, , ,

Meine top 10 Buchempfehlungen für Montessori-Begeisterte Eltern

Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung, kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

Ich denke, um Montessori besser zu verstehen, kann ein Besuch in qualifizierten Einrichtungen eine große Bereicherung sein. Sowie auch das Lesen von wirklich guten Büchern!

Ich weiß, nicht jeder hat die Möglichkeit, in einer qualifizierten Einrichtung zu hospitieren, aber was gute Bücher betrifft, habe ich hier meine Top 10 zusammengesucht, die einerseits den Einstieg in die Montessori-Philsophie erleichtern und zweitens auch helfen, diese bestimmte Haltung jedermann näher zu bringen. Und weil ich weiß, dass es nicht immer so einfach ist, im Alltag Zeit zum Lesen zu finden, habe ich auch die Hörbuch-Versionen ausfindig gemacht, weil mir wirklich viel daran liegt, euch diese Bücher ans Herz zu legen.

  • Montessori von Anfang an* von Paula Polk Lillard und Lynn Lillard Jessen ist ein Buch, das ich bei meinen Buchempfehlungen für Eltern nie auslasse. Es hilft nicht nur zu verstehen, welche Entwicklungsbedürfnisse Kinder in ihren ersten Lebensjahren haben, sondern bringt auch diese "montessorische Haltung" dem Leser näher. Das Buch gibt es auch als Hörbuch auf Englisch* (und ich persönlich finde, dass der Text auf Englisch etwas leichter zu verdauen ist).
  • Was auf meiner Top 10 Liste nicht fehlen darf: Maria Montessori - Leben und Werk von E. Mortimer Standing. Der Autor war ein Zeitgenosse und pädagogischer Wegbegleiter Maria Montessoris und stand mit ihr mehr als ein Vierteljahrhundert hindurch in engem Kontakt. Standings Buch beruht auf Zitaten, Quellen sowie auf seinen einigen Erinnerungen und beschreibt diese Pädagogik mit seinen eigenen Worten unglaublich treffend und verständlich.
  • Ein wunderbares Buch ist auch Das Kind in der Familie* von Maria Montessori selbst. Es legt den Schwerpunkt auf die ersten 6 Lebensjahre von Kindern und ist, wie schon der Titel verrät, nicht nur an Pädagogen gerichtet, sondern ebenso an Eltern. Was ich an den Büchern von Montessori so praktisch finde, ist, dass sie sich auch kapitelweise aufschlagen lassen.
  • Auch Simone Davies Buch The Montessori Toddler* gehört zu meiner Liste. Neben praktischen Tipps für zu Hause erzählt Simone mit unglaublich viel Fachwissen und Liebe über Kleinkinder. Eine ganz besondere Ehre war für mich, für Simones Buch mit einigen meiner Fotos beitragen zu dürfen. Das Buch gibt es zurzeit nur auf Englisch, aber ich hoffe, auf eine Deutsche Übersetzung müssen wir nicht mehr allzu lange warten.
  • Dieses Buch, Gewaltfreie Kommunikation* von Marshall B. Rosenberg hat vieles in meinem Leben verändert. Aber ganz besonders die Art, wie ich mit anderen Menschen (vor allem aber mit meinen Kindern) achtsamer kommunizieren kann. Ich gestehe, es hat Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, wo der Knoten bei mir war, aber als ich es endlich verstanden habe, war das so eine Erleichterung und Bereicherung im Alltag! Für alle, die lieber zuhören als lesen: Gewaltfreie Kommunikation gibt es auch als ein Hörbuch*!
  • Und nicht zuletzt: Von der Erziehung zur Einfühlung - wie Eltern und Kinder gemeinsam wachsen können* von Naomi Aldort. Auch dieses Buch ist kein Montessori-Buch, jedoch beschreibt es eine Haltung, die der von Montessori ganz nahe kommt. Mit viel Respekt und Liebe Kindern gegenüber, wo aber die eigene Grenzen und die einer Gemeinschaft genauso wichtig sind. Das Buch gibt es leider nicht als Hörbuch, allerdings ein anderes, sehr lesens- und hörenswertes Buch von der gleichen Autorin: Peaceful Parenting*.

* mit Sternchen markierte Links sind Affiliate. Das bedeutet, dass ich eine Provision erhalte, wenn Du das Produkt über diesen Link erwirbst, für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.
Share:
Read More
, , , ,

Einblicke in eine AMI Montessori Spielgruppe für 0-3 im Herzen von Berlin

Gemäß der Datenschutzverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

Letztes Jahr wurde ich zu einem Montessori Kongress (AMI 0-3) in der Schweiz eingeladen, wo ich nicht nur einen Vortrag halten durfte, sondern unglaublich viele wertvolle Bekanntschaften schließen konnte. Unter anderem mit Katelynn, eine AMI Montessori Pädagogin für 0-3 aus den USA, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. In besuchte ihren Workshop, wo sie wunderbare Tipps zur Vorbereiteten Umgebung zu Hause für die Allerjüngsten gab und auch mit unglaublich viel Respekt und Liebe über Kinder sprach.

Katelynn lebt in Berlin und eröffnete kürzlich dort Deutschlands erstes Montessori Frühbildungszentrum: Montessori Mother ELC wo sie für junge Kinder und Eltern Montessori "Spielgruppen" anbietet. Katelynn ganz bald in Berlin zu besuchen steht bereits auf meiner ToDo-Liste, dennoch wollte ich Euch ihre schöne Einrichtung nicht so lange vorenthalten und bat sie um einige Fotos und um ein Interview.


Liebe Katelynn, wie bist Du eigentlich zu Montessori gekommen?

Mein Montessori Weg begann in Moskau, Russland als mir eine andere Lehrerin eine Kopie von „The Secret of Childhood*“ ("Kinder sind anders*“ auf Deutsch) von Dr. Maria Montessori gab. Einige Jahre später erhielt ich mein AMI 0-3 Diplom in St. Petersburg. Zurück in Moskau arbeitete ich privat mit Babys und Kleinkindern und half, die vorbereitete Umgebung einzurichten. Ich erstellte ein Instagram Profil, wo ich hauptsächlich Tipps zur Vorbereiteten Umgebung für zu Hause gab und Montessori Mother war geboren.


Was spricht Dich am meisten an der Montessori Philosophie an?

