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Ich liebe ihre "Warum" und "Wieso" Fragen und noch mehr die Gespräche, die so zwischen uns entstehen. Julia ist sehr wissenshungrig und stellt uns eine Menge Fragen über die Welt. Wir haben zwar viele schöne Bücher über andere Länder, aber ich wollte ihr auch etwas anbieten, wobei sie aktiv sein kann und wir dennoch spannende Gespräche führen können. Darum gestaltete ich ihr ein Kartenset mit einigen Bildern über allerlei Interessantes aus der Welt und lud sie zu einer kleinen Weltreise in ihrem Zimmer ein.


Je nach Kontinent suchte ich ihr acht Bilder zusammen über interessante Tiere und Pflanzen, über Feste von Völkern oder ihre Monumente sowie über bekannte Sehenswürdigkeiten in anderen Ländern, die wir erst einmal gemeinsam betrachteten. Sie las die Bildbeschriftungen und wenn sie etwas nicht kannte, erzählte ich ihr ein wenig über das Bild.

Wir legten die Kontinente in einer Reihe aus und sie begann sogleich mit dem Zuordnen der Karten. Während sie diese den Kontinenten zuordnete, philosophierten wir gemeinsam, woher die Mammutbäume ihren Name bekamen, warum es in den Niederlanden Holzschuhe gibt und wie die riesigen Pyramiden wohl erbaut wurden.


"Antworten schließen unsere Augen, unsere Ohren, unsere Welt, Fragen öffnen sie. Jede Frage ist ein Anfang, jede Antwort ein Ende. Denn nicht von Antwort zu Antwort wachsen wir, sondern von Frage zu Frage." Lotte Ingrisch

Es ging mir dabei nicht darum, auf all ihre Fragen eine Antwort zu geben, denn die Freude, die Antworten selbst zu finden und dabei neue, spannende Fragen zu entdecken, will ich ihr nicht nehmen. Es ging mir mehr darum, ihr zu zeigen, wie spannend und interessant unsere Welt ist und wie viel es darin noch zu entdecken gibt.

Wenn ihr zuhause auch so wissenshungrige junge Kinder habt, die ebenso Lust auf eine kleine Weltreise im Kinderzimmer hätten, könnt ihr unsere Karten gerne hier (auf Deutsch) herunterladen. Um die Karten selbst zu beschriften, könnt ihr gerne unsere unbeschrifteten Karten mitnehmen. (Sollte der Link nicht funktionieren: Hier geht es zum Downloadbereich)


Um ihren 4. Geburtstag herum begann Julia, uns jede Menge Fragen über die Zeit zu stellen. Wie lang ist eine Woche? Was kommt nach Sonntag? Wie lange dauert es bis Oma und Opa wieder zu Besuch kommen und wie lange bis zu ihrem nächsten Geburtstag?

Ich habe ihr nichts großartiges angeboten, viel mehr ging ich auf ihre Fragen ein und wir philosophierten gemeinsam und zählten die Tage, aus denen dann Wochen und schließlich Monate wurden. Auch im Alltag versuchte ich mit ihr die Zeit bewusster zu erleben. Wenn wir zum Beispiel das Haus verlassen mussten, so sagte ich ihr nicht einfach nur, dass wir bald gehen müssen, sondern dass wir in 5 Minuten starten und hielt mich auch daran. Wir sprachen auch oft über Geburtstage, wer in welcher Jahreszeit seinen feiert, über Feste und zählten auch die Nächte, die Julia bis zum nächsten Ereignis schlafen muss.

Zeit ist allerdings etwas sehr abstraktes und war für Julia nicht so leicht nachvollziehbar, daher wollte ich ihr auch einen einfachen Kalender basteln, wo wir die Tage und Wochen auch wirklich abzählen konnten. Schon damals fand ich im Internet viele schöne Kalender-Ideen, die schlicht und übersichtlich sind und wo Kinder die Wochen und Monate selbst erstellen und dabei eine Menge entdecken können.

1. // Dieser Holzkalender ist besonders schön doch was mir am besten gefällt, ist, dass Kinder ihn von Monat zu Monat selbst neu auslegen können.

