür steht. Falls ihr auch nach Geschenkideen für einen 6. Geburtstag sucht oder gar für Ostern, hier ein paar Ideen, die ich gesammelt habe:

1.// Ein ungewöhnlicher Globus für Kinder* der zeigt, auf welchem Teil der Erde damals welche Dinosaurier beheimatet waren. Auch die Kontinente sehen dementsprechend anders aus, was ich richtig spannend finde.

2.// Eine Schachtel mit einem Set illustrierter Karten über Experimente zum Thema Licht und Luft*, Kraft und Elektrizität* oder Wasser*. Julia hat das letztere Kartenset bekommen und schon einige Experimente alleine ausprobiert. Die Beschreibungen sind wirklich einfach und die Illustrationen sprechen für sich.


3.// Eine wasserfeste und stoßsichere (Kinder)Kamera von Nikon*. Ich suchte lange nach einer geeigneten Kamera für sie. Eine Sofortbildkamera wollte ich nicht, denn ich wusste, sie wird alles fotografieren und das könnte teuer werden. Eigentlich bin ich kein Nikon Fan, aber diese kleine Kamera hat es wirklich in sich und Julia hat hat jede Menge Freude damit. Sie ist einfach zu bedienen und hat einige nette Optionen mit lustigen Effekten oder Elementen als Dekoration. Wir haben sie auch bereits unter Wasser erprobt und unabsichtlich auch auf ihre Stoßsicherheit überprüft. Die Kamera kommt überall mit ihr mit, manchmal sogar abends zum Baden.

4.// Ein Hobby Teleskop*, um auf dem Nachthimmel Sterne zu beobachten, dazu eine Sternenkarte für Einsteiger*.


5.// Ein wunderschönes Schachspiel* aus Holz. Ich selbst spiele sehr gerne Schach, so war es für mich eine Freude, Julia zu zeigen, wie es geht. Gleich am Anfang benannten wir alle Figuren und sortierten diese und übten die Aufstellung. Vor ein paar Tagen zeigte ich ihr dann auch, wie die Züge gehen. Eigentlich hat Julia keine Spiele, bei denen jemand verlieren kann während der andere gewinnt, aber Schach ist für mich ein Stück Kultur. Ein Spiel mit einer unglaublich alten und faszinierenden Geschichte. Außerdem denke ich, dass auch Schach sehr wohl achtsam gespielt werden kann.

6.// Ein Töpfer-Set mit Werkzeugen*, einer Drehscheibe*, dazu Ton*. Schon seit Langem liebäugle ich mit so einem Töpferset für sie. Ich denke, Töpfe und Vasen selbst zu machen ist nicht nur eine wunderbare Arbeit für die Hände, es macht auch jede Menge Spaß!

7.// Eine Ameisenfarm* um die Tiere ganz genau beobachten zu können.

8.// Ein gemütlicher Schaukelsessel in fröhlichen Farben, um sich mit einem spannenden Buch zurückziehen zu können. Oder um sich einfach nur mal zu entspannen.

9.// Ein Slackline-Set* zum Balancieren (inklusive Filzmatten um die Baumrinde zu schonen). Auch in Julias Kinderhaus-Garten ist so ein Slackline zwischen den Bäumen aufgespannt und die Kinder lieben es!

10.// Ein bunter Softball* zum Kicken, Werfen oder um Yogaübungen zu machen.

11.// Zoob Konstruktionsspiel* um Modelle von Maschinen oder Tieren zu bauen, mit einfachen Knüpfsystem, basierend auf dem Prinzip der Kniescheiben. Dieses Bauset ist schon lange auf meiner Liste und wird wohl ein Ostergeschenk für Julia werden.


12.// Kleine Modelle von der menschlichen Evolution*. Sie fragt viel über die Steinzeit und wie die ersten Menschen gelebt haben und nach unserem Museumsbesuch neulich, suchte sie sich im Museum-Shop diese kleinen Figuren aus. Zuhause schrieb ich ihr dann Kärtchen mit der Hand, die Julia las und die wir gemeinsam den Figuren zuordneten.

13.//Passend zum Modell ein wunderschönes Buch* über die menschliche Evolution.

14.// Ein Set für selbstgemachten Schmuck aus Papierperlen*. Im Set ist alles vorhanden: buntes Papier mit Schneidelinien, Klebstoff, Stäbchen um die Perlen aufzurollen, kleine Anhänger zum Verziehren und auch Gummiband. Wir lackierten die Papierperlen auch mit durchsichtigem Nagellack, damit sie noch schöner sind und länger halten.


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28.02.2018

Mit 56 Bildkarten einmal um die Welt

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Ich liebe ihre "Warum" und "Wieso" Fragen und noch mehr die Gespräche, die so zwischen uns entstehen. Julia ist sehr wissenshungrig und stellt uns eine Menge Fragen über die Welt. Wir haben zwar viele schöne Bücher über andere Länder, aber ich wollte ihr auch etwas anbieten, wobei sie aktiv sein kann und wir dennoch spannende Gespräche führen können. Darum gestaltete ich ihr ein Kartenset mit einigen Bildern über allerlei Interessantes aus der Welt und lud sie zu einer kleinen Weltreise in ihrem Zimmer ein.