Das ist eine schwierige Frage, da ALLES an der Montessori Philosophie mich zutiefst anspricht. Aber vielleicht zusammengefasst das, dass Montessori eine Friedenspädagogik ist. Seit 100 Jahren haben Montessori Einrichtungen das Ziel, die Welt zu einem besseren Ort zu gestalten. All die Montessori Pädagogen geben ihr Wissen, ihr Herz und Vertrauen jeden Tag, damit Kinder zu frei denkenden, verantwortungsbewussten und kreativen Individuen heranwachsen können. Zu Persönlichkeiten, die ihren Platz in der Welt kennen und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten haben.

Wenn ich mit Kleinkindern arbeite, erlebe ich das tagtäglich. Ich begleite in einer der Gruppen 10 Kinder, die in 10 verschiedenen Ländern geboren wurden und 10 verschiedene Sprachen lernen - und alle sitzen zusammen am Gruppentisch, geben das gleiche schöne Gebrabbel von sich, teilen Brot und Bananen und kümmern sich nicht um die Barrieren, die es auf der Welt gibt.


Möchtest Du uns erzählen, wie Du dazu gekommen bist, Deine eigene Montessori "Spielgruppe" zu eröffnen?

Als ich nach Berlin kam, war ich erstaunt, wie wenig hier Montessori verbreitet war. Ich konnte keine einzige Schule oder ein Zentrum finden, wo eine gute Montessori Umgebung für Kinder unter 3 Jahren angeboten worden wäre. Ich fragte in einer lokalen Facebook Gruppe, ob jemand Interesse an einer Montessori "Spielgruppe" hätte und traf auf eine Gemeinschaft aus enthusiastischen und unterstützenden Eltern.

Ein Jahr später startete ich mit meinen sogenannten "Pop-Up" Montessori Kursen, was bedeutet, dass ich die Materialien und Ausstattung bei jedem Treffen in den gegebenen Räumlichkeiten selber mitnehmen und neu herrichten musste. Das war eine schwierige Zeit. Denn ich musste die komplette vorbereitete Umgebung mehrmals am Tag durch die ganze Stadt transportieren. Ich verbrachte mehr Zeit damit, Dinge in meinem Auto zu verstauen, dann alles wieder auszuräumen und im Gruppenraum zu arrangieren als ich Zeit als Pädagogin verbrachte. Und auch, wenn ich wusste, dass ich mit dieser vorbereiteten Umgebung vielen Kindern ein wertvolles Lernerlebnis ermöglichte, musste ich mich sehr darauf beschränken, wie viele Möbel und Materialien in mein Auto passten.

Das wollte ich ändern und suchte einen Ort in zentraler Lage, an dem ich eine beständige, schön vorbereitete komplette Montessori Umgebung anbieten konnte. Am 20. März dieses Jahres war es dann soweit und ich eröffnete endlich das Montessori Mother ELC für 56 Familien und bin unglaublich froh darüber.


Was ist zurzeit Deine liebste Aktivität mit den Kindern in Deinem Gruppenraum?

Ich liebe es, eine Umgebung zur Verfügung zu stellen, in der die Kinder ihren Interessen folgen und neue Möglichkeiten entdecken können. Ein Material, auf das ich besonders stolz bin, ist unsere Werkbank, die von meinem Ehemann Chad gebaut wurde.

Ich wusste bis vor Kurzem nicht einmal, wie man eine Säge richtig benutzt. Nun haben die Kinder die Möglichkeit, ihrem Interesse zu folgen und erfolgreich mit echtem Werkzeug zu arbeiten in einer sicheren Vorbereiten Umgebung. Es gibt 4 einzelne ausführliche Aktivitäten: Nägel hämmern, schrauben und Schrauben wieder entfernen, Löcher bohren und Holz sägen.


Wie sieht so eine "Spielstunde" in Deiner Gruppe aus? 

Ich biete Montessori "Spielgruppen" für Babys (2-16 Monate) und für Kleinkinder (16 Monate bis 4 Jahre) an. Jede Stunde ist eine Kind-orientierte Arbeitsstunde mit Montessori Material, ein gemeinsames Essen am Gruppentisch und ein Musikkreis, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam singen.

Ich biete in meinem Zentrum 5 Räumlichkeiten an, die an die Kinder angepasst sind. Wir haben einen Garten, eine Küche, ein Badezimmer und 2 große Räume, in denen mit Material gearbeitet wird. Der erste ist für Aufgaben des täglichen Lebens, Kunst und Sprache. Der zweite ist für die Entwicklung groß- und feinmotorischer Fähigkeiten.

Es war wichtig für mich, dass Eltern und Kinder einen schönen Ort zum Arbeiten haben, der an die Bedürfnisse beider gerichtet ist. Wo nicht nur die Kinder die Welt für sich entdecken, sondern wo auch Eltern sie dabei beobachten, bestaunen können und dadurch auch mehr Einblick in die Montessori Philosophie gewinnen können.


Falls ihr in Berlin oder Umgebung wohnt und ein Kleinkind oder Baby zu Hause habt, kann ich Euch Katelynns Montessori "Spielgruppe" am Berlin-Prenzlauer Berg von ganzem Herzen empfehlen! Schon alleine wegen den Workshops, die sie Eltern anbietet und die Konzerte, die sie für die jungen Kinder vor Ort organisiert.

Aber auch wenn ihr nicht in Berlin wohnt oder nicht einmal in Deutschland, findet ihr auf Katelynns Instagram Seite, auf ihrem Blog und auf ihrer Facebook Seite regelmäßig Einblicke in ihre Arbeit und viele wertvolle Tipps und Gedanken für Montessori zu Hause.

Share:
Read More
, , ,

Auf Jakobs Regal mit 23-24 Monaten - und warum ich seine Materialien nicht zu oft austausche

Gemäß der europäischen Datenschutzverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

In der Montessori-Kleinkindgruppe, in der ich tätig war, wechselten wir das Materialangebot weniger nach einem Zeitplan, viel mehr aufgrund unserer Beobachtungen und des Entwicklungsbedarfes der Kinder. Manchmal tauschten wir ein Material bereits nach 2 Wochen wieder aus, manches ließen wir aber sogar 4 Wochen oder länger auf dem Regal stehen.