2. // So simpel kann ein selbstgemachter Kalender aussehen. Ich denke, je schlichter er ist, umso nachvollziehbarer bleibt er für junge Kinder. Ich mag Kylies Kalender aber auch, weil ihn Kinder auch ohne Hilfe ablesen und auch beim Auslegen der Tage nur wenig Unterstützung benötigen.


So ein Kalender ist zudem auch einfach zu erstellen, daher habe ich Euch einen zum Herunterladen angefertigt, den ihr nur noch auf A3 großem Papier ausdrucken, laminieren und ausschneiden braucht. Damit die Kärtchen zwar haften aber auch wieder getauscht werden können, habe ich kleine Klettpunkte* verwendet.

3. // So ein Monatskalender zum Auslegen lässt sich aber auch ganz einfach aus Filz herstellen.

4. // Diesen Holz-Kalender finde ich persönlich am schönsten und hätte ich genügend Zeit, würde ich ihn am liebsten selbst für Julia zusägen.

5. // In der Montessori-Schule wurde so eine Jahreskette kreisförmig auf eine Pinnwand gesteckt und die Geburtstage der Kinder auf kleine Kärtchen notiert und zu den passenden Perlen dazugeordnet. Ich finde, auch zuhause kann so eine Kette das Kinderzimmer verschönern, wo die Geburtstage der Familienmitglieder anhand von Bildern darauf markiert werden können. Was ich an diesem "Kalender" besonders mag, ist die auffallende Perle für den Schalttag, die neugierig macht.

6. // Letztendlich gestaltete ich Julia dann doch lieber einen Linear-Kalender, ähnlich wie diesen hier.


Ich wollte ihr einen Kalender gestalten, der ihr einen Überblick über ein ganzes Jahr verschafft und wo sie auch das Vergehen der Zeit optisch sehen kann. Sie liebt ihren Kalender, daher habe ich ihr auch für dieses Jahr einen erstellt, diesmal jedoch so, dass Julia den Kalnder mithilfe eines Doppelklebebandes selbst gestalten kann.


Die Namen der Monate hat sie dann gleich aufgeklebt, die Streifen mit den Tagen und die leeren Streifen, um Geburtstage und andere Ereignisse zu notieren, aber auch das Klebeband und eine kleine Schere habe ich ihr in einer hübschen Schachtel unter dem Kalender vorbereitet.


Da mich mittlerweile mehrere Nachrichten erreicht haben, ob es auch für 2018 einen Kalender auf dem Blog geben wird: Hier könnt ihr Julias Kalender herunterladen, der aber nicht nur für dieses Jahr, sondern für jedes Jahr passend zugeschnitten werden kann. Aber ihr könnt auch gerne unseren fertig beschrifteten Kalender für das Jahr 2018 mitnehmen. (Update: die aktuellen Linear-Kalender findet ihr immer im Download-Bereich)

*Dieser Beitrag enhält einen Affiliate Link

Unser Alltag mit zwei Kindern ist nie langweilig. Es herrscht immer reges Leben in unserem Zuhause, denn mit einem weiteren Kind wächst nicht nur die Familie, auch die Bedürfnisse werden mehr. Andererseits genieße ich die Zeit mit diesen beiden sehr. Julia ist nach wie vor begeistert von ihrem kleinen Bruder, von Eifersucht ist keine Spur zu sehen. Sie umarmt, küsst, liebkost und singt für ihn und er wiederum lächelt sofort, wenn er sie sieht. Da ich selbst Geschwister habe, weiß ich, sie werden sich nicht immer so gut verstehen, aber ich hoffe dennoch, dass sie immer zusammenhalten werden.


Was das Zusammenhalten betrifft, so feierten wir letzte Woche unseren 10. Hochzeitstag. Noch bevor wir Eltern wurden, verbrachten wir unsere Hochzeitstage in einem schicken Restaurant. Diesmal in der Gesellschaft dieser beiden wunderbaren Kindern bei einem gemütlichen Picknick im Park. Das war auch Jakobs allererstes Picknick und er hat es sichtlich genossen, die Natur in aller Ruhe zu beobachten und zu spüren.


