
Mein neues Projekt aus Holz ist bereits in Planung: einen Mini-Wäscheständer basteln, damit Julia auch richtig Wäsche aufhängen kann. Die Wäscheklammern habe ich schon besorgt, die natürlich sofort ihre Neugierde geweckt haben, also dachte ich mir, ich könnte ihr ja auch jetzt schon zeigen, wozu die Dinge gut sind und ihr was zum Üben anbieten. Darum spannte ich ihr ganz spontan zwischen ihrem Stuhl und Teppichkorb eine Schnur hin:
Die kreisförmigen Stoffe habe ich schon seit einigen Wochen da liegen und nicht exra für diesen Zweck ausgeschnitten. Sie warten geduldig darauf, unter die Nähmaschinennadel zu kommen und kamen jetzt einfach wie gerufen.
Für so kleine Hände ist es gar nicht so einfach, mit diesen Wäscheklammern umzugehen, aber durch diese Übung ist sie nicht nur daraufgekommen, wie man die Klammern zusammenzwickt, auch, dass diese manchmal ganz schön zurückzwicken können. ;)
Sie kann gar nicht genug davon kriegen: sie will gehen! Und sie genießt jeden einzelnen Schritt. Sie begutachtet ihre Umgebung, hockt sich hin wenn sie ein Käferchen auf dem Boden krabbeln sieht, winkt fröhlich den Entgegenkommenden zu und lacht und qietscht laut, wenn diese dann zurückwinken. Oft steigt sie von ihrem Moped runter und will einfach nur gehen. Unglaublich, wie viel Freude Kinder an Bewegung haben! Wenn sie schon erschöpft ist und keine Lust mehr zum Gehen hat, wird sie eben getragen, aber auch dann will sie nach einer Weile runter und selbst weitergehen. Es war gar nicht so geplant, aber mittlerweile liegt auf dem Kinderwagen eine dünne Staubschicht.

Das Erlangen der Windelfreiheit ist ein sehr langwieriger Prozess und von Kind zu Kind unterschiedlich. Wie lange dieser Lernprozess dauert, liegt allerdings auch bei mir, bzw. bei uns als Eltern, denn wir können es ihr mit ein wenig Hilfe erheblich einfacher machen. Ich glaube, die beste Zeit damit anzufangen ist, wenn das Kind Interesse signalisiert, wie das auch bei uns nun der Fall ist. Seit 1-2 Wochen merke ich, dass sie ein Gespür für "das Geschehen" bekommen hat:
- Sie zeigt hin und sagt uns ganz deutlich, was sie in ihrer Windel zu haben vermutet.
- Ihre Geschäfte erledigt sie zu bestimmten Zeiten.
- Sie hat ein Verständnis für gewisse Abläufe erlangt.
- Sie kann stehen und gehen.
Sie steckt sozusagen bis zum Hals in der sensiblen Phase fürs "Toiletten-Lernen". :) Wir haben uns also entschlossen mit dem Training dem probeweise aufs Töpfchen setzen anzufangen. Es ist ja auch für sie eine Befreiung, wenn sie windelfrei sein kann, das Leben ist dann so viel einfacher!
Erste Vorkehrungen
Ausstattung, die wir nun brauchen:
- viele Trainingshöschen (auch von Gerber, aber auch ein paar von Imse Vimse), die sie am Anfang nur Zuhause anhaben wird (statt denWindeln)
- ein Töpfchen fürs WC, einen Mülleimer und ein Körbchen mit frischen Gerber Unterhöschen, sowie Toilettenpapier oder weiche Tücher und eine wasserdichte Matte als Unterlage.
- ein Nässeschutz fürs Bett (zum Beispiel diesen)
- Teppichreiniger (für den Fall)
- die Bettwäsche-Austattung aufstocken
Schon ab dem Moment, wo sie krabbeln konnte, wickelten wir auf dem Boden (im Badezimmer), so konnte sie sich beim Aus- und Anziehen, ja, sogar beim Sauberwischen aktiv beteiligen (sie bekommt auch ein Tüchlein und wischt fleßig mit). Wir wickeln teils auch während sie steht, damit sie alles mitbekommt.
Ich bin schon sehr gespannt, wie sie auf das Töpfchen reagieren wird. Über die Höschen wird sie sich vermutlich freuen, die Windel mag sie jetzt schon nicht besonders und das kann ich gut verstehen. Also, lass uns beginnen, die Dinger an den Nagel zu hängen! ;)

