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... ist so einiges passiert. Wir feierten Julias 7. Geburtstag; und auch wenn ich weiß, dass sie eigentlich noch so jung ist, scheint es mir, als wären diese 7 Jahre in Windeseile vorbeigeflogen. Ich liebe diese Altersgruppe! Ich sage nicht, dass sie keine Herausforderung ist, aber diese Vitalität und dieser Forscherdrang, all die beeindruckenden Gedanken und diese Vorstellungskraft sind einfach erstaunlich!


Sie wünschte sich Bücher, bekam allerdings von der Großfamilie auch ein neues Fahrrad und endlich auch einen neuen Roller, denn bisher musste sie sich immer meinen ausborgen. Sie war so entzückt von ihren Geschenken! Ihren "alten" Dreirad-Roller bekam dafür Jakob und da wir den Kinderwagen bereits im Winter endgültig in den Keller geräumt haben, wir es jedoch manchmal dennoch eilig haben, ist so ein Dreirad-Roller mit einem Kleinkind super praktisch. Auch ihre "Leidenschaft", nach dem Ausflug den Roller zu putzen, teilen sich die beiden.


Noch im Winter sah sie mal in einem Katalog so einen Elektrobaukasten für Kinder und wünschte sich seitdem genau so einen. Samt Propeller und Lautsprecher. Von uns Eltern bekam sie eben dieses Elektronik- Experimentier-Set* und zu meiner eigenen Überraschung ist dieser noch besser, als ich es erhofft habe. Unter dem Link wird dieses Set allerdings schon ab 3 Jahren empfohlen, meiner Meinung nach ist dieser Elektrobaukasten aber erst ab 5-6 Jahren wirklich sinnvoll.


Aus den 36 Bauteilen lassen sich 256 verschiedene Schaltkreise bauen, durch die Julia dann einen Propeller fliegen, eine Melodie erklingen oder Lichter ein- und ausschalten lassen kann. Was ich richtig top fand, ist, dass es zu den Anleitungen der Schaltkreise auch immer eine Abbildung mit den entsprechenden Schaltzeichen gibt. Was die Batterien betrifft, so besorgten wir Julia vom Möbelschweden 4 wiederaufladbare Akkus. Das ist nicht nur praktischer, sondern auch umweltfreundlicher.


Auch bei Jakob begann ein ganz neuer Lebensabschnitt, denn seit 4 Wochen besucht er vormittags eine Montessori-Kleinkindgruppe. Wir hatten wirklich Glück mit der Einrichtung. Nicht nur, weil die Leitung mehrfach AMI diplomiert ist, sondern vor allem, weil ich spüre, wie gut diese Vormittage Jakob tun. Auch die Eingewöhnung verlief sehr sanft und ihm angepasst und Jakob hatte bereits nach 3 Wochen so viel Vertrauen in die Pädagogen, dass er sie in der Früh zur Begrüßung umarmte.


Karten mit Gemüsesorten benennen und ihren Paaren zuordnen. Jakob redet immer mehr und liebt es, neue Wörter zu hören. Dr. Montessori spricht in ihrem Buch Das kreative Kind: der absorbierende Geist über eine Explosive Periode um den 2. Geburtstag herum in Hinsicht auf die Sprache. Jakob redet zwar noch in Ein-Wort-Sätzen, aber diese bestehen sowohl aus Substantiven, als auch aus Verben oder Adjektiven und sein Wortschatz wächst von Tag zu Tag enorm an.


Da er nun die Vormittage in der Kleinkindgruppe verbringt, können wir uns zu Hause viel besser auf das Homeschooling konzentrieren. Zurzeit eine der Lieblingsarbeiten von Julia: Den Atlas studieren und die Lage und Namen der Staaten, Städte, Flüsse, Seen, Gebirge und Inseln auf den verschiedenen Kontinenten entdecken und durch Fähnchen auf der stummen Karte markieren.


Diese Woche bat sie mich, ihr die große Erzählung von der Entwicklung des Lebens noch einmal zu erzählen. Wir rollten dazu auch unsere Zeitleiste aus und sie bestand darauf, die Stumme Zeitleiste herzuholen und diese mithilfe der anderen Zeitleiste selbst zu beschriften. Das war eine wirklich große und aufwändige Arbeit aber sie war danach unfassbar stolz auf sich! Nach meiner letzten Instagram-Story fragten mich viele, wie wir das mit dem Homeschooling genau machen. Ob ich mich an ein Curriculum halte, ob Julia genügend Kontakt zu anderen, gleichaltrigen Kinder hätte und ob sich das alles mit dem Lehrplan der öffentlichen Schule vereinbaren lässt. Ich nehme euch an einem Vormittag sehr gerne mit und zeige euch, wie wir das zu Hause umsetzen.