Es war uns wichtig, darauf zu achten, dass das Materialangebot vielseitig ist. Aber für mich bedeutet es nicht unbedingt, dass dieses Materialangebot häufig gewechselt werden müsste. Ich bin sogar dafür, dass das Angebot länger auf den Regalen stehen bleibt, damit junge Kinder tatsächlich die Möglichkeit haben, diese Materialien in ihrem eigenen Tempo zu entdecken und zu erforschen und durch Wiederholungen, die Herausforderungen zu meistern. Manche Materialien werden vielleicht deswegen eine Zeit lang nicht von den Kindern beachtet, weil andere sie gerade mehr fesseln. Oder möglicherweise deswegen, weil die Herausforderung doch zu groß ist. Aber ich denke, auch diese Dinge zu beobachten oder ob ein Material nur ein wenig verändert werden muss, damit die Kinder zurechtkommen, braucht eben Zeit.

Abgesehen davon lag der Fokus in der Kleinkindgemeinschaft viel mehr beim praktischen Alltagsleben innerhalb der Gruppe. Die Kinder schälten lieber Bananen und Eier, deckten den Tisch, wuschen ihre Hände und begossen die Pflanzen im Gruppenraum und im Garten.


Ganz ähnlich mache ich das auch zu Hause mit Jakob. Der Fokus liegt eher bei unserem Familienalltag. Aber auch was den Inhalt seines Regals betrifft, ist es mir wichtig, ihm eher weniger und auch seltener etwas neues anzubieten, dafür aber gut überlegte und sinnvolle Materialien:
  • Ich beobachte ihn um herauszufinden, welche Interessen bzw. welche Entwicklungsbedürfnisse er hat und versuche dementsprechend, ihm Materialien und Aktivitäten anzubieten. Und wenn er das Angebot annimmt, beobachte ich ihn, wie er mit diesem Material arbeitet. Denn oft merke ich erst dann, wenn das Material noch ein wenig optimiert werden muss, ob es für ihn noch eine zu große oder vielleicht überhaupt keine Herausforderung mehr ist und er schnell das Interesse verliert.
  • Ich achte darauf, die Regale übersichtlich zu gestalten und auf diesen wirklich nur wenige Materialien anzubieten. Jakob hat zwei Regale, eines in seinem Zimmer, eines im Wohnzimmer und auf jedem Regal stehen maximal nur 6-7 Materialien. Vor einem Jahr waren es noch weniger, vielleicht nur 4 oder 5. Dadurch, dass so wenig auf seinen Regalen steht, tut er sich leichter, sich etwas vom Angebot auszusuchen, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und das Material danach auch wieder selbstständig auf seinen Platz zurück zu räumen.
  • Statt ständig etwas neues zu kaufen, stelle ich lieber selbst Materialien her, ändere die bereits vorhandenen ein wenig und biete Jakob auch "ältere", ihm bereits bekannte Sachen erneut an. Er liebt es, diese neu zu entdecken und manchmal kann ein Material einem Kind zu einem späteren Zeitpunkt etwas ganz neues bieten, was es vorher noch nicht konnte. Und wenn ich Jakob dann doch etwas neues kaufen möchte, nutze ich meistens Ostern, Weihnachten und seinen Geburtstag als Gelegenheit und versorge dabei auch die Familie mit Tipps für passende Geschenkideen.


Auf seinen Regalen stehen zurzeit:
1. // Ein Passform-Ständer mit 3 farbigen Passformscheiben, die Jakob geschickt in eine bestimmte Position bringen muss, um sie auf den Ständer raufstecken bzw. wieder runterfädeln zu können.

2. // Ein selbstgenähter sensorischer Beutel mit ein paar Gegenständen aus der Natur, wie zum Beispiel einem Tannenzapfen, einem Stöckchen, einem leeren Weinbergschneckenhaus, einem ungeschliffenen Rosenquarz und eine Frucht der Ahonblättriger Platan.  Dazu eine kleine Filzunterlage, um die Gegenstände darauf auslegen zu können. Das Beutelchen ist innen nahtlos, so dass die kleinen Hände wirklich nur den Inhalt ertasten können. Jakob liebt dieses Material und obwohl er den Inhalt bereits kennt, greift er liebend gerne in das Säckchen um die Gegenstände noch einmal zu ertasten und heraus zu räumen.


3. // Ein Holz-Steckspiel*, wobei Jakob die kleinen Holzzylinder mit dem Pinzettengriff in die Vertiefungen steckt. Die kleinen Holzzylinder zum Stecken habe ich allerdings auf nur 9 Stück und 3 Farben reduziert, so kann Jakob diese in einer Reihe auslegen und auch ohne bestimmte Vorgaben sortieren, wenn er möchte.

4. // Eine handbemalte Matroschka Puppe, die er von seiner Schwester vererbt bekommen hat und die er nach wie vor unglaublich spannend findet. Unsere Matroschka Puppen waren ein Geschenk vom Großonkel, die er von einer seiner Reisen mitgebracht hatte, aber sehr schön, klassisch und schlicht finde ich zum Beispiel auch dieses Set*.

5. //Ein kleiner, flacher Korb mit einigen wenigen Hotz-Bauklötzen, die Jakob gerne stapelt, in einer Reihe aufstellt oder ineinander fügt.

6. // Einige Holzschrauben, Holzmuttern und Bauelemente* die nach Herzenslust zusammengeschraubt und dabei auch die kleinen Hände geschickt eingesetzt werden können.


7. // Ein Korb mit verschiedenen Fahrzeugen*,dazu passende Abbildungen als Sprachmaterial. Er ist ganz begeistert von den Fahrzeugen, die er auf der Straße und auf den Baustellen sieht, so kann er diese anhand der Modelle noch einmal genauer anschauen und auch deren Namen wiederholen.

8. // Ein schlichtes Puzzle mit einem Giraffen-Motiv, das ich ihm erneut auf das Regal gestellt habe.


9. // Ein Korb mit Gegenständen, die sich ganz unterschiedlich öffnen und schließen lassen: Eine kleine, selbstgenähte Tasche mit Zippverschluss, eine mit einem Metallbügel, ein Schmuckkästchen mit Druckknopf, ein kleines Glas mit Drehdeckel und eine Schmuckschatulle mit einem Klappdeckel.


10. // Ein bunter Sortier-Kegel, wobei zuerst die inneren Zylinder, dann die äußeren Puzzleteile ihrer Größe nach gestapelt werden können. Eigentlich steht dieser Sortier-Kegel schon seit Weihnachten auf Jakobs Regal, aber er liebt ihn und experimentiert auch gerne beim Zusammenbauen, ob es auch andere Möglichkeiten gibt.

