Schon seit mehreren Wochen suche ich nach passenden Geschenkideen zu Weihnachten für Julia um eine Liste dafür zu erstellen. Was sie dieses Jahr unter unserem Baum vorfinden wird, weiß ich bereits genau, die Liste stellte ich viel mehr für die Großfamilie zusammen, die mich oft ratlos nach Ideen fragt und für so eine Liste jedes Mal sehr dankbar ist. Für diejenigen von Euch, die noch verzweifelt auf der Suche sind, hier einige Geschenkideen für 3-6 jährige Kinder und auch einige unserer sehr beliebten Materialien aus Julias Spielregal.

1.// Ein japanischer Holzbaukasten mit einfachen Bausteinen, die aber sehr vielseitig eingesetzt werden können. Ich liebe solche Spielsachen, die zwar schlicht sind, dennoch (oder gerade deswegen) viel Kreatives ermöglichen.


2.// Texo Bauelemente, entwickelt vom Architekt, Designer und Autor Lester Walker, um riesige 3-D Kontruktionen zu kreieren. Seit einem guten halben Jahr stehen sie auf Julias Regal und werden heiß geliebt und in allen möglichen Varianten aufgebaut. Wir haben unsere auf Ebay erworben, leider gibt es sie sonst kaum zu finden. Für uns reichte auch die kleinere Packung mit 65 Elementen, für noch mehr Bauspaß und für Geschwisterkinder gibt es allerdings auch eine größere Variante mit 210 Bauelementen.

3.// Nicht nur Julia und ihre Freunde in ihrem Kinderhaus, sogar die Kinder in der Montessori Schule liebten es, mit der Strickgabel* lange bunte Schläuche zu stricken. Abgesehen davon, dass Stricken für die kleinen Hände eine wunderbare Arbeit ist, lässt es Kinder auch in eine tiefe Konzentration sinken.

4,// Auch den Knüpfstern* kann ich nur heiß empfehlen und ganz und gar nicht nur für Mädchen! Einen anderen wunderschönen Knüpfstern aus Holz findet ihr hier und eine genaue Anleitung, wie er funktioniert, hier.

5.// Wie sie sich das gewunschen hat, kommt heuer eine große Packung Cuboro unter unseren Christbaum, als Ergänzung zu dem bereits bestehenden Set. Ich gebe zu, die Klötze sind nicht ganz billig, aber seit Jahren eines der allerliebsten Spielsachen von Julia. Abgesehen davon gehört es zu den Spielsachen, die ich besonders wert- und sinnvoll finde und die auch langlebig sind.


6.// Letzten Winter besorgte ich für Julias Bastelecke einige Wikki Stix. Eine einfache aber dennoch geniale Erfindung! Die mit Wachs überzogenen bunten Schnüre lassen sich beliebig biegen, zusammenpicken und sogar mit einer Schere kürzen.

7.// Schon seit 1,5 Jahren liebäugle ich mit diesem wunderschönen, unlackierten Holz-Baum-Puzzle mit verschiedenen Vogelarten aus Europa von Ludimondo, schob aber die Bestellung immer vor mich hin. Diesmal kommt es unter den Christbaum, vor allem, weil ich solche handgemachten Spielsachen besonders wertschätze. Der Hersteller ist ein Ungar namens Mihály Pap, mit dem ich auch gleich Kontakt aufgenommen habe und erfuhr, dass das Puzzle auch in Deutschland verkauft wird.

8.// Ein tolles Geschenk für alle zahlenbegeisterten Kinder um die Zahlenmengen bis 10 zu be-greifen. Ich habe damals für Julia solche Zahlenstecktäfelchen selbst gebastelt, allerdings sind sie auch hier oder hier erhältlich und ein wirklich sehr schönes Material, wie ich finde.

9,// Da Julia immer mehr und gerne schreibt, bestellten wir ihr auch eine Schreibtafel aus Schiefer mit Schreiblinien auf der einen und Karierung auf der anderen Seite.

10.// Ich finde, nicht nur CDs sind nette Geschenkideen für Kinder, sondern auch Musikinstrumente aus aller Welt. Da sie bereits einen afrikanischen "Regenmacher" besitzt, bekommt sie zu Weihnachten auch eine kleine afrikanische Djembe* dazu.


