3-6 Jahren

Vom Mathe-Loser zum Mathe-Studium: meine Geschichte
Mathematik stand bei mir in der Grundschule ziemlich weit unten auf der Beliebtheitsskala. Lesen und Schreiben mochte ich sehr, aber was Mathe betraf, verstand ich oft nur Bahnhof. Die Mal-Reihen auswendig lernen, die Uhrzeit auf der analogen Uhr abzulesen und mit 2-stelligen Zahlen als Divisor dividieren - wie machten das die anderen so schnell? Ich schaffte es einfach nicht, mitzuhalten und fühlte mich dumm.

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020! Um ehrlich zu sein, bedeutet für mich der Jahreswechsel weniger einen neuen Zeitabschnitt als vielmehr eine Fortsetzung, dennoch lässt mich Silvester immer wieder über den Begriff Zeit nachdenken. Denn obwohl ich versuche, diese gut einzuteilen und sie mit Dingen zu verbringen, die mir wichtig sind und obwohl ich durch das Internet und Co. eigentlich mehr Zeit gewinnen sollte, habe ich ganz oft das Gefühl, als würde mir besonders eines immer wieder fehlen: genügend Zeit.
Und dann, wenn ich Jakob, der jetzt 2,5 Jahre alt ist, beim Spielen beobachte oder aber bemerke, wie er sich in etwas vertieft, bewundere ich, mit welcher Freude er den Moment lebt. Nur im Hier und Jetzt. Und welches große Geschenk es doch ist, vom Gewicht der Zeit so unbelastet zu sein.
Interessanterweise erlebe ich das sogar noch bei Julia (bald 8 Jahre alt) sowie bei den 6-9-jährigen in der Montessori-Schule. Denn auch wenn sie schon wissen, warum es die Jahreszeiten gibt, was ein Kalender ist und sie auch die verschiedensten Zeitleisten entdecken, und obwohl sie den Tagesplan schon sehr selbstständig einhalten können, haben sie noch diese Gabe, das Hier und Jetzt zu genießen und dabei weder an später noch an früher zu denken.
Und gleichzeitig, wenn ich dann das Schulhaus am Nachmittag wieder verlasse, frage ich mich, ob Kindern in dieser zu turbulenten und schnelllebigen Welt wirklich genug Zeit gelassen wird, alles in ihrem eigenen Tempo zu entdecken. Ob sie das Lesen, Schreiben und das Rechtschreiben tatsächlich in ihrem eigenen Tempo entdecken und erlernen dürfen? Ob ihnen wirklich ausreichend Zeit für mehr Bewegung an der frischen Luft, für spannende Gespräche untereinander, für Ausflüge oder für ihr Streben nach Unabhängigkeit gelassen wird? Ob ihrem inneren Bauplan in dieser, zu sehr auf schnelle Ergebnisse fokussierten Welt überhaupt vertraut wird? Oder ob ihnen reichlich Zeit gelassen wird, diese wunderbare Gabe zu bewahren, im Hier und Jetzt zu leben?
Was ich durch Montessori verstehen und schon so oft erleben durfte, ist die Tatsache, wie unglaublich wertvoll doch Zeit ist. Wie unglaublich wichtig es ist, weniger auf Ergebnisse fokussiert zu sein, vielmehr dem Prozess selbst zu vertrauen. Auch wenn diese über Jahre lang dauern kann. Als Julia vor 3 Jahren, damals noch im Kinderhaus, mit dem Material zur analogen Uhr arbeitete weil diese sie interessierte, sie dennoch die Uhr nicht ablesen konnte, fragte ich mich: Warum kann sie die Uhr nicht ablesen, wenn sie doch im Kinderhaus mit dem Material selbstständig arbeiten kann?
Und Jahre danach machte es einfach bei ihr Klick und sie las die analoge Uhr ab. Aber vielleicht kam es nur mir so vor, als wäre es einfach nur ein Klick bei ihr gewesen und in Wirklichkeit saugte sie all die Jahre alles in sich auf. Stück für Stück. All die kleinen Erkenntnisse durch diese wunderbar durchdachten Montessori- Materialien, oder durch die Erfahrungen mit der Uhr im Alltag, durch mein Vertrauen und ganz einfach... durch mehr Zeit. Denn was ich damals vor 3-4 Jahren nicht bedacht habe, ist, dass das Konzept der Zeit etwas sehr abstraktes ist und es braucht tatsächlich mehr Zeit und vor allem mehr Erfahrung für Kinder, ein Zeitgefühl zu bekommen - zu verstehen, was 10 Minuten, was morgen, gestern und heute bedeuten oder wie die Uhr und wie ein Kalender funktionieren.
Bereits während der Weihnachtszeit wurde ich angeschrieben, ob ich unseren Linear-Kalender für Kinder auch für 2020 hochladen würde. Selbstverständlich, denn ich liebe diesen Kalender und habe ihn auch diesmal für Julia aktualisiert! Wohlgemerkt, einen sogenannten Montessori-Linear-Kalender gibt es eigentlich nicht. Da aber dieser Kalender so schlicht und übersichtlich gestaltet ist (Isolation der Eigenschaft), die Zeit tatsächlich linear darstellt, finde ich ihn ganz im Sinne der Montessori-Pädagogik. Außerdem fand ich es immer so schön, dass Julia den Kalender mit ihren eigenen Zeichnungen (und mit ihren eigenen Ideen) selbst gestalten bzw. wegen der linearen Anordnung der Tage auch immer wieder nachzählen konnte, wie oft sie noch bis zu einem bestimmten Ereignis schlafen musste.
Die 4 bunten Punkte markieren die Tage zur Sonnenwende, die Wochen machte ich durch stärkere Linien sichtbar. Auch die Buchstaben sind in einem anderen Design, die auch für Erstlesekinder geeignet sind, da die Buchstaben "l" und auch "t" besser erkennbar sind. Und da dieses Jahr ein Schaltjahr und daher etwas ganz besonderes ist, habe ich auch den 29. Februar extra markiert. Hier könnt ihr, wie gewohnt, unseren Linear-Kalender für 2020 kostenlos herunterladen.
Und dann, wenn ich Jakob, der jetzt 2,5 Jahre alt ist, beim Spielen beobachte oder aber bemerke, wie er sich in etwas vertieft, bewundere ich, mit welcher Freude er den Moment lebt. Nur im Hier und Jetzt. Und welches große Geschenk es doch ist, vom Gewicht der Zeit so unbelastet zu sein.
Interessanterweise erlebe ich das sogar noch bei Julia (bald 8 Jahre alt) sowie bei den 6-9-jährigen in der Montessori-Schule. Denn auch wenn sie schon wissen, warum es die Jahreszeiten gibt, was ein Kalender ist und sie auch die verschiedensten Zeitleisten entdecken, und obwohl sie den Tagesplan schon sehr selbstständig einhalten können, haben sie noch diese Gabe, das Hier und Jetzt zu genießen und dabei weder an später noch an früher zu denken.

