Montessori-Kalender

Um ihren 4. Geburtstag herum begann Julia, uns jede Menge Fragen über die Zeit zu stellen. Wie lang ist eine Woche? Was kommt nach Sonntag? Wie lange dauert es bis Oma und Opa wieder zu Besuch kommen und wie lange bis zu ihrem nächsten Geburtstag?
Ich habe ihr nichts großartiges angeboten, viel mehr ging ich auf ihre Fragen ein und wir philosophierten gemeinsam und zählten die Tage, aus denen dann Wochen und schließlich Monate wurden. Auch im Alltag versuchte ich mit ihr die Zeit bewusster zu erleben. Wenn wir zum Beispiel das Haus verlassen mussten, so sagte ich ihr nicht einfach nur, dass wir bald gehen müssen, sondern dass wir in 5 Minuten starten und hielt mich auch daran. Wir sprachen auch oft über Geburtstage, wer in welcher Jahreszeit seinen feiert, über Feste und zählten auch die Nächte, die Julia bis zum nächsten Ereignis schlafen muss.
Zeit ist allerdings etwas sehr abstraktes und war für Julia nicht so leicht nachvollziehbar, daher wollte ich ihr auch einen einfachen Kalender basteln, wo wir die Tage und Wochen auch wirklich abzählen konnten. Schon damals fand ich im Internet viele schöne Kalender-Ideen, die schlicht und übersichtlich sind und wo Kinder die Wochen und Monate selbst erstellen und dabei eine Menge entdecken können.
1. // Dieser Holzkalender ist besonders schön doch was mir am besten gefällt, ist, dass Kinder ihn von Monat zu Monat selbst neu auslegen können.
2. // So simpel kann ein selbstgemachter Kalender aussehen. Ich denke, je schlichter er ist, umso nachvollziehbarer bleibt er für junge Kinder. Ich mag Kylies Kalender aber auch, weil ihn Kinder auch ohne Hilfe ablesen und auch beim Auslegen der Tage nur wenig Unterstützung benötigen.

So ein Kalender ist zudem auch einfach zu erstellen, daher habe ich Euch einen zum Herunterladen angefertigt, den ihr nur noch auf A3 großem Papier ausdrucken, laminieren und ausschneiden braucht. Damit die Kärtchen zwar haften aber auch wieder getauscht werden können, habe ich kleine Klettpunkte* verwendet.
3. // So ein Monatskalender zum Auslegen lässt sich aber auch ganz einfach aus Filz herstellen.
4. // Diesen Holz-Kalender finde ich persönlich am schönsten und hätte ich genügend Zeit, würde ich ihn am liebsten selbst für Julia zusägen.
5. // In der Montessori-Schule wurde so eine Jahreskette kreisförmig auf eine Pinnwand gesteckt und die Geburtstage der Kinder auf kleine Kärtchen notiert und zu den passenden Perlen dazugeordnet. Ich finde, auch zuhause kann so eine Kette das Kinderzimmer verschönern, wo die Geburtstage der Familienmitglieder anhand von Bildern darauf markiert werden können. Was ich an diesem "Kalender" besonders mag, ist die auffallende Perle für den Schalttag, die neugierig macht.
6. // Letztendlich gestaltete ich Julia dann doch lieber einen Linear-Kalender, ähnlich wie diesen hier.

Ich wollte ihr einen Kalender gestalten, der ihr einen Überblick über ein ganzes Jahr verschafft und wo sie auch das Vergehen der Zeit optisch sehen kann. Sie liebt ihren Kalender, daher habe ich ihr
auch für dieses Jahr einen erstellt, diesmal jedoch so, dass Julia den Kalnder mithilfe eines Doppelklebebandes selbst gestalten kann.

Die Namen der Monate hat sie dann gleich aufgeklebt, die Streifen mit den Tagen und die leeren Streifen, um Geburtstage und andere Ereignisse zu notieren, aber auch das Klebeband und eine kleine Schere habe ich ihr in einer hübschen Schachtel unter dem Kalender vorbereitet.


