10-13 Monate alt
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Während ich auf Julia wartete, die gerade ihre Ballettstunde besuchte, stöberte ich in einem Büchergeschäft gleich in der Nähe und fand dabei dieses wunderschönes Buch: Das Planetarium - Einritt frei!* von Raman K. Prinja. Da ich ja Julia infolge unseres Montessori-Homeschoolings viel über die Entstehung unserer Erde und über unser Sonnensystem erzählt habe und weil sie mir ständig Fragen zum Universum stellt, packte ich das Buch ohne zu zögern in meinen Einkaufskorb. 


Es sind nicht nur die wunderschönen Illustrationen, die einen zum Staunen bringen, sondern auch die packenden Texte. Dass unser Planet eine genaue Adresse im Universum hat oder dass Sterne ebenso sterben wie entstehen können, faszinierte Julia (und auch mich) ungemein, so sehr, dass wir noch am selben Abend im Bett liegend das Buch fast nicht weglegen konnten. 

Allerdings empfehle ich das Buch wirklich erst ab Schulalter, vielleicht ab 6 oder 7 Jahren. Einerseits, weil die Texte sehr lang, andererseits auch sehr anspruchsvoll sind.


Ein absolutes Lieblingsbuch ist hier zurzeit Das Sprachbastelbuch* unter anderem von Vera Ferra-Mikura, Christine Nöstlinger, Mira Lobe und viele mehr. Es ist ein wunderbar lustiges aber auch ernsthaftes Buch (nicht nur) für junge Sprachgenießer, voll mit Un-Sinn-Geschichten, Reimen, Schüttelversen und Schnellsprechsätzen. Egal, wo wir das Buch aufschlagen, wir finden immer etwas interessantes oder etwas, was uns zum Lachen und zum Grübeln bringt. Und manches davon haben wir schon so oft gelesen, dass wir es bereits auswendig kennen.


Das Buch Kinder in fernen Ländern für uns erzählt* von Caroline und Martine Laffin steht eigentlich schon seit Jahren auf unserem Bücherregal, allerdings wurde es erst jetzt für Julia wirklich interessant. Sie blätterte auch vorher gerne darin, aber nur um die Bilder anzuschauen, jetzt aber verschlingst sie auch die Texte und erzählt mir dann voller Begeisterung, was sie gelesen hat und wie Kinder auf anderen Kontinenten und in anderen Ländern leben.


Was Jakobs Bücherregal betrifft, so bekam ich einige wunderbare Tipps von einer Freundin für schlichte aber schöne Bilderbücher, die wirklich nur ein Bild pro Seite vorweisen. Ich war meiner Freundin sehr dankbar für diese Büchertipps, denn Bücher für ganz junge Kinder zu finden, die wirklich schlicht gehalten werden, ist gar nicht so einfach.


Das Buch Katze, Hund und noch viel mehr...* von Christine Meier zeigt auf jeder Doppelseite echte Tierfotos von jungen Tieren und ihren Müttern. Auch die Texte zum Vorlesen sind auf nur einen Satz reduziert, was ich sehr angenehm finde. Es ist eines der schönsten Pappbilderbücher für Kinder ab ca 10-12 Monaten, das ich kenne.

Die Duden Pappbilderbücher sind zwar nicht mit echten Fotos, aber mit wunderschönen, detailgetreuen Zeichnungen von einem meiner Lieblings-Kinderbuchillustratoren, Thomas Müller. Auf jeder Seite wird ein Tier oder ein Gegenstand gezeigt, was es jungen Kindern ermöglicht, sich auf dieses eine Bild zu konzentrieren. Wir haben aus dieser Serie Ich mag Tiere*, Ich esse* und Ich mag den Bauernhof*.

Wir lieben auch nach wie vor die wunderschönen Bilderbücher über Blumen* und Früchte*, die mir mal Katelynn von @montessori.mother empfohlen hat. Katelynn ist eine AMI Pädagogin für 0-3 und führt in Berlin eine wunderschöne Pop-Up Montessori Spielgruppe. Sie gibt außerdem auch Workshops für Eltern und richtet auf Wunsch auch Kinderzimmer nach Montessori für Neugeborene zuhause ein.

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Beide meine Kinder lieben Puzzles! Schon als Kleinkind verbrachte Julia mit ihren Lieblingspuzzles viel Zeit und nun tut das Jakob mit seinen auch.