Und gleichzeitig, wenn ich dann das Schulhaus am Nachmittag wieder verlasse, frage ich mich, ob Kindern in dieser zu turbulenten und schnelllebigen Welt wirklich genug Zeit gelassen wird, alles in ihrem eigenen Tempo zu entdecken. Ob sie das Lesen, Schreiben und das Rechtschreiben tatsächlich in ihrem eigenen Tempo entdecken und erlernen dürfen? Ob ihnen wirklich ausreichend Zeit für mehr Bewegung an der frischen Luft, für spannende Gespräche untereinander, für Ausflüge oder für ihr Streben nach Unabhängigkeit gelassen wird? Ob ihrem inneren Bauplan in dieser, zu sehr auf schnelle Ergebnisse fokussierten Welt überhaupt vertraut wird? Oder ob ihnen reichlich Zeit gelassen wird, diese wunderbare Gabe zu bewahren, im Hier und Jetzt zu leben?
Was ich durch Montessori verstehen und schon so oft erleben durfte, ist die Tatsache, wie unglaublich wertvoll doch Zeit ist. Wie unglaublich wichtig es ist, weniger auf Ergebnisse fokussiert zu sein, vielmehr dem Prozess selbst zu vertrauen. Auch wenn diese über Jahre lang dauern kann. Als Julia vor 3 Jahren, damals noch im Kinderhaus, mit dem Material zur analogen Uhr arbeitete weil diese sie interessierte, sie dennoch die Uhr nicht ablesen konnte, fragte ich mich: Warum kann sie die Uhr nicht ablesen, wenn sie doch im Kinderhaus mit dem Material selbstständig arbeiten kann?
Und Jahre danach machte es einfach bei ihr Klick und sie las die analoge Uhr ab. Aber vielleicht kam es nur mir so vor, als wäre es einfach nur ein Klick bei ihr gewesen und in Wirklichkeit saugte sie all die Jahre alles in sich auf. Stück für Stück. All die kleinen Erkenntnisse durch diese wunderbar durchdachten Montessori- Materialien, oder durch die Erfahrungen mit der Uhr im Alltag, durch mein Vertrauen und ganz einfach... durch mehr Zeit. Denn was ich damals vor 3-4 Jahren nicht bedacht habe, ist, dass das Konzept der Zeit etwas sehr abstraktes ist und es braucht tatsächlich mehr Zeit und vor allem mehr Erfahrung für Kinder, ein Zeitgefühl zu bekommen - zu verstehen, was 10 Minuten, was morgen, gestern und heute bedeuten oder wie die Uhr und wie ein Kalender funktionieren.

