Rezepte
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Meine Lieben, da bin ich wieder! Noch gerade rechtzeitig zum Herbstbeginn melde ich mich zurück aus unserer ungeplant langen (aber keineswegs langweiligen) Sommerpause. Und ich gestehe, diese Blog- und Social Media-Pause tat mir so gut! Doch in den letzten Wochen habe ich das Schreiben immer mehr vermisst und so beschloss ich, den Kopf voller Ideen, das Herz voll mit Herzensthemen und die Hände gerüstet für neue Projekte und Planungen, mich wieder an den Laptop zu setzen. Und das beste daran ist, dass ich jetzt auch tatsächlich mehr Zeit für all das habe!


Denn Anfang September startete Jakob in sein zweites Kleinkindgruppenjahr. Er ist jetzt so ziemlich genau 2 1/2 Jahre alt und in seiner Entwicklung hat sich in den letzten Monaten unglaublich viel getan. Er steckt bis zum Hals in der Autonomiephase und will alles "alleine machen", redet ganz viel und ist seit einem guten halben Jahr komplett windelfrei. Auch nachts. Der Alltag mit einem Kleinkind ohne Windeln ist so viel einfacher und für ihn so viel würdevoller. Darüber möchte ich Euch dann noch mehr erzählen und Euch auch zeigen, welche praktischen Tipps uns dabei besonders geholfen haben.


Das ist übrigens eines seiner Lieblingsmaterialien zurzeit: Die Box mit den Schrauben. Wenn er nicht gerade klettert, hüpft, seine Autos durch die Wohnung schiebt oder in der Küche etwas arbeitet, verbringt er unzählige Minuten damit, die Schrauben mit dem kleinen Schraubenzieher in und aus den passenden Öffnungen zu schrauben. Das Schrauben-Set und die handgefertigte Holzbox sind übrigens von Manine Montessori. Im Set ist auch ein Schraubenschlüssel und dazu passende Schrauben vorhanden, die ich allerdings für den Anfang für Jakob rausgenommen habe, damit er sich besser auf nur eine Aufgabe konzentrieren kann.


Was Julia betrifft, so ist sie nun offiziell ein Schulkind. Endlich! Sie besucht seit der ersten Septemberwoche eine Montessori Schule (elementary) und ist so unglaublich stolz darauf! Sie geht jeden Tag, trotz des Frühaufstehens strahlend in ihre neue Schule und kommt genauso strahlend und gesättigt wieder nachhause. Ich habe mal das Büchlein fotografiert, das sie diese Woche dort in der Schule angefertigt und auch selbst gebunden hat. Ein Büchlein über Insekten. Ich bin so dankbar dafür, dass sie den Montessori-Weg gehen kann!


Das sind ihre erste stolzen (Terrassen-)Karotten. Die Samen hat sie selbst ausgewählt und gesät und die Pflänzchen gewissenhaft gepflegt und nun sind daraus 24-25 Karotten geworden, die sie gestern geerntet hat, um einige davon in die Schule mitzunehmen. Sie bat mich allerdings, noch vorher ein Foto zu machen.


Sie besucht nun auch regelmäßig eine richtig coole Abenteuer-Wildnis-Gruppe, die ihre Schule organisiert hat. Ich bin so begeistert von dem, was sie auf diesen Wildnis-Ausflügen alles erleben kann! Bei diesen stapfen sie zB. durch seichte Sümpfe, lernen, wie sie mithilfe von Funkenschläger und Zunder ein Lagerfeuer machen können, üben den Umgang mit dem Taschenmesser,  lernen, welche Früchte und Pflanzen essbar und welche giftig sind, gehen barfuß durch den Wald und entdecken neben Tieren auch die Spuren, die Tiere in der Wildnis hinterlassen. Von ihrem ersten Wildnis-Ausflug kam sie bis hinauf zu den Oberschenkeln voll mit Schlamm, den Rucksack voller Erlebnisse und mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht nach Hause.

Montessori schreibt in ihrem Buch The Discovery of the Child: "... a child needs to live naturally and not simply to have a knowledge of nature." Wir leben zwar in einer Großstadt, aber ich denke, solche Wildnis-Abenteuer werden ihrer Bedürfnisse auf jeden Fall gerecht.



