34-37 Monate alt

Als Julia zum ersten mal Interesse an Buchstaben zeigte, war sie noch nicht ganz 3 Jahre alt. Wir spielten damals oft 'Ich sehe was, was Du nicht siehst' mit Anlauten statt mit Farben und sangen jeden Tag ihre Lieblingslieder. Ich bot ihr jedoch keine Sandpapierbuchstaben an, sondern Körbchen mit einigen kleinen Gegenständen zum Lautieren.


Solche Lautier-Spiele vorzubereiten ist nicht wirklich aufwändig, es reichen dazu eine Hand voll kleine Dinge, deren Namen paarweise mit denselben Anlauten beginnen. Damit Kinder auch wirklich selbstständig arbeiten können, ist es sinnvoll, am Anfang die Gegenstände aus dem Korb einzeln zu benennen. Als ich das Spiel damals Julia zum ersten mal zeigte, nahm ich eine dieser Miniaturen, benannte es und betonte dabei den Anlaut (H...H...Hund). Ich sagte Julia, dass ich nun einen weiteren Gegenstand suche, der ebenso mit "h" beginnt. Bei der nächste Paarsuche lud ich sie dann ein, mit zu machen und da sie schon wusste, wie das Spiel geht, ließ ich sie die restlichen Paare finden.


Es müssen aber nicht unbedingt Paare sein, auch mehrere Gegenstände die entweder mit diesem oder jenem Laut beginnen, können sortiert werden. Aber auch hier macht es Sinn, zuerst alle Gegenstände dem Kind zu benennen und dabei den Anlaut zu betonen ("KKKatze. Die Katze lege ich hier hin. AAAnanas. Ananas lege ich unterhalb hin. KKKirsche. Kirsche kommt zu der KKKatze..."). Mein Tipp ist allerdings solche Gegenstände zu nehmen, deren Anlaute nicht allzu ähnlich klingen (wie "b" und "p"). Julia liebte solche Lautier-Spiele. Sie konnte mit diesen Miniaturen nicht nur etwas spannendes machen, sondern auch lauschen wo die Laute genau zu hören sind und dann unter diesen Gegenständen Ordnung schaffen.


Ich finde, auch Schleichfiguren eignen sich wunderbar für solche Anlautkörbchen, zudem die Auswahl an diesen Tierfiguren wirklich groß ist. Solche Figuren können aber nicht nur nach ihrem Anlaut sortiert werden, sondern auch nach dem, ob der Laut im Wort überhaupt zu hören ist. ("Schlange. Bei Schlange höre ich ein sch. Katze. Bei Katze höre ich kein sch.")


Bei manchen Wörtern hörten wir die Laute am Anfang ("Elefant"), bei manchen innerhalb des Wortes ("MuschEl") und wiederum bei manchen ganz zum Schluss ("BlumE"). Zu erkennen, welche Laute wo im Wort zu hören sind, machte Julia nicht nur Spaß, sie konnte die Laute so viel bewusster wahrnehmen, was ihr jetzt beim Schreiben und Lesen einen unglaublich großen Vorteil bringt.


Kinder, die Sprache spannend finden, könnten auch mit diesen Reimkarten eine Menge Freude haben. Diese habe ich letztes Jahr für Julia gemacht und ihr zuerst nur die Hälfte, später dann aber auch die restlichen Paare angeboten. Da damals das  "Mascherl" (Fliege) für Verwirrung sorgte, machte ich eine neue Version, die ihr gerne hier herunterladen könnt.

Was die Miniaturen betrifft, so lassen sich solche so gut wie in jedem Geschäft finden. Schlüssel, Löffel, Knöpfe, kleine Strickhauben von den Deckeln von Smoothies oder kleine Plastik und Keramik-Figuren. Manche Miniaturen aus unserer Sammlung habe sogar ich selbst aus weißem Ton* gemacht und mit Wasserfarben angemalt. Aber auch Shops wie dieser, dieser oder dieser verkaufen jede Art von Miniaturen.

 
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Unser Sammelsurium an Naturschätzen wie Schneckenhäuser, Tannenzapfen, Steine und Federn ist mittlerweile beachtlich angewachsen. Aber ich hatte kein Herz alle zu entsorgen, daher überlegte ich mir lieber etwas anderes. Sie bekam zum Geburtstag von ihren Großeltern eine schöne Waage die ich wieder auf ihren kleinen Tisch stellte und die Naturschätze in kleinen Körbchen sortiert noch dazu.