Bereits während der Weihnachtszeit wurde ich angeschrieben, ob ich unseren Linear-Kalender für Kinder auch für 2020 hochladen würde. Selbstverständlich, denn ich liebe diesen Kalender und habe ihn auch diesmal für Julia aktualisiert! Wohlgemerkt, einen sogenannten Montessori-Linear-Kalender gibt es eigentlich nicht. Da aber dieser Kalender so schlicht und übersichtlich gestaltet ist (Isolation der Eigenschaft), die Zeit tatsächlich linear darstellt, finde ich ihn ganz im Sinne der Montessori-Pädagogik. Außerdem fand ich es immer so schön, dass Julia den Kalender mit ihren eigenen Zeichnungen (und mit ihren eigenen Ideen) selbst gestalten bzw. wegen der linearen Anordnung der Tage auch immer wieder nachzählen konnte, wie oft sie noch bis zu einem bestimmten Ereignis schlafen musste.

Die 4 bunten Punkte markieren die Tage zur Sonnenwende, die Wochen machte ich durch stärkere Linien sichtbar. Auch die Buchstaben sind in einem anderen Design, die auch für Erstlesekinder geeignet sind, da die Buchstaben "l" und auch "t" besser erkennbar sind. Und da dieses Jahr ein Schaltjahr und daher etwas ganz besonderes ist, habe ich auch den 29. Februar extra markiert. Hier könnt ihr, wie gewohnt, unseren Linear-Kalender für 2020 kostenlos herunterladen.


Da ich in diesem Beitrag Produkte empfehle & verlinke, kennzeichne ich ihn als Werbung.
Wie bereits die Jahre zuvor, machten wir für unsere Freunde und Verwandten auch dieses mal kleine, selbstgemachte Präsente zu Weihnachten die wir gedörrt, geknetet und genäht haben.
Die klassischen Christbaumanhänger aus ofenhärtendem Ton* sehen nicht nur auf dem Christbaum oder auf den Tannenzweigen in der Vase wunderschön aus, diese verzieren bei uns oft auch Geschenkeverpackungen - und ich finde, selbstgemacht mit filigranen, hübschen Mustern sind sie sogar selbst kleine Gaben. Aus mehrfarbigem Ton gemusterte Anhänger anzufertigen, braucht allerdings eine bestimmte Technik, so nutzte ich die Gelegenheit, Julia diese zu zeigen.


Zunächst rollten wir den Ton mit einer Teigrolle aus, dann zeigte ich Julia, wie sie einfache, aber filigrane Muster legen und diese anschließend noch einmal mit einer Teigrolle in den weißen Ton einarbeiten kann. Erst danach wurden die Sterne und Herzen mit den Kecksausstechern aus dem Ton gestanzt.

Sie knetete und stanzte den ganzen Nachmittag, bis kein Stück Ton mehr übrig war. Dafür entstanden 22 weihnachtliche, selbstgemachte Anhänger mit Tannenzweigmotiven, als Herzen, mit Zuckerstangemotiven und manche sogar mit Marmor- und Zahlenmuster.

Julia wollte ihre Großcousine (die ebenfalls in Wien lebt) mit einer Packung Tee überraschen und obwohl sie ja eigentlich Taschengeld bekommt, schlug ich ihr vor, Tee selbst herzustellen und ließ mich dabei von der lieben Daniela von der Kleinen Botin (Link zu ihrem Instapost) inspirieren.
Ich empfahl Julia, Hagebuttentee zu machen, denn diese sind voll mit Vitamin C (perfekt in dieser Jahreszeit!), außerdem sind im Park neben unserem Haus jede Menge Wildrosensträuche, die alle bis zum Rand voller Früchte sind. Also machten wir einen Spaziergang und sammelten 2 Handvoll, rot leuchtende Hagebutten.
Ich empfahl Julia, Hagebuttentee zu machen, denn diese sind voll mit Vitamin C (perfekt in dieser Jahreszeit!), außerdem sind im Park neben unserem Haus jede Menge Wildrosensträuche, die alle bis zum Rand voller Früchte sind. Also machten wir einen Spaziergang und sammelten 2 Handvoll, rot leuchtende Hagebutten.

