24.04.2018

Unser Montessori Zuhause heute - Julias Zimmer mit 6 Jahren


Dass Julia bereits in der 2. Entwicklungsperiode ist, lässt sie uns jeden Tag spüren. Nicht nur, weil sie gerne philosophiert, erfindet und erforscht, sondern auch, weil sie gerne diskutiert, auf Gerechtigkeit besteht und weil sie so sehr mit der Ordnung der Welt beschäftigt ist und es ihr zunehmend schwer fällt, bei ihren eigenen Sachen Ordnung zu halten. Damit sie sich dabei leichter tut, aber auch weil Jakob gerne in diesem Raum auf Entdeckungstouren geht, haben wir Julias Zimmer etwas umstrukturiert.


Sie liebt ihr Mikroskop, daher bekam dieses einen eigenen kleinen Tisch. Der Tisch ist nicht besonders groß, aber die wichtigsten Werkzeuge, Julias Experimente und ihre Sammlungen finden hier Platz.


Wie schon seit vielen Jahren, sammelt und sortiert sie ihre Fundstücke und Schätze in einem Setzkasten*, nur dass dieser in den letzten Jahren in einen etwas größeren umgetauscht werden musste. Was sie neuerdings auch leidenschaftlich sammelt, sind Mineralien, die wir größtenteils im Naturhistorischen Museum erworben haben.


Passend zu ihrer Sammlung gestaltete ich ihr ein Poster über einige Mineralien und besorgte dazu auch einen schönen Bilderrahmen. Unser Poster in A3 Größe könnt ihr gerne hier herunterladen. In ihrem Zimmer hängt auch seit einiger Zeit eine einfache Wanduhr vom Möbelschweden, damit sich Julia auch zeitlich besser orientieren kann.


Ich gestaltete auch die Leseecke übersichtlicher, so dass sich ihre Bücher einander nicht verdecken. Da sie aber mehr Bücher in ihrem Zimmer haben wollte, besorgte ich ihr auch noch einen schönen großen Korb, so wie sie ihn auch schon früher hatte, in welchem wesentlich mehr Lieblingsbücher verstaut werden können. Dem Korb verpasste ich zusätzlich noch ein hübsches Textilband, damit er nicht so kahl wirkt.


Julias Nähmaschine ist leider kaputt gegangen und ließ sich auch nicht mehr reparieren, so ist auch der kleine Tisch, worauf die Nähmaschine stand, überflüssig geworden. Die Stoffe und anderen Nähwerkzeuge blieben jedoch, da Julia öfters mit meiner Nähmaschine arbeitet. Nadeln, Knöpfe, Maßband und Co. befinden sich in dem kleinen Nähkasten* ganz oben auf dem Regal (wo Jakob diese nicht erreichen kann), diverse Stoffe wie Filz, Stickgrund und vorgeschnittene Stoffquadrate sind in einer kleinen Kommode* sortiert. Auch die Scheren hängen nach wie vor auf kleinen Haken und sind so nicht nur sofort zur Hand, sondern auch ebenso schnell wieder weggeräumt.


Perlen und Schmuckzubehör kamen in wiederverschließbare Einmachgläser, die wiederum in einem kleinen Korb aufbewahrt werden. So ist es nicht nur praktischer und schöner, sondern auch babyfreundlicher. Den Stickgarn wickelte ich auf Pappe, damit der Garn nicht durcheinanderkommt und sich verknotet, wenn sich Julia von dem Garn bedient.


Ich musste auch nach einer praktischeren Lösung suchen um ihre Washi-Tapes, Malutensilien und Stempel besser aufzubewahren und besorgte vom Möbelschweden einige Holzdosen aus der Badezimmerabteilung, die sich als unglaublich praktisch erwiesen. Die Schachteln sind eine Kombination aus 2 Sets (aus diesem und diesem) und perfekt zum Stapeln, so sind Julias Bastelutensilien viel platzsparender verstaut und dennoch leicht zugänglich.


Ihre Spielsachen sind auf einige Gesellschaftsspiele sowie Konstruktionsspiele reduziert, viel lieber zeichnet sie, malt, bastelt und werkt. Auf diesem Regal steht ihr auch Papier zur Verfügung aber auch ihre Aquarell Buntstifte, die in kleinen Gläschen sortiert sind. Ich mag diese Buntstifte*, weil ihre Miene nicht so leicht bricht, die Farben schön kräftig sind und auch mit Wasser und Pinsel verwischbar sind, was tolle Effekte ermöglicht.


Zu ihrem letzten Geburtstag bekam sie eine Ameisenfarn mit Ernteameisen* um die sie sich jeden Tag kümmerte. Wir konnten beobachten, wie sie ihre Gänge bauten, ihre Eier ablegten und wie sie untereinander die Arbeit aufteilten, allerdings haben wir die Ameisen, auf Wunsch von Julia, bereits im Park wieder freigelassen.


Was ich an ihrem Zimmer so liebe, sind die riesigen Fenster. Auch wenn Julia an ihrem Tisch arbeitet, sieht sie statt einer Wand, grüne Baumwipfel und einige Berge am Horizont. Ihr Tisch ist allerdings nicht mehr so optimal für sie, da sie viel gewachsen ist, daher bekommt sie bald einen neuen Arbeitstisch.


Julia sammelt gerne. Nicht nur schöne Steine, Muscheln oder andere Naturschätze, sondern auch Sticker, kleine Keramikfiguren und alles mögliche, was sie interessant findet. Doch mit der Zeit wurde ihr Sammelsurium recht groß und wir wussten nicht, wohin damit. Eine gute Freundin von mir gab mir den wertvollen Tipp, für solche kleine Schätze eine eigene Kiste anzulegen. So sind ihre Schätze schön und praktisch aufgewahrt, doch wenn die Kiste überquillt, reduziert sie ihr Sammelsurium auf die herzallerliebsten Sachen.

Sie verbringt sehr gerne Zeit in ihrem Zimmer und hört Musik, liest ihre Bücher und werkt, daher liegen ihre Materialien sowie Bücher oft verteilt im Raum herum (ganz besonders dann, wenn auch Jakob die unteren Regale ausleert). Doch sie findet sich viel besser zurecht und wenn sie hier aufräumt, braucht sie dafür auch nicht lang. Worauf sie allerdings gerne besteht, ist, dass sie auch ungestört arbeiten kann. Dann bleibt ihre Zimmertür einfach zu.


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Kommentare:

  1. Was für ein wunderschönes, klares zimmer. Da bekomme ich direkt Lust die Zimmer unserer Kinder (bald 5 und seit März 6 Jahre alt) umzugestalten. Vielen dank für die tollen eindrücke. Liebe grüsse tanja

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  2. Alles ist so schön ausgesucht, man spürt die Liebe dahinter. Mir kommt nur eine Frage in den Sinn. Warum habt ihr kein klassisches Montessori Material zuhause? (goldene perlen etc)? Denkst du Kinder sollten damit nur in der Schule/Kita arbeiten?

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  3. Wow, ein wunderschönes Zimmer! Wir müssen hier die Kinderzimmer auch bald noch einmal umstrukturieren! Danke für die Inspiration!

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  4. ....ich starte hier nochmal einen Versuch... , kann nämlich seit geraumer Zeit nicht mehr kommentieren ....
    wunderschön wie immer!!!

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