Sie verbringt am Vormittag aber auch gerne Zeit an ihrer Nähmaschine und tüftelt etwas aus. Gestern kam ihr die Idee, einen Haargummi selbst zu nähen für ihren Ballett-Dutt. Ich besprach zwar vorher mit ihr, was sie dazu alles braucht und worauf sie achten könnte und zeigte ihr auch später, wie sie den Gummi mithilfe einer Sicherheitsnadel in den Stoffschlauch kriegt, aber alles andere machte sie.


Endlich ist auch der Frühling da, den wir uns schon so sehnsüchtig herbeigewunschen haben und sogar auf unserer Terrasse fing alles an zu blühen, von unserem Mini-Kirschbaum bis hin zu Jostabeere, Johannisbeere, Blaubeere und sogar Erdbeere. Die Terrassen-Saison ist bei uns daher offiziell eröffnet.


Julia wollte ihr eigenes Gemüse säen, so besorgten wir gemeinsam Radieschen-, Gurken-, Tomaten- , Karotten- und sogar Salatsamen und ließen sie keimen. Manche sogar ohne Vorzucht, direkt aus der Erde. Und siehe da, bereits nach 2-3 Wochen ließen sich die ersten zarten Blättchen erblicken. Julia war so begeistert und gießt und pflegt ihre kleinen Gemüsepflänzchen seither jeden Nachmittag ganz gewissenhaft. Und ich freue mich heimlich bereits jetzt auf den Salat, den sie daraus später zaubern wird.


Die liebe Saskia von A Lovely Journey erzählte mir von ihrem kleinen Kresse-Garten auf ihrem Fensterbrett und zeigte diesen auch hier auf ihrem Blog und auf Instagram und als Julia die Fotos sah, war sie gleich Feuer und Flamme, ihren eigenen Mini-Kresse-Garten aufzuziehen.

Sie hatte allerdings ihre eigene Vorstellung und holte sich dafür eine Schale Wasser, einige Utensilien und Werkzeuge sowie eine Packung Töpferton* um daraus einen Kresse-Igel zu formen. Am Nachmittag besorgten wir dann auch noch Kressesamen und sie bettete diese in Watte in die fertigen Ton-Igeln ein, die sie dann jeden Tag am Morgen mit Wasser versorgte. Die Kresse-Igeln sahen auf dem Frühstückstisch so hübsch aus! Fast schon zu schade, um ihnen dann die duftende Kresse vom Rücken aufs Butterbrot zu schneiden.

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Die Spielsachen sind selbst erworben und ich zeige und empfehle sie aus Überzeugung, aber aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit
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Jakobs Spielsachen tausche ich nicht allzu oft aus. Manche seiner Materialien stehen bereits seit 6-7 Wochen auf seinen Regalen (oder gar noch länger) aber auch wenn er mit diesen eine Zeit lang nicht so oft spielt, ist das für mich noch kein Grund, seine Materialien gleich umzutauschen.

Vielmehr beobachte ich ihn weiter, um herauszufinden, was ihn interessiert, wie er denkt und wie er seine "Probleme" löst. Und das braucht Zeit. Oft kehrt er nach Wochen wieder zu einem bestimmten Material zurück, obwohl er damit schon ein paar mal gearbeitet hat. Aber sein Ziel ist eben nicht nur es zu schaffen, Teile zusammenzustecken oder aufzufädeln, sondern dann durchs Wiederholen sein Können zu perfektionieren. Und nicht selten entdeckt er dabei auch etwas völlig neues für sich.

Bevor ich etwas umtausche, schaue ich genau, ob ich vielleicht nicht nur ein wenig das Material verändern müsste, es weiter reduzieren oder einfach nur woanders am Regal platzieren könnte, um es für Jakob wieder interessant zu machen. Und auch wenn ich dann seine Spielsachen rotiere, tausche ich nicht alles aus, um Jakob nicht mit zu vielen Veränderungen zu verunsichern. Er hat zwar auch ein paar neue Sachen auf seinen Regalen, aber vieles von seinem Regal-Inhalt habe ich hier bereits gezeigt.