11.// Wie die Kugelbahn, gehört für mich auch so ein Holz-Bauernhof zu den wertvollsten Spielsachen und wir möchten unseren aus dem Kinderzimmer nicht mehr missen. Ich habe lange nach so einem Bauernhof Ausschau gehalten und obwohl mir die Wahl nicht so leicht viel, fand ich den von Drei Blätter am schönsten. Unseren Bauernhof haben wir in diesem Onlineshop bestellt.

12.// Ein Geschenk von der Verwandschaft für unsere Tochter wird so ein junior Stereo Mikroskop mit 20-facher Vergrößerung* sein. Es gab viele vielversprechende Mikroskope zur Auswahl, aber ich entschied mich für eine Stereo-Variante, da Julia sich recht schwer tut ein Auge zuzukneifen wenn sie mit dem anderen Auge in eine schmale Öffnung hineinschauen will.

13.// Eines der schönsten und eines der wenigen Montessori-Materialien, die ich auch für zu Hause wärmstens empfehlen möchte: der Globus.

14.// Da ich an ihr gemerkt habe, dass sie nun bereit für Gesellschaftspiele ist, bekam sie zu ihrem letzten Geburtstag dieses Bären-Spiel*. Das tolle an diesem Spiel ist, dass es keine Verlierer gibt, denn nur alle zusammen können es schaffen, dem im Wald verschollenen kleinen Bär wieder den Weg nach draußen zu zeigen. Ein wunderbares Geschenk, das gerade jetzt an den Feiertagen die ganze Familie zu einem netten Spielnachmittag zusammenführt.


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Im Adventkalender von Julia versteckte ich auch einige Bastelideen für selbstgemachte Geschenke, mit welchen sie dann ihre Kinderhauspädagoginnen, Freunde und die Verwandschaft überraschen kann. Es sind Bastelideen, die mit wenig Zeitaufwand verbunden sind, dennoch für viel Spaß sorgen und noch dazu ein wirklich nettes Geschenk abgeben. Solltet ihr noch auf der Suche nach einfachen Geschenkideen sein, hätte ich 4 selbtgemachte, bei deren Umsetzung besonders junge Kinder viel Spaß haben werden.


Wie jedes Jahr bastelten wir einige selbstgerollte Kerzen aus Bienenwachs. Früher fiel Julia es recht schwer, die Kante mit dem Docht am Anfang einzurollen. Damals half ich ihr noch bei diesem Schritt, heuer klappte es jedoch wunderbar und sie rollte eine Kerze nach der anderen. Sie bestand darauf, unterschiedliche Kerzen zu rollen, einige kleinere, einige größere und auch spiralförmige. Auch die kleine Tannenbaum-Dekoration haben wir selbst gemacht und es ist eine wunderbare Fädelarbeit für kleine Hände. Dazu benutzten wir grünen Filzstoff und Holzperlen und fädelten diese abwechselnd mit Hilfe einer Wollnadel auf.


Für unser selbstgemachtes Badesalz benötigten wir 6 Teil grobes Salz, 3 Teil Bittersalz aus der Apotheke um die Muskeln zu entspannen, 1 Teil Backpulver um das Wasser zu mildern aber auch um Hautreizungen zu lindern und ein paar Tropfen ätherisches Öl.


Die Zutaten mischte Julia in einer großen Schüssel zusammen (als Einheit nahm sie ihren größten Messlöffel) und portionierte das fertige Badesalz in kleine Vorratsgläschen mit einem Bügelverschluss (50 ml von Nanu Nana). Zum Schluss bekamen die Gläschen eine schlichte Masche und einige süße Holzfiguren, die wir bei einem Einkaufsbummel entdeckt haben. Das Rezept für das selbstgemachte Badesalz fand ich auf der tollen Webseite von Martha Stewart.


Wir nahmen uns auch selbstgemachte Seifenbällchen vor. Auch diese Idee ist recht einfach und nimmt auch kaum Zeit in Anspruch, dafür sind die kleinen Seifenbällchen richtige Hingucker und ein wunderbares kleines Präsent. Für die Seifenbällchen rieben wir 2 Schafsmilch-Seifen ab, gossen einen Esslöffel Wasser zu den Seifenraspeln und formten mit den Handflächen kleine, kastaniengroße Bällchen.


Anschließend wälzten wir sie in Lavendelblüten, Ringelblumenblüten und Lindenblüten und ließen sie ein wenig an der Luft trocknen.


Ich finde, in einem kleinen Netzsäckchen, dazu mit einem ebenso selbstgemachten Bügelperlen-Stern ergeben sie ein sehr nettes Überraschungspäckchen.