11. // Diesen Sound-Würfel mit Bauernhoftieren* bekam er auch zu Weihnachten und obwohl ich ihm so gut wie nie "Geräusche machende" Spielsachen anbiete, fand ich diesen Soundwürfel richtig spannend. Wenn Jakob die Würfel so nebeneinander stellt, dass dabei ein Tier zu erkennen ist, gibt der Würfel ein echtes Tiergeräusch dieses Tieres von sich. Wir verwenden diese Würfel als ein Sprachmaterial, wobei ich Jakob die Geräusche benannt habe (wiehern, muhen, grunzen...). Ich mag auch die Illustrationen, die sehr realistisch sind, allerdings ist unser Soundwürfel aus Plastik. Dafür entdeckte ich auch welche hier aus Holz*.

12. // Ein Korb mit Schleichfiguren, genauer gesagt mit einheimischen Waldtieren, dazu selbsterstellte Kärtchen, um die Figuren passend zuordnen zu können. Dieses ist auch ein Sprachmaterial, wenn ich also sehe, dass Jakob sich diesen Korb vom Regal holt, setze ich mich zu ihm und benenne ihm die Tiere. Und manchmal sortiert er alleine die Figuren einfach zu den Kärtchen.


13. // Im Wohnzimmer, wo auch sein kleiner Tisch steht, hat er auch einige Kunstmaterialien auf den unteren Fächern des Bücherschrankes stehen, allerdings nie mehr als 3 verschiedene Angebote. Meistens eher nur 2. Zurzeit steht hier wieder die Arbeit mit den Wachsmalblöcken* bzw. ... (15. //) ein winzig kleiner Locher* mit einigen dünnen Papierstreifen. Mehr über seine Kunstmaterialien und wie ich diese anbiete, schrieb ich bereits in diesem Beitrag.

14. // Diese kleine Holzschatulle, die ich auf dem Flohmarkt fand, füllte ich mit einigen größeren Holzperlen und einer dünnen Lederschnur zum Fädeln. Die Fädelperlen sind von Möbelschweden und weil Jakob mit der Bauwollschnur einfach nicht zurecht kam, (weil er diese kaum durch die Löcher stecken konnte,) bot ich ihm lieber diese dünne Lederschnur* an, die viel stabiler ist und die er daher auch viel leichter durch die Löcher führen kann.

* mit Sternchen markierte Links sind Affiliate. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn Du das Produkt über diesen Link erwirbst, für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.
Share:
Read More
, , , , ,

Die Entdeckung des eigenen Willens - über Frustration & Wut und wie ich dabei mein Kleinkind auf dem Montessori-Weg begleite

Gemäß der Datenschutzverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

"Das Alter von 18 Monaten bis 3 Jahren ist die Zeit, die in unserer Kultur respektlos als 'Trotzalter' etikettiert wird. Möglicherweise denken manche in so abschätzigen Begriffen über diese neue Phase des Selbstaufbaus, weil sie hierfür so unvorbereitet sind und haben keine Ahnung, warum kleine Kinder, die bisher vergleichsweise kooperativ waren, auf einmal so unmöglich erscheinen und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen." - Lillard/Jessen, Montessori von Anfang an, S. 201

Vor ein paar Tagen hatten wir einen wichtigen Arzttermin und waren schon ziemlich spät dran. Da Jakob seit einem halben Jahr sowohl den Kinderwagen als auch die Trage vehement ablehnt, gingen wir wie üblich zu Fuß zur U-Bahn. Bei der Haltestelle angekommen, wollte er unbedingt die Stufen nehmen, doch als ich auf meine Uhr und dann auf die 110 Stufen vor mir blickte, ahnte ich schon, wie das ausgehen würde. Ich sagte ihm, dass ich ihn tragen müsste und nahm die Stufen in Windeseile mit einem tobenden Kleinkind auf meinem Arm.

Er schrie und zappelte die ganze Fahrt hindurch. Ich weiß gar nicht mehr, wie wir einen Sitzplatz ergattern konnten, denn der Waggon war voller Menschen. Gegenüber saß eine ältere Dame und beobachtete uns. Nach einer Weile wandte sie sich zu mir und fragte, ob ich mit ihr Platz tauschen möchte, da neben ihr der Platz frei wäre und meinte noch "... damit es für Sie weniger stressig ist."

Das saß. Die Dame meinte es nett, ich weiß, aber ihre Anmerkung traf mich wie ein Blitzschlag. Denn ich war tatsächlich mehr damit beschäftigt, was Jakobs Geschrei mit mir machte und wie mich all die Menschen in der U-Bahn anschauten, als mit der Tatsache, wie ich ihm helfen könnte. Klar war er laut und zappelte wild. Aber eigentlich war er es doch, der in Not war, nicht ich?!


Das in diesem Moment so zu sehen, war so eine Erleichterung! Plötzlich war es mir egal, was die Menschen um uns herum über uns dachten und sah auf einmal dieses 2 jährige Kind vor mir, das einfach nur deshalb tobte, weil es genau wusste, was es wollte. Es wollte doch nichts anderes, als seinem inneren Bauplan Folge zu leisten,  da es aber erst 2 Jahre alt ist und im Hier und Jetzt lebt, konnte es noch nicht nachvollziehen, warum es diesmal von seiner großen Arbeit abgehalten wurde. Und dann war auch noch dieses überwältigende Gefühl, die Wut. Seine letzte Chance, um sich zu verteidigen, doch die es gleichzeitig so unglaublich hilflos fühlen ließ!

Vielleicht ist es wirklich nur eine Sache des Blickwinkels. Statt es einfach als eine "Trotzphase" abzutun und dabei den Fokus mehr auf die eigene Sichtweise und Unbehaglichkeit zu richten, sich lieber darauf zu konzentrieren, was hinter diesen Wutausbrüchen steckt: ein unglaublich großer Entwicklungsschritt! Ich erlebe Jakob nicht weniger kooperativ, wie bisher, immerhin möchte er dazugehören. Nur dass er jetzt auch etwas wichtiges zu verteidigen versucht, das er für sich endlich entdeckt hat: nämlich seinen eigenen Willen!