Eine Erklärung war nicht notwendig. Als sie die Waage und die Körbchen sah, startete sie gleich mit dem Experimentieren. Sie legte Steine, Federn und Schneckenhäuser auf die Schalen, eines nach dem anderen und dann alle nur in eine Schale, und zum Schluss mischte sie den Körbcheninhalt nach Lust und Laune und hin und wieder teilte sie mit, was sie erkundet hatte.

Man kann auch alles mögliche, was der Haushalt so hergibt zum Experimentieren nehmen: Linsen, Bohnen, Reis oder sogar Watte. Begriffe wie "schwer", "schwerer", "leicht", "leichter","gleich" oder "mehr" und "weniger" konnte sie so selbst erfahren.
 
 
Unsere Waage (1) ist von der Firma Prüfl und ich finde sie sehr genau und handlich. Ich fand allerdings auch einige andere Schalenwaagen, die ebenso empfehlenwert sind: wie etwa (2) diese oder aber auch (6) diese und (5) diese beiden, in welche auch Wasser gefüllt werden kann. Aus Holz fand ich noch (4) diese und (3) diese Waagen schlicht, schön und für Experimente für so junge Kinder wunderbar geeignet.

Echte Putzutensilien für Kinder in passender Größe findet man in jeder Montessori Einrichtung. Sie sind nicht nur Teil der Umgebung sondern auch Teil des Alltages. Die Kinder waschen die Tische nach der Jause und dem Mittagessen, sie fegen den Boden wenn etwas ausgeschüttet wird und wenngleich die Schulkinder aus Verantwortung, die Kinderhauskinder auch noch aus purer Freude an der Arbeit.

Es ist erstaunlich, mit wie viel Eifer ein Kleinkind solche alltäglichen Aufgaben verrichten kann. Auch hier wird liebend gerne gefegt, gewaschen, gewischt und poliert. Nicht nur, weil sie Freude daran hat, fähig und unabhängig zu sein, sondern auch, weil sie etwas wichtiges zur Gemeinschaft beiträgt. Daher hat Julia auch zu Hause eine kleine Putzecke direkt neben ihrer Küche. Diese besteht aus einer Hackenleiste an der Wand, wo Besen, Schaufel und Handbesen und Geschirrbürste hängen, unterhalb ein kleiner Metalleimer, ein Korb mit ihrer Schürze und weitere Körbe mit einigen Utensilien und selbstgemachten Putzmitteln.

Da ich nach meinem Beitrag über die Lieblingsaktivitäten meiner Tochter oft nach den Putzmittelrezepten gefragt wurde, habe ich für Euch diese zusammengeschrieben.

Unsere selbstgemachte Holzpolitur


Für diese hausgemachte und natürliche Holzpolitur habe ich 30 g Bienenwachs in einem Topf über einem Wasserbad zum Schmelzen gebracht und, vom Herd abgezogen, mit 120 g kaltgepressten Öl verrührt. Ich verwendete dazu Leinenöl statt Olivenöl, damit die Paste eine schöne gelbe Farbe bekommt.


In einem kleinen Glas hält die Paste jahrelang und lässt sich wunderbar aufs Holz auftragen. Und weil sie aus natürlichen Stoffen besteht, ist sie absolut unbedenklich für Kinder und sogar als feiner und wertvoller Lippenbalsam verwendbar.

Unsere selbstgemachte Schuhcreme


Für die Schuhcreme brauchte ich 10 g Bienenwachs, 10 gehäufte Teelöffel Lanolin (in der Apotheke erhältlich) und 60 ml Soja- oder Olivenöl. So wie bei der Holzpolitur, habe ich das Bienenwachs über einem Wasserbad in einem Topf zum Schmelzen gebracht und die restlichen Zutaten erst danach hinzugefügt.


Die Paste bleibt auch nach dem Abkühlen cremig und lässt sich mit einem kleinen Tuch wunderbar auf  den Lederschuh auftragen. Ich legte auch eine kleine Schuhbürste für Julia bereit, mit der sie die Paste in das Leder gut einreiben kann.