Zuhause hängte ich vor gut zwei Wochen das Gobbi Mobile über seinen Spielbereich. Für mich sehr spannend zu beobachten, dass er sämtliche Mobiles genauso gerne im Spiegel betrachtet, als auch von unten. Allerdings sind bei uns diese Mobile kein Dauerangebot. Es gibt Tage, wo er wirklich konzentriert diese Mobiles anschaut, aber auch solche, wo er keinerlei Interesse daran zeigt. Diese Woche werde ich ihm die Tänzer anbieten, aber ich denke, allzu lange werden ihm diese Art von Mobile nicht mehr ausreichen, denn letzte Woche entdeckte er zum ersten Mal seine kleine Faust.


Dieser Altersunterschied zwischen Jakob und Julia ist sehr interessant. Der eine ist gerade erst in der ersten Entwicklungsperiode angekommen, während die andere auf dem Sprungbrett zur zweiten ist. Julia kommt nächstes Jahr in die Schule und ich merke ganz stark, was das bedeutet. Sie interessiert sich immer weniger für ihr Spielregal, umso mehr für zwischenmenschliche Beziehungen. Sie verbringt viel Zeit in unserer Gesellschaft, möchte bei unseren alltäglichen Gesprächen teilhaben und sie stellt auch immer mehr in Frage, was gerecht ist und was nicht. Wenn wir also Zeit miteinander verbringen, kommen ganz oft spannende Gespräche zustande die mich zwar manchmal ganz schön herausfordern, die ich aber dennoch genieße.

Zur Zeit ist sie Feuer und Flamme, mit der Nähmaschine zu arbeiten. Neulich nähten wir für den Sohn unseres Nachbarn, der gerade mal 1,5 Jahre alt ist, diese Reis-, Kichererbsen- und Linsensäckchen womit er seiner Vorliebe für das Werfen auch Zuhause nachgehen kann. Julia nähte die Einfärbigen, ich die Karierten und Gemusterten.


Diese hübschen Kaleidozyklen bastelten wir vorgestern. Ich liebe solche mathematischen Besonderheiten. Kaleidozyklen (Flextangles) sind Ringe die aus einer geraden Anzahl von Tetraedern bestehen und die unendlich lang gedreht werden können. Wenn sie auch noch bunt angemalt sind, ergeben sie beim drehen ein schönes Muster. Auf Instagram habe ich ein kurzes Video darüber hochgeladen, wie sie ausschauen, wenn sie gedreht werden. Wenn ihr Lust habt, diese auch auszuprobieren: hier ist die Vorlage, die wir dazu verwendet haben.



Ich liebe solche Kleiderschrank-Ideen im Kinderzimmer. Sie schaffen Übersicht im Kleiderkasten, haben die passende Höhe für Kinder und ermöglichen somit bereits den allerjüngsten beim An- und Ausziehen mehr Selbstständigkeit. Ab dem Moment, wo Julia gehen und Schranktüren öffnen konnte, richteten wir ihr auch einen passenden Kleiderschrank ein. In ihrem damaligen Mini-Zimmer war kein Platz für einen Schrank, so bekamen ihre Klamotten die 3 untersten Regale in einem der  Einbauschränke in unserem Zimmer. Nach unserem Umzug besorgten wir ihr dann endlich einen SUNDVIK Kleiderschrank vom Möbelschweden, wo sie ihre Kleider und Westen ganz praktisch aufhängen konnte.

Für uns funktioniert der Kinder-Kleiderschrank mit der Kleiderstange wunderbar und wir würden es nicht mehr missen wollen! Die Kleiderstange macht den Schrankinhalt viel übersichtlicher und auch Julia fällt es so leichter bei ihren Klamotten Ordnung zu halten. Damit sie aber die Kleiderstange wirklich problemlos erreichen kann, sägten wir die Beine des Schrankes erheblich kürzer.


Wie jedes Jahr, beginne ich vor dem Frühlingsbeginn (und vor dem Wintereinbruch) ihren Schrank auszusortieren, so dass sie entweder Klamotten für die warme oder eben nur für die kalte Jahreszeit vorfinden kann. Ich mag dieses System, denn es schafft viel Raum in ihrem Kleiderschrank und macht unseren Alltag viel reibungsloser wenn sie sich selbst Klamotten zum Anziehen aussucht oder ihre Klamotten wieder wegräumen will. Bereits als Kleinkind haben wir sie beim alltäglichen Wäschewegräumen so oft wie möglich miteingebunden und auch beim Anziehen selbst hatten wir oft die Gelegenheit zu Bbesprechen, zu welchem Wetter oder Anlass welche Klamotten passen.