In den Sommerferien haben Jakob und Julia aus praktischen Gründen die Zimmer getauscht. Die Zimmer sind zwar gleich groß, aber das Zimmer von Julia liegt nun direkt neben dem Wohnzimmer, wo sie sich zwar zurückziehen kann, dennoch nichts vom  alltäglichen Familientrubel verpasst. Jakobs Zimmer liegt nun näher an unserem Schlafzimmer und er besteht immer öfters darauf, in seinem eigenen Bett zu schlafen. Wie die Zimmer der Kinder nun aussehen und warum in Julias Zimmer oft ein Chaos herrscht, berichte ich Euch ganz bald. (Oh, ich habe so viel zu erzählen!)


Was ich am Herbst, außer den farbenfrohen Blättern und der angenehmen Frische in der Luft so mag, sind all die leckeren Dinge, die es in den anderen Jahreszeiten sonst nicht gibt. Endlich ist die Kürbis- und Pflaumen-Zeit da und da ich neulich ein recht unfotogenes, dafür aber sehr einfaches und vielversprechendes Pflaumen-Kuchen-Rezept in einer Jamie Oliver Sendung sah, beschloss ich, es mit Jakob gemeinsam auszuprobieren.

Der Kuchen besteht eigentlich aus nur 4 Zutaten, schmeckt aber köstlich und ist blitzschnell zubereitet. Ja, auch mit einem Kleinkind an der Seite:

Wir brauchten dazu 1 Rolle Blätterteig, 2 Hände volle saftige Pflaumen, 30 ml Ahornsirup und 1 Teelöffel Zimt.


Zuerst werden die Pflaumen halbiert und entkernt. Das Entkernen überließ ich Jakob und schnitt dazu die Pflaumen in der Hälfte etwas ein, damit er besser an die Kerne herankommen kann. Dann werden die Pflaumen mit dem Zimt und Ahornsirup in einer Pfanne angebraten, bis sich der Ahornsirup karamellisiert hat. Eine runde Tortenform mit Backpapier auslegen, die süßen, angebratenen Pflaumen einfach so hineingeben und gut verteilen und dann diese mit dem Blätterteig zudecken. Dabei den Teig an den Rändern einfach in die Tortenform hineinstecken.


Dann den Kuchen bei 180°C (Umluft) goldbraun backen, aus dem Backofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Einen Teller umgekehrt auf die Tortenform legen und alles umkippen, so dass die Pflaumen oben und der Teig unten ist. Mit einer Kugel Vanilleeis serviert schmeckt dieser Kuchen am besten, da aber beide Kinder ziemlich verschnupft sind, haben wir diesmal auf das Eis verzichtet. War trotzdem lecker!

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Geschenke zu Weihnachten für Freunde und für Verwandte selbst zu machen, ist bei uns fast schon Tradition. Wir kaufen auch gerne Geschenke, aber selbstgemacht kann auch mit wenig Zeitaufwand verbunden sein und ist dafür etwas ganz Besonderes. Ich weiß, Heiligabend steht praktisch schon vor der Tür, aber falls ihr noch nach Ideen für einfache, selbstgemachte Präsente sucht, hätte ich da zwei simple Anleitungen und ein blitzschnelles Rezept, die auch mit Kindern durchgeführt werden können.

Bunte Windlichter falten


In einem Magazin fand ich diese wunderschönen Windlichter aus Papier und da Julia unglaublich gerne faltet, zeigte ich ihr, wie sie diese Sterne aus Papier ganz einfach selbst falten kann. Für unsere Windlichter verwendeten wir zweifärbiges Origamipapier*, so wurden die Sterne noch außergewöhnlicher. Bei den ersten zwei Versuchen half ich Julia bei den einzelnen Schritten, ihr drittes Windlicht machte sie jedoch schon ganz ohne Hilfe:


Als erstes werden vom Quadrat beide Diagonalen gefaltet, dann das Papier gewendet und auch die Mittellinien gefaltet. So lässt sich das Papier leicht zu einem kleineren Quadrat zusammenklappen (siehe Bild 5 und 6). Dann werden die Ecken an den Seiten bis zur Mittellinie eingeklappt (8-9-10) und die restlichen Spitzen abgeschnitten (11-12). Die vier eingefalteten Laschen werden dann jeweils ausgeklappt und an ihren Kanten wieder reingefaltet. So entstehen 8 kleine Laschen (16).