Zuhause entfernten wir die überflüssigen Stängel und trockenen Kelchblätter, wuschen die Hagebutten und hackten die Früchte etwas kleiner. Dann kamen die kleingehackten Hagebutten bei 40°C (Umluft) für etwa 6-7 Stunden in den Backofen (Backofentür einen Spalt offen lassen), anschließend in ein kleines Vorratsglas.

Zum Hagebuttentee schrieb Julia auch noch eine Anleitung: 2 Esslöffel Hagebutten über Nacht im Wasser ziehen lassen, am nächsten Tag den Sud aufkochen, dann noch weitere 3 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und genießen. Die abgesiebten Früchte erneut im Wasser über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag erneut aufkochen. Der Geschmack und das Aroma nehmen so von Tag-zu-Tag zu!

Die Kinder in Julias Montessori-Schule veranstalteten einen Weihnachtsbasar, um mit dem Geld, das sie dabei sammeln konnten, ein Klassenhaustier zu besorgen. Natürlich wollte auch Julia beitragen, also zeigte ich ihr, wie sie an der Nähmaschine fröhlich bunte Herz-Anhänger aus unserem Stoff-Vorrat selbst nähen konnte.
Solche Herzen-Anhänger zu nähen ist wirklich unkompliziert und im übrigen auch ohne Nähmaschine, nur mit der Hand möglich. Zunächst fertigte ich für Julia eine simple Herz-Vorlage aus Karton an. Hier findet ihr auch eine kostenlose Vorlage, falls euch das lieber ist. Dann zeigte ich ihr, wie sie mithilfe dieser Schablone, Herzen aus den Stoffen schneiden konnte ohne dabei allzu viel Stoff zu verschwenden.

Die Stoff-Herzen wurden auf der Linken Seite übereinander gelegt und dazwischen umgekehrt eine Schnur geklemmt. Anschließend nähte Julia die Herzen zusammen und ließ dabei jedes mal eine 2 cm große Öffnung, damit sie die Herzen zum Schluss auch umstülpen konnte.

Dann stopfte sie die Herzen mit Watte aus und nähte mit der Hand die kleine Öffnung wieder zu. Ich zeigte ihr auch, wie sie ein Kreuzmuster mit Stickgarn in die Herzen-Anhänger sticken konnte, damit diese noch feiner aussehen.

Schulkindern, die unglaublich gerne an der Nähmaschine arbeiten, jedoch noch nicht so viel Übung darin hatten, zeigten wir, wie sie mithilfe der Nähmaschine kleine, hübsche Notizbüchlein für ihren Weihnachtsbasar binden konnten. (In Julias Schule ist für die Kinder eine Näh-Ecke mit Nähmaschine und Zubehör eingerichtet.)
Dazu besorgten wir einige geschmackvolle Papierbögen mit niedlichen Prints und Mamormustern (wie diese* oder wie diese hier*) und natürlich auch liniertes Papier, welches wir sehr genau übereinander legten, in der Mitte leicht falteten und dann entlang der Faltlinie mit einfachen Stichen mit der Nähmaschine zusammennähten. Binnen weniger Minuten hatten wir bereits 3-4 selbstgemachte Notizbüchlein. Um diese noch schöner zu machen, rundeten wir zusätzlich die Ecken mit dem Eckschneider* ab.
Weitere DIY (Last-Minute) Geschenkideen mit Kindern findet ihr übrigens jetzt auch im Shop als Themenmonat für Dezember. Oder eben in älteren Blogbeiträgen:
- gefaltete Stern-Laterne
- feste Handcreme aus Shea Butter
- gefädelte Sterne-Anhänger aus Holzperlen
- DIY Kräutersalz
- selbstgemachte Bommel als Schlüsselanhänger
- handgewebter Schal
- selbstgenähte Lavendelsäckchen für den Kleiderschrank
- Scherenschnitt-Schneeflocken aus Papier
- selbstgerollte Bienenwachskerzen
- DIY Badesalz
- Seifenbällchen
- Back mich!-Zutatenmischung im Glas

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Habt ihr schon einmal probiert, Müsliriegel selbst zu machen? Weil mir eine gute Freundin (@amontessoriway) bei einem Gespräch einen Floh ins Ohr setzte, probierten wir letzte Woche sogar zwei unterschiedliche Varianten aus. Wir waren überrascht, wie einfach Müsliriegel selbst zubereitet werden können und um wie viel leckerer sie schmecken, als die Gekauften!
Bei den Zutaten hielten wir uns nicht an ein bestimmtes Rezept, ich las nur lediglich im Blog Backeifer und beim Minimalist Baker nach, mit welchen Zutaten die Müsliriegel auch ohne Backen schön fest blieben. Sonst aber nahmen wir Zutaten, die wir mögen und ließen aus, was wir nicht so mögen und kreierten so unser eigenes Rezept. Während ich die Haferflocken und die Mandeln in den Backofen schob um sie etwas anzurösten, holte sich Julia ihren Tritthocker, ein Messer sowie ein Schneidebrett, und machte sich daran, die Kürbiskerne kleinzuhacken.