Unser hausgemachter Glasreiniger


Im Grunde ist das Rezept ganz simpel. Man nehme 2 Becher Wasser, 2 Esslöffel Essig und evtl. noch 20 Tropfen ätherisches Öl um den Essiggeruch zu mildern. Das Gemisch in eine kleine Sprühflasche füllen und fertig. Zum Fensterputzen gehören dazu natürlich auch ein kleiner handgerechter Fensterwischer und ein feines Tuch. Den Fensterwischer habe ich vor einiger Zeit bei 'Manufactum' bestellt, leider ist er online nicht mehr erhältlich. Zwar nicht mit Holzgriff, dafür aber passend für kleine Hände habe ich eine Alternative gefunden.

Unser hausgemachtes Geschirrspülmittel


Für das Geschirrspülmittel habe ich einen 1/2 Liter Wasser aufgekocht, vom Herd gezogen, 1 Teelöffel Natron, 1 Esslöffel Soda und 1-2 g geriebene Kernseife hineingerührt und zum Abkühlen beiseite gestellt. Das Geschirrspülmittel habe ich in eine kleine Pumpenflasche von Ikea gefüllt. Um Geschirr zu waschen gibt es dazu eine kleine Geschirrbürste und zum Trockenwischen einen kleinen Frottee-Handschuh, den ich aus einem herkömmlichen Badehandschuh passend für die kleinen Hände meiner Tochter zugeschnitten und zugenäht habe.

Sie putzt nicht jeden Tag. Aber immer wieder gerne, besonders an Wochenenden, wenn wir zu Hause sind. Dann bekommt sie oft Lust, ihren Spiegel zu putzen, den Tisch zu waschen, ihre Bausteine oder ihre Schuhe zu polieren und holt ihren kleinen Handbesen, wenn sie mit dem Spitzen ihrer Buntstifte fertig geworden ist. Und sie kann dies nur tun, weil ihr diese Putzmittel zur Verfügung stehen und weil sie weiß, wie sie diese benutzen kann.

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In der Montessori-Spielgruppe fragte mich eine der Mamis, warum es keine Fotos von mir auf dem Blog gibt? Ich vermeide es das Gesicht meiner Tochter zu zeigen, aber warum eigentlich keine Fotos von mir? Also, bitteschön! Dieses Foto machte heute Thomas von uns beiden während unseres kleinen Pickniks auf dem Cobenzl.


Dieser Woche kam ich kaum dazu ein Lebenszeichen von uns zu geben, dabei liebe ich das Bloggen und hätte so viele Ideen. Um so mehr ärgerte es mich, dass ich mich nicht in Ruhe zum Laptop setzen konnte. Vor einigen Tagen entschied ich mich also, auch dem lieben Instagram anzuschließen und obwohl ich noch nicht alles entdecken konnte, bin ich jetzt schon richtig süchtig geworden.


Seit Wochen freue ich mich schon darauf, heute haben wir es endlich vollbracht: unsere eigene Kräuter zu pflanzen. Dazu bestellte ich eine Papiertopf-Presse um die Pflanzentöpfchen selbst aus Zeitungspapier herzustellen. Das Rollen, Falten und Pressen machte auch Julia so viel Spaß und gleichzeitig sind nun unsere Blumentöpfe ökologisch.


Wir pflanzten fürs erste Rosmarin, Basilikum, Zitronenmelisse und einige bunte Blumen und bastelten kleine Schilder für jeden einzelnen Topf. Nun heißt es, abwarten.

Seit gut 2 Monaten interessiert sie sich eher weniger für ihre Spielkörbchen auf dem Regal. Es gibt einige Sachen, die sie immer wieder gerne herausnimmt, aber zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählen vorwiegend Arbeiten rund um den Haushalt. Ganz besonders die in der Küche. 

Sie liebt Herausforderungen und solche Aufgaben, bei denen sie viel Kraft ausüben kann. Egal was ich in der Küche oder im Haushalt mache, sie ist stets gerne dabei, beobachtet mein Tun von ihrem kleinen Stockerl aus und möchte begeistert mitmachen. Statt also Körbchen-Ideen für das Regal, habe ich diesmal einige ihrer Lieblingsarbeiten zusammengefasst.


1. Brot backen ist eines ihrer Favoriten und gehört auch zu meinen Lieblingsaktivitäten. Selbstgebackenes Brot schmeckt einfach herrlich! Für sie ist natürlich die Arbeit mit dem Teig das Interessanteste: Die Kraftaufwendung beim Kneten, den weichen Teig fühlen, das Rollen, Falten und mit allen 10 Fingerchen anpacken. (Siehe Video.)