Wow! Ich bin noch immer total aus dem Häuschen! Denn gestern war ein sehr ereignisreicher Tag hier im Web! Als allererstes möchte ich euch fröhlich verkünden: Endlich gibt es eine Facebook-Gruppe für Montessori-Interessierte, -Begeisterte und -Inspirierte Eltern! Hier kann man Erfahrungen austauschen, Fragen in die Runde stellen und diskutieren. Die Gruppe heißt (und befindet sich hier): Und täglich grüßt Maria - Leben mit Montessori.
Die Gründerin,
Frances, hatte diese wirklich tolle Idee mit der Gruppe und ich bot ihr sofort
meine Unterstützung an. Es macht mich total glücklich, dass
nun etwas passiert ist, dass jemand gesagt hat: "Hey, lass uns doch
mal die Köpfe zusammenstecken und über Montessori reden." und auch was dafür getan hat! Die Idee ist großartig!
Fühlt Euch recht
herzlich eingeladen vorbeizuschauen und der Gruppe
bei zu treten! Lasst uns unsere Montessori-begeisterten
Köpfe zusammenstecken und Gedanken dazu austauschen! :)
Weiters bekam ich am Abend eine wunderbare E-Mail von Rachel (MamaDenkt),
in der sie mich darauf aufmerksam machte, dass
sie mir einen ganzen Beitrag widmete. Und was für einen! Unglaublich! Es ist
wirklich schön, von anderen solche positiven
Rückmeldungen zu bekommen! Ich bin wirklich überwältigt!

Eine wirklich gute Frage die mir Isa (Menschenskinder!) zu meinem Post "15 Monate + Regen = ???" gestellt hat. Und eigentlich auch ein wichtiges Thema, wenn wir schon über die Montessori-Methode sprechen: Wie bekomme ich Julia dazu bei einem Spiel mit zu machen?
Bevor wir mit
einem Spiel anfangen, bereite ich alles sorgfältig
vor. Über die Spielteppiche und Tabletts wisst ihr ja schon Bescheid,
aber auch auf dem Tablett schaue ich, dass alles übersichtlich aufgelegt wird
und kleinere Teile in einem Korb gesammelt werden. Erstens, weil es ihr so leichter angewöhnt wird, dass kleine
Gegenstände gesammelt werden (Es funktioniert wirklich! Sie selbst sammelt
alles wieder ein was wegrollt oder rausfällt!
Ich glaube, eine "innere Ordnung" beginnt bereits hier.), zweitens, weil es so
einfach übersichtlicher und handlicher ist.
Als nächstes zeige ich ihr langsam vor, was zu tun ist. Ganz langsam. Ich versuche dabei so wenig wie möglich zu reden, am besten mal gar nichts. Das würde sie nur vom Wesentlichen ablenken. Auch meine Position ist nicht unwesentlich, (vor allem Volkschullehrer wissen genau, dass das mit dem spiegelverkehrten Vorzeigen für Kleinkinder äußerst verwirrend ist) also setze ich mich neben sie hin statt gegenüber und versuche so die Bewegung(en) vorzuzeigen.
Als nächstes zeige ich ihr langsam vor, was zu tun ist. Ganz langsam. Ich versuche dabei so wenig wie möglich zu reden, am besten mal gar nichts. Das würde sie nur vom Wesentlichen ablenken. Auch meine Position ist nicht unwesentlich, (vor allem Volkschullehrer wissen genau, dass das mit dem spiegelverkehrten Vorzeigen für Kleinkinder äußerst verwirrend ist) also setze ich mich neben sie hin statt gegenüber und versuche so die Bewegung(en) vorzuzeigen.
Wenn sie soweit ist, greift sie nach dem Spiel und versucht es selbst. Es kommt aber auch manchmal vor, dass ihr das Spiel gar nicht gefällt und mich einfach samt meinem Spielvorschlag liegen lässt. Dann räume ich ohne einen weiteren Versuch alles wieder weg und biete ihr das Spiel ein paar Wochen oder Tage später wieder an.
Wie spielen Eure Kleinen? Was sind Eure Erfahrungen?