Es hat wirklich alles seinen Platz. Kleider und Westen hängen auf praktischen Kleiderhaken, Röcke, Leggings, Hosen und ihre Pyjamas sowie ihre Badeanzüge liegen sortiert in Körbchen bereit. Letztere zwei sind im oberen Regal, da sie diese nicht so oft braucht. Wenn sie sich jedoch einen neuen Pyjama oder einen ihrer Badeanzüge holen möchte, nimmt sie sich als Hilfe den Tritthocker aus dem Badezimmer nebenan.


In der Schublade sind Unterwäsche und auch ihre T-Shirts in praktischen Stoffkörben sortiert. Ich legte auch eine kleine Seife in die Schublade, wie es auch einst meine Mama immer machte. So bekommt die Wäsche immer einen zarten, lang anhaltenden Duft.

Damit sie nicht jeden Korb ständig herausziehen muss, um zu sehen, was drinnen ist und auch alles wieder alleine wegräumen kann, kleben bis heute kleine Bilder über den jeweiligen Kleidungsstücken auf den Körbchen und auf der Kleiderstange - und es funktioniert prima! (Hier unsere Bilder zum Herunterladen.) Genauso gut können aber die Klamotten nach Jahreszeiten oder Wetterbedingunegn sortiert werden, (wie wir dies früher aus Platzmangel gemacht haben) und dabei kleine Fotos über das Wetter anbringen.


Im Adventkalender von Julia versteckte ich auch einige Bastelideen für selbstgemachte Geschenke, mit welchen sie dann ihre Kinderhauspädagoginnen, Freunde und die Verwandschaft überraschen kann. Es sind Bastelideen, die mit wenig Zeitaufwand verbunden sind, dennoch für viel Spaß sorgen und noch dazu ein wirklich nettes Geschenk abgeben. Solltet ihr noch auf der Suche nach einfachen Geschenkideen sein, hätte ich 4 selbtgemachte, bei deren Umsetzung besonders junge Kinder viel Spaß haben werden.


Wie jedes Jahr bastelten wir einige selbstgerollte Kerzen aus Bienenwachs. Früher fiel Julia es recht schwer, die Kante mit dem Docht am Anfang einzurollen. Damals half ich ihr noch bei diesem Schritt, heuer klappte es jedoch wunderbar und sie rollte eine Kerze nach der anderen. Sie bestand darauf, unterschiedliche Kerzen zu rollen, einige kleinere, einige größere und auch spiralförmige. Auch die kleine Tannenbaum-Dekoration haben wir selbst gemacht und es ist eine wunderbare Fädelarbeit für kleine Hände. Dazu benutzten wir grünen Filzstoff und Holzperlen und fädelten diese abwechselnd mit Hilfe einer Wollnadel auf.


Für unser selbstgemachtes Badesalz benötigten wir 6 Teil grobes Salz, 3 Teil Bittersalz aus der Apotheke um die Muskeln zu entspannen, 1 Teil Backpulver um das Wasser zu mildern aber auch um Hautreizungen zu lindern und ein paar Tropfen ätherisches Öl.


Die Zutaten mischte Julia in einer großen Schüssel zusammen (als Einheit nahm sie ihren größten Messlöffel) und portionierte das fertige Badesalz in kleine Vorratsgläschen mit einem Bügelverschluss (50 ml von Nanu Nana). Zum Schluss bekamen die Gläschen eine schlichte Masche und einige süße Holzfiguren, die wir bei einem Einkaufsbummel entdeckt haben. Das Rezept für das selbstgemachte Badesalz fand ich auf der tollen Webseite von Martha Stewart.


Wir nahmen uns auch selbstgemachte Seifenbällchen vor. Auch diese Idee ist recht einfach und nimmt auch kaum Zeit in Anspruch, dafür sind die kleinen Seifenbällchen richtige Hingucker und ein wunderbares kleines Präsent. Für die Seifenbällchen rieben wir 2 Schafsmilch-Seifen ab, gossen einen Esslöffel Wasser zu den Seifenraspeln und formten mit den Handflächen kleine, kastaniengroße Bällchen.