Auf jeden Fall blieb ich erstaunlich gelassen und obwohl Jakob bis zur Arztpraxis sehr unrund war, kamen wir sogar pünktlich zu unserem Termin. Während ich dort meine E-Karte aus der Tasche fischte, fragte mich der Herr beim Empfang, was passiert war, warum Jakob denn so knautschig wäre. Und während sich Jakob fest an mich klammerte und ich ihn umarmte, antwortete ich: "Es ist alles in Ordnung. Er weiß eben, was er will."


Solche Wutanfälle gibt es bei uns natürlich öfters. Und auch wenn es mir nicht immer gelingt, Jakob dabei mit so viel Gelassenheit zu begegnen, wie ich es möchte, versuche ich, mich darauf zu fokussieren, wie ich ihm helfen kann:

  • In dem ich seine Gefühle akzeptiere. Ich weiß, dass er noch keine Impulskontrolle hat und ich ihn gar nicht davon abhalten könnte, seine Wut rauszulassen. Und um ehrlich zu sein, wollte ich das auch nicht. Worauf ich jedoch achte, ist, dass er dabei weder sich, noch andere verletzen kann. 
  • In dem ich seine Gefühle respektiere. Wenn er so in Rage kommt, lässt er sich weder umarmen, noch berühren, was ich absolut nachvollziehen kann. Wenn wir nicht gerade in einer Situation sind, wo ich ihn doch halten muss, bleibe ich zwar bei ihm, aber ich warte, bis er mir signalisiert, dass er getröstet werden möchte.  
  • In dem ich seine Gefühle bestätige und ihm so zeige, dass ich ihn wahrnehme. Dennoch vermeide ich es, ihn ständig daran zu erinnern, was der Auslöser seiner Wut war um ihm so die Möglichkeit zu geben, auf andere Gedanken zu kommen. 
  • In dem ich meine innere Ruhe bewahre und geduldig bleibe. Sei der Auslöser seiner Wut in meinen Augen noch so irrational. Aber ich merke, wie viel leichter es ihm dann fällt, mit seiner Frustration klar zu kommen und die Situation zu akzeptieren. Und um ehrlich zu sein, geht es mir nicht anders, wenn ich wütend bin. Die größte Hilfe sind dann für mich nicht die Ratschläge, das Mitleid von anderen oder gar Ignoranz, sondern jemand, der für mich einfach da ist und mir das Gefühl gibt, der sichere Hafen in stürmischer See zu sein.


Es gibt allerdings einiges, worauf ich im Alltag achte, wodurch uns schon so manche Wutanfälle erspart blieben und ich gleichzeitig auch Jakobs Bedürfnis nach mehr Unabhängigkeit gerecht werden kann:

  • Ihm keine Fragen stellen, wenn ich ihm bei etwas nicht die Wahl überlassen möchte. Statt ihn also zu fragen, ob er sich die Zähne putzen mag, lade ich ihn einfach dazu ein ("Jetzt kannst Du Deine Zähne putzen."). Aus demselben Grund habe ich mir auch die "Ja-Fragen" am Ende meiner Sätze abgewöhnt.
  • Die Umgebung für ihn passend vorbereiten, so dass er die Möglichkeit hat, sich aktiv und sinnvoll in den Familienalltag einzubringen. Echte Aufgaben rund um den Haushalt sind so bereichernd für junge Kinder, auch wenn dadurch die Aufgaben nicht unbedingt schneller erledigt werden. Aber genau diese Aktivitäten ermöglichen ihm, eine Balance zwischen seinen Impulsen und seiner Selbstbeherrschung zu finden.
  • Ihm so oft, wie möglich, die Möglichkeit geben, eigene Entscheidungen zu treffen. Das bedeutet für mich aber nicht, dass er jederzeit tun kann, was immer er will, immerhin kann er noch nicht die Verantwortung für seine eigene Sicherheit und Gesundheit übernehmen und auch nicht für die von anderen. Aber es gibt unzählige Situationen im Alltag, wo ich ihm einfach 2 Optionen zur Auswahl anbieten kann, zwischen denen er sich selbst entscheiden kann.
  • Ihm mit einem regelmäßigen Tagesablauf das Gefühl von Sicherheit bieten und ihm die "Übergänge" rechtzeitig vorankündigen, damit er sich auf diese neue Situation vorbereiten kann.
  • Die Dinge möglichst positiv sehen und mit mehr Leichtigkeit und Humor nehmen. Einerseits, weil lachen verbindet und uns dadurch schon einige unnötige Stresssituationen erspart blieben. Andererseits, weil ich denke, dass ich meinen Kindern beim Positiven Denken ebenso ein Vorbild sein kann. Ich kann sie nicht vor Frustration bewahren. Aber durch eine positive Einstellung sie darin stärken, die Dinge dennoch optimistisch anzugehen und an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Share:
Read More
, , ,

Ostereier filzen mit Kindern

Gemäß der Datenschutzerklärung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

Wir suchten nach einer Idee für eine einfache und gleichzeitig hübsche Dekoration für den Esstisch zu Ostern und beschlossen, einige bunte Eier aus Wolle selbst zu filzen.

Ich liebe es zu filzen! Egal ob die nasse oder trockene Variante, es ist so eine wunderbare Handarbeit! Auch Julia liebt es zu filzen und kreiert dabei nicht nur ihre eigenen Ideen, sie versinkt dabei auch völlig in ihrer Arbeit. Diesmal filzten wir mit Filznadeln auf Styropor und zu unserer Überraschung waren die gefilzten Eier viel schneller fertig, als wir zuerst angenommen hatten.


Das war übrigens alles, was wir zum Trockenfilzen brauchten: bunte Filzwolle* (auch Märchenwolle genannt), mehrere Filznadeln* (denn beim regen Gebrauch können sie hin und wieder auch abbrechen),  Styroporeier mit einer Höhe von 6 cm und einem Durchmesser von 4 cm* und eine Schere.


Etwas Filzwolle dünn auf ein Styroporei verteilen, mit der Filznadel einige male hineinstechen, schon haftet die Wolle an dem Ei. Je öfters in das mit Wolle umwickelte Ei mit der Nadel hineingestochen wird, umso besser haftet die Wolle und umso gleichmäßiger wird damit das Ei bedeckt.


Auch die Motive filzten wir so mit der Filznadel auf die bunten Eier. Dazu nahmen wir nur ganz wenig Wolle, zwirbelten sie oder rollten sie schneckenhausförmig auf und arbeiteten sie so mit der Nadel auf die Eier. Ich versuchte mich auch an einigen Filzeiern, aber die meisten dieser Eier und Motive sind von Julia.


