08.06.2013

Windelfrei! - Wann darf's beginnen?


Das Erlangen der Windelfreiheit ist ein sehr langwieriger Prozess und von Kind zu Kind unterschiedlich. Wie lange dieser Lernprozess dauert, liegt allerdings auch bei mir, bzw. bei uns als Eltern, denn wir können es ihr mit ein wenig Hilfe erheblich einfacher machen. Ich glaube, die beste Zeit damit anzufangen ist, wenn das Kind Interesse signalisiert, wie das auch bei uns nun der Fall ist. Seit 1-2 Wochen merke ich, dass sie ein Gespür für "das Geschehen" bekommen hat: 
  • Sie zeigt hin und sagt uns ganz deutlich, was sie in ihrer Windel zu haben vermutet. 
  • Ihre Geschäfte erledigt sie zu bestimmten Zeiten.
  • Sie hat ein Verständnis für gewisse Abläufe erlangt.
  • Sie kann stehen und gehen.
Sie steckt sozusagen bis zum Hals in der sensiblen Phase fürs "Toiletten-Lernen". :) Wir haben uns also entschlossen mit dem Training dem probeweise aufs Töpfchen setzen anzufangen. Es ist ja auch für sie eine Befreiung, wenn sie windelfrei sein kann, das Leben ist dann so viel einfacher!


Erste Vorkehrungen

Ausstattung, die wir nun brauchen:
  • viele Trainingshöschen (auch von Gerber, aber auch ein paar von Imse Vimse), die sie am Anfang nur Zuhause anhaben wird (statt denWindeln)
  • ein Töpfchen fürs WC, einen Mülleimer und ein Körbchen mit frischen Gerber Unterhöschen, sowie Toilettenpapier oder weiche Tücher und eine wasserdichte Matte als Unterlage.
  • ein Nässeschutz fürs Bett (zum Beispiel diesen)
  • Teppichreiniger (für den Fall)
  • die Bettwäsche-Austattung aufstocken

Schon ab dem Moment, wo sie krabbeln konnte, wickelten wir auf dem Boden (im Badezimmer), so konnte sie sich beim Aus- und Anziehen, ja, sogar beim Sauberwischen aktiv beteiligen (sie bekommt auch ein Tüchlein und wischt fleßig mit). Wir wickeln teils auch während sie steht, damit sie alles mitbekommt.

Ich bin schon sehr gespannt, wie sie auf das Töpfchen reagieren wird. Über die Höschen wird sie sich vermutlich freuen, die Windel mag sie jetzt schon nicht besonders und das kann ich gut verstehen. Also, lass uns beginnen, die Dinger an den Nagel zu hängen! ;)

Kommentare:

  1. Wir verfolgen mal gespannt :)

    Liebe Grüße
    Sina mit Emily

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  2. Huhu, da habt ihr aber doch noch ein bisschen Zeit oder? Den Harndrang können Kinder frühestens ab dem 2. Lebensjahr kontrollieren (die meisten sogar erst später) ... vorher kann man das den kleinen Mäusen definitiv nicht antrainieren.

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    1. Liebe(r) XY!

      In der Wissenschaft gibt es die unterschiedlichsten Meinungen zu diesem Thema. Mir ist nicht daran, meine Tochter so schnell wie möglich stubenrein zu bekommen, ich möchte ja niemanden was beweisen wollen und sie schon gar nicht zu etwas zwingen! Möge dieser Lernprozess bei ihr so lang dauern, wie sie eben für die Windelfreiheit benötigt. Sie signalisiert aber klar und deutlich, dass sie es spürt, wenn sie die Windel voll macht. Ich möchte das nicht außer Acht lassen sondern ihr entgegenkommen. Ich finde, wann Kinder dazu bereit sind, ist wirklich von Kind zu Kind ganz unterschiedlich und wenn sie ein Signal geben, sollte man darauf reagieren. Die Philosophie von Montessori ist mir vor allem deswegen so symphatisch, weil sie mich lehrt, mein Kind genau zu beobachten und auf mein Kind zu hören. Denn es trägt den Baumeister in sich, wie das Montessori einst so schön formuliert hat. Meine Aufgabe ist es, ihm Hilfe zu leisten, wann immer diese benötigt wird.

      Alles Liebe,
      Anna

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    2. Also ich muss dazu sagen, dass das schon geht. Zu DDR Zeiten wurde das den Kindern sehr wohl antrainiert und das unter einem Jahr !!! Meine Wenigkeit und auch meine Schwester waren mit einem Jahr komplett trocken. Ob das jetzt für uns gut oder schlecht war ist dahin gestellt. Aber es funzt!