Anschließend wälzten wir sie in Lavendelblüten, Ringelblumenblüten und Lindenblüten und ließen sie ein wenig an der Luft trocknen.


Ich finde, in einem kleinen Netzsäckchen, dazu mit einem ebenso selbstgemachten Bügelperlen-Stern ergeben sie ein sehr nettes Überraschungspäckchen.

Auch Schoko-Muffins in Gläschen sind nicht nur schön, sondern auch ein besonders nettes Geschenk und in weniger als 10 Minuten fertig gestellt. Dazu nahmen wir größere Vorratsgläser mit Bügelverschluss (250 ml, auch von Nanu Nana), 110 g Bio Dinkelmehl, 2 Esslöffel Kakaopulver, 2 Teelöffel Backpulver und 50 g grobe Haferflocken. Wir bastelten für die "Schoko-Muffins im Glas" auch kleine Rezepthefte, in welchen die genauen Anweisungen und die Flüssigzutaten, die noch benötigt werden, angegeben sind. Die Rezepthefte könnt ihr gerne hier herunterladen.


"Das Beste was wir für unsere Kinder tun können, ist, ihnen eine wunderschöne Umgebung vorzubereiten, die besten Materialien zur Verfügung stellen und ihnen dann aus dem Weg gehen." - Susan Mayclin Stephenson

Um das Kinderzimmer zu Hause nach Montessori zu gestalten, braucht es weder viel Geld, noch besonders viel Platz, ja nicht einmal die berühmten Montessori-Materialien selbst. Von letzteren gibt es zwar einige wenige, die ich auch für zu Hause empfehlen kann, aber die meisten gehören in die Montessori-Einrichtungen und letzten Endes machen nicht diese das Kinderzimmer zu Hause "montessorisch". Allerdings lässt sich vieles anderes aus den Montessori-Häusern wunderbar auch im Kinderzimmer umsetzen. Daher lege ich eher Wert darauf, das Zimmer gemütlich und einladend aber auch simpel und übersichtlich zu gestalten. Es sollte meiner Tochter Selbstständigkeit ermöglichen, praktisch sein sowie ihren Interessen, ihrer Körpergröße und ihrem Alter angepasst sein.

Spielregal
Spielsachen und Materialien stehen in Körbchen, Tabletts und Holzschälchen sortiert auf einem offenen Regal. Diese Übersichtlichkeit hilft ihr enorm! Nicht nur, weil sie so mit nur einem Blick sehen kann, welche Auswahl ihr zur Verfügung steht, sondern weil dies einen Sinn für Wertschätzung schöner Dinge vermittelt und gleichzeitig einen Sinn für Ordnung weckt, so dass sie ihre Spielsachen nachher selbst einfach wieder wegräumen kann.


Als sie noch um einiges jünger und dementsprechend kleiner war, stand in ihrem Zimmer ein viel niedrigeres LAIVA Regal vom Möbelschweden, das für sie in der richtigen Höhe war und wo nicht allzu viele Spielsachen Platz hatten. Damals räumten wir meistens gemeinsam alles wieder weg oder manchmal auch nur ich alleine. Wenn ich dann merkte, dass das Wegräumen sogar mir zu lang und mühsam wurde, reduzierte ich ihre Spielsachen erheblich.

Als sie jedoch wuchs, wuchs auch ihr Spielregal mit ihr mit, so dass sie heute dieses hier in ihrem Zimmer stehen hat. Es gibt viele offene Regale, die sich wunderbar für solche Spielkörbchen eignen. Ich persönlich bevorzuge solche, auf denen mehrere Spielkörbchen nebeneinander Platz  haben, so dass die Körbchen mit den Händen gut ergreifbar sind und vor allem solche, die die passende Höhe haben, so dass Kinder wirklich zu allem, was darauf steht, freien Zugang haben. Auch was das Wegräumen betrifft, räume ich nur noch ganz selten hier auf, normalerweise macht sie das. 