Ich nutzte die Gelegenheit und erzählte ihr, dass  Filzen eine der ältesten Techniken der Textilherstellung ist und wie schön es ist, dass das Filzen einmal Menschen erfunden haben, weil wir Filz bis heute für alles mögliche verwenden können. Für Kleidung, für Aufbewahrung, als Dichtung, bei Musikinstrumenten, als Möbeleinlagen, als Poliertücher ... oder eben, um unseren Esstisch für Ostern hübscher zu gestalten. 

Weitere schöne Ideen zum Filzen findet ihr übrigens auch hier:


* mit Sternchen markierte Links sind Affiliate. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn Du das Produkt über diesen Link erwirbst, für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.
Share:
Read More
, , , ,

Gibt es eine "Montessori-Art", um Ostern zu feiern?


Ja, ich denke schon. Damit meine ich aber keinen konkreten Ablauf. Allerdings auch nicht, auf Tabletts angerichtete Aktivitäten. Viel mehr denke ich dabei an die Art, wie ich meinen Kinder die Religionen und religiösen Feste näher bringe. Und wie ich diese ihnen vorlebe.

Wir feiern Ostern als Katholiken, aber auch wenn wir einer anderen oder gar keiner Glaubensgemeinschaft angehören würden, würde ich meinen Kindern erzählen, was dieses Fest eigentlich auf sich hat, woher es kommt, was es bedeutet, wie es in den unterschiedlichsten Kulturen gelebt wird und wie es trotz dieser Unterschiede all diese Kulturen miteinander verbindet. Montessori ist eben mehr als nur "Aktivitäten" auf dem Regal. Es ist eine Friedenserziehung.


Mit ihren 7 Jahren erlebt Julia Ostern bereits sehr bewusst und stellt mir dazu auch jede Menge Fragen. "Warum heißt es eigentlich Ostern? Was bedeutet das?" fragte sie mich, so dass wir in ein spannendes Gespräch kamen während wir  die Vorbereitungen für das Fest vornahmen. Wir haben einige Freunde aus anderen Ländern, die eben Ostern ein wenig anders oder vielleicht gar nicht zelebrieren und auch enge Verwandte in Skandinavien, die zwar Ostern so feiern, wie wir, jedoch auch die Traditionen des dortigen Landes übernehmen. Das fand sie unglaublich spannend. 

Sie sieht überall Plakate mit Osterhasen und in den Geschäften Hasenschokolade und natürlich wollte sie auch wissen, ob ich an den Osterhasen glaube. Ich erzähle ihr dann ehrlich, dass ich das nicht tue, frage sie aber dann jedes mal, wie sie darüber denkt und egal was sie auch antwortet, ich belasse es dabei und sage ihr nur „Interessant, wie Du das siehst.“ Für mich ist es wichtig, ihr die Wahrheit zu sagen. Ihr vorzuleben, was Glauben für mich bedeutet, was wir zu Ostern feiern und gleichzeitig aber auch, ihren eigenen Gedanken und Glauben Freiraum zu schenken.


Was Jakob betrifft, erlebt er zum zweiten Mal Ostern und auch wenn er noch nicht wirklich versteht, worum es bei diesem Fest geht, erlebt er unsere Traditionen, wie die Fleischweihe in der Kirche, das Osterfeuer und die Eiersuche im Garten der Großeltern. Auch an den gemeinsamen Vorbereitungen nahm er Teil, so haben wir dieses Jahr unsere Osterbrötchen bereits zu dritt zubereitet. 

Das Rezept ist übrigens sehr simpel. Wir nahmen: 800 g Mehl, 4 Dotter, 125ml Schlagobers, 100 g Butter, 40 g Germ, 125 ml lauwarme Milch, eine Brise Salz, 1 TL Zucker und ein Ei zum Bestreichen. Uns so haben wir sie gemacht:

  1. Germ, Zucker und Milch an einem warmen Ort aufgehen lassen,
  2. das Mehl leicht erwärmen und mit dem Dotter und dem Schlagobers leicht versprudeln, 
  3. alles zusammenkneten bis der Teig glänzt
  4. kleine Kugeln formen, mit einer Schere 2 Ohren schnippeln, mit dem Ei bestreichen und
  5. bei mittlerer Hitze goldbraun backen.
 
Auch die Eier färbten wir bereits zu dritt und auch dieses Jahr mit Hilfe von verschiedenen Gemüsesorten als natürliche Färbmitteln: mit Kurkuma, mit Zwiebelschalen, mit Avokadoschalen, mit den äußeren Krautblättern vom Rotkraut und mit der Schale einer Rote Bete um dabei kein Lebensmittel zu verschwenden (hier unsere Anleitung dazu).

Diesmal bekamen unsere Ostereier auch schöne Abdrücke von Kräuerblättern und Blumen, die wir ganz klassisch vorher in alte Strumpfhosen wickelten und so gemeinsam mit den Gemüseschalen kochten. Ich tat zum Schluss auch ein wenig Essig zum Sud, damit die Färbung besser klappt. Unsere Ostereier sind diesmal nicht ganz gleichmäßig gefärbt, wie in den letzten beiden Jahren, dennoch sind sie für uns perfekt!

Share:
Read More
, , , , ,

Einfach schöne Geschenkideen zu Ostern für Schulkinder

Gemäß der Datenschutzverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

Im vorherigen Beitrag zeigte ich eine Sammlung von schönen und sinnvollen Geschenkideen für Kinder unter 3 Jahren, diesmal solche, die ich für mein Schulkind gefunden habe.

Für Julia nach Geschenkideen zu suchen fällt mir, um ehrlich zu sein, oft leichter als für ihren 5 Jahre jüngeren kleinen Bruder. Sie hat so viele Interessen, dass ich ihr mit spannenden Büchern, Experimentierkästen und Forscherausrüstungen oder gar Bastelmaterialien garantiert eine Freude bereiten kann. 