      Anna, viiiiiel Glück und Erfolg bei der "Trockenlegung" ;-)

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  3. Ich wünsche Euch einen spannenden Weg!
    Ich habe nichts vorbereitet, außer ein Töpfchen hin zu stellen und im WC einen Kindersitz an die Wand zu lehnen. Dann hab ich gewartet. Beide Kinder sind irgendwann neugierig drauf geworden, etwa mit 2 Jahren. Sie haben entweder die Windel selbst runtergeschoben oder sind ohnehin "unten ohne" unterwegs gewesen. Das Wort Training mag ich nicht, für mich schwingt da eine gewisse Erwartungshaltung mit. Im (Montessori)Kindergarten hat einmal ein Vater bei einem Elternabend die Frage gestellt, was denn das ideale Töpfchen-Training wäre. Die Antwort darauf hat mir gut gefallen: "Sie warten einfach so lange, bis es klappt. Inzwischen verkneifen Sie sich Kommentare, wickeln wieter und waschen mehr Wäsche."
    Halten die Trainingshosen das Übergewand wirklich trocken?
    Alles Liebe, Katharina

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  4. Toll, da beginnt wieder mal ein neuer Entwicklungsabschnitt! :-D
    Aber denBegriff "Training" find eich mehr als furchtbar.
    Muss man sein Kind denn darauf trainieren?
    Ich halte davon gar nichts.
    Ich hab meine Kleine einfach immer auf die Toilette mtigehen lassen und wenn sie gefragt hat ihr auch erklärt was da passiert.
    Als ihr Interesse diesbezgl. stieg hatte ich einfach stets ein Töpfchne in Sichtweite, sie hat es spielerisch immer mal "genutzt" und auch am WC hatten wir einen Extra-Sitz der spielerisch genutzt wurde.
    Nachahmen lassen und erklären - mehr braucht es nicht.
    "Trainig" und -zig Extra-Artikel halte ich für relativ unnötig.
    Geht mal was daneben - hat man ja die Waschmaschine und alles andere ergibt sich von Kind zu Kind unterschiedlich ganz von selbst.
    Toi toi toi, es ist schon toll diesen neuen Abschnit zu erleben und zu sehen wie selbständig die Kleinen Mäuse werden.
    Viel Spaß dabei ^^
    LG, MamaMia

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  5. Ich gebe euch beiden natürlich Recht, das Wort Training war etwas fehl am Platz. Nein, so habe ich das gewiss nicht gemeint und daher werde ich das im Post schnurstracks ändern! Danke, dass ihr mich darauf aufmerksam gemacht habt. Trainieren.... ja, das klingt nach Erwartungen. Nein, solche habe ich an sie nicht!!! Es kann ja gut sein, dass sie überhaupt kein Interesse am Töpchen zeigen wird und das würde ich natürlich akzeptieren! Mit Training meinte ich, ihr bei dieser Sache Schrit für Schritt Hilfe anbieten.

    Ob die Trainingshose das Übergewand trocken hällt...nun ja, weiß ich noch nicht, ich hoffe es aber. Ich fand diese vielversprechende Marke, bin aber für gute Ratschläge immer offen ;)

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  6. Liebe Anna,

    Dein Post hat gerade ein paar lustige Erinnerungen wach gerufen... wie mein Mann ein Töpfchen ins Bad gestellt hat und unsere damals 18 Monate alte Tochter es völlig empört in die Ecke geschoben hat. Keine Ahnung, woher sie wusste, wofür das Teil überhaupt sein sollte, jedenfalls fand sie es so gar nicht ansprechend, ;-). (Obwohl sie auch schon gewisse Anzeichen gegeben hatte, dass sie sich über die Abläufe bewusst geworden war).

    Sehr bezeichnend jedenfalls, sie wusste schon immer, was für sie gepasst hat und was nicht.

    Bei den andern beiden kann ich mich nicht mehr so gut erinnern -- ich meine aber, "Trocken werden" ging immer am besten im Sommer, ;-).

    Ich wünsche Euch jedenfalls gutes Gelingen und werde gespannt sein, wie es bei Euch läuft.

    So long,
    Corinna

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  7. Wenn Interesse signalisiert wird, dann wird das bei uns mal gaaaanz langsam angegangen. Das Böbü muss Lust darauf haben und bestimmt das Tempo. Sie soll aber auch so lange wie möglich unbeschwert sein, ohne solche "Pflichten". Da kommen früh genug einige zusammen, alle werden etwas von ihr erwarten. Einen genauen Zeitpunkt gibt es also nicht... BIn gespannt, wie es sich bei euch entwickelt und finde das Thema auch echt interessant!