Je nach Kontinent suchte ich ihr acht Bilder zusammen über interessante Tiere und Pflanzen, über Feste von Völkern oder ihre Monumente sowie über bekannte Sehenswürdigkeiten in anderen Ländern, die wir erst einmal gemeinsam betrachteten. Sie las die Bildbeschriftungen und wenn sie etwas nicht kannte, erzählte ich ihr ein wenig über das Bild.

Wir legten die Kontinente in einer Reihe aus und sie begann sogleich mit dem Zuordnen der Karten. Während sie diese den Kontinenten zuordnete, philosophierten wir gemeinsam, woher die Mammutbäume ihren Name bekamen, warum es in den Niederlanden Holzschuhe gibt und wie die riesigen Pyramiden wohl erbaut wurden.


"Antworten schließen unsere Augen, unsere Ohren, unsere Welt, Fragen öffnen sie. Jede Frage ist ein Anfang, jede Antwort ein Ende. Denn nicht von Antwort zu Antwort wachsen wir, sondern von Frage zu Frage." Lotte Ingrisch

Es ging mir dabei nicht darum, auf all ihre Fragen eine Antwort zu geben, denn die Freude, die Antworten selbst zu finden und dabei neue, spannende Fragen zu entdecken, will ich ihr nicht nehmen. Es ging mir mehr darum, ihr zu zeigen, wie spannend und interessant unsere Welt ist und wie viel es darin noch zu entdecken gibt.

Wenn ihr zuhause auch so wissenshungrige junge Kinder habt, die ebenso Lust auf eine kleine Weltreise im Kinderzimmer hätten, könnt ihr unsere Karten gerne hier (auf Deutsch) herunterladen. Um die Karten selbst zu beschriften, könnt ihr gerne unsere unbeschrifteten Karten mitnehmen.

19.02.2018

In den letzten Wochen

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Am Wochenende feierten wir Julias 6. Geburtstag. Sie ist so stolz darauf, 6 Jahre alt zu sein! Als wüsste sie genau, dass das wirklich ein großer Schritt in ihrem Leben ist. Seit Wochen überprüft sie immer wieder, ob bereits einer ihrer Zähne wackelt damit sie auch eine Zahnlücke hat, wie manche andere Vorschulkinder in ihrem Kinderhaus.


Ihr Geburtstagsfest war bunt, heiter und voller Konfetti und ganz nach ihrem Geschmack. Zum ersten Mal versuchte ich mich auch an einer Regenbogentorte mit Kokoscreme und obwohl sie um einiges aufwändiger war als ich dachte, lohnte sich die mühevolle Arbeit, denn Julia hat sich so sehr gefreut.


Zum Geburtstag bekam sie unter anderem dieses Puzzle mit Fahnen* zum Zuordnen. Sie legte dann auch gleich alle Fahnen aus um diese zu vergleichen und wir sprachen darüber, was so besonders an diesen ist, welche sich ähnlich sind und welche Symbole was bedeuten könnten.


Es ist wirklich ein wunderschönes Puzzle, allerdings ist die Beschriftung auf französisch, so konnte Julia die Namen der Länder nicht ablesen. Es gibt dazu aber auch ein Heft wo alle Fahnen ihren jeweiligen Ländern zugeordnet sind. So konnte sie die Fahnen alleine zuordnen. Einige Fahnen und Länder kannte sie ja schon und die, die sie noch nicht kannte, benannte ich für sie.


Letzte Woche probierten wir eine neue Maltechnik aus: Spin Art. Dazu nahmen wir die Salatschleuder, zeichneten vom Innenkorb den Umriss auf Papier, schnitten die Kreise aus und legten sie in den Korb hinein. Wir tropften dann nach Lust und Laune Malfarben auf den Papierkreis und ließen den Rest der Zentrifugalkraft über.


Je mehr Farben wir auf die Papierscheiben tropften, umso spannendere Muster bekamen wir. Physik und Kunst in einem. Ich liebe solche Experimente!


Jakob erwischte leider eine Magen-Darm Grippe und obwohl er kein Fieber hat, leidet er unter Appetitlosigkeit, Übelkeit und Bauchweh. Trotzdem verschwendet er keine Zeit mit Herumsitzen. Bisher machte er immer wieder den Bärengang und streckte dabei die Füße während er auf allen vieren war, seit ein paar Tagen hält er sich jedoch an Möbelstücken fest und steht auf. Immer und immer wieder.