Dann entschied sie sich, die Walnüsse doch lieber mit dem Mörser zu zerstampfen, damit es schneller geht. Sie liebt es, mit dem Mörser zu arbeiten! In der Zwischenzeit schnitt ich einige Trockenfrüchte klein und nahm aus dem Backofen die gerösteten Haferflocken und Mandeln und hörte Julia zu, die immer ganz viel zu erzählen hat, wenn wir in der Küche etwas gemeinsam zubereiten.
In unsere Schüssel kamen ungefähr 3 große Hand voll geröstete Feinblatt-Haferflocken, einige Rosinen, kleingehackte Haselnüsse und geröstete Mandeln, außerdem kleingeschnittene Datteln und getrocknete Marillen, ganze Sonnenblumenkerne, grobgehackte Kürbiskerne, etwas geriebene Mandeln, Walnüsse in kleineren Stücken sowie 4 Esslöffel Mandelmus, 3 Esslöffel Honig, ein wenig Zimt und ein wenig Vanille.


Während Julia alle Zutaten zu einer Masse verrührte, legte ich schon mal einen Backpapierbogen in eine mittelgroße Backform. Nachdem Julia die Masse gleichmäßig in der Form verteilte, drückte sie diese mit einem weiteren Bogen Backpapier überall ganz fest ab.
Wir entschieden uns, zwei Varianten auszuprobieren: diesmal eine mit einer dünnen Schicht Schokolade, an einem anderem Tag dann eine Variante ohne. Julia verteilte die flüssige Schokolade mit einem kleinen Schaber auf der Masse, dann kam alles für eine Stunde in den Kühlschrank.

Müsliriegel selbst zuzubereiten ist so unkompliziert und bereits mit jüngeren Kindern ganz einfach umsetzbar. Und abgesehen von dem Schokoüberzug, der ohne weiteres auch weggelassen werden kann, sind sie eine gesündere Alternative für Naschkatzen, wie wir es nun mal sind.


Die Bücher in diesem Beitrag sind selbst erworben und ich zeige und empfehle sie aus Überzeugung, aber aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit
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Bevor ich im nächsten Beitrag Julias Zimmer zeige, wollte ich noch einige unserer aktuellen Lieblingsbücher verbloggen - und das eigentlich schon seit fast 2 Wochen! Die Tage verfliegen hier unglaublich schnell und wenn ich nicht gerade an meinem Vortrag arbeite (ich schreibe bald mehr dazu), nutzen wir das schöne Wetter und machen entweder die Terrasse hübsch oder sind unterwegs. Aber heute nahm ich mir fest vor, einige unserer Kinderbücher, die wir zurzeit oft lesen und vorlesen, Euch unbedingt herzuzeigen:
Zu ihrem 6. Geburtstag bekam Julia unter anderem dieses wunderschönes Buch über den menschlichen Körper: Anatomie* von Héléne und ihrem Vater Jean-Claude Druvert. Sie interessiert sich, wie für viele Dinge zurzeit, auch für den menschlichen Körper, und fragt uns, wie groß ihr Herz ist, wie groß ihr Magen sein kann oder wie diese 2 "komischen Knochen auf dem Rücken" heißen. Wir blättern daher ganz oft in diesem Buch und stellen uns auch mal vor, wie der Körper ohne Knochen oder mit einer durchsichtigen Haut wohl aussehen würde. Julias Vorstellungskraft ist erstaunlich, ich liebe es, mit ihr über solche Dinge zu philosophieren!

Auf
jeder Seite gibt es große, anschauliche Illustrationen und großzügige
Klappen, unter denen sich einfach gezeichnete Organe, Muskeln und Knochen
verbergen und ein Bild davon geben, wie unser Körper funktioniert. Etwas ganz besonderes an diesem Sachbuch sind die filigranen Scherenschnitte über das Skelett, den Blutkreislauf, die Atemwege, über die Verdauung und das Nervensystem. Die Scherenschnitte überlappen sich sogar, was wirklich sehr beeindruckend aussieht!