2. Sie liebt ihren 3 in 1 Nostalgie-Apfelschäler so sehr! Er ist mehrmals in der Woche im Einsatz und es werden dann gleich mehrere Äpfel geschält und geschnitten. Die Befestigung funktioniert allerdings nur auf ganz glatten Flächen, so verwenden wir ihn nur auf ihrem weißen Tisch.

3. Ihre Patentante und meine Schwester näht leidenschaftlich gerne und rüstet auch Julia mit wunderschönen Patchworkdecken, kleinen Tischdecken und süßen Stoffkörbchen aus. Ihre Servietten liegen für sie in so einem kleinen Stoffkörbchen bereit. Da sie gerne faltet und rollt, ist es meistens ihre Aufgabe, beim Mittagstisch die Servietten  auszuteilen.


4. Da sie nun gerne faltet, zog auch ihre kleine Schürze von der Hakenleiste in einen Korb um. Fenster- und Spiegelputzen gehört auch zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, daher habe ich ihr zusätzlich zu ihrem kleinen Abzieher, auch eine kleine Sprühflasche mit selbstgemachten, aus natürlichen Stoffen hergestellten Putzmittel angefüllt.

5. Diese kleine Gießkanne haben wir im Baumarkt gefunden und ich bin so froh, dass wir sie entdeckt haben. Sie ist wirklich handlich und somit auch für Kleinkinder einfach zum Tragen. Wenn sie sieht, dass ich die Gießkanne in die Hand nehme, ist sie sofort mit dabei und will die Aufgabe die Pflanzen zu gießen, gleich selbst übernehmen.


6. Ich wollte die Orangenpresse zu diesem Beitrag fotografieren, da kam sie sofort angerannt und sagte "Ich will das machen, Mama!". Obwohl sie den frischgepressten Saft am Ende der Arbeit genussvoll austrinkt, presst sie vorher so viele Orangen aus, so viele halt da sind. Orangen mit der Handfläche rollen, die Frucht auseinanderschneiden, pressen, drehen, quetschen und den Saft in die kleine Kanne gießen - sie liebt die Anstrengung, die Herausforderung, die ganze Arbeit.

7. Auch Schneiden liegt hier ganz groß im Trend. Über unsere Schneidewerkzeuge habe ich vor Kurzem berichtet und wie gerne Julia schneidet, auch in diesem Video gezeigt.


8. Geschirrabwaschen und eigentlich alles, was mit Wasser zu Tun hat, fasziniert sie. Die meisten Küchenarbeiten beendet sie mit dem Abwaschen ihrer Werkzeuge und Küchenutensilien. Dazu benötigt sie: Eine große Plastikwanne, eine passende Spülbürste, ein kleines Trockentuch und das selbstgemachte Spülmittel.

9. Diesen kleinen Handmixer bekam sie von uns zu Ostern. Sie hat ihn also nicht allzu lange, hat aber eine Riesenfreude damit.


10.  Auch die Reibe ist oft und gerne im Einsatz, ob Zitrone, Parmesan oder gar eine weiche Seife um kleine Seifenkugeln zu machen.

11. Diesen kleinen, handgerechten Emaille Sieb fand ich vor einem halben Jahr bei Depot. Er ist ein tolles Stück! Er wird gern und lange zum Waschen von Obst und Gemüse oder gar Nudeln verwendet. Ich fand im Internet ein ähnliches Stück, mit vielleicht 3 cm größerem Durchmesser, der aber ebenso gut für kleine Hände geeignet ist.


12. Tischwaschen gehört zu ihren absoluten Favoriten. Sie liebt es, die kleine Bürste mit Seife aufzuschäumen und diesen Schaum auf dem Tisch, mit großen und kleinen Kreisbewegungen zu verteilen. Immer und immer wieder. Es ist ihr völlig egal, ob der Tisch schon sauber ist, sie schäumt und schrubbt und wischt wieder ab, oft eine halbe Stunde lang oder noch länger. Ihre Werkzeuge: ein kleines Stück Seife, eine handliche, weiche Bürste, ein kleines Stück Naturschwamm, ein Emaille Eimer und ein Frotteehandschuh, den ich ihr genäht habe.