Auch Schoko-Muffins in Gläschen sind nicht nur schön, sondern auch ein besonders nettes Geschenk und in weniger als 10 Minuten fertig gestellt. Dazu nahmen wir größere Vorratsgläser mit Bügelverschluss (250 ml, auch von Nanu Nana), 110 g Bio Dinkelmehl, 2 Esslöffel Kakaopulver, 2 Teelöffel Backpulver und 50 g grobe Haferflocken. Wir bastelten für die "Schoko-Muffins im Glas" auch kleine Rezepthefte, in welchen die genauen Anweisungen und die Flüssigzutaten, die noch benötigt werden, angegeben sind. Die Rezepthefte könnt ihr gerne hier herunterladen.


Die Adventzeit war für mich als Kind immer die schönste Zeit im Jahr. Denn in meiner Kindheit war dies die Zeit, wo ich mit viel Vorfreude auf das Fest, jede Menge Zeit mit der Familie verbracht habe - ganz besonders mit meiner Mama. Die Adventzeit gehört daher zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

Obwohl ich auch heuer wieder wunderschöne Ideen für den Adventkalender gesehen habe und mit einigen auch liebäugelte, bastelte ich Julia auch diesmal einen "Zeit-Für-Dich-Adventkalender". Einen besonderen Kalender, bei dem ich ihr statt "Zeug", wie Spielsachen und Süßigkeiten, lieber "Zeit" und Aufmerksamkeit schenken möchte.


Ich stellte eine Liste mit 24 einfachen Ideen zusammen, die wir gemeinsam machen werden und suchte in der Wohnung einige kleine Gegenstände, die als Hinweis für diese gemeinsamen Aktivitäten dienen könnten. So steckte ich in eines der Säckchen zwei, aus dem Kinderzimmer entnommene Dinos als Hinweis für einen Besuch im Naturhistorischen Museum, für andere Aktivitäten, wie etwa gemeinsames Backen, einen Ausflug machen oder gemeinsam Basteln, gestaltete ich ihr einfache Bild-Rezepte, legte dazu ein passendes Foto oder einfach die Bastelmaterialien in die Säckchen. In manchen der Säckchen landete ein Foto von einem Familienmitglied, das Julia an dem Tag mit einem Besuch überraschen würde oder von einer Sehenwürdigkeit, die wir besuchen möchten.


Gleich im ersten Säckchen fand sie das Rezept für ihre Lieblingskekse: Vanillekipferl. Das Rezept gestaltete ich als eine Bildgeschichte, ähnlich wie damals bei den Muffins (siehe hier). Diesmal besorgte ich jedoch auch einige bunte Messlöffel* dazu, so konnte sie auch die Zutaten gleich in der passenden Menge selbst zusammenstellen. Das Highlight beim Backen war für sie jedoch, als ich ihr zeigte, wie sie eine Vanileschote aufschneiden und die winzige Schote mit dem Messer ausschaben konnte. Das Rezept könnt ihr auch diesmal gerne herunterladen. Die Messlöffel auf den Bildern müsst ihr allerdings selbst kolorieren, denn die Farben können, je nach Hersteller, unterschiedlich sein.


Ich dachte mir wirklich die einfachsten Aktivitäten aus, denn es war gar nicht wichtig was wir tun, Hauptsache, gemeinsam. Im 5. Säckchen versteckte ich zum Beispiel unsere selbstgemachte Schuhcreme, als Hinweis, dass wir für den Nikolaus die Stiefel putzen könnten. Wir hatten viel Spaß an dem Nachmittag und sie stellte mir gefühlte 100 Fragen zum heiligen Nikolaus.


In andere Säckchen kamen Legosteine, Spielwürfel oder Mosaiksteine aus ihrem Kinderzimmer, um beim Gemeinsamen bauen und Legen einen netten Nachmittag miteinander zu verbringen.


Ausflüge plante ich dann für die Wochenenden. So versteckte ich zum Beispiel in ihrem Kalender für gestern ihren Badeanzug, und ihr Papa nahm sie in eines der Städtischen Hallenbäder mit. Heute fand sie ein Foto vom Donauturm im Kalender, ein Aussichtsturm der sich dreht und in welchem wir bei einem wunderschönen Stadtpanorama einen herrlichen Kuchen genießen konnten. Einfach Zeit miteinander verbringen, einander etwas erzählen, lachen, Spaß haben und den Moment genießen - alles das, was unter der Woche oft zu kurz kommt.