Tina und das Orchester - Mein erstes Buch über die Musikinstrumente* entdeckte ich ganz zufällig in einem Buchgeschäft und konnte es einfach nicht dortlassen. Die Geschichte von Marko Simsa und Winfried Opgenoorth erzählt über ein Mädchen namens Tina, das zu ihrem 8. Geburtstag von ihrem Onkel ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk bekommt: da er Dirigent ist, nimmt er sie mit zu einer Orchesterprobe. Dort kann Tina nicht nur die einzelnen Musikinstrumente kennenlernen, sondern auch ausprobieren.

Auf der beigepackten CD wird jedes Instrument in Tonspielen und
Begleittexten vorgestellt und auch einige Orchesterstücke vorgeführt. Julia liebt
dieses Buch und hört sich die CD in Dauerschleife an, was mich nicht
wundert, denn auch sie besucht bald regelmäßig eine Musikschule und kann
es kaum erwarten.

Das Pappbilderbuch Hallo Welt* von Jonathan Litton ist ein interaktiver Atlas über Sprachen rund um den Globus. Für Julia, die sich gerne Geheimsprachen und Geheimschriften ausdenkt und andere Sprachen und Schriftzeichen interessant findet, war dieses Buch ein Volltreffer. Auf jeder Doppelseite wird ein Kontinent dargestellt und wie sich die Menschen dort einander begrüßen. Unter den Klappen kann man dann die Aussprache lesen aber auch Interessantes über das Land, der Region und kulturelle Besonderheiten erfahren.

Zufälligerweise lernten die Kinder in Julias Montessori Kinderhaus neulich ein Lied, das genau zu diesem Buch passt: Hello To All The Children Of The World (Link führt zu You Tube), das Julia zuhause jeden Tag vor sich hin singt und das ich mittlerweile auch schon auswendig kenne. Umso mehr mag sie dieses Buch und gemeinsam staunen wir über die unterschiedlichsten Schriften und üben die Begrüßungsarten, die es so auf der Welt gibt.

Auf dieses Buch, Jetzt sind auch die Kirschen reif!* machte mich meine Schwester aufmerksam, weil sie weiß, wie sehr wir die Bücher von Gerda Muller lieben! So wie sie, ist ja auch Julia ein Stadtkind, das allerdings sehr gerne am Land bei den Großeltern oder ihrer Tante ist und auch dort bei der Gartenarbeit mitmacht. Die Zeichnungen von Gerda Muller sind so liebevoll detailiert und die Geschichte über Sophie und ihre Liebe zu ihrem Garten voller Obst macht großen Lust auf den Sommer. Dabei konnte auch ich als Erwachsene vieles Erstaunliches erfahren, wie etwa, wie mühsam die Ernte von Cashewnüssen ist und welche Frucht aus der Passionsblume eigentlich heranwächst.
Bei uns in der Nähe am Teich wohnt eine Biberfamilie und immer wenn wir spaziergehen, entdecken wir die angenagten Baumstämme rund um den Teich. Umso größer war meine Freude, als ich dieses entzückende Buch in einem kleinen Buchladen entdeckte: Am Biberteich* von Eva Sixt. Ich mag nicht nur die schönen Bilder, sondern auch die respektvolle Art, wie dieses Buch Wissenswertes über diese Tiere vermittelt. Dass die Biber dennoch nicht überall willkommen sind und sich Förster und Landwirte auch oft über sie ärgern, beschreibt das Buch allerdings auch und lädt auch dazu ein, verschiedene Ansichten zu respektieren.


Bei uns in der Nähe am Teich wohnt eine Biberfamilie und immer wenn wir spaziergehen, entdecken wir die angenagten Baumstämme rund um den Teich. Umso größer war meine Freude, als ich dieses entzückende Buch in einem kleinen Buchladen entdeckte: Am Biberteich* von Eva Sixt. Ich mag nicht nur die schönen Bilder, sondern auch die respektvolle Art, wie dieses Buch Wissenswertes über diese Tiere vermittelt. Dass die Biber dennoch nicht überall willkommen sind und sich Förster und Landwirte auch oft über sie ärgern, beschreibt das Buch allerdings auch und lädt auch dazu ein, verschiedene Ansichten zu respektieren.


Auch Jakob bekam zu Ostern ein neues Buch aus der Serie Babys allererste Wörter: Meine Sachen*. Ich wollte ihm ein Buch besorgen, das echte Fotos und auf jeder Seite wirklich nur ein Foto zeigt, noch dazu vorwiegend über Dinge, die er bereits kennt. Die Bildbeschrifungen im Buch sind eher für die Erstlese-Geschwisterkinder spannend, dennoch liebt es Jakob, wenn wir mit ihm die Bilder gemeinsam anschauen und diese benennen und er dann sogar versucht, die Wörter mit einem "Ta-ta-tah" nachzusprechen.