In Sachen Spielsachen ist es mir besonders wichtig, ihr sorgsam Hergestelltes und Sinnvolles anzubieten,  das sie zur Aktivität und Kreativität anregt. Mehr dazu schrieb ich in diesem Beitrag.


Wenn Geschwister sich ein Zimmer teilen, denke ich, hängt vieles vom Alter der Kinder ab. Wenn eines der Kinder jünger als 18-20 Monate ist, würde ich ihm separat noch ein eigenes, niedrigeres Regal mit nur einigen wenigen Spielsachen anbieten. Wenn es im Zimmer auch so zu "eng" wird, das Spielregal des Jüngeren (und Spielsachen, die gemeinsam bespielt werden,) für den Anfang eventuell ins Wohnzimmer verlagern.


Aus der gleichen Serie, nur etwas niedriger, ist ihr Regal für Kunstmaterialien und ihren CD-Player, den ich noch vor Jahren beim Hofer (Aldi) ergattert habe und den sie wunderbar alleine bedienen kann. Ihre CDs stecken auf einer kleinen CD-Spindel gleich daneben.

Arbeits- und Spielbereiche
Neben ihrem Regal mit den Kunstmaterialien steht ihr Schreibtisch wo sie bequem basteln und werken kann. Tisch und Stühle in passender Höhe sind mir besonders wichtig, damit sie eine gute Haltung entwickeln kann. Aus dem Grund hatte sie früher als Schreibtisch einen niedrigeren Couchtisch und einen Sessel mit abgesägten Beinen. Was sich jedoch bis heute nicht geändert hat, ist ihr Wunsch nach einer Tischdekoration. Diesmal: eine wunderschöne, rosarote Blüte des Kurkuma.


Neben dem Spielregal stehen ihr in einem großen Korb unterschiedliche Tischunterlagen und - da sie auch liebend gerne auf dem Boden arbeitet - zwei kleine, rutschfeste Teppiche griffbereit.


Ihre Arbeiten aus dem Kinderhaus, oder die, welche sie zu Hause zeichnet und bastelt und ihr lieb sind, sammelt sie in einer Türaufbewahrung mit vielen kleinen Fächern. 

Sie hat auch diesen kleinen Tisch in ihrem Zimmer stehen, den ich so wie auch ihren Frisiertisch, selbst weiß lasiert habe. Es ist ihr Naturtisch wo zurzeit ihre Lupe, ihr Fernglas, Gesammeltes aus der Natur und demnächst auch ihr Mikroskop seinen Platz finden wird.


Das Bett
Als Kleinkind hatte sie als Bett eine Matratze auf dem Boden liegen, wo sie problemlos hinein- und wieder hinauskrabbeln konnte und auch beim Schlafen viel Bewegungsfreiheit hatte. Als sie zirka 2,5 Jahre alt wurde, diente bei uns das Bodenbett aus und wir tauschten es auf ein einfaches Kinderbett um.



Kleiderschrank
In der alten Wohnung hatte sie ihre Klamotten in einem Einbauschrank, denn in ihrem kleinen Zimmer mit gerade mal 6 Quadratmedern gab es keinen Platz für so große Möbelstücke. Nun bekam sie ihren eigenen Kleiderschrank, endlich auch mit einer Kleiderstange. So ist es viel leichter für sie, sich etwas zum Anziehen auszusuchen oder ihr Gewand wieder zurück zu hängen. Kurze Hosen und T-Shirts kamen jeweils in Körbchen. Ich achte darauf, dass wirklich nur solche Klamotten im Schrank sind, die gerade zur Jahreszeit passen. Wie auch damals, klebte ich kleine Bilder auf die Körbchen und über die Stange, damit sie sich besser orientieren und Ordnung halten kann. Einige unserer Bilder für den Kleiderschrank könnt ihr gerne hier herunterladen.