Da mich mittlerweile mehrere Nachrichten erreicht haben, ob es auch für 2018 einen Kalender auf dem Blog geben wird: Hier könnt ihr Julias Kalender herunterladen, der aber nicht nur für dieses Jahr, sondern für jedes Jahr passend zugeschnitten werden kann. Aber ihr könnt auch gerne unseren fertig beschrifteten Kalender für das Jahr 2018 mitnehmen. (Update: die aktuellen Linear-Kalender findet ihr immer im Download-Bereich)

*Dieser Beitrag enhält einen Affiliate Link

In den letzten Wochen bekam ich eine Menge netter E-Mails und Nachrichten für die ich mich von ganzem Herzen bedanken möchte. Leider schaffe ich es momentan nicht, alle diese E-Mails zu beantworten, dafür gibt es aber heute einige Zeilen über die Schwangerschaft, über unsere letzten Wochen und einen Kalender zum Herunterladen.
Ich befinde mich bereits in der 16. Schwangerschaftswoche und obwohl ich nebenbei arbeiten muss, geht es mir körperlich richtig gut. Mein Bauch wächst diesmal rasant, so dass es seit der 12. Woche kaum zu übersehen ist, dass wir Nachwuchs erwarten. Auch erste Bewegungen kann ich bereits wahrnehmen. Trotzdem fällt es mir manchmal noch immer schwer, unser Glück zu glauben. Auf Julia mussten wir damals viele-viele Jahre warten und auch diesmal gingen wir eher davon aus, dass wir wohl länger warten werden müssen. War dann wohl, zu unserer großen Freude dann doch nicht so.

Da Julia bald 5 Jahre alt wird, sie unseren Familienalltag ganz bewusst wahrnimmt und ihr ohnehin kaum etwas entgeht, beschlossen wir, sie von Anfang an in die Schwangerschaft miteinzubeziehen. Ich habe ihr keine Bücher über Schwangerschaft oder Babys im Bauch besorgt, stattdessen erzählen wir ihr, wie es damals bei ihr war, sie begleitet mich auch hin und wieder zu den Arztterminen wo sie ihr Geschwisterchen auf dem Monitor genau beobachten kann und wir reden mit ihr darüber, wenn sie Bedürfnis danach hat und uns Fragen stellt. Naja, wir beantworten diese, so gut wie wir es eben können, denn manchmal kann sie uns mit ihren Fragen ganz schön herausfordern.

Es gibt kaum einen Tag, wo sie meinem Babybauch nicht vorsingen oder ihn umarmen würde. Sie freut sich so sehr! Sie legt immer wieder ihre kleine Hand ganz liebevoll auf meinen Bauch und fragt auch viel nach der Größe des Babys. Daher überlegte ich mir, ihr Woche für Woche etwas zu zeigen, was ungefähr so groß ist, wie das Baby gerade. Im Internet fand ich diese nette Tabelle, wo die wöchentliche Größe des Babys als Gemüse- oder Obstsorte dargestellt wird. Diese Woche ist es also ungefähr so groß wie eine Avocado.

Aus dem Internet suchte ich passende Bilder zu den Obst- und
Gemüsesorten, verkleinerte sie etwas und druckte die Bilder aus, so dass
wir diese Bilder Woche für Woche gemeinsam an Julias Wandkalender aufkleben
können.
Diesen Kalender habe ich ihr bereits im Sommer für das Jahr 2016 und 2017 gebastelt und wir lieben ihn. Nach ihrem 4. Geburtstag merkte ich, dass sie immer mehr Fragen zu Geburtstagen und späteren Ereignissen stellte und auch, wie viel sie noch bis dahin schlafen müsste. Sie fragte, welcher Tag morgen sein wird, welcher gestern und vorgestern (und vorvorgestern) war und wie die Wochentage und die Monate heißen. Also musste ein Kalender her und zwar einer, der ihr einen Überblick über Wochentage und Monate verschaffen konnte.

Ich fand viele nette Kalender im Internet und liebäugelte lange Zeit mit einem wunderschönen, englischsprachigen Kalender aus Holz, der den ganzen Monat angezeigt hatte und den Julia Monat für Monat selbst gestalten hätte können. Da sie aber bereits mit dem Lesen begonnen hat, wollte ich ihr unbedingt einen deutschsprachigen Kalender anbieten. Da ich diesen sogenannten linearen Kalender für das ganze Jahr bereits in einem französischen Montessori-Buch und auch bei einigen meiner Freunden (und Montessori-Pädagogen) zu Hause gesehen habe, entschied ich mich auch für diesen und bastelte ihr einen auf Deutsch und in Schulschrift. Er verschafft ihr einen tollen Überblick über die Wochen und Monate und er gibt ihr auch ein Gefühl dafür, wie lang ein Jahr dauert. Außer der Größe des Babys tragen wir auch Geburtstage und diverse Familienpläne darin ein und Julia zählt gerne die Tage bis zu diesen Ereignissen ab. Nur ist er etwas schief geworden, da sie darauf bestand, ihn ganz alleine an die Wand zu kleben. Ihr könnt unseren linearen Montessori-Kalender für das Jahr 2017 gerne hier herunterladen.
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