6-9 Monate alt

Früher dachte ich, je bunter und schriller ein Baby-Spielzeug, umso besser, denn umso mehr fasziniert es ein Baby. Heute denke ich nicht mehr so und auch Jakob hat keine schrillen Spielsachen, dennoch sehe ich jeden Tag Faszination in seinem Gesicht. Ich gebe zu, er hat mehr Rasseln und Greiflinge, als er wirklich braucht, aber einige davon waren Geschenke und manchen konnte ich in den Geschäften einfach nicht widerstehen.
1. // Wie zum Beispiel diese Würfelrassel*, die in ihrer Schlichtheit eine der schönsten Rasseln ist, die ich je gesehen habe. Bisweilen habe ich ohnehin nur kreis- oder stabförmige Rasseln gesehen, dabei kann ein Kubus genauso spannend für kleine Babyhände sein.

2. // Die Rassel mit den 2 Schellen, die Zylinder-Rassel zum Rollen und den Greifling mit den zusammenhängenden Kugeln (in einem Set) sind für ihn noch immer spannend. Und alles, was rollt und schellt, sowieso. Im Set war auch ein größerer Holzzylinder mit bunten Holzkugeln drinnen, welcher gerade hier von Tag zu Tag immer mehr Aufmerksamkeit erweckt.
3. // Den kleinen Greifling nähte ich für ihn als Zahnungshilfe, denn ich fand einfach nichts, was er nicht gleich angewidert abgelehnt hätte. Da ich aber auf Nummer sicher gehen wollte, nahm ich den Baumwollstoff doppelt und nähte die Ränder zuerst mit einfachen, dann noch einmal mit Zick-Zack Stichen ab. Über die Füllung habe ich lange nachgedacht und entschied mich dann schlussendlich für getrocknete Traubenkerne. Die sind nicht zu hart und vertragen auch die Feuchtigkeit.

3. // Den kleinen Greifling nähte ich für ihn als Zahnungshilfe, denn ich fand einfach nichts, was er nicht gleich angewidert abgelehnt hätte. Da ich aber auf Nummer sicher gehen wollte, nahm ich den Baumwollstoff doppelt und nähte die Ränder zuerst mit einfachen, dann noch einmal mit Zick-Zack Stichen ab. Über die Füllung habe ich lange nachgedacht und entschied mich dann schlussendlich für getrocknete Traubenkerne. Die sind nicht zu hart und vertragen auch die Feuchtigkeit.

4. // Diese einfachen, ineinandergreifenden Scheiben können weit mehr, als es scheint. Sie sind nicht nur spannend zum angreifen, sondern rollen auch recht spektakulär, was Jakob ungemein fasziniert.
5. // Die Rassel mit den bunten Perlen* und der Greifling mit dem Fisch* waren Geschenke von lieben Freunden. Die Rassel ist recht ungewöhnlich, aber er liebt sie, da sich die Kugeln wie ein Karussel drehen können und die Holzkugeln dabei schön klirren.
Diese Greiflinge und Rasseln biete ich Jakob meistens in hübschen Seilkörbchen an, die meine Schwester mir genäht hatte. Ich liebe diese Körbchen! Sie sind robust aber auch weich und Jakob kann auch diese ohne Bedenken mit dem Mund erkunden.
5. // Die Rassel mit den bunten Perlen* und der Greifling mit dem Fisch* waren Geschenke von lieben Freunden. Die Rassel ist recht ungewöhnlich, aber er liebt sie, da sich die Kugeln wie ein Karussel drehen können und die Holzkugeln dabei schön klirren.

Diese Greiflinge und Rasseln biete ich Jakob meistens in hübschen Seilkörbchen an, die meine Schwester mir genäht hatte. Ich liebe diese Körbchen! Sie sind robust aber auch weich und Jakob kann auch diese ohne Bedenken mit dem Mund erkunden.


Ich habe ihm aber auch einen kleinen Korb mit ein paar Alltagsgegenständen zusammengestellt. Im Korb befinden sich Gegenstände aus unterschiedlichen Materialien, wie etwa eine Stilleinlage aus Wolle, eine Babybürste aus Holz und ein Messlöffel aus Kunststoff. So kann er diese Dinge aus seinem Alltag in aller Ruhe erkunden.
In einem anderen Korb befinden sich einige Bälle. Den kleinen roten Filzball hat eine liebe Freundin mit sehr viel Liebe für Jakob gefilzt. Im Ball ist sogar eine kleine Schelle versteckt. Er ist nicht nur schön, auch die Größe ist genau richtig für seine kleinen Hände, so dass er den kleinen Filzball von einer in die andere Hand geben kann.
Der Pikler-Ball war ebenfalls ein Geschenk und wird hier heiß geliebt. Er ist leicht und Jakob kann ihn wunderbar ergreifen, sogar, wenn er auf seinem Rücken liegend nur neben sich tastet. Ich bin wirklich begeistert, wie viel Freude so ein einfacher geflochtener Ball einem Baby bereiten kann.