Wir lieben diesen Kalender und auch nächstes Jahr möchte ich ihr so einen "Zeit-Für-Dich-Adventkalender" basteln, denn ich merke, manchmal reichen die kleinsten Ideen, vor allem aber solche, wo wir etwas gemeinsam unternehmen aus, um ihr eine große Freude zu machen. Und in meinen Augen sind diese Geschenke so viel wertvoller und werden hoffentlich eines Tages zu ihren schönsten Kindheitserinnerungen zählen.

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Julia's Bücherkorb wurde im letzten halben Jahr mit einigen neuen Büchern aufgestockt. Mir liegt sehr viel an der Qualität der Kinderbücher, was manchmal auch bedeutet, dass ich lange suchen muss. Dennoch stelle ich mich gerne dieser Aufgabe, denn ich finde immer wieder wunderschöne Bücher, die ich euch gerne zeigen möchte.


Eines meiner Fundstücke ist dieses Sachbilderbuch für Kinder über den Blauwal* von Jenni Desmond. Das Buch erzählt über das größte lebende Tier unseres Planeten und um es Kindern leichter zu machen, sich seine Größen vorzustellen, beschreibt es lustige Vergleiche. Die Illustrationen sind Handzeichnungen und wirklich nur auf das Wesentliche reduziert. Die Texte und die Geschichte sind genau für junge Kinder im Alter wie Julia gestaltet: nicht zu lang, nicht allzu viele Informationen, aber genug, um Kinderaugen zum Staunen zu bringen.


Ein weiteres Fundstück ist das Buch Was sieht eigentlich der Regenwurm? Die Welt mit den Augen der Tiere sehen* von Guillaume Duprat. Sehen Hunde Farben? Können Katzen wirklich nachts jagen? Wie finden Insekten die richtigen Blumen? Und was sehen eigentlich Fledermäuse? Das Buch gibt auf all diese Fragen kindgerechte Antworten und die Klappbilder zeigen, wie unterschiedlich doch Tiere (und zum Schluss der Mensch) ein und dasselbe Bild sehen.


Die, die mich schon lange hier im Blog begleiten, wissen: Ich bin ein Riesen-Fan von Thomas Müller. Dementsprechend haben wir bereits fast alle seiner Bücher. Seine Illustrationen sind unglaublich detailgetreu, seine Buchinhalte sehr informativ aber dennoch passend für Kinder gestaltet.


Das Buch Eule, Fuchs und Fledermaus* beschreibt einheimische Tiere, die sich erst in der Dämmerung oder gar erst in der Nacht aus ihren Verstecken trauen um nach Futter zu suchen. Passend zum Buch bot ich Julia eine Arbeit mit Schleichtieren an, die sie dann je nach dem, ob diese tag-, nacht- oder dämmerungsaktiv sind, ordnen konnte. (Mehr dazu in meinem Artikel über Spielideen mit Schleichtieren.) Das Buch empfehle ich allerdings erst ab ca. 4 Jahren, denn der Textinhalt für jüngere Kindern doch noch zu viel sein könnte.


Auch ein Thomas Müller Buch: Wo leben die Tiere unserer Welt?* Auf großen bunten Panoramaseiten werden hier Tiere aus 10 verschiedenen Lebensräumen in ihrer natürlichen Umgebung vorgestellt. Zwischen diesen Panoramabildern sind Seiten mit vielen Tierportraits, dazu gut verständliche, kurze Texte, in welchen die einzelnen Tiere vorgestellt werden. Am Ende des Buches gibt es noch eine Übersicht über alle Tiere aus dem Buch, von A bis Z mit einer Art Farbleitsystem um diese den verschiedensten Lebensräumen zuordnen zu können.


Was passiert, wenn du schläfst?* von Ilka Sokolowski, Claudia Toll und (natürlich) Thomas Müller. Wir lieben dieses Buch! Es erzählt von einem Jungen namens Lukas, der Abend ins Bett geht, doch während er schläft und draußen der Mond hell leuchtet, werden manche im Garten, im Wald und in der Stadt erst dann richtig munter.