Auf seinem Regal im Wohnzimmer stehen zurzeit: handbemalte Matroschka-Puppen*, die ich allerdings auf nur 2 Puppen reduziert habe // ein Korb mit Perlen* und ein Stab zum Fädeln // ein Schälchensatz* // Schleichtiere vom Bauernhof als Sprachmaterial (die ich neulich gezeigt habe) // eine schlichte, wunderschöne Sortierbox // und ein kleiner Brummkreisel*


Die Holzperlen zum Fädeln sind recht groß, so kann Jakob diese besser ergreifen und damit sie nicht so eintönig wirken, habe ich sie mit Lebensmittelfarben aus dem Reformladen angemalt. Der Stab ist eigentlich ein verwahrloster Holzschlegel* der einst zu einem Musikinstrument gehörte, den ich ordentlich mit Schleifpapier abgeschliffen habe, damit die Perlen leichter darauf gleiten und Jakob mehr Erfolg beim Fädeln hat.


Lange habe ich nach einer passenden Sortierbox für ihn gesucht. Nachdem ich von mehreren meiner Freunden den Tipp bekommen habe, entschied ich mich für diese hier. Zur Box gehören 7  Einschübe mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und auch eine Lade zum Auf- und Zuziehen. Die Lade habe ich allerdings fürs erste entfernt, damit er leichter an die reingeworfenen geometrischen Körper kommen kann.



Letzte Woche besorgte ich ihm diesen kleinen Brummkreisel, seitdem wird er jeden Tag bespielt. Er versucht den Kreisel immer schneller zum Drehen zu bringen, ohne dass dieser dabei umfällt. Das ist gar nicht mal so einfach, aber gerade deswegen so interessant.


Auf seinem Regal im Kinderzimmer stehen: ein Korb mit Gegenständen, die unterschiedlich zum Öffnen sind // ein Korb mit 2 Musikinstrumenten // winzige Kochutensilien als Sprachmaterial, dazu eine kleine Unterlage // ein Korb mit einigen unterschiedlichen Bällen // ein Korb mit wenigen Bausteinen // und ein Holzkasten mit Schublade und einem Ball


Ein kleiner Tiegel mit Schraubdeckel. eine selbstgenähte Tasche mit Reißverschluss und ein Gläschen mit Korkdeckel - mehr braucht es nicht, um kleine Hände sinnvoll zu beschäftigen. So einen ähnlichen Tiegel zum Auf- und Zuschrauben findet ihr auch hier*, ein kleines Glas mit Korkdeckel zum Beispiel hier* und wenn ihr keine Lust habt, so eine Tasche selbst zu nähen, findet ihr eine ähnliche auch hier*.


Für seine ersten Sprachmaterialien biete ich Jakob keine Karten an. Diese wären für ihn noch zu abstrakt als das er Gegenstände solchen Abbildungen zuordnen könnte. Die winzigen Kochutensilien nehmen wir, wie auch die Schleichtiere, einzeln aus der Schale, ich benenne Jakob diese und gemeinsam räumen wir die Utensilien wieder zurück. Klingt simpel, ist aber für ein so junges Kind, das gerade seine ersten Wörter spricht, ungemein spannend und hilfreich! Weiter oben im Beitrag habe ich diese Kochutensilien verlinkt, aber so ähnliche findet ihr auch hier*.


Er stapelt zurzeit alles mögliche aufeinander: meine Cremedosen im Badezimmer während ich mir die Haare föhne, sein Geschirr in der Küche oder die geometrischen Körper aus seiner Sortierbox. Auch wenn Julia im Wohnzimmer mit Bausteinen baut, ist Jakob gleich mit dabei und baut seine eigenen kleinen Türme.


Allerdings mag er die Türme auch gerne umwerfen, was Julia nicht immer so recht ist. Darum stellte ich ihm 4 einfache, leicht aufeinander stapelbare Bausteine bereit, die ich noch vor Jahren selbst zugeschnitten und abgeschliffen habe. Die kann er nach Herzenslust aufeinanderbauen und wieder umwerfen.