  1. Schon so lange suche ich für Julia nach einer geeigneten Gartenschere und fand schließlich diese hier. Abgesehen davon, dass sie die passende Größe hat, ist sie sogar aufgrund ihrer knalligen Farbe ein Hingucker. Ich fand dazu auch einen kleinen Gartenkorb* und damit es komplett wird, noch ein Aufzuchtset mit essbaren Blumen*. Falls diese zu Ostern nicht mehr rechtzeitig geliefert werden, macht das auch nichts. Dann bekommt sie diese einfach später. Sie liebt es, auf der Terrasse zu "gärtnern"!
  2. Wie feiern Kinder in anderen Ländern und Kontinenten Ostern? Wird Ostern überall gefeiert? Ich fand dieses Buch* (oder eigentlich einen Kalender) und denke, es eignet sich wunderbar dazu, um mit Kindern über Feste und Religion ins Gespräch zu kommen.
  3. Ein Forscher-Set für neugierige Naturliebhaber: ein Kescher mit ausziehbarer Teleskopstange*, eine Insektenbox*, ein Taschenmikroskop für unterwegs* und ein Naturführer für Kinder über Tiere im Bach und Teich*.
  4. Mit einer Eintrittskarte ins Museum oder einem Jahresabo für eine Kinderzeitschrift kann ich ihr bestimmt eine Riesenfreude machen. 
  5. Eine einfache Kamera von Yamaha für Experimente* mit dem Licht und um selbst zu entdecken, wie das Fotografieren eigentlich funktioniert.
  6. Ein Set mit Werkzeugen zum Filzen* und dazu eine Packung Märchenwolle* in verschiedenen Farben.
  7. Eine Packung unglaublich cooler Buntstifte`*, die man einfach in die Erde stecken kann, wenn sie schon zu kurz zum Malen sind, dann wächst aus ihnen eine Gemüsepflanze.
  8. Sie wünscht sich schon seit langem ein Skateboard, daher hielt ich auch nach so einem Ausschau und fand dabei diesen Mini-Cruiser aus Holz*. 
  9. Von der Verwandtschaft bekommt sie jede Menge Bücher, wie zum Beispiel eines aus der Serie Naturführer für Kinder über das Wetter*, über den Sternenhimmel* oder über Schmetterlinge*. Aber auch das Buch Die wunderbare Welt der Insekten* habe ich schon lange für sie im Auge.  


* mit Sternchen markierte Links sind Affiliate. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn Du das Produkt über diesen Link erwirbst, für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.
Share:
Read More
, , , , ,

Sinnvolle Geschenkideen zu Ostern (nicht nur) für Kinder unter 3 Jahren

Gemäß der Datenschutzverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

Ich komme aus einer römisch-katholischen Familie, so ist für uns Ostern das größte Fest im Jahr. Bei diesem schönen Fest geht es zwar nicht darum, einander mit Geschenken zu überhäufen, aber als Kind fand ich es dennoch immer wieder toll, ein Präsent in oder neben meinem Osterkorb vorzufinden. 

Auch meine Kinder bekommen eine kleine Überraschung und da Ostern praktisch vor der Tür steht, habe ich gestern einige Geschenkideen gesammelt, die ich für Kinder unter 3 Jahren schön und sinnvoll finde und die ich mit Euch gerne teilen möchte. Diesmal solche, die ich für Jakob gefunden habe, im nächsten Beitrag dann Geschenkideen für Schulkinder.

  1. Ein kleiner Metalleimer, dazu einige Gartenwerkzeuge*
  2. und eine entzückende, gerade mal 6,5 cm hohe Mini-Gießkanne.
  3. Ein (wirklich) kleiner Picknickkorb* für junge Kinder. Die eigene Jause zubereiten und dann im eigenen kleinen Korb tragen, um es dann draußen an der Sonne essen zu können, hat etwas Zeremonielles an sich.
  4. Ein Puzzle aus Holz von Doron Layeled mit Gartenwerkzeugen* und Zubehör.
  5. Ein kleiner Blechhandwagen zum Ziehen*, den ich bereits vor Wochen für Jakob entdeckt habe. Er wird ihn lieben und ihn ganz bestimmt nicht nur auf der Terrasse, sondern auch in den Park mitnehmen wollen!
  6. Ein handlicher Rührbesen mit einem weiß getupften roten Holzgriff,
  7. eine Mini-Kuchenform*
  8. und ein Eierschneider. Warum auch nicht? Kinder in diesem Alter lieben es, bei den Küchenarbeiten aktiv teilnehmen zu können und Ostern ist doch die perfekte Gelegenheit, jede Menge Eier schneiden zu können. Der Eierschneider von Ikea funktioniert bei uns einwandfrei (siehe Foto unten) aber ich fand auch einen ökologischen und sehr kleinen hier*, der mit zwei Händen gleichzeitig bedient wird, ähnlich wie ein Apfelteiler.
  9. Einige wenige Figuren über Insekten* als Sprachmaterial. 
  10. Wachsmalblöcke von Stockmar* in einer hübschen Holzbox. Die Wachsmalblöcke sind wirklich super für so kleine Hände, da sie diese auch mit dem 3-Finger-Griff gut halten können.
  11. Ein Hasen-Puzzle, ebenso von der Firma Doron Layeled.
  12. Eine kleine, handbemalene Kalimba aus Kokosnuss* angefertigt.
  13. und ein Caxixi Kalabasch*.
  14. Ein wunderschön illustriertes Pappbilderbuch von Thomas Müller über Tiere im Garten*.
* mit Sternchen markierte Links sind Affiliate. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn Du das Produkt über diesen Link erwirbst, für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.
Share:
Read More
, , , , ,

Bei uns in den letzten Wochen...

Gemäß der Datenschutzverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit Werbung

... ist so einiges passiert. Wir feierten Julias 7. Geburtstag; und auch wenn ich weiß, dass sie eigentlich noch so jung ist, scheint es mir, als wären diese 7 Jahre in Windeseile vorbeigeflogen. Ich liebe diese Altersgruppe! Ich sage nicht, dass sie keine Herausforderung ist, aber diese Vitalität und dieser Forscherdrang, all die beeindruckenden Gedanken und diese Vorstellungskraft sind einfach erstaunlich!


Sie wünschte sich Bücher, bekam allerdings von der Großfamilie auch ein neues Fahrrad und endlich auch einen neuen Roller, denn bisher musste sie sich immer meinen ausborgen. Sie war so entzückt von ihren Geschenken! Ihren "alten" Dreirad-Roller bekam dafür Jakob und da wir den Kinderwagen bereits im Winter endgültig in den Keller geräumt haben, wir es jedoch manchmal dennoch eilig haben, ist so ein Dreirad-Roller mit einem Kleinkind super praktisch. Auch ihre "Leidenschaft", nach dem Ausflug den Roller zu putzen, teilen sich die beiden.