Puzzles werden zwar auf eine ganz bestimmten Art und Weise bespielt, trotzdem sind sie ein Kreativspielzeug. Sie fördern das logische Denken, die Feinmotorik und Kinder lieben es, wenn sie herausfinden, wie die einzelnen Teile wieder zu einem Ganzen zusammengefügt werden können.


Wenn ich Ausschau nach Puzzles für Jakob halte, suche ich vorwiegend ganz schlichte. Je einfacher, desto besser. Ich achte auch darauf, dass die Motive realistische Bilder darstellen, damit Jakob diese gut erkennen kann. Und nicht zuletzt bevorzuge ich Greifpuzzles mit großen Knäufen, so kann er die Puzzleteile mit dem 3-Finger-Griff herausheben und zurückstecken und dabei seine Hände geschickt einsetzen.


Es gibt so viele wunderschöne Greifpuzzles für junge Kinder! Hier meine Favoriten, die ich bei der Suche nach einem schönen Puzzle für Jakob gefunden habe:
  1. Einfache (Montessori) Puzzles mit jeweils einem Kreis, einem Quadrat, einem kleineren Kreis und einem Dreieck, die bereits Kindern unter einem Jahr angeboten werden können. Allerdings haben sie einen schicken Preis, daher lohnt es sich diese auch auf dem Flohmarkt zu suchen.
  2. (Montessori) Puzzles für Kleinkinder mit 3 Motiven.
  3. Wunderschön und schlicht: Puzzles mit einem geteilten Kreis (für ältere Kinder)
  4. und eines mit 4 unterschiedlichen Formen.
  5. Ein Puzzle mit einem Seehund-Motiv.
  6. Ein Puzzle mit 3 Bären, das zurzeit auch auf Jakobs Regal steht.
  7. Wunderschöne Puzzles mit 4 Motiven von einem meiner liebsten Puzzle-Hersteller. Das eine Puzzle ist mit Obst-Motiven*,
  8. das andere mit Haustieren*. Ich entdeckte auch eins mit Musikinstrumenten* (hier nicht abgebildet), das ich ebenso wunderschön finde.
  9. Von der gleichen Firma: ein Puzzle mit einigen Gegenständen aus dem Badezimmer*
  10. und eines mit Motiven rund um den Garten*. (Auch schön: mit einigen Werkzeugen*.)
  11. Ein Greifpuzzle mit unterschiedlichen Fahrzeugen*.
  12. Puzzles mit realistischen Tier-Motiven für Kinder ab ca. 18-20 Monate: Ein Hahn-Puzzle
  13. und ein Hasen-Puzzle.
  14. Ein Giraffen-Puzzle aus 5 Teilen, das ich auch für Jakob ausgesucht habe.


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"Wozu ist die menschliche Hand da? Von welchem Nutzen ist sie für das Kind? Bei der Geburt ist die Hand ein unentwickeltes Werkzeug. Darum ist die erste Arbeit des Kindes, seine Hand zu einem Werkzeug zu machen, das es selbst lenken kann." - Paula Polk Lillard / Lynn Lillard Jessen, Montessori von Anfang an, S.69

Ich finde, es braucht weder die teuersten Spielsachen und schon gar nicht viele davon, um im Kinderzimmer das Spielregal spannend und sinnvoll zu gestalten. Oft sind das wirklich die einfachsten Spielsachen und manchmal sogar Gegenstände aus unserem Haushalt, oder etwas Selbstgebasteltes oder Selbstgenähtes, das ich auf Jakobs Regal stelle. Statt Quantität setze ich lieber auf Qualität und überlege mir: Ist das Material schlicht und schön? Was kann er mit dem Material machen? Ermöglicht es ihm eine sinnvolle Aktivität? Zu forschen, zu denken und zu hantieren? Bietet es ihm eine angemessene Herausforderung? Kreativ zu sein? Und ermöglicht ihm das Material, seine Arbeit so oft er will und ohne Hilfe zu wiederholen?


Auf sein Regal stellte ich unter anderem diese kleine Musikdrehdose mit Kurbel*, die eine Melodie spielt, wenn er die Kurbel in eine bestimmte Richtung dreht. Es ist eigentlich ein simples Spielzeug, aber seine Hand so bewegen zu können, dass er dabei der Box Töne entlocken kann, findet er faszinierend.


In einer schönen Holzschale liegt für ihn eine Holzschraube und dazu eine Holzmutter (die ich aus diesem Spielset entnommen habe*) bereit. Die zwei Teile zusammen zu stecken und sein Handgelenk so zu bewegen, dass die Gewinde ineinanderpassen, ist keine Kleinigkeit für ein so junges Kind.