Im Garten raschelt ein Igel auf der Suche nach Futter, im Wald haben sich Waldtiere aus ihrem Versteck gewagt, die Maschinen rattern auf der Nachtbaustelle und in der Sternwarte bestaunen Besucher einen Kometenschwarm am Himmel. Und weil der Bäcker in der Nacht fleißig war, kann Lukas in der Früh frische Brötchen knabbern. Ein wirklich wunderbares Sachbilderbuch, das junge Kinder mit auf eine spannende Nachtwanderung nimmt.


Was Kinderbücher betrifft, gehört auch Gerda Muller zu meinen Lieblingsautoren. Dieses Buch* ist eine Art Fortsetzung des Buches Ein Garten für Kinder in der Stadt* und erzählt über das Geschwisterpaar Caroline und Benjamin, das diesmal ihren Vetter Nicki besucht. Nickis Vater ist Förstner, so dürfen die Kinder jede Menge über den Wald und über die Bäume und Tiere, die dort leben, erfahren und für eine 100 Jahre alte Eiche ein Geburtstagsfest veranstalten. Ein erlebnisreiches Sachbilderbuch für Stadt- und Landkinder, in einer tollen Geschichte verpackt.


Auf der Suche nach einer wirklich tollen Kinder CD, fand ich im Sommer diese hier: Fräulein Klein... entdeckt die Welt. Ich hörte mir auf der Webseite einige Lieder an und war sofort hin und weg von der tollen Stimme und den schönen Liedern. Endlich eine CD mit Liedertexten, die auch was zu sagen haben, dazu auch noch wunderschön gesungen! Also schrieb ich an die E-Mailadresse, die ich auf der Webseite fand und kurzerhand bekam ich eine Antwort von der Sängerin. Carina, die ebenso hier in Wien wohnt und auch hier und da live auf der Bühne zu sehen ist, verriet mir, dass sie schon lange eine CD für Kinder zusammenstellen wollte, die nicht nur Kinder, sondern ebenso die Eltern gerne mithören würden. Das Vorhaben ist ihr gelungen, denn sogar mein Mann und auch ich lieben diese CD und singen die Lieder nicht nur zu Hause, sondern auch auf Autofahrten gerne mit. 

Carina ist als Fräulein Klein auch auf FB zu finden und auf ihrer Webseite gibt es jetzt sogar eine tolle Weihnachtsaktion! Schaut bei ihr unbedingt vorbei!
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Da in unserer Gruppe immer wieder die Frage auftaucht, wie Kinder in der Küche begleitet werden können um mit scharfen Schneidewerkzeugen sicher umgehen zu können, stellte ich diesmal einige Fotos von Julias Schneidewerkzeugen zusammen um zu zeigen, wie ich ihr diese immer vorbereitet habe. Je strukturierter ich diese für sie bereit stellte und je bedachter ich ihr vorzeigte, wie sie mit diesen arbeiten kann, umso sicherer und selbstständiger konnte sie mit diesen umgehen.

Der vorbereitete Arbeitsbereich

Was ich allerdings genau so wichtig finde, wie gut funktionierendes Küchenwerkzeug für Kinder, ist auch ein eigener, geeigeneter Bereich, wo sie bequem arbeiten können. Sie hat zwar einen Tritthocker um das Waschbecken, den Küchlschrank und (in meiner Anwesenheit) auch den Herd zu erreichen, aber zum Arbeiten hat sie ihren eigenen kleinen Tisch. Als sie noch etwas jünger und auch kleiner war, hatte sie 2 NORNÄS Beistelltische. In der neuen Wohnung stellte ich ihr dann einen etwas höheren HEMNES Beistelltisch bereit. An diesem Tisch kann sie jederzeit selbstständig arbeiten und für mich ist dabei der absolute Pluspunkt, dass sie so auch viel Bewegungsfreiheit hat. Hin und wieder stellt sie sich auch einen kleinen Hocker dazu, damit sie bei manchen Arbeiten auch sitzen oder knien kann.


Zu ihrem Arbeitsbereich gehören auch 2 der untersten Schubladen, wo sie ihre eigenen Werkzeuge und ihr Geschirr finden kann (mehr dazu hier und hier), sowie ein kleiner Haken mit 2 Schürzen. Ich liebe diese Schürzen! Nicht nur, weil sie hübsch sind, viel mehr, weil Julia diese auch ganz alleine anziehen kann. Und das bereits, seit sie ca. 2 Jahre alt ist. Da die Schürzen nur ein langes Band statt zwei haben, kann sie dieses bequem einmal um ihre Hüfte wickeln und dann vorne, für sie gut sichtbar mit einem Klettverschluss fixieren. In dem oberen Teil, wo sie den Kopf hineinsteckt, wurde ein Gummiband hineingenäht, so dass die Schürze nicht bis zum Boden runterhängt. Früher habe ich ihr die Schürzen selbst gemacht, diese zwei hat aber meine liebe Schwester für sie genäht und näht solche auf Bestellung auch gerne für Eure Kinder. Hier ihre Webseite und Erreichbarkeit.