Noch im Winter sah sie mal in einem Katalog so einen Elektrobaukasten für Kinder und wünschte sich seitdem genau so einen. Samt Propeller und Lautsprecher. Von uns Eltern bekam sie eben dieses Elektronik- Experimentier-Set* und zu meiner eigenen Überraschung ist dieser noch besser, als ich es erhofft habe. Unter dem Link wird dieses Set allerdings schon ab 3 Jahren empfohlen, meiner Meinung nach ist dieser Elektrobaukasten aber erst ab 5-6 Jahren wirklich sinnvoll.


Aus den 36 Bauteilen lassen sich 256 verschiedene Schaltkreise bauen, durch die Julia dann einen Propeller fliegen, eine Melodie erklingen oder Lichter ein- und ausschalten lassen kann. Was ich richtig top fand, ist, dass es zu den Anleitungen der Schaltkreise auch immer eine Abbildung mit den entsprechenden Schaltzeichen gibt. Was die Batterien betrifft, so besorgten wir Julia vom Möbelschweden 4 wiederaufladbare Akkus. Das ist nicht nur praktischer, sondern auch umweltfreundlicher.


Auch bei Jakob begann ein ganz neuer Lebensabschnitt, denn seit 4 Wochen besucht er vormittags eine Montessori-Kleinkindgruppe. Wir hatten wirklich Glück mit der Einrichtung. Nicht nur, weil die Leitung mehrfach AMI diplomiert ist, sondern vor allem, weil ich spüre, wie gut diese Vormittage Jakob tun. Auch die Eingewöhnung verlief sehr sanft und ihm angepasst und Jakob hatte bereits nach 3 Wochen so viel Vertrauen in die Pädagogen, dass er sie in der Früh zur Begrüßung umarmte.


Karten mit Gemüsesorten benennen und ihren Paaren zuordnen. Jakob redet immer mehr und liebt es, neue Wörter zu hören. Dr. Montessori spricht in ihrem Buch Das kreative Kind: der absorbierende Geist über eine Explosive Periode um den 2. Geburtstag herum in Hinsicht auf die Sprache. Jakob redet zwar noch in Ein-Wort-Sätzen, aber diese bestehen sowohl aus Substantiven, als auch aus Verben oder Adjektiven und sein Wortschatz wächst von Tag zu Tag enorm an.


Da er nun die Vormittage in der Kleinkindgruppe verbringt, können wir uns zu Hause viel besser auf das Homeschooling konzentrieren. Zurzeit eine der Lieblingsarbeiten von Julia: Den Atlas studieren und die Lage und Namen der Staaten, Städte, Flüsse, Seen, Gebirge und Inseln auf den verschiedenen Kontinenten entdecken und durch Fähnchen auf der stummen Karte markieren.


Diese Woche bat sie mich, ihr die große Erzählung von der Entwicklung des Lebens noch einmal zu erzählen. Wir rollten dazu auch unsere Zeitleiste aus und sie bestand darauf, die Stumme Zeitleiste herzuholen und diese mithilfe der anderen Zeitleiste selbst zu beschriften. Das war eine wirklich große und aufwändige Arbeit aber sie war danach unfassbar stolz auf sich! Nach meiner letzten Instagram-Story fragten mich viele, wie wir das mit dem Homeschooling genau machen. Ob ich mich an ein Curriculum halte, ob Julia genügend Kontakt zu anderen, gleichaltrigen Kinder hätte und ob sich das alles mit dem Lehrplan der öffentlichen Schule vereinbaren lässt. Ich nehme euch an einem Vormittag sehr gerne mit und zeige euch, wie wir das zu Hause umsetzen.


Sie verbringt am Vormittag aber auch gerne Zeit an ihrer Nähmaschine und tüftelt etwas aus. Gestern kam ihr die Idee, einen Haargummi selbst zu nähen für ihren Ballett-Dutt. Ich besprach zwar vorher mit ihr, was sie dazu alles braucht und worauf sie achten könnte und zeigte ihr auch später, wie sie den Gummi mithilfe einer Sicherheitsnadel in den Stoffschlauch kriegt, aber alles andere machte sie.


Endlich ist auch der Frühling da, den wir uns schon so sehnsüchtig herbeigewunschen haben und sogar auf unserer Terrasse fing alles an zu blühen, von unserem Mini-Kirschbaum bis hin zu Jostabeere, Johannisbeere, Blaubeere und sogar Erdbeere. Die Terrassen-Saison ist bei uns daher offiziell eröffnet.


Julia wollte ihr eigenes Gemüse säen, so besorgten wir gemeinsam Radieschen-, Gurken-, Tomaten- , Karotten- und sogar Salatsamen und ließen sie keimen. Manche sogar ohne Vorzucht, direkt aus der Erde. Und siehe da, bereits nach 2-3 Wochen ließen sich die ersten zarten Blättchen erblicken. Julia war so begeistert und gießt und pflegt ihre kleinen Gemüsepflänzchen seither jeden Nachmittag ganz gewissenhaft. Und ich freue mich heimlich bereits jetzt auf den Salat, den sie daraus später zaubern wird.


Die liebe Saskia von A Lovely Journey erzählte mir von ihrem kleinen Kresse-Garten auf ihrem Fensterbrett und zeigte diesen auch hier auf ihrem Blog und auf Instagram und als Julia die Fotos sah, war sie gleich Feuer und Flamme, ihren eigenen Mini-Kresse-Garten aufzuziehen.

Sie hatte allerdings ihre eigene Vorstellung und holte sich dafür eine Schale Wasser, einige Utensilien und Werkzeuge sowie eine Packung Töpferton* um daraus einen Kresse-Igel zu formen. Am Nachmittag besorgten wir dann auch noch Kressesamen und sie bettete diese in Watte in die fertigen Ton-Igeln ein, die sie dann jeden Tag am Morgen mit Wasser versorgte. Die Kresse-Igeln sahen auf dem Frühstückstisch so hübsch aus! Fast schon zu schade, um ihnen dann die duftende Kresse vom Rücken aufs Butterbrot zu schneiden.

* mit Sternchen markierte Links sind Affiliate. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn Du das Produkt über diesen Link erwirbst, für Dich entstehen dabei jedoch keine höheren Kosten.
Share:
Read More