    Liebe Grüßé
    Tanja

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  8. Uns ging das ganz genau so, auch so um dieses alter herum. ein paar wochen war es interessant und sie sagte auch schon gut "an", wann sie auf den topf musste, alles klappte wirklich recht gut. aber dann war wieder ein anderer entwicklungsschritt angesagt und sie hat das interesse total daran verloren... also halt wieder einen schritt zurück, macht ja nichts. ich glaube, bei uns ist es auch daran "gescheitert", dass mini einfach nocht nicht auf 2 stunden trockenzeit kommt, sondern noch seeehr oft pieseln muss. das ist nämlich auch ein kriterium für den erfolg, meiner meinung nach.

    zum "2-jahr-minimum" : das sehe ich gar nicht so. erstens lernt das kind ja nicht, seine ausscheidungen zurückzuhalten - das kommt erst später. aber auch da zeigen viele viele beispiele (eher nicht aus westlichen pampers-gewohnten-ländern), dass die bewusste kontrolle der ausscheidungen weit vor 2 jahren möglich ist.
    das ziel ist hier doch eher, das bedürfnis zu verspüren, eventuell "anzusagen" und vor allem schnell zu reagieren, damit dieses auf dem topf / toilette gemacht werden kann. das klappt in vielen asiatischen ländern *von geburt an* - ganz viele babys dort tragen gar keine windeln, nie. das nennt sich übrigens "windelfrei". ich hab das auch praktiziert im mutterschaftsurlaub. der dauert hier aber nur 3,5 monate, danach habe ich wieder teilzeit gearbeitet, und diese "exotische" technik wollte ich dem kinderhütenden schwiegereltern nicht zumuten.

    gutes gelingen wünsche ich dir, Anna :-)

    liebe grüsse,
    Sara

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  9. Hallo. Ich habe 4 meiner Kinder zwischen 1 und 1 1/2 Jahr angefangen mit den Stoffwindeln. Die saugen ja nicht so schön auf, so dass die Kinder sie so schnell wie möglich ausziehen wollten und nachher gar nicht mehr wollten. Viel zu warm und unbequem. Zwischen 2 und 2 1/2 waren sie bei mir alle trocken und sauber :). Im Sommer wurde es meistens ganz weggelassen. Es ging auch viel daneben. Die Kinder lernten es den Unterschied zwischen Windel und ohne, und zogen die bessere Wahl vor. Es ging auch viel daneben( das gehört ja dazu;). Ich fand die Zeit des sauberwerdens 4mal gar nicht anstrengend. Wenn man sich nicht und die Kinder unter Druck setzt und es zum Hauptthema macht im Tagesablauf und es nebenher läuft, funzt es auch. Zumindest bei mir. Und bei Kind Nummer 5 werde ich es genauso machen :) . Wünsche euch eine "angenehme" Zeit :) und bin gespannt wie ein Flitzebogen wie es bei euch verläuft:) Sehr schöne Seite hast du. LG Sumama
    an Sara: danke für den wink mit den Artikel über "windelfrei"

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  10. Na ich bin ja gespannt! Pepe ist etwa gleich alt wie Julia, letzten Sommer hatten wir ihn ohne Windel gelassen und zwischendurch immer mal abgehalten - das ging gut. Unterwegs hatten wir schon eine Windel, doch die blieb meistens trocken. Irgendwann mochte er das Abhalten aber nicht mehr, als er mobiler wurde. Aber wenn er grad mal ohne Windel ist und ich frage ihn "musst du lulu" (zum Beispiel bei Oma im Garten), dann macht er. Er weiß, was Lulu ist und guckt dann, ob er muss. Wenn er groß in die Windel macht, sagt er das auch vorher oder gleichzeitig. Ich denke, bei euch wird das gut funktionieren! Du machst es ja ohne Zwang und entwickelst sicher schnell ein gutes Gespür dafür, wann Julia muss. Und wir werden im Sommer auch wieder die Windel weglassen.
    Alles Gute :)

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  11. Das finde ich auch sehr spannend, kenne kein Kind, das so früh gestartet hat und das große Mädchen ist mit ihren 2 Jahren und 3 Monaten auch noch recht weit entfernt davon, sie mag sich weder auf Toilette noch aufs Töpfchen setzen und muss es auch nicht, so lange sie nicht mag. Ich tippe darauf, dass es mit dem Kindergartenbesuch ganz von selbst losgehen wird. Auch von diesen Höschen habe ich noch nie gelesen, gehört. Werde deine Berichte ganz gespannt weiter verfolgen. Ganz viel Freude und Erfolg euch. Sina

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  12. Hui da bin ich auch gespannt! Vielleicht klappt es ja schon bei ihr, es gibt immer wieder Kinder, die so früh dran sind - und natürlich auch Ausreißer nach hinten. ;)

    Wir haben jetzt (mit fast 22 Monaten) auch Toilettensitz und Töpfchen ausgepackt und er findet es total interessant und will auch immer drauf. Es kommt noch nix, aber er hat zumindest schonmal keine Angst davor und ist interessiert - der beste Start wie ich finde. Mal sehen ob und wann irgendwann mal was drin landet, dann gibt's bestimmt ein kleines Tänzchen von Mama als weiteren Ansporn! :D

    Liebe Grüße
    Isa

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  13. Hallo! Wie alt ist deine kleine Maus? Ist sie schon komplett windelfrei? Liebe Grüße

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