Seit es mir der Postbote vor einigen Wochen überreicht hat, verschlinge ich Simones Buch regelrecht und liebe darin jedes einzelne Wort! Es zeigt nicht nur wie die Montessori-Philosophie zuhause gelebt werden kann, es gibt auch zahlreiche Tipps und Ideen. Dieses Buch ist voll mit Respekt, mit Achtsamkeit und Liebe und nicht nur dem Kleinkind gegenüber, sondern auch gegenüber Eltern. Außerdem gewähren im Buch Kylie (How We Montessori), Beth (Our Montessori Life), Amy (Midwest Montessori), Enerel (Mininimoo), Simone selbst und auch ich Einblicke in unser Zuhause. Falls ihr das Buch noch nicht habt: hier könnt ihr es bestellen.

Zwischen Simone und mir ist im letzten Jahr eine Freundschaft entstanden, die ich sehr schätze und wofür ich ungemein dankbar bin. Daher beschloss ich, sie in wenigen Wochen in Amsterdam zu besuchen und auch ihre Montessori-Gruppe endlich auch in Wirklichkeit zu sehen. Es wird ein Familientrip nach Amsterdam sein über den ich dann auf jeden Fall (auch auf Instagram) berichten werde.


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16.02.2018

Experiment der Woche: ein Luftballon, ein Tuch und eine Hand voll Konfetti

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Kinder absorbieren auf natürliche Weise die Schönheit und die Logik von spannenden Phänomenen in der Natur. Sie beobachten das Licht, das sich auf dem Wasser spiegelt oder wie es sich in den Farben des Regenbogens bricht, beobachten, wie die Schwerkraft wirkt und lassen alles Mögliche von einer Steigung runterrollen. Es ist so einfach, sie für einfache Experimente zu begeistern, bei welchen sie erforschen können, wie die Welt funktioniert.

Da vor einigen Wochen eine Freundin von mir einen Refresher im Montessori Zentrum über Experimente im Kinderhaus hielt und mir darüber voller Enthusiasmus am Telefon erzählte, war ich selbst voller Motivation, Julia zuhause einige Versuche zu zeigen. Den Vortrag meiner Freundin konnte ich leider nicht besuchen, aber da ich mehrere Jahre Physik unterrichtete, habe ich meine Mappe durchgeblättert und ein paar Experimente herausgesucht, die mit wenigen Utensilien aus dem Haushalt ganz einfach durchgeführt werden können und die dennoch spannend sind - und die ich Euch als "Experiment der Woche" zeigen möchte.

So ein ganz simples aber spannendes Experiment ist zum Beispiel dieses hier, das wir neulich (am Rosenmontag) in der Küche ausprobiert haben. Dazu brauchten wir einige Papierschnipsel (Konfetti), einen Luftballon, einen Gummi um den Luftballon zu verknoten und einen Filz-Lappen (oder Wollhandschuhe, -socken).


Während sie vor 2-3 Jahren das Experiment eher nur beobachten und anschließend selbst ausprobieren hätte wollen, liebt sie es mit ihren 6 Jahren, Dinge zu hinterfragen, darüber nachzudenken, was wohl passieren könnte und über das, was sie erlebt, zu philosophieren. Daher machten wir unsere Versuche ähnlich, wie es auch die Wissenschaftler in ihrem Labor machen:
  1. Wir stellten fest, was wir vor uns sahen. ("Hier liegen einige Konfetti. Wir haben außerdem einen aufgeblasenen Luftballon und einen weichen Filz-Lappen.")
  2. Wir planten den Versuch. ("Ich frage mich, was passieren wird, wenn ich den Luftballon mit dem Filz-Lappen reibe und ihn anschließend über das Konfetti halte?")
  3. Wir stellten uns vor, was passieren wird. ("Ich denke, das Konfetti / der Luftballon wird...")
  4. Dann führte gleich sie selbst das Experiment durch.
  5. Wir beobachteten was passiert ist. ("Oh, das Konfetti wurde vom Luftballon wie von einem Magnet angezogen.")
  6. Und ich sagte ihr, wie das Phänomen heißt. ("Wir nennen das Elektrostatische Aufladung.")

Als sie jünger war, machte ich mit ihr auch einige einfache Experimente zuhause, zeigte diese dann von Anfang bis Ende ohne dabei viel zu reden und ließ sie dann das Experiment selbst ausprobieren. Jetzt, wo sie in dem Alter ist, achte ich darauf, ihrer Vorstellungskraft und für eigene Entdeckungen noch mehr Raum zu schaffen und überlasse es gleich Julia, den Versuch durchzuführen.


Ich finde, es ist wirklich nicht notwendig, ein Experte zu sein, um solche Versuche durchführen zu können und daher auch absolut okay, sich mal bei den Voraussagen zu irren. Manchmal stellt mir Julia Fragen, worauf ich auch keine Antwort weiß und wo ich mit ihr dann gemeinsam überlege, wie wir das Phänomen erklären könnten und dann gemeinsam nachlesen, wie das wirklich war. Ich finde es wichtig, ihr zu zeigen, dass ich auch nicht alles weiß, dass ich mich genau so irren kann und sie wiederum fühlt sich dadurch als mein Verbündeter und kann so auch mit ihren eigenen Irrtümern viel besser umgehen.