Die Ecken der Laschen werden nun auch bis zur Mittellinie gefaltet (17-19), dann aber das ganze Papier wieder vorsichtig aufgemacht. Die Spitzen des 8-Ecks entlang der Faltlinien reinfalten (21-23) und das Ganze zu einem Deltoid zusammenklappen (24). Die oberen Spitzen runterfalten (25-26), dann noch die untere Spitze etwas hochfalten (27) und dann das Windlicht vorsichtig aufmachen. Den Boden noch etwas mit den Fingern zu einer Schale formen (29) und fertig. Diese bunten Windlichter sind für Schulkinder eine wunderbare Handarbeit und nicht nur als kleine Präsente schön, sondern auch auf dem Esstisch ein wahrer Hingucker.


Perlensterne zum selber fädeln verschenken


In einem meiner Lieblingsläden fand ich eine sehr schöne Idee: Perlensterne als Christbaumanhänger fädeln. Wir verwendeten Schmuckdraht* zum Fädeln, damit die Sterne mehr Halt bekommen, aber genauso gut geht das Fädeln auch mit Nylonfaden* oder mit einer Nadel und etwas festeren Garn.


Für einen Stern brauchten wir 30 Holzperlen und einen etwa 40 cm langen Draht. Zuerst fädelten wir 12 Perlen auf den Draht (siehe Bild 2), dann steckten wir bei der ersten Perle den Draht wieder durch und bekamen so eine Kreisform (3-4).


Dann fädelten wir 2 weitere Perlen auf, ließen bei der Kette eine Perle aus und fädelten den Draht durch die übernächste Perle (5-8). Zum Schluss kamen die "Spitzen" des Sterns, dazu mussten wir den Draht immer durch 3 bestehende Perlen durchstecken, eine neue Perle auffädeln und den Draht wieder durch bereits 3 bestehende Perlen zurückfädeln (9-11).


Allerdings verschenken wir nicht die Perlensterne, sondern die Freude am Fädeln selbst und steckten dafür die 30 Holzperlen und etwas Draht in ein schönes Säckchen und legten eine selbstgemachte Bildanleitung dazu. Wenn ihr Perlen zuhause habt und so einen Stern zum Selbstfädeln verschenken möchtet, könnt ihr unsere Bildanleitung gerne hier herunterladen.


Feste Handsalben selbst machen


Dieses Jahr probierten wir selbstgemachte, feste Handsalben, die wirklich blitzschnell zubereitet werden können. Das Rezept ist denklich einfach. Wir brauchten für 12 Stück: 7 g Bienenwachs, 10 g Kakaobutter (aus dem Reformladen), 20 g raffinierte Sheabutter (z.B. aus der Apotheke), ein TL Traubenkernöl (geht aber auch mit Olivenöl oder Mandelöl) und ein EL getrocknete Lavendel (optional).


Die Zutaten (außer die Lavendel) wogen wir auf der Waage genau ab und ließen sie über Wasserdampf in einer Schüssel schmelzen. Wir nahmen eine einfache Eiswürfelform vom Möbelschweden, streuten etwas getrocknete Lavendel hinein und füllten die Förmchen mit der flüssigen Mischung. Anschließend stellten wir die Form für etwa 30 Minuten in das Tiefkühlfach.

Die kleinen, vorportionierten Handcreme-Stückchen duften herrlich nach Trauben und schmelzen ganz leicht in der Hand. Ich finde, solche selbstgemachte Handcreme Stücke sind nicht nur für Kinder spannend zuzubereiten, sie sind auch, in einer kleinen Dose verpackt, ein sehr feines und auch nützliches Geschenk für die raue Haut während der kalten Jahreszeit.


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Egal was ich backe oder koche, Julia ist so gut wie immer an meiner Seite. Sie liebt es, in der Küche mitzuwirken aber noch mehr, wenn sie die einzelnen Schritte selbst übernehmen kann. Daher sammle ich passende (und gesunde) Rezepte und überlege mir auch, wie ich ihr die Zutaten so vorbereiten kann, dass sie vieles alleine, mit passenden Werkzeugen und vor allem mit Erfolg meistern kann.