Arbeiten mit dem Eierschneider und Apfelteiler


Bereits als sie 18 Monate alt war, schälte sie liebend gerne und mit Ausdauer gekochte Eier. Ich achtete darauf, die Eier richtig gründlich abzuschrecken, damit die Schale für sie leichter zum abziehen war. Sie bekam auch einen kleinen Mokkalöffel dazu und ich zeigte ihr, wie sie damit die Eierschale rund herum aufbrechen konnte um es dann Stück für Stück runterzupicken. Das "Herumklopfen" um das Ei macht ihr bis heute genauso viel Spaß, wie das Schälen selbst. In das andere Schälchen kamen dann die Eierschalen, somit entstand auch kein Chaos.

Im Grunde genommen sind das zwei Arbeiten, aber auch den Eierschneider bediente sie schon damals mit Begeisterung, also stellte ich ihr auch gleich immer ein Schneidebrett, den Eierschneider und einen weiteren Teller zum Anrichten bereit. Unseren Eierschneider benutzen wir schon seit vielen Jahre und haben ihn einst beim Möbelschweden erworben.


Auch Äpfel zu teilen begann sie schon recht früh und bereitete liebend gerne ihre eigene Jause vor. Ihre erste Aufgabe war jedes mal, den Apfel zu waschen. Erst dann kam das Schneiden. Um den Apfelteiler (auch vom Möbelschweden) von oben mit beiden Händen runter drücken zu können, braucht man ganz viel Kraft und sie hätte damals keine Chanche gehabt, ihn zu benutzen. Also schnitt ich den Apfel 3-4 mal quer durch, so konnte sie problemlos ihre Jause vorbereiten. Das Messer neben dem Schneidebrett diente also für mich als Werkzeug, um das Obst vor ihren Augen aufzuschneiden. So konnte sie gleich beobachten, wie ich mit dem Messer umgehe. In den kleinen Korb ganz rechts kam der Abfall, auf den Teller in der Mitte die geteilten Apfelstücke.

Die Arbeit mit dem Sparschäler


Eine wunderbare Arbeit ist auch die Arbeit mit dem Sparschäler. Am Anfang bot ich ihr dazu nur Karotten an, damit sie mit dem Werkzeug vertrauter werden konnte. Obwohl ich selbst das Gemüse eher in der Luft haltend schäle, zeigte ich ihr das Schälen, indem ich die Karotte auf das Schneidebrett hinlegte, mit einer Hand an einem Ende festhielt und mit der anderen Hand mit dem Sparschäler die Schale runterschälte. So war die Gefar, dass sie ihre Finger mitschälte, viel geringer. Wenn ich ihr zeige, wie ich mit einem Werkzeug arbeite, achte ich auf klare, langsame Bewegungen und überlege schon im vorhinein, wie ich ihr was zeigen werde.


Später schälte sie dann auch Äpfel und Kartoffel und hielt diese beim Schälen in der Luft, aber dann konnte sie mit dem Sparschäler schon wunderbar umgehen und auch der Apfel und die Kartoffel waren groß genug, so dass sie sich nicht wirklich schneiden konnte. Ich überlege mir bis heute jedes mal, was sie alles zu so einer Küchenarbeit braucht. Wohin kommen die fertigen Gemüse- oder Obststücke? Wohin der Abfall? Auch hier: In die Schüssel rechts kamen dann die Schalen (oder wurden zumindest zum Schluss darin eingesammelt).

Die Arbeit mit der Reibe


Am Anfang fiel es mir recht schwer, ihr bei der Arbeit mit der Reibe ohne eine gewisse innere Unruhe zuzuschauen. Aber jedes mal, wenn sie mich etwas reiben sah, holte sie voller Begeisterung ihren Tritthocker, um mir zuschauen zu können und sagte strahlend "Ich auch!". Da die große Reibe für ihre Hände unpassend war, besorgte ich ihr eine kleinere - für sie handlichere Vierkantreibe, die sie mit einer Hand oben gut greifen und festdrücken konnte, so konnte diese nicht so leicht wegrutschen. Ich machte mir darüber Gedanken, mit welchen einfachen aber sicheren Bewegungen ich ihr zeigen konnte, wie sie das Werkzeug benutzen konnte.