Der Kasten mit der Lade und dem Ball ist ein Montessori-Material aus der Kleinkindgruppe und zugegeben, ziemlich teuer, dafür aber so genial! Der Ball rollt nur dann vorne in die Schublade, wenn diese zugeschoben ist. So lange sie aber offen ist, bleibt der Ball nach dem Einwerfen oben stecken. So wird die Schublade möglichst oft auf- und zugeschoben und die kleinen Finger fleißig beschäftigt. Den Kasten gibt es etwas preisgünstiger auch hier oder aber auch hier und hier*, allerdings würde ich bei den letzten 2 Links den Ball auf einen etwas leichteren umtauschen.


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Die Bücher, die ich hier zeige, sind selbst erworben und ich zeige und empfehle sie aus Überzeugung, aber aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung kennzeichne ich diesen Beitrag mit
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Ich gestehe, unsere Büchersammlung ist mittlerweile schon riesig, aber wenn es um schöne Bücher geht, schaffen wir gerne mehr Platz für diese. Eine unserer neuen Buchentdeckungen ist Ein, Zwei, Drei, VIELE* von Nicola Davies. Ein unglaublich schönes Buch über die erstaunliche Artenvielfalt unserer Erde. Wohin wir auch sehen, dort gibt es Leben: In den Wüsten, auf dem Grund der kältesten Meere oder in heißen Vulkanseen. Sogar unter den Federn von Vögeln oder auf dem Rücken von Käfern, wo kleine Pflanzen wachsen, was Julia ungemein faszinierend fand. 


Was ich an diesem Buch besonders mag, ist, wie es mit einfachen Texten und Bildern erzählt, wie alle Lebewesen - auch wir Menschen - aufeinander angewiesen und somit Teil eines großen, wunderbaren Ganzen sind. In diesem Buch steckt so viel von der Montessori-Philosophie drin!


Auch eine unserer neuen Buchentdeckung ist Im Reich der Insekten* von Susie Brooks und Dawn Cooper mit einem der schönsten Buchcovers, das ich je gesehen habe.


Wir fanden einmal eine verendete Hummel auf unserer Terrasse, die wir dann unter Julias Mikroskop ganz genau angeschaut haben. Julia fand das wirklich faszinierend, besonders die Facettenaugen und die Flügel, und auch wenn wir irgendwo unterwegs tote Insekten finden, bewundert sie diese, sammelt sie jedoch nicht so gerne. Es ist aber weniger aus Angst, ich denke, vielmehr aus Respekt. Dafür liebt sie dieses Buch und da es darin nicht allzu lange, dafür aber interessante Texte gibt, liest sie es auch oft alleine.


Dieses Buch fand ich schon vor einem halben Jahr auf Instagram in der englischen Version (leider weiß ich aber nicht mehr wo) und konnte es kaum erwarten, dass es endlich auch auf deutsch erscheint: Unter meinen Füßen* von Charlotte Guilian und Yuval Zommer

Es ist eigentlich ein riesengroßes Leporello-Wendebuch mit 2,5 Meter Spannweite, das Euch zu einer Reise bis zum Mittelpunkt der Erde mitnimmt: durch die Kanalisation unter der Stadt, durch Tropfsteinhöhlen und unterirdische Seen, durch Schichten mit Edelsteinen und Fossilien bis hin zum heißen, flüssigen Magma - und dann wieder zurück zur Erdoberfläche. Ich liebe diese  Leporello-Seiten!


Vor einigen Monaten wurde ich zu einem AMI-Kongress für 0-3 in der Schweiz eingeladen. Für diese Einladung bin ich so dankbar, es war eine unglaublich große Bereicherung für mich!  Ich konnte dort nicht nur wertvolle Bekanntschaften schließen, sondern auch spannende Vorträge erleben, unter anderem den Vortrag von Judi Orion über Montessori zu Hause und auch den Workshop von Kathleen Johnson (auf Instagram unter montessori.mother zu finden, ihre Webseite findet ihr hier) über die vorbereitete Umgebung zu Hause für Kinder von 0-3 Jahren. Bei diesem Workshop entdeckte ich unter anderem auch dieses wunderschöne Pappbilderbuch: Flowers of India* mit Fotos von Helmut Wolf.


Warum nicht einmal ein Pappbilderbuch über zauberhafte Blumen? Was für eine schöne Idee! Auf der letzten Seite im Buch gibt es auch eine Auflistung mit den Namen der Blumen, auf Englisch, aber viele dieser Blumen sind recht bekannt, wie auch der Hibiskus, der Oleander, der Jasmin oder die Türkische Nelke, von denen wir manche sogar auf unserer Terrasse haben. Bei den restlichen Pflanzen, die ich nicht kannte, machte ich mich im Internet schlau.