Diese Rezepte und wie wir gemeinsam kochen und backen, möchte ich mit Euch in einem Serienbeitrag teilen. Zu den Rezepten gestalte ich auch eine Bildanleitung, aus der ich für Julia ein persönliches Kochbuch zusammenstelle und die ihr auch von Beitrag zu Beitrag gerne herunterladen und ausprobieren könnt. 


Wir kochen gerne saisonal, daher gibt es bei uns zurzeit öfters eine leckere Kürbiscremesuppe. Ich mag dieses Rezept, weil die Suppe sehr ausgewogen schmeckt. Das Gemüse und den halben Apfel bereitete ich für Julia in einem Korb vor, damit sie alles erst mal sehen, riechen und fühlen konnte
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 1 Pastinake
  • 1 Karotte (Möhre)
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 fingergroßer Porree
  • 1/2 Apfel (Sorte egal)
  • ein kleines Stück Ingwer
Die restlichen Zutaten habe ich vorportioniert:
  • 2 dl Sahne in einem kleinen Krug
  • ein wenig Salz
  • ein wenig Suppengewürz (am besten ohne Salz und Hefe)
  • 1 Liter Wasser in einem Krug


Sie fragte, was sich in den Krügen, Schalen und Körben befindet und so besprachen wir auch, welches Gemüse geschält und welches mit Schale verarbeitet wird und somit zuerst gewaschen werden muss. Anschließend zog sie, wie immer vor der Küchenarbeit, ihre kleine Schürze an und legte los.


Der Hokkaido-Kürbis kann auch samt Schale verarbeitet und verzehrt werden, er gehört jedoch entkernt. Daher bereitete ich Julia einen kleinen Löffel und eine Schale vor. Ich halbierte den Kürbis, dann zeigte ich ihr, wie sie die Kerne aus den Kürbishälften ausschaben und in eine Schüssel geben kann.


Da der Kürbis etwas härter ist und etwas schwieriger zu schneiden, bat mich Julia um ein wenig Hilfe. Also habe ich ihr die Kürbishälften in etwas kleinere Stücke aufgeteilt. In kleine Würfeln schneidete sie die Kürbisscheiben allerdings schon sie und warf diese in einen großen Topf. Ich bin nach wie vor begeistert von diesem Kindermesser*, weil es wirklich schneidet und da Kinder so mehr Erfolgserlebnisse bei der Arbeit haben, haben sie auch mehr Motivation.


Als nächstes schälte sie die Karotte, die Pastinake und die Süßkartoffel, so wie wir das am Anfang besprochen hatten. Ich habe ihr von Anfang an das Schälen so gezeigt, dass das Gemüse und das Obst dabei auf dem Schneidebrett liegen bleibt. So kann sie es nicht nur besser festhalten, auch die Verletzugsgefahr wird um einiges geringer.


Dann schneidete sie das geschälte Gemüse in kleine Stücke, samt dem Poree, dem halben Apfel und dem Ingwer. Den Apfel und den Ingwer kochen wir immer samt Schale, damit die wertvollen Stoffe nicht verloren gehen. Beim Schneiden legte sie die freie Hand auf den Messerrücken. So konnte sie mehr Kraft auf das harte Gemüse ausüben und auch das Messer rutschte nicht so leicht weg.


Als alles im Topf war, goss sie diesen mit dem Wasser auf und gab auch, mit Hilfe der Gewürzschaufel*, etwas Suppengewürz dazu. Zum Kochen stellte jedoch ich die Suppe auf den Herd.


Damit Julia sich nicht verbrennt, goss ich die heiße Brühe in einen anderen, noch kalten Topf um. Dann nahm sie den Stabmixer und pürierte das Gemüse fein, so wie ich es ihr gezeigt habe. Sie geht mit dem Stabmixer sehr behutsam um, dementsprechend dauerte das Pürieren etwas länger.


Zum Schluss verfeinerte sie die Suppe mit Sahne und Salz. Auch zum Salzen benutzte sie die kleine Gewürzschaufel. Danach pürierte sie die Suppe noch einmal durch.