Vor gut einer Woche, bei einem unserer Ausflüge in den Wildpark entdeckten wir am Teichufer tausende Frösche. Sie suchten sich Partner bzw Partnerinnen und trugen einander huckepack. Julia war fasziniert, wollte sie ganz von der Nähe aus beobachten. Wir verbrachten fast eine ganze Stunde dort, fischten vorsichtig 5 Frösche aus dem Wasser und ließen sie dann wieder zurückspringen.


Sie traute sich nicht so recht die kleinen Tiere in die Hand zu nehmen, lediglich vorsichtig zu streicheln. Ich fragte sie dann, wie sich diese für sie anfühlten, worauf sie ganz überrascht erwiderte: "Sie sind ja ganz weich!"


Seitdem wünscht sie sich jeden Tag, dass wir ihr ihre Froschbücher vorlesen. Eins ist aus der Rieder-Tierkinderbücher-Serie, eines meiner Favoriten. Die Illustrationen sind einfach, schön und naturtreu, die Texte klar, kurz gehalten und dennoch informativ. Die Geschichte erzählt über den Lebenszyklus der Frösche, wie sie als Kaulquappe im Wasser und dann als ausgewachsene Frösche an Land leben, was sie im Winter machen und was sie gerne essen.

Das andere Buch ist von Meyers kleiner Kinderbibliothek und gibt neben Lebensort und Lebensart dieser Tierchen auch einige Informationen über die verschiedensten Froscharten. Ob Knoblauchkröte, Kurzkopf-, Zipfelfrosch oder das Erdbeerfröschchen - Julia kennt bereits alle Frosch- und Krötenarten aus diesem Buch ganz genau. Das Erdbeerfröschchen und der Kurzkopffrosch haben es ihr dabei ganz besonders angetan.


Weil sie zurzeit herzlich gerne anmalt und zeichnet, habe ich ihr ein paar Ausmalbilder von Fröschen und Kröten aus dem Internet gesucht und ausgedruckt. Sie malt die Bilder anhand der Froscharten im Buch aus: den Prachtgiftfrosch gelb, Laubfrösche grün und das Erdbeerfröschchen rot mit lila-blauen Beinen.


Auch ein passendes Körbchen über den Lebenszyklus der Frösche kam auf ihr Regal. Die Figuren sind von hier, die Karten habe ich aus Kartonpapier mit Bildern aus dem Internet angefertigt. Bisher stellte sie kleine Modellfiguren zu den passenden Bildern, diesmal erzählen diese eine eigene kleine Geschichte.

"Nichts kann einen Spaziergang in der Natur ersetzen, dabei den Vögeln lauschen, Muscheln sammeln an einem Strand und jeden Tag eine Blume im Garten beim Wachsen zu beobachten. Es ist wichtig, bereits ganz am Anfang des Lebens die Verbindung zwischen dem Kind und der Natur zu pflegen." Susan Mayclin Stephenson, The Joyful Child

Wir verbringen gerne und oft Zeit in der Natur. An unseren freien Tagen machen wir uns regelmäßig auf den Weg irgendwo in die Wildnis, sei es ein Naturpark, ein Wanderweg oder der Wald, bei Regen oder Schnee. Für uns ist die Natur der allerbeste Spielplatz der Welt. Ein Ort der Freiheit, der Ordnung, der Kraft und Harmonie des Lebens.


Wir beobachten Eichhörnchen, entdecken Insekten und Weichtiere unter abgestorbenen Baumstämmen und wenn wir Glück haben, erblicken wir auch Rehe zwischen den dichten Bäumen. Jede neue Blumenart wird genau untersucht, jeder Baumstumpf den wir antreffen, erklommen und der weiche Moosteppich mit der Hand erfühlt.


"Keine Beschreibung, kein Bild, kein Buch kann das wirkliche Sehen der Bäume mit dem ganzen Leben, dass sich um sie herum in einem Wald abspielt, ersetzen. Die Bäume strömen etwas aus, was zur Seele spricht, etwas, was kein Buch und kein Museum vermitteln könnte. Der Wald, den man sieht, offenbart, dass es darin nicht nur Bäume gibt, sondern eine Gesamtheit von Lebewesen.