Für den Anfang bereitete ich ihr immer ein Stück Käse zum Reiben vor, weil dieser weich genug war und somit leichter zu "drücken". Sie hat mittlerweile viel Übung im Umgang mit der Reibe und reibt nun auch Karotten, Äpfel, Kartoffeln und eigentlich alles mögliche (und auch mein mulmiges Gefühl ist längst verschwunden). Geeignete Reiben für Kinder finde ich diese Vierkantreibe (im Doppelpack erhältlich), diese kleine Gemüsereibe aus Edelstahl (mit der auch Julia arbeitet) und auch diese kleine Quadro Reibe mit einem praktischen Knopf als Griff zum Halten.*

Schneiden mit unterschiedlichen Messern


Das erste, was sie in der Montessori-Kleinkindgemeinschaft geschnitten hat, war eine Banane, da diese auch mit einem etwas stumpfen Messer leicht zu teilen ist. Auch für zu Hause besorgte ich ihr ein ganz stumpfes Gemüsemesser (vom Flohmarkt) und auch das Kindermesser von WMF, das ich euch schon so oft gezeigt habe. Für die ersten Schneidearbeiten finde ich auch diese bunten Buttermesser und dieses kleine Buttermesser aus Edelstahl und mit ergonomischen Griff empfehlenswert (siehe auch in dem Artikel über Messer für Kinder).* Der Korb rechts im Bild dient für die Bananenschale, die aufgestückelten Bananen wurden dann wieder auf dem Keramikteller angerichtet.


Die Arbeit mit dem Wellenschneider ist eine ganz andere, als die mit dem Messer, da dieser mit ganz viel Kraft mit beiden Händen von oben bedient wird, ohne dies typischen Sägebewegungen, wie beim Messer. Damit das Gemüse und Obst nicht so leicht unter der Klinge wegrutschen konnte, halbierte ich diese schon vorher für Julia und erinnerte sie hin und wieder daran, den Wellenschneider mit beiden Händen zu benutzen. Ich entschied mich damals für dieses Modell, weil der Griff mit beiden Händen gut greifbar aber die Klinge nicht allzu groß ist.*


Zu ihrem 4. Geburtstag bekam sie dieses Kindermesser vom Opinel. Ich habe lange nach einem guten Schneidewerkzeug Ausschau gehalten und einige Modelle gefunden, aber dieses hier hat mich sofort überzeugt. Eines der besten Messer für Kinder, das ich bisher gesehen habe. Es hat die passende Größe, der Holzgriff liegt wunderbar in der kleinen Hand und die rostfreie Klinge schneidet sogar hartes Gemüse problemlos in dünne Scheiben. Mit der Packung wurde auch ein Schäler und ein Fingerschutz mitgeliefert, die allerdings von Anfang an von Julia links liegen gelassen wurden. Der Fingerschutz stört sie bei der Arbeit und der Schäler tut leider nicht ganz das, was er sollte. 

Jetzt, wo sie bald 5 Jahre alt wird, muss ich ihren Arbeitbereich nicht mehr so oft für sie vorbereiten, denn gößtenteils macht sie das schon selbst. Und sollte sie doch was vergessen haben, fällt es ihr spätestens während der Arbeit ein und sie holt noch eine Schüssel oder anderes Werkzeug aus ihrer Schublade.

Zeit einplanen

In der Hektik des Alltages habe ich nicht immer Zeit und Lust, Julia in alles, was ich in der Küche mache, miteinzubinden und ich habe deswegen auch kein schlechtes Gewissen. Anders wie in der Kleinkindgemeinschaft oder im Kinderhaus muss zu Hause mal ein Abendessen in aller Eile zubereitet oder gleichzeitig auch viele andere Aufgaben erledigt werden. Daher plane ich gemeinsame Arbeiten mit Julia lieber dann ein, wenn ich genügend Zeit dafür habe. Denn was ich durch sie und auch durch andere Kinder, die ich beobachten und begleiten durfte gelernt habe, ist, mich mit meiner ganzen Person auf eine Aufgabe zu konzentrieren um es auch wirklich genießen zu können.


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