Das Rezept ist sehr einfach und auch schnell zubereitet, nichtsdestotrotz schmeckt die Suppe köstlich! Hier in Österreich wird die Kürbscremesuppe gerne mit einem Schuss Kürbiskernöl serviert, wir löffeln sie aber auch gerne ohne. Das Rezept als Bildanleitung könnt ihr hier herunterladen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Im Adventkalender von Julia versteckte ich auch einige Bastelideen für selbstgemachte Geschenke, mit welchen sie dann ihre Kinderhauspädagoginnen, Freunde und die Verwandschaft überraschen kann. Es sind Bastelideen, die mit wenig Zeitaufwand verbunden sind, dennoch für viel Spaß sorgen und noch dazu ein wirklich nettes Geschenk abgeben. Solltet ihr noch auf der Suche nach einfachen Geschenkideen sein, hätte ich 4 selbtgemachte, bei deren Umsetzung besonders junge Kinder viel Spaß haben werden.


Wie jedes Jahr bastelten wir einige selbstgerollte Kerzen aus Bienenwachs. Früher fiel Julia es recht schwer, die Kante mit dem Docht am Anfang einzurollen. Damals half ich ihr noch bei diesem Schritt, heuer klappte es jedoch wunderbar und sie rollte eine Kerze nach der anderen. Sie bestand darauf, unterschiedliche Kerzen zu rollen, einige kleinere, einige größere und auch spiralförmige. Auch die kleine Tannenbaum-Dekoration haben wir selbst gemacht und es ist eine wunderbare Fädelarbeit für kleine Hände. Dazu benutzten wir grünen Filzstoff und Holzperlen und fädelten diese abwechselnd mit Hilfe einer Wollnadel auf.


Für unser selbstgemachtes Badesalz benötigten wir 6 Teil grobes Salz, 3 Teil Bittersalz aus der Apotheke um die Muskeln zu entspannen, 1 Teil Backpulver um das Wasser zu mildern aber auch um Hautreizungen zu lindern und ein paar Tropfen ätherisches Öl.


Die Zutaten mischte Julia in einer großen Schüssel zusammen (als Einheit nahm sie ihren größten Messlöffel) und portionierte das fertige Badesalz in kleine Vorratsgläschen mit einem Bügelverschluss (50 ml von Nanu Nana). Zum Schluss bekamen die Gläschen eine schlichte Masche und einige süße Holzfiguren, die wir bei einem Einkaufsbummel entdeckt haben. Das Rezept für das selbstgemachte Badesalz fand ich auf der tollen Webseite von Martha Stewart.


Wir nahmen uns auch selbstgemachte Seifenbällchen vor. Auch diese Idee ist recht einfach und nimmt auch kaum Zeit in Anspruch, dafür sind die kleinen Seifenbällchen richtige Hingucker und ein wunderbares kleines Präsent. Für die Seifenbällchen rieben wir 2 Schafsmilch-Seifen ab, gossen einen Esslöffel Wasser zu den Seifenraspeln und formten mit den Handflächen kleine, kastaniengroße Bällchen.


Anschließend wälzten wir sie in Lavendelblüten, Ringelblumenblüten und Lindenblüten und ließen sie ein wenig an der Luft trocknen.


Ich finde, in einem kleinen Netzsäckchen, dazu mit einem ebenso selbstgemachten Bügelperlen-Stern ergeben sie ein sehr nettes Überraschungspäckchen.

Auch Schoko-Muffins in Gläschen sind nicht nur schön, sondern auch ein besonders nettes Geschenk und in weniger als 10 Minuten fertig gestellt. Dazu nahmen wir größere Vorratsgläser mit Bügelverschluss (250 ml, auch von Nanu Nana), 110 g Bio Dinkelmehl, 2 Esslöffel Kakaopulver, 2 Teelöffel Backpulver und 50 g grobe Haferflocken. Wir bastelten für die "Schoko-Muffins im Glas" auch kleine Rezepthefte, in welchen die genauen Anweisungen und die Flüssigzutaten, die noch benötigt werden, angegeben sind. Die Rezepthefte könnt ihr gerne hier herunterladen.