*Affiliate-Link:
elternvommars.com erhält eine kleine Provision, wenn Du dieses Produkt
über den Link kaufst, für Dich entstehen dabei keine höheren Kosten. Ich
empfehle hier nur, was ich selbst getestet oder gelesen habe oder für
gut und sinnvoll halte.

Kinder absorbieren auf natürliche Weise die Schönheit und die Logik von spannenden Phänomenen in der Natur. Sie beobachten das Licht, das sich auf dem Wasser spiegelt oder wie es sich in den Farben des Regenbogens bricht, beobachten, wie die Schwerkraft wirkt und lassen alles Mögliche von einer Steigung runterrollen. Es ist so einfach, sie für einfache Experimente zu begeistern, bei welchen sie erforschen können, wie die Welt funktioniert.
Da vor einigen Wochen eine Freundin von mir einen Refresher im Montessori Zentrum über Experimente im Kinderhaus hielt und mir darüber voller Enthusiasmus am Telefon erzählte, war ich selbst voller Motivation, Julia zuhause einige Versuche zu zeigen. Den Vortrag meiner Freundin konnte ich leider nicht besuchen, aber da ich mehrere Jahre Physik unterrichtete, habe ich meine Mappe durchgeblättert und ein paar Experimente herausgesucht, die mit wenigen Utensilien aus dem Haushalt ganz einfach durchgeführt werden können und die dennoch spannend sind - und die ich Euch als "Experiment der Woche" zeigen möchte.
Da vor einigen Wochen eine Freundin von mir einen Refresher im Montessori Zentrum über Experimente im Kinderhaus hielt und mir darüber voller Enthusiasmus am Telefon erzählte, war ich selbst voller Motivation, Julia zuhause einige Versuche zu zeigen. Den Vortrag meiner Freundin konnte ich leider nicht besuchen, aber da ich mehrere Jahre Physik unterrichtete, habe ich meine Mappe durchgeblättert und ein paar Experimente herausgesucht, die mit wenigen Utensilien aus dem Haushalt ganz einfach durchgeführt werden können und die dennoch spannend sind - und die ich Euch als "Experiment der Woche" zeigen möchte.
So ein ganz simples aber spannendes Experiment ist zum Beispiel dieses hier, das
wir neulich (am Rosenmontag) in der Küche ausprobiert haben. Dazu brauchten wir einige
Papierschnipsel (Konfetti), einen Luftballon, einen Gummi um den Luftballon zu verknoten und einen Filz-Lappen (oder Wollhandschuhe, -socken).

Während sie vor 2-3 Jahren das Experiment eher nur beobachten und anschließend selbst ausprobieren hätte wollen, liebt sie es mit ihren 6 Jahren, Dinge zu hinterfragen, darüber nachzudenken, was wohl passieren könnte und über das, was sie erlebt, zu philosophieren. Daher machten wir unsere Versuche ähnlich, wie es auch die Wissenschaftler in ihrem Labor machen:
- Wir stellten fest, was wir vor uns sahen. ("Hier liegen einige Konfetti. Wir haben außerdem einen aufgeblasenen Luftballon und einen weichen Filz-Lappen.")
- Wir planten den Versuch. ("Ich frage mich, was passieren wird, wenn ich den Luftballon mit dem Filz-Lappen reibe und ihn anschließend über das Konfetti halte?")
- Wir stellten uns vor, was passieren wird. ("Ich denke, das Konfetti / der Luftballon wird...")
- Dann führte gleich sie selbst das Experiment durch.
- Wir beobachteten was passiert ist. ("Oh, das Konfetti wurde vom Luftballon wie von einem Magnet angezogen.")
- Und ich sagte ihr, wie das Phänomen heißt. ("Wir nennen das Elektrostatische Aufladung.")


Als sie jünger war, machte ich mit ihr auch einige einfache Experimente zuhause, zeigte diese dann von Anfang bis Ende ohne dabei viel zu reden und ließ sie dann das Experiment selbst ausprobieren. Jetzt, wo sie in dem Alter ist, achte ich darauf, ihrer Vorstellungskraft und für eigene Entdeckungen noch mehr Raum zu schaffen und überlasse es gleich Julia, den Versuch durchzuführen.