Uuuuuund geschafft! Wir sind am Ziel angekommen, was leider auch das Ende der Mama Challenge der lieben Katharina bedeutet. Wer wird mich nun zum Sporttreiben motivieren? Ohweia! Diese Woche fing das schon gut an, der Schweinehund witterte das Finale, was bedeutet, dass es heute weder einen Bericht über das Federballspielen, noch über Laufradjagdten und schon gar nicht übers Laufen gibt. Ich war schlicht und einfach faul. Schrecklich faul. *auf die Lippen beißt*
Ich kann zwar nicht stolz behaupten, dass ich mein Vorhaben - 60 km zu laufen - verwirklichen konnte, dafür aber entdeckte ich das Badminton für mich und das ist auch ganz schön cool! Also ärgere ich mich kein bisschen über die versäumten Laufkilometer, eher nur um die gebliebenen 2 Kilos, die ich eigentlich loswerden wollte. Grrrr.
Wie ich allerdings heute mein Postfach aufgemacht habe, erwartete mich eine kleine Überraschung von meinem Motivationscoach Katharina: ein wunderschöner Pokal:

Und weil ich mir meiner (Anti)Leistungen völlig im Klaren bin, entnehme ich ganz gerecht nur einen kleinen Pokal auf den ich aber mega stolz bin! ;)
Liebe Katharina, vielen lieben Dank für diese tolle Aktion, es war nicht nur motivierend (auch wenn ich faul war, nagte an mir das schlechte Gewissen!), es hat auch sehr viel Spaß gemacht! Dir wünsche ich eine schnelle Genesung, eine bequeme Couch und viel Geduld! Die wirst Du, glaube ich, bitter benötigen.
Folgende Sportskanonen-Mamis haben bei der Mama Challenge mitgemacht:

Da wir ja endlich einen Lernturm haben, steht dem gemeinsamen Kochen nichts mehr im Wege. Heute hat also sie die Karotten für die Mittagssuppe geputzt. Mit dem Gemüseschäler hätte ich sie - glaube ich - etwas überfordert, also besorgte ich ihr eine kleine, handliche Gemüsebürste. Und damit ich in Ruhe fotografieren konnte, zeigte diesmal der Papa vor, wie man die Bürste benutzt.
Also über die Waldorfpädagogik weiß ich nicht viel, nur das, was ich aus meinem Studium mitgenommen habe. Aber die Waldorfpuppen haben es mir auf den ersten Blick angetan! Ganz besonders eine, die ich in "dem Mama-Nähbuch" von Meg McElwee gefunden habe:
Das Buch ist echt klasse! Kann ich für alle nähbegeisterten Mamis und Papis wärmstens empfehlen! Und die Puppe!!! So goldig, oder? Die vielen rot-braunen Haare, die süßen rosa Wangen, die grünen Augen...und das Outfit! Ach, oh Gott! Und das Mädchen auf dem Foto könnte sogar meine kleine blonde Maus sein! ;)
Ach ja, Meg McElwee ist noch dazu eine Bloggende Montessori-Mama, ist ja logisch, dass ich alle ihre Beiträge mit Argusaugen verfolge!
Diese Puppe hat also mein Herz erobert und als wäre das Schicksal bereits geschrieben, fand ich diese Woche auf einem anderen tollen Blog, nämlich auf dem von Caro ein cooles Gemeinschafts-Nähprojekt, das sie gerade eben ins Leben gerufen hat: Das (Waldorf-) Puppen Sew Along. In 6 Monaten eine (Waldorf-)Puppe nähen.
Einmal im Monat berichtet jeder über die Nähfortschritte bei seiner Puppe. Man kann Erfahrungen austauschen, sich Hilfe holen oder natürlich solche leisten. Hah! Na klar mache ich da mit! Wird eine tolle Übung für mich und ein wunderschönes Geschenk für meine Kleine! Nun, beim ersten Online-Treffen konnte ich nicht pünktlich dabei sein, ich hoffe, zu dem nächsten schaffe ich es rechtzeitig. Und ja, meine Mission hat bereits einen Namen: Heidi. Und hiermit erkläre ich meine Heidi-Mission für gestartet! :)
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