Dieser Schälchensatz* besteht eigentlich aus 5 Teilen, aber damit er nicht gleich überfordert wird, stellte ich ihm erst mal nur die 3 kleinsten Teile auf sein Regal. Jakob steckt die Schalen gerne in- aber manchmal stapelt er diese auch aufeinander und probiert alle möglichen Varianten aus. Zu erforschen, wie die einzelnen Teile zueinanderpassen, erfordert ebenso Kreativität, wie "ergebnisoffene" Spielsachen, wie zum Beispiel Bausteine. Damit der Größenunterschied der Schalen für ihn klarer wird, habe ich mich für das schlichte, naturbelassene Set entschieden.


Diese schöne, handgeschnitzte Holzschatulle mit einem großen Knauf auf dem Deckel fand ich einst auf dem Flohmarkt. Jakob macht sie gerne auf und gibt dann den Deckel wieder auf die Schale, wie bei einem einfachen Puzzle. Um ihm das Material noch spannender zu machen, legte ich einen meiner Armreife in die Holzdose. Ähnliche schöne Schatullen fand ich hier, hier und auch hier.


Die selbstgebastelte Münzbox aus Karton (hier mehr dazu) findet er nach wie vor spannend, die andere Box mit dem Strickball tauschte ich jedoch auf ein Körbchen mit 3 Gegenständen um, die unterschiedlich geöffnet werden können. In dem Korb sind: ein kleines Gläschen mit Korkdeckel, eine selbstgenähte Tasche mit Klettverschluss und eine kleine metallene Dose mit Klappdeckel, die früher mal meiner Mama gehörte.


Ich finde, es macht Sinn, auch dort einige Materialien anzubieten, wo sich die Familie die meiste Zeit in der Wohnung aufhält. Auf dem unteren der zwei Regalböden unseres Bücherregals stellte ich Jakob auch einige wenige Sachen bereit, weiter höher kommen dann die Materialien fürs Homeschooling für Julia. Da ich in seinem Zimmer keinen passenden Platz dafür gefunden habe, steht sein Arbeitstisch und sein Sessel auch hier im Wohnzimmer und ist in regem Gebrauch.


Auf dem Regal hier im Wohnzimmer stehen eine handbemalte, originale Matroschka Puppe, womit bereits Julia damals so gerne gespielt hat, ein Korb mit einem Rasselei aus Holz* und einer Drehtrommel*, die unterschiedlich zum Erklingen gebracht werden, sowie ein Korb mit einigen unterschiedlichen Bällen sowie ein Steckspiel*, bei dem 3 Figuren in einen wippenden Holzblock eingesetzt werden.


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Bevor ich im nächsten Beitrag Julias Zimmer zeige, wollte ich noch einige unserer aktuellen Lieblingsbücher verbloggen - und das eigentlich schon seit fast 2 Wochen! Die Tage verfliegen hier unglaublich schnell und wenn ich nicht gerade an meinem Vortrag arbeite (ich schreibe bald mehr dazu), nutzen wir das schöne Wetter und machen entweder die Terrasse hübsch oder sind unterwegs. Aber heute nahm ich mir fest vor, einige unserer Kinderbücher, die wir zurzeit oft lesen und vorlesen, Euch unbedingt herzuzeigen:

Zu ihrem 6. Geburtstag bekam Julia unter anderem dieses wunderschönes Buch über den menschlichen Körper: Anatomie* von Héléne und ihrem Vater Jean-Claude Druvert. Sie interessiert sich, wie für viele Dinge zurzeit, auch für den menschlichen Körper, und fragt uns, wie groß ihr Herz ist, wie groß ihr Magen sein kann oder wie diese 2 "komischen Knochen auf dem Rücken" heißen. Wir blättern daher  ganz oft in diesem Buch und stellen uns auch mal vor, wie der Körper ohne Knochen oder mit einer durchsichtigen Haut wohl aussehen würde. Julias Vorstellungskraft ist erstaunlich, ich liebe es, mit ihr über solche Dinge zu philosophieren!


Auf jeder Seite gibt es große, anschauliche Illustrationen und großzügige Klappen, unter denen sich einfach gezeichnete Organe, Muskeln und Knochen verbergen und ein Bild davon geben, wie unser Körper funktioniert. Etwas ganz besonderes an diesem Sachbuch sind die filigranen Scherenschnitte über das Skelett, den Blutkreislauf, die Atemwege, über die Verdauung und das Nervensystem. Die Scherenschnitte überlappen sich sogar, was wirklich sehr beeindruckend aussieht!