In einem anderen Korb befinden sich einige Bälle. Den kleinen roten Filzball hat eine liebe Freundin mit sehr viel Liebe für Jakob gefilzt. Im Ball ist sogar eine kleine Schelle versteckt. Er ist nicht nur schön, auch die Größe ist genau richtig für seine kleinen Hände, so dass er den kleinen Filzball von einer in die andere Hand geben kann.
Der Pikler-Ball war ebenfalls ein Geschenk und wird hier heiß geliebt. Er ist leicht und Jakob kann ihn wunderbar ergreifen, sogar, wenn er auf seinem Rücken liegend nur neben sich tastet. Ich bin wirklich begeistert, wie viel Freude so ein einfacher geflochtener Ball einem Baby bereiten kann.
Den gehäkelten Ball habe ich ihm bereits während der Schwangerschaft in meinen Einkaufskorb beim Etsy gelegt. Er ist handgemacht, leicht und durch die Noppen noch interessanter. Eine unglaublich schöne Handarbeit, noch dazu der preisgünstigste gehäkelte Ball, den ich bisher finden konnte.

*Dieser Beitrag enthällt einige Affiliate Links

Selbstgemachtes Klanggläschen mit Reis, Linsen o.Ä. // ein kleiner Noppen-Igel aus Holz // ein Kochlöffel (unbenutzt) // eine Holzspule // ein selbstgemachter Greifling aus Naturholzperlen // Rassel aus Holz
Unsere wöchentliche Montessori Eltern-Kind-Gruppe im "Grashalm" Kleinkinderhaus besuchen auch einige Babys, die sich gerade beim Drehen in die Bauch- und Rückenlage üben und die ihre ersten Versuche zum Sitzen und Krabbeln starten. Greifen, Loslassen, von einer Hand in die andere Hand übertragen, mit dem Mund erkunden sind typisch für dieses Alter und die ersten Zähne wollen durchbrechen. Auch für unsere Jüngsten haben wir einige passende Körbchen mit Alltagsgegenständen, Klangspielen, einer Zahnungshilfe und Greifmaterialien zusammengestellt und manche Materialien lassen sich auch zu Hause mit mehr oder weniger Aufwand herstellen.
Die Gläschen, die ich für das Klangspiel verwendet habe, sind nicht allzu schwer, gut verschließbar und für Babyhände gut greifbar. Es reicht auch nur ein Esslöffel Reis, ein paar Linsen oder 4-5 Bohnen in die Gläschen zu füllen um beim Schütteln einen schönen Klang zu bekommen.
Für den Greifling habe ich eine Schnur aus Leder (beim Kauf unbedingt auf eine schwermetallfreie Färbung und auf konservierungsstofffreie Produkte achten) und große Naturholzkugeln
verwendet. Ich band nur an den Enden einen festen Knoten, man kann aber auch zusätzlich zwischen den Holzkugeln welche binden. Solche einfachen Greiflinge gibt es hier oder aber auch ähnliche hier zum Kaufen.
Ich liebe Holzrasseln wie diese hier, aber auch solche mit Glöckchen. Sie sind einfach, lenken nicht mit vielen schrillen Farben ab, sind aus natürlichen Stoffen und erzeugen daher auch einen natürlichen Klang.
Auch den Montessori Puzzle Ball kann man selbst nähen (gerne auch weniger bunt) aber auch kaufen. Eine Nähanleitung auf Deutsch findet ihr hier (auf dem Blog könnt ihr auch bestellen), auf Englisch hier. Der Ball ist ideal für die kleinen Babyhände, da sie ihn wirklich gut greifen und halten können. In der Mitte ist ein kleines Glöckchen versteckt und dies macht den Ball noch interessanter, als er durch seine Form ohnehin schon ist.
Was ich noch gerne empfehlen würde, sind die Montessori Kupplungsscheiben, der Noppenball als Zahnungshilfe und die Kleinkind-Klingel. Die ineinander verankerten Scheiben sind ein wunderbares Material! Dadurch, dass die Scheiben um 90° zueinander verdreht sind, müssen auch die kleinen Hände, die die Scheiben von einer in die andere Hand nehmen, eine leichte Drehung am Handgelenk ausüben.
Für die Babys steht zusätzlich ein Korb mit Fühlsäckchen bereit, auch diese sind selbstgemacht. In den Säckchen befinden sich Kirschkerne (wegen ihres schönen Klanges beim Rascheln), Linsen, Dinkel und Reis. Ich nähte die Seiten doppelt zu, damit der Inhalt auf jeden Fall drinnen bleibt.