So oft wird die Seele des Menschen - besonders die des Kindes - dessen beraubt, weil man sie nicht mit der Natur in Berührung bringt." Maria Montessori, Von der Kindheit zur Jugend

Wir hören den Buntspecht in den Baumwipfeln hämmern, riechen den Bärlauch im Wald und entdecken unbekannte Blumen und Vogelarten, und alles wird bei seinem Namen genannt. All die Jahreszeiten, die Blumen und Tiere werden für sie so viel mehr als nur Namen und Bilder bleiben. Sie erlebt sie mit all ihren Sinnen.


Letztes Wochenende haben wir eine Wanderung im Wald und einen Besuch bei den Wasserfällen in der Nähe unternommen. Wenn wir wandern, lade ich sie hin und wieder zu kleinen Spielchen ein, für solche kann man sie schnell begeistern. Wir suchen dabei Steine mit bestimmten Farben und Formen, klettern auf steile Erdhänge, hüpfen in Pfützen und lauschen der Stille, wie sie sich eigentlich anhört. Dieses intensive Erlebnis in der Natur ist so kostbar und weder mit Büchern noch mit anderen Medien ersetzbar.


Sie liebt es, Pflanzen und Tiere genau zu beobachten und fragt, wenn sie sie nicht kennt, nach ihren Namen. Bei unseren Ausflügen sind daher eine Lupe, ihr Kinderfernglas und ein kleiner Naturführer für unterwegs unsere ständigen Begleiter.


Auf unseren Wanderungen sammeln wir gerne Stöcke, Moos und leere Schneckenhäuser, die wir mit nach Hause nehmen und  auf einem kleinen Tablett neben der Lupe anrichten. Nicht nur als Naturtablett für genaue Beobachtungen, sondern auch als herrlichen Blickfang in der Wohnung.


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Wenn ihr auf der Suche nach einer praktischen, sinnvollen Tätigkeit für Kinder in der Küche seid, habe ich was für euch: den manuellen Handmixer. Er wartete in ihrem Osterkörbchen auf sie und sie war so begeistert! Lange habe ich nach einem passenden Modell gesucht und fand diesen Vintage Handmixer. Er ist richtig handlich und auch die Kurbel lässt sich problemlos bedienen.


Neben dem Handmixer gab es auch drei Bücher in ihrem Osternest. Wie so oft, fand ich auch diese im Montessori-Shop. Wenn ihr in Wien oder in der Nähe wohnt, kann ich Euch einen Besuch im Shop wärmstens empfehlen! Mein großes Buch der Kunst ist Julias allererstes Buch über berühmte Kunstwerke aus aller Welt. Auf jeder Doppelseite ist ein anderes Kunstwerk zu bewundern und die einfachen Such-Spiele laden bereits die Kleinsten zum Verweilen auf den Seiten ein. Auch ein Buch über Frösche und eines über Blumen kamen noch dazu, passend zu ihren Interessen und zur Jahreszeit.


Auch dieses Jahr haben wir unsere Eier nach alter Tradition natürlich gefärbt (bei diesem Link ist eine wunderschöne Video-Anleitung dabei). Das Eierfärben dauert so zwar etwas länger, manchmal sogar über Nacht, so bekommen aber die Eier eine wunderschöne, natürliche Farbe und bereits Kleinkindern macht es so viel Spaß! Schon am Morgen eilte Julia aufgeregt in die Küche, um zu sehen, welche Farben die Eier bekommen haben. Für die gold-gelben Eier verwendeten wir Kurkuma, um die Eier blau zu färben Rotkraut, für die blau-violetten kochten wir einen Heidelbeer-Sud und für die rosa Eier nahmen wir eine große Knolle Rote Bete.


Zu den Traditionen gehört es bei uns auch, die Osterjause in ein kleines Körbchen einzupacken und am Ostersamstag segnen zu lassen. Heuer erlebte Julia die Tradition das erste Mal ganz bewusst und erzählte bei der Jause lange und begeistert, was sie alles bei der Fleischweihe gesehen hat. Ich liebe Traditionen, sie machen jedes Fest noch festlicher.


Das Wetter-Schauspiel ist zu Aprilbeginn sehr beeindruckend. In den letzten Tagen konnten wir im Stundentakt alle vier Jahreszeiten erleben. Wir machen das Beste daraus und sind entweder im Wald unterwegs, oder, wenn es gerade nicht schneit, lassen wir unseren kleinen Taschen-Drachen in die Lüfte steigen.