Ich finde, es ist wirklich nicht notwendig, ein Experte zu sein, um solche Versuche durchführen zu können und daher auch absolut okay, sich mal bei den Voraussagen zu irren. Manchmal stellt mir Julia Fragen, worauf ich auch keine Antwort weiß und wo ich mit ihr dann gemeinsam überlege, wie wir das Phänomen erklären könnten und dann gemeinsam nachlesen, wie das wirklich war. Ich finde es wichtig, ihr zu zeigen, dass ich auch nicht alles weiß, dass ich mich genau so irren kann und sie wiederum fühlt sich dadurch als mein Verbündeter und kann so auch mit ihren eigenen Irrtümern viel besser umgehen.


Schon als Kleinkind liebte Julia Reime, Lieder und Gedichte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Sie lernt Gedichte sogar auswendig und hat Gefallen daran, mit den Wörtern zu spielen. Sie ist unglaublich kreativ wenn es um Reime geht und hat richtig Freude an der Sprache. Der Grund, warum wir so gerne Kindergedichte und Reime sammeln.
Eines von unseren allerliebsten Gedichtbüchern für Kinder ist Lustig singt die Regentonne* von Vera Ferra-Mikura. Die Gedichte über Marmeladeflecken im Gesicht, einen Wasserball der verloren ging, blaue Plastilinzwerge die zur Mittag eine Suppe essen, sind voller Humor und laden Groß und Klein zum Philosophieren ein. Ich mag auch die einfachen Bilder dazu, die mal bunt, mal nur schwarz-weiß sind und somit Platz für die Vorstellungskraft lassen.


Die Such-Bücher von Britta Teckentrup, Manche sind anders...* und Wir gehören zusammen!* machen Julia bis heute Spaß, obwohl sie alle Rätsel bereits zig mal gelöst hat. Die Aufgaben werden von Seite zu Seite herausfordernder, bis sich auf der letzten Seite ein Tier versteckt, das bis dahin im Buch noch nicht vorgekommen ist. Julia liebt nicht nur die Rätsel, sondern auch die lustigen Reime und kann fast alle davon bereits auswendig.


Zu meinen allerliebsten österreichischen Kinderbuchautorinnen gehört, neben Vera Ferra-Mikura, auch Mira Lobe. Ihr Gedichtbuch Zwei Elefanten, die sich gut kannten* beinhaltet ihre schönsten Tiergedichte zum Vorlesen, Lauschen und zum Schmunzeln. Da die Gedichte in größeren Buchstaben geschrieben sind, ist das Buch auch für Erstlesekinder wunderbar geeignet. Eines unserer liebsten Gedichte aus dem Buch ist: "Deutsch ist schwer". Egal wie oft wir das lesen, bringt es uns immer zum Schmunzeln.

Die Geschichte von Alice Melvin über Emma, die ihren Einkauf tätigt* ist ebenso in Reimen verfasst. Emma hat 10 ausergewöhnliche Sachen auf ihrer Einkaufsliste, wie etwa ein Metallkazoo, einen Kakadu oder einen grünen Gartenschlauch, die sie sich nach und nach besorgt, bis sie merkt, dass doch nicht alles käuflich ist. Die Seiten des Buches sind jeweils als Leporello aufzuklappen, wodurch auch der Leser Einblick in die Läden bekommt. Eine sehr charmante Geschichte mit einfachen aber netten Wimmelbildern.
Dieses Buch habe ich aus Zufall entdeckt und es sofort lieb gewonnen. Majas kleiner Garten* von Lena Anderson ist nicht einfach ein Kinderbuch über Gartenpflanzen, sondern eine, die in Versen erzählt wird. Wie Maja durch ihren Garten führt, erzählt sie in pfiffigen Reimen alles wissenwertes über ihre Pflanzen, wie man diese anbaut und woher sie kommen.
Es gibt auch ein paar besondere Extras im Buch, wie etwa ein Rezept, eine kleine Kräuterkunde und eine kurze Aufstellung wichtiger Garten-Utensilien. Ein Kinderbuchklassiker über einen ganz besonderen Garten, mit wunderschönen Versen und lustigen, stimmungvollen Illustrationen.

Dieses Buch habe ich aus Zufall entdeckt und es sofort lieb gewonnen. Majas kleiner Garten* von Lena Anderson ist nicht einfach ein Kinderbuch über Gartenpflanzen, sondern eine, die in Versen erzählt wird. Wie Maja durch ihren Garten führt, erzählt sie in pfiffigen Reimen alles wissenwertes über ihre Pflanzen, wie man diese anbaut und woher sie kommen.
Es gibt auch ein paar besondere Extras im Buch, wie etwa ein Rezept, eine kleine Kräuterkunde und eine kurze Aufstellung wichtiger Garten-Utensilien. Ein Kinderbuchklassiker über einen ganz besonderen Garten, mit wunderschönen Versen und lustigen, stimmungvollen Illustrationen.

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