Tina und das Orchester - Mein erstes Buch über die Musikinstrumente* entdeckte ich ganz zufällig in einem Buchgeschäft und konnte es einfach nicht dortlassen. Die Geschichte von Marko Simsa und Winfried Opgenoorth erzählt über ein Mädchen namens Tina, das zu ihrem 8. Geburtstag von ihrem Onkel ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk bekommt: da er Dirigent ist, nimmt er sie mit zu einer Orchesterprobe. Dort kann Tina nicht nur die einzelnen Musikinstrumente kennenlernen, sondern auch ausprobieren. 


Auf der beigepackten CD wird jedes Instrument in Tonspielen und Begleittexten vorgestellt und auch einige Orchesterstücke vorgeführt. Julia liebt dieses Buch und hört sich die CD in Dauerschleife an, was mich nicht wundert, denn auch sie besucht bald regelmäßig eine Musikschule und kann es kaum erwarten.


Das Pappbilderbuch Hallo Welt* von Jonathan Litton ist ein interaktiver Atlas über Sprachen rund um den Globus. Für Julia, die sich gerne Geheimsprachen und Geheimschriften ausdenkt und andere Sprachen und Schriftzeichen interessant findet, war dieses Buch ein Volltreffer. Auf jeder Doppelseite wird ein Kontinent dargestellt und wie sich die Menschen dort einander begrüßen. Unter den Klappen kann man dann die Aussprache lesen aber auch Interessantes über das Land, der Region und kulturelle Besonderheiten erfahren.


Zufälligerweise lernten die Kinder in Julias Montessori Kinderhaus neulich ein Lied, das genau zu diesem Buch passt: Hello To All The Children Of The World (Link führt zu You Tube), das Julia zuhause jeden Tag vor sich hin singt und das ich mittlerweile auch schon auswendig kenne. Umso mehr mag sie dieses Buch und gemeinsam staunen wir über die unterschiedlichsten Schriften und üben die Begrüßungsarten, die es so auf der Welt gibt.


Auf dieses Buch, Jetzt sind auch die Kirschen reif!* machte mich meine Schwester aufmerksam, weil sie weiß, wie sehr wir die Bücher von Gerda Muller lieben! So wie sie, ist ja auch Julia ein Stadtkind, das allerdings sehr gerne am Land bei den Großeltern oder ihrer Tante ist und auch dort bei der Gartenarbeit mitmacht. Die Zeichnungen von Gerda Muller sind so liebevoll detailiert und die Geschichte über Sophie und ihre Liebe zu ihrem Garten voller Obst macht großen Lust auf den Sommer. Dabei konnte auch ich als Erwachsene vieles Erstaunliches erfahren, wie etwa, wie mühsam die Ernte von Cashewnüssen ist und welche Frucht aus der Passionsblume eigentlich heranwächst.


Bei uns in der Nähe am Teich wohnt eine Biberfamilie und immer wenn wir spaziergehen, entdecken wir die angenagten Baumstämme rund um den Teich. Umso größer war meine Freude, als ich dieses entzückende Buch in einem kleinen Buchladen entdeckte: Am Biberteich* von Eva Sixt. Ich mag nicht nur die schönen Bilder, sondern auch die respektvolle Art, wie dieses Buch Wissenswertes über diese Tiere vermittelt. Dass die Biber dennoch nicht überall willkommen sind und sich Förster und Landwirte auch oft über sie ärgern, beschreibt das Buch allerdings auch und lädt auch dazu ein, verschiedene Ansichten zu respektieren.


Auch Jakob bekam zu Ostern ein neues Buch aus der Serie Babys allererste Wörter: Meine Sachen*. Ich wollte ihm ein Buch besorgen, das echte Fotos und auf jeder Seite wirklich nur ein Foto zeigt, noch dazu vorwiegend über Dinge, die er bereits kennt. Die Bildbeschrifungen im Buch sind eher für die Erstlese-Geschwisterkinder spannend, dennoch liebt es Jakob, wenn wir mit ihm die Bilder gemeinsam anschauen und diese benennen und er dann sogar versucht, die Wörter mit einem "Ta-ta-tah" nachzusprechen.