Die Adventzeit war für mich als Kind immer die schönste Zeit im Jahr. Denn in meiner Kindheit war dies die Zeit, wo ich mit viel Vorfreude auf das Fest, jede Menge Zeit mit der Familie verbracht habe - ganz besonders mit meiner Mama. Die Adventzeit gehört daher zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

Obwohl ich auch heuer wieder wunderschöne Ideen für den Adventkalender gesehen habe und mit einigen auch liebäugelte, bastelte ich Julia auch diesmal einen "Zeit-Für-Dich-Adventkalender". Einen besonderen Kalender, bei dem ich ihr statt "Zeug", wie Spielsachen und Süßigkeiten, lieber "Zeit" und Aufmerksamkeit schenken möchte.


Ich stellte eine Liste mit 24 einfachen Ideen zusammen, die wir gemeinsam machen werden und suchte in der Wohnung einige kleine Gegenstände, die als Hinweis für diese gemeinsamen Aktivitäten dienen könnten. So steckte ich in eines der Säckchen zwei, aus dem Kinderzimmer entnommene Dinos als Hinweis für einen Besuch im Naturhistorischen Museum, für andere Aktivitäten, wie etwa gemeinsames Backen, einen Ausflug machen oder gemeinsam Basteln, gestaltete ich ihr einfache Bild-Rezepte, legte dazu ein passendes Foto oder einfach die Bastelmaterialien in die Säckchen. In manchen der Säckchen landete ein Foto von einem Familienmitglied, das Julia an dem Tag mit einem Besuch überraschen würde oder von einer Sehenwürdigkeit, die wir besuchen möchten.


Gleich im ersten Säckchen fand sie das Rezept für ihre Lieblingskekse: Vanillekipferl. Das Rezept gestaltete ich als eine Bildgeschichte, ähnlich wie damals bei den Muffins (siehe hier). Diesmal besorgte ich jedoch auch einige bunte Messlöffel* dazu, so konnte sie auch die Zutaten gleich in der passenden Menge selbst zusammenstellen. Das Highlight beim Backen war für sie jedoch, als ich ihr zeigte, wie sie eine Vanileschote aufschneiden und die winzige Schote mit dem Messer ausschaben konnte. Das Rezept könnt ihr auch diesmal gerne herunterladen. Die Messlöffel auf den Bildern müsst ihr allerdings selbst kolorieren, denn die Farben können, je nach Hersteller, unterschiedlich sein.


Ich dachte mir wirklich die einfachsten Aktivitäten aus, denn es war gar nicht wichtig was wir tun, Hauptsache, gemeinsam. Im 5. Säckchen versteckte ich zum Beispiel unsere selbstgemachte Schuhcreme, als Hinweis, dass wir für den Nikolaus die Stiefel putzen könnten. Wir hatten viel Spaß an dem Nachmittag und sie stellte mir gefühlte 100 Fragen zum heiligen Nikolaus.


In andere Säckchen kamen Legosteine, Spielwürfel oder Mosaiksteine aus ihrem Kinderzimmer, um beim Gemeinsamen bauen und Legen einen netten Nachmittag miteinander zu verbringen.


Ausflüge plante ich dann für die Wochenenden. So versteckte ich zum Beispiel in ihrem Kalender für gestern ihren Badeanzug, und ihr Papa nahm sie in eines der Städtischen Hallenbäder mit. Heute fand sie ein Foto vom Donauturm im Kalender, ein Aussichtsturm der sich dreht und in welchem wir bei einem wunderschönen Stadtpanorama einen herrlichen Kuchen genießen konnten. Einfach Zeit miteinander verbringen, einander etwas erzählen, lachen, Spaß haben und den Moment genießen - alles das, was unter der Woche oft zu kurz kommt.

Wir lieben diesen Kalender und auch nächstes Jahr möchte ich ihr so einen "Zeit-Für-Dich-Adventkalender" basteln, denn ich merke, manchmal reichen die kleinsten Ideen, vor allem aber solche, wo wir etwas gemeinsam unternehmen aus, um ihr eine große Freude zu machen. Und in meinen Augen sind diese Geschenke so viel wertvoller und werden hoffentlich eines Tages zu ihren schönsten Kindheitserinnerungen zählen.

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