Die Gläschen, die ich für das Klangspiel verwendet habe, sind nicht allzu schwer, gut verschließbar und für Babyhände gut greifbar. Es reicht auch nur ein Esslöffel Reis, ein paar Linsen oder 4-5 Bohnen in die Gläschen zu füllen um beim Schütteln einen schönen Klang zu bekommen.
Für den Greifling habe ich eine Schnur aus Leder (beim Kauf unbedingt auf eine schwermetallfreie Färbung und auf konservierungsstofffreie Produkte achten) und große Naturholzkugeln

Ich liebe Holzrasseln wie diese hier, aber auch solche mit Glöckchen. Sie sind einfach, lenken nicht mit vielen schrillen Farben ab, sind aus natürlichen Stoffen und erzeugen daher auch einen natürlichen Klang.

Auch den Montessori Puzzle Ball kann man selbst nähen (gerne auch weniger bunt) aber auch kaufen. Eine Nähanleitung auf Deutsch findet ihr hier (auf dem Blog könnt ihr auch bestellen), auf Englisch hier. Der Ball ist ideal für die kleinen Babyhände, da sie ihn wirklich gut greifen und halten können. In der Mitte ist ein kleines Glöckchen versteckt und dies macht den Ball noch interessanter, als er durch seine Form ohnehin schon ist.


Für die Babys steht zusätzlich ein Korb mit Fühlsäckchen bereit, auch diese sind selbstgemacht. In den Säckchen befinden sich Kirschkerne (wegen ihres schönen Klanges beim Rascheln), Linsen, Dinkel und Reis. Ich nähte die Seiten doppelt zu, damit der Inhalt auf jeden Fall drinnen bleibt.
Neulich erreichte mich eine liebevolle E-Mail von
Jitka. Sie erzählte mir über ihre Erfolge mit Montessori bei ihrem kleinen Sohn
und gewährte mir wunderbare Einblicke in ihren Alltag und ihr Zuhause. Ich war
(und bin) fasziniert und angetan, sodass ich sie bat, ihre Erfahrungen
auch mit Euch zu teilen:
"Als Kinder der Achtziger Jahre durften mein Bruder und ich sehr entspannt und frei aufwachsen. Meine Eltern legten viel Wert auf eine kindgerechte Umgebung und auf ein respektvolles Miteinander von Anfang an. Entsprechend geprägt waren auch meine Vorstellungen davon, wie ich mal später mit meinen eigenen Kindern umgehen möchte. Doch folgten all diese Dinge keiner festen Struktur oder Pädagogik und konnten mich somit nur teilweise auf meine Rolle als Mutter vorbereiten. Als praktizierende Hebamme dachte ich noch während meiner Schwangerschaft 'im ersten Jahr reichen viel Nähe, Stillen nach Bedarf und ein paar Haushaltsgeräte als Spielanregung schon aus.' Ein eigenes Zimmer hielt ich für unnötig, bevor das Kind nicht wenigstens würde laufen können. Also wurde nur das Nötigste angeschafft: Eine Wickelkommode, ein Beistellbett und eine Krabbeldecke waren unsere 'Einrichtung' für den Neuankömmling.
Inzwischen hat
sich meine Einstellung nach und nach verändert. Meine Neugierde ließ mich ein wenig
in der digitalen Elternwelt herumstöbern. Und was für ein Glück, dass ich schon
recht schnell auf die 'Eltern vom Mars' und die Montessori-Community gestoßen
bin!