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"Schließlich krabbelt das Kind durch das ganze Haus und untersucht alles aus eigenem Antrieb. Jetzt ist es wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, wie alles im Haus organisiert ist. Ergibt alles einen Sinn? Ist es einfach und funktionell geordnet? Ist es schön? Jetzt ist Gelegenheit, 'einen Platz für alles und alles an seinem Platz' zu etablieren, bevor das Kind sich selbst daranmacht, alles nach seinem Gutdünken umzuräumen." - Paula Polk Lillard; Lynn Lillard Jessen; Montessori von Anfang an (S. 66)

Jakob nimmt am Alltag immer aktiver Teil. Er beobachtet uns nicht nur beim Tun, er macht auch unsere Bewegungen nach. Auch beim An- und Ausziehen macht er immer mehr mit und mag es daher umso weniger, beim Liegen gewickelt zu werden. Da auch Julias Zimmer dringend mehr Struktur gebraucht hat und auch andere Bereiche in unserer Wohnung nicht mehr praktisch eingerichtet waren, habe ich die letzten Wochen damit verbracht, in den Räumlichkeiten alles unter die Lupe zu nehmen um es an die Kinder besser anzupassen. Und wie unser Zuhause heute aussieht, möchte ich Euch in einigen Blogbeiträgen gerne zeigen.

Auch in Jakobs Zimmer hat sich einiges getan. Er ist zwar meistens in meiner Nähe, verbringt aber auch viel Zeit in diesem Raum, der direkt neben dem Wohnzimmer und der offenen Küche liegt und wo ich ihn deshalb gut im Blickfeld habe.


Sein Bodenbett ist nach wie vor sehr simpel und wird nur tagsüber benutzt. In der Nacht, da ich ihn auch noch dann stille, schläft Jakob neben mir im Familienbett. Wenn er untertags von seinem Nickerchen erwacht, krabbelt er alleine runter und haltet nach mir Ausschau und wenn er mich "ruft", setze ich mich neben sein Bodenbett, begrüße und streichle ihn, warte aber bis er ganz munter wird und lasse ihn selbst von der Matratze runterkrabbeln.


Früher war hier ein Spiegel an der Wand und eigentlich hatte ich vor, vor diesem Spiegel eine Stange zu montieren an der sich Jakob hochziehen kann. Aber da ich dafür keine gute Lösung fand, dafür aber Jakob sich sonst überall in der Wohnung geschickt aufstellt und entlang der Möbeln trippelt, ließ ich das mit der Stange lieber bleiben. Stattdessen bekam er einen gemütlichen Weidenkorb* zum Hineinkuscheln und auch zum Rein- und Rausklettern. Auch Julia liebt diesen Korb und ganz oft finde ich die beiden hier vor, wie sie ihm Bücher vorliest.


Direkt neben dem Korb montierten wir ihm eine Bilderleiste als Buchregal, wo gerade mal 3-4 Bücher Platz haben und was für Jakob völlig ausreicht. Diese Bilderleiste ist etwas schmaler als die vom Möbelschweden und ragt daher nicht so hervor, was ich persönlich schöner finde. Wir montierten die Leiste sehr niedrig, so dass Jakob sogar beim Sitzen an seine Bücher kommt. Das war mir wichtig, weil er sich sonst hier hochziehen würde, was mir, trotz tadelloser Montage vom Ehemann, nicht sehr sicher erschien.


Er liebt seine neue Kugelbahn die er von seinem Großonkel geschenkt bekommen hat. Sie ist schlicht und unglaublich schön und auch nicht zu hoch, so dass Jakob sie bereits jetzt bespielen kann. Sie ist auch sehr robust, aber als Jakob versuchte, sich daran hochzuziehen, merkte er ganz schnell, dass das keinen sicheren Halt gibt. So kniet er nun meistens davor, um die Kugel oben in das Loch stecken zu können. Ich bestellte ihm (unglücklicher Weise) auch eine Holzkugelbahn, die allerdings noch zu groß ist, die ihm aber später, wenn er bereits gehen kann, sicher auch viel Freude bereiten wird.


Er klettert zurzeit unglaublich gerne und weil wir in der Wohnung keine Treppen haben, stellte ich zum Klettern den Hocker vom Möbelschweden mitten in sein Zimmer. Der Hocker ist stabil und die Höhe perfekt und Jakob klettert mittlerweile schon  geschickt rauf und wieder runter. Manchmal vorwärts, aber manchmal auch rückwärts und ertastet den Boden dabei ganz behutsam mit den Füßen.