Übrigens, aus der gleichen Serie gibt es auch Pappbilderbücher über Gemüsesorten* und auch über Obstsorten* mit Fotos von Jill Hartley, die perfekt für junge Kinder sind, die gerade ihre ersten Wörter lernen.


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"Mit einem Jahr sagt das Kind seine ersten absichtlichen Worte. Es stammelt wie zuvor, aber dieses Stammeln hat einen Sinn, und diese Absicht bedeutet bewusste Intelligenz. [...] in seinem Inneren geschieht viel mehr, als die geringen Äußerungen seiner Fähigkeiten zeigen. Es wird sich immer mehr klar darüber, dass sich die Sprache auf seine Umgebung bezieht, und in ihm wird der Wunsch immer größer, diese bewusst zu beherrschen." - Maria Montessori, Das kreative Kind: Der absorbierende Geist

Jakob kann zwar außer "Mama" und "Danke" noch nicht viele Wörter sagen, aber er versteht bereits eine Menge und will sich so sehr mitteilen! Er entdeckt auch gerade, dass alle Dinge um ihn herum einen Namen haben und zeigt auf Gegenstände oder reicht uns diese entgegen, damit wir ihm alles benennen.

In ihrem Buch: 'Das Kind verstehen'* spricht Silvana Quattrocchi Montanaro über eine sensible Phase für das Lernen von Wörtern, bei dem Kinder in ihrem 2. Lebensjahr eine besondere Vorliebe für Substantive haben. Sie schreibt: "... wenn Eltern bewusst ist, dass es eine 'sensible Phase für das Lernen von Wörtern' gibt und sie auf den Lernhunger der Kinder angemessen reagieren, können sie ihnen zu einem umfangreichen, präzisen Wortschatz verhelfen ..."


Ich denke, das Beste was ich jetzt tun kann um Jakobs immer größer werdenden Interesse an Wörtern gerecht zu werden, ist, ganz viel mit ihm zu sprechen und die Dinge, mit denen er im Alltag in Berührung kommt, benennen. Wenn ich ihn an- und ausziehe, sage ich ihm jedes Mal, wie seine Körperteile heißen, die er gerade durch die Öffnungen seiner Klamotten steckt oder wie die Klamotten heißen, die er gerade angezogen oder ausgezogen hat.


Wenn wir einkaufen gehen, benenne ich ihm das Obst, das Gemüse oder das Gebäck, das wir in den Korb legen und im Park, bei unserem Spaziergang, die Pflanzen, die Kieselsteine und die Tiere, die er entdeckt und bestaunt. Er zeigt mir auch oft ganz stolz seine Fundstücke und wenn ich ihm dann sage, was er da gefunden hat, versucht er die Wörter zu wiederholen. Es sind dann noch keine deutlichen Worte, aber sein Stammeln klingt den Wörtern, die er zu wiederholen versucht, oft ziemlich ähnlich.


Ich fand, dass es auch der perfekte Zeitpunkt ist, um ihm seine ersten Sprachmaterialien anzubieten, wie zum Beispiel diese Schale mit einigen Schleichtieren. Dies sind aber nicht zufällig ausgewählte Tiere. Es sind solche, die Jakob bereits real erlebt hat. In den letzten Wochen waren wir nämlich ganz oft auf einer Tierfarm hier bei uns in der Nähe, wo Kinder die Tiere füttern und streicheln konnten und wo Jakob diese hautnah erleben durfte. In die Schale kamen daher: ein Pferd, ein Schwein, ein Hund, eine Katze und eine Gans - Tiere, von denen er bereits ein "inneres Bild" hat.


Dann spielen wir ein einfaches "Benennen-Spiel": 1) Zuerst legen wir dabei alle Tiere einzeln auf den Tisch und ich benenne diese 2-3 mal ("Gans...Gans...Gans"). 2) Dann bitte ich Jakob die Tiere einzeln wieder in die Schale zurückzulegen, indem ich diese noch einmal bei ihrem Namen nenne ("Bitte lege die Gans zurück").


So simpel, aber es macht ihm unglaublich viel Spaß und wenn wir alle Tiere zurückgelegt haben, fängt er immer wieder von vorne an.