Zwar stehen wir noch ganz am Anfang in Sachen Förderung und Pädagogik
(unser Sohn zählt inzwischen grade mal 8 Lebensmonate außerhalb des
Mutterleibes), aber was ich bis jetzt über die Montessori-Methode erfahren
habe, entspricht so stark meiner Einstellung zum Umgang mit Kindern, dass ich
einfach dran bleiben und noch viel mehr darüber erfahren möchte. Sicher hätte das Kinderzimmer anders
ausgesehen, dass wir nun nach unserem Umzug in eine größere Wohnung einrichten
konnten. Ein Wickeltisch sowie normal große Kommoden und Regale hätten wohl
darin gestanden. Das essen lernen wäre wahrscheinlich von Plastiktellern und
mit einem Trinklernfläschchen erfolgt...
Aber nein: Unser Schatz hat nun ein kleines Schlaf- und Wickelzimmer mit Bodenbett, in dem er sich bereits jetzt liebend gerne aufhält und tagsüber auch schläft. Ich liebe dieses Zimmer ebenfalls und sehe in jedem Detail die Liebe, die wir unserem Kind gegenüber ausdrücken wollen und den Respekt, mit dem wir ihm ohne Worte vermitteln 'Du hast einen Platz hier bei uns. Du bist uns wichtig und sollst deinen Raum zum Wohlfühlen, Lernen und Entwickeln haben.'
Aber nein: Unser Schatz hat nun ein kleines Schlaf- und Wickelzimmer mit Bodenbett, in dem er sich bereits jetzt liebend gerne aufhält und tagsüber auch schläft. Ich liebe dieses Zimmer ebenfalls und sehe in jedem Detail die Liebe, die wir unserem Kind gegenüber ausdrücken wollen und den Respekt, mit dem wir ihm ohne Worte vermitteln 'Du hast einen Platz hier bei uns. Du bist uns wichtig und sollst deinen Raum zum Wohlfühlen, Lernen und Entwickeln haben.'

Der eigentliche Spiel-
und Bewegungsbereich war sowieso für das Wohnzimmer geplant, doch auch hier
konnte ich viel von den neuen Ideen einfließen lassen. So ist er in unserer
Nähe und wird ganz natürlich an den alltäglichen Handlungen teilhaben können. Die
Beikost führen wir entspannt mit echtem gläsernen Geschirr, Metallbesteck und
einer guten Portion Baby-Led-Weaning in Form von Fingerfood ein und wir sind
fasziniert, wie schnell der Kleine mit den neuen Herausforderungen zurecht
kommt und einen neuen Entwicklungsschritt nach dem anderen meistert.


Meine
Grundüberzeugung, dass Kinder alles mitbringen, was sie brauchen, um sich in
ihrem eigenen Tempo und nach ihrem individuellen Muster zu entwickeln, wurde
durch die Ansätze von Maria Montessori gestärkt. Und nun habe ich auch das
Gefühl zu wissen, wie ich die Umgebung gestalten möchte, in der genau diese
Entwicklung und Entfaltung optimal funktionieren kann. Danke, liebe Anna, dass
du mit deinem Blog all diese guten Gedanken verbreitest und für viele andere
eine Quelle der Inspiration bist!
In herzlicher Verbundenheit
In herzlicher Verbundenheit
Ich danke Dir, liebe Jitka für diese wunderbaren Zeilen und schönen Fotos!
In den ersten Jahren saugen Babys jeden Anblick, jedes Geräusch, jeden Geruch und jede Berührung in sich auf wie ein Schwamm. Sie erkunden ihre unmittelbare Umgebung indem sie alles in den Mund stecken, sie lauschen den Geäuschen aus der Küche, beobachten die großen Geschwister und die Eltern und üben fleißig das Greifen.
Obwohl sie die Welt selbst entdecken wollen, kann man ihnen bereits Gegenstände zum Erforschen anbieten und somit ihre Wahrnehmung für unterschiedliche Klänge, Materialien und Eigenschaften fördern. Und weil es auch hier im Blog und auch in der FB Gruppe immer wieder als Frage gestellt wird, was genau kann man da Babys anbieten um sie nach Montessori zu fördern, zeige ich Euch ein paar Ideen:
Wie zum Beispiel einen Korb mit ein paar Bürsten (mit weichen und etwas härteren Borsten) und einem Holzkamm um die Sinne zu schärfen,
mit großen trockenen Käferbohnen gefüllte kleine Säckchen (die kann man sogar mit der Hand nähen) die nicht nur zum Werfen und zum Ertasten sondern auch zum Balancieren auf dem Kopf geeignet sind,
einen großen Tannenzapfen, riesige Walnüsse, große Steine zum Zusammenschlagen und Muscheln,
Kochlöffel und ein paar kleinere Töpfe sowie Topfdeckel als Becken,
Bausteine mit unterschiedlichen Formen und Größen,
einen Nussknacker zum Schrauben (dazu komme ich noch später, in einem anderem Beitrag zurück),
eine kleine Papierbox mit ausziehbaren Fächern,
und einen Spiegel um die eigenen Bewgungen, den eigenen Körper sowie Grimassen erforschen zu können. Natürlich sollte man all dies nicht auf einmal anbieten, man kann sie aber in der Wohnung verteilen, damit sich die Kleinen hinrobben oder hinkrabbeln können falls sie diese entdecken wollen.
Und nun stürze ich mich ins Wochenende und wünsche Euch auch entspannte Tage. Bis Montag zur Verlosung ;)
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