Ich nähte ihm einige Säckchen mit Bohnen, Kichererbsen und Reis gefüllt um zu Werfen, zu Befühlen und auch um diese aus dem Korb aus- und dann wieder in den Korb einzuräumen. Dabei nahm ich den Stoff doppelt und nähte die Rechtecke zuerst mit Zickzack- dann zusätzlich mit einfachen Stichen auch noch einmal zu. Sicher ist sicher. Gerne schreibe ich dazu noch eine genauere Anleitung.


Sein Spielregal steht nach wie vor an derselben Stelle, lediglich tauschte ich seine Materialien um. Manchmal arbeitet Jakob direkt am Regal, manchmal räumt er alles nacheinander aus. Darum ist sein Regal natürlich nicht immer so aufgeräumt wenn er gerade alles erkundet, es dauert jedoch keine 2 Minuten hier wieder alles auf seinen Platz zu stellen (was ich am Tag auch mindestens 4-5 mal mache).


Seinen Kleiderschrank habe ich an die andere Wand rübergeschoben damit gleich daneben auch ein Sessel zum An- und Ausziehen und ein Korb für Schmutzwäsche Platz haben. Für den Würfelhocker, den ich selbst gebaut habe, ließ ich mich von der lieben Ellen von Chez Mama Poule inspirieren, nahm lediglich nur andere Maße. Die Sitzhöhe beträgt nur 13 cm, so dass Jakob hier wirklich bequem sitzen aber auch alleine wieder runterklettern kann. Das An- und Ausziehen ist so viel entspannter, seitdem er dabei hier sitzen kann. So kann er auch, besonders bei den Hosen und Socken aktiv mitmachen und mir seine Füße entgegenstrecken.

Es war mir wichtig, dass sein Zimmer viel Ruhe ausstrahlt und trotz weniger Dekoration (und der überschaubaren Menge an Materialien), schön und einladend wirkt. Wenn Jakob sein Zimmer erkundet, schaut es öfters mal so aus wie auf diesem letzten Foto, aber weil hier alles seinen eigenen Platz hat, ist es ebenso schnell auch wieder aufgeräumt.


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In den ersten Jahren saugen Babys jeden Anblick, jedes Geräusch, jeden Geruch und jede Berührung in sich auf wie ein Schwamm. Sie erkunden ihre unmittelbare Umgebung indem sie alles in den Mund stecken, sie lauschen den Geäuschen aus der Küche, beobachten die großen Geschwister und die Eltern und üben fleißig das Greifen.

Obwohl sie die Welt selbst entdecken wollen, kann man ihnen bereits Gegenstände zum Erforschen anbieten und somit ihre Wahrnehmung für unterschiedliche Klänge, Materialien und Eigenschaften fördern. Und weil es auch hier im Blog und auch in der FB Gruppe immer wieder als Frage gestellt wird, was genau kann man da Babys anbieten um sie nach Montessori zu fördern, zeige ich Euch ein paar Ideen:


Wie zum Beispiel einen Korb mit ein paar Bürsten (mit weichen und etwas härteren Borsten) und einem Holzkamm um die Sinne zu schärfen,


mit großen trockenen Käferbohnen gefüllte kleine Säckchen (die kann man sogar mit der Hand nähen) die nicht nur zum Werfen und zum Ertasten sondern auch zum Balancieren auf dem Kopf geeignet sind,


einen großen Tannenzapfen, riesige Walnüsse, große Steine zum Zusammenschlagen und Muscheln,


Kochlöffel und ein paar kleinere Töpfe sowie Topfdeckel als Becken,


Bausteine mit unterschiedlichen Formen und Größen,


einen Nussknacker zum Schrauben (dazu komme ich noch später, in einem anderem Beitrag zurück),


einen Korb voll mit kleinen Schätzen wie Glocke und ein Glas mit Linsen (o. Ä.) zum Rasseln,



eine kleine Papierbox mit ausziehbaren Fächern,


und einen Spiegel um die eigenen Bewgungen, den eigenen Körper sowie Grimassen erforschen zu können. Natürlich sollte man all dies nicht auf einmal anbieten, man kann sie aber in der Wohnung verteilen, damit sich die Kleinen hinrobben oder hinkrabbeln können falls sie diese entdecken wollen.

Und nun stürze ich mich ins Wochenende und wünsche Euch auch entspannte Tage. Bis Montag zur Verlosung ;)