Wir verbringen viel Zeit in der Küche, wo ich ihm auch oft einen Korb mit 2-3 Gemüse- oder Obstsorten anbiete, was er zurzeit ebenso sehr spannend findet. Nicht nur, wie diese Obst- und Gemüsesorten heißen, sondern auch, wie sich diese anfühlen, wie sie riechen und wie sie schmecken.


Es gibt so vieles im Haushalt, was sich als erstes Sprachmaterial eignet: Blumen, Kleidungsstücke, Bürsten oder das Besteck. Eigentlich kennt Jakob seinen Löffel und seine Gabel gut, immerhin benutzt er diese fast jeden Tag. Aber diese Gegenstände so nebeneinander auszulegen und dessen Namen zu hören und dann wieder beim Einräumen die Namen den Gegenständen zuzuordnen ist für ihn so spannend und macht einfach Spaß!


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Schon als Kleinkind liebte Julia Reime, Lieder und Gedichte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Sie lernt Gedichte sogar auswendig und hat Gefallen daran, mit den Wörtern zu spielen. Sie ist unglaublich kreativ wenn es um Reime geht und hat richtig Freude an der Sprache. Der Grund, warum wir so gerne Kindergedichte und Reime sammeln.

Eines von unseren allerliebsten Gedichtbüchern für Kinder ist Lustig singt die Regentonne* von Vera Ferra-Mikura. Die Gedichte über Marmeladeflecken im Gesicht, einen Wasserball der verloren ging, blaue Plastilinzwerge die zur Mittag eine Suppe essen, sind voller Humor und laden Groß und Klein zum Philosophieren ein. Ich mag auch die einfachen Bilder dazu, die mal bunt, mal nur schwarz-weiß sind und somit Platz für die Vorstellungskraft lassen.


Die Such-Bücher von Britta Teckentrup, Manche sind anders...* und Wir gehören zusammen!* machen Julia bis heute Spaß, obwohl sie alle Rätsel bereits zig mal gelöst hat. Die Aufgaben werden von Seite zu Seite herausfordernder, bis sich auf der letzten Seite ein Tier versteckt, das bis dahin im Buch noch nicht vorgekommen ist. Julia liebt nicht nur die Rätsel, sondern auch die lustigen Reime und kann fast alle davon bereits auswendig.


Zu meinen allerliebsten österreichischen Kinderbuchautorinnen gehört, neben Vera Ferra-Mikura, auch Mira Lobe. Ihr Gedichtbuch Zwei Elefanten, die sich gut kannten* beinhaltet ihre schönsten Tiergedichte zum Vorlesen, Lauschen und zum Schmunzeln. Da die Gedichte in größeren Buchstaben geschrieben sind, ist das Buch auch für Erstlesekinder wunderbar geeignet. Eines unserer liebsten Gedichte aus dem Buch ist: "Deutsch ist schwer". Egal wie oft wir das lesen, bringt es uns immer zum Schmunzeln.


Die Geschichte von Alice Melvin über Emma, die ihren Einkauf tätigt* ist ebenso in Reimen verfasst. Emma hat 10 ausergewöhnliche Sachen auf ihrer Einkaufsliste, wie etwa ein Metallkazoo, einen Kakadu oder einen grünen Gartenschlauch, die sie sich nach und nach besorgt, bis sie merkt, dass doch nicht alles käuflich ist. Die Seiten des Buches sind jeweils als Leporello aufzuklappen, wodurch auch der Leser Einblick in die Läden bekommt. Eine sehr charmante Geschichte mit einfachen aber netten Wimmelbildern.


Dieses Buch habe ich aus Zufall entdeckt und es sofort lieb gewonnen. Majas kleiner Garten* von Lena Anderson ist nicht einfach ein Kinderbuch über Gartenpflanzen, sondern eine, die in Versen erzählt wird. Wie Maja durch ihren Garten führt, erzählt sie in pfiffigen Reimen alles wissenwertes über ihre Pflanzen, wie man diese anbaut und woher sie kommen.

Es gibt auch ein paar besondere Extras im Buch, wie etwa ein Rezept, eine kleine Kräuterkunde und eine kurze Aufstellung wichtiger Garten-Utensilien. Ein Kinderbuchklassiker über einen ganz besonderen Garten, mit wunderschönen Versen und lustigen, stimmungvollen Illustrationen.

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