Wenn ich das Kinderzimmer einrichte oder umgestalte, achte ich immer darauf, es aus der Augenhöhe meines Kindes zu betrachten. Ist das Zimmer auch aus dieser Höhe schön, so dass es sich hier wohlfühlen lässt? Ist es übersichtlich genug, so dass sich mein Kind zurecht finden kann? Ist das Zimmer auch praktisch, so dass es alles ohne Hilfe erreichen und nutzen kann? Mir war es wichtig, dass meine Tochter auch als Kleinkind die Türklinge, Schranktür und auch den Lichtschalter ohne meine Hilfe erreichen konnte, also stellte ich damals einen kleinen Tritthocker unter den Lichtschalter und band gut greifbare Schnüre an Schrank- und Zimmertüren. Heute sind diese natürlich nicht mehr notwendig und daher auch nicht mehr in ihrem Zimmer vorhanden.


Bücher
Ihre kleine Leseecke. Diesen hellen und gemütlichen Platz nutzt sie aber nicht nur um ihre Bücher anzuschauen, sondern auch um Musik zu hören und um Handarbeiten zu machen, wie Sticken oder Stricken, alles ebenso gleich greifbar auf ihrem Regal. Sie hat auch eine Leseecke im Wohnzimmer, wo ihre restlichen Bücher ebenso in einem Korb aufbewahrt sind. 

Aber wie sehr ich auch darauf achte, dass das Kinderzimmer schön, funktional und passend für ihr Alter und ihre Interessen ist, finde ich es genau so wichtig, dass sie den Raum auch nach ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrem Geschmack gestalten kann. Immerhin ist es ihr Rückzugsort.


Ich liebe es, solche Kartenmaterialien für meine Tochter selbst zu basteln. Nicht nur, weil ich die Herausforderung mag, an an etwas spannendem und schönen für sie zu tüfteln, sondern auch, weil ich denke, dass Selbstgemachtes einen ganz besonderen Wert hat. Und vor allem Kindern einen ganz besonderen Wert vermittelt.

Vor einigen Wochen bastelte ich ihr dieses einfache Legespiel. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Kartensätzen, mit Kreuz und Kreisbögen drauf, mit denen sie jedoch unendliche Muster auslegen kann. Egal wie sie die Karten zusammenfügt, diese passen immer zueinander und ergeben jedes Mal ein ganz anderes Bild. Die Karten könnt ihr gerne hier herunterladen.


Unsere Zuordnungskarten über die Sinne. Ich habe die Karten doppelseitig ausgedruckt, so dass auf der Rückseite der einzelnen Karten die passenden Symbole zu sehen sind. Die Karten müssen aber nicht unbedingt doppelseitig ausgedruckt werden. Sinn der Sache ist es ja, mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Die Karten könnt ihr auch gerne herunterladen.


Sie liebt Gedichte, Lieder und Reime und denkt sich gerne auch eigene Wortspiele aus. Diese Reimkarten haben es ihr daher besonders angetan. Angefangen haben wir mit 8 Paaren, aber sie bat mich, weitere Karten für sie zu basteln. Wir spielen auch gerne ein "Tausch-Spiel" damit. Dabei schließt sie ihre Augen und ich vertausche einige von den Karten, die sie dann wieder neu entdecken und ordnen kann. Hier der Link zum Download.


Vor einigen Tagen erreichte mich eine liebe Nachricht mit der Bitte, den Link zu unseren Schmetterlinks-Puzzle noch einmal zu veröffentlichen. Hier der Beitrag über das Puzzle und hier der Link um die Karten herunterzuladen.


Im Kinderhaus arbeitet sie bereits mit den Beweglichen Buchstaben. Eines der schönsten Materialien, wie ich finde. Mit Rücksprache ihrer Pädagogin bastelte ich Julia für zu Hause eine andere Variante aus Karten und stellte ihr dazu auch einen Korb mit Gegenständen zusammen, deren Namen nur aus wenigen und lautgetreuen Buchstaben bestehen. Auch unsere Beweglichen Buchstaben könnt ihr gerne mitnehmen und am besten gleich 4-5 Mal ausdrucken.

Solche Zuordnungsspiele werden von meiner Tochter heiß geliebt! Sie mag es, die kleinen Modelle ganz genau zu studieren, bevor sie diese den passenden Karten zuordnet. Und all die Wörter, die sie durch diese Arbeit erfährt, nimmt sie wie ein Schwamm auf.

Im Grunde genommen geht es darum, Paare zu finden, aber durch die bestimmte Themenwahl und weil viel Sprache im Spiel ist, finde ich, bieten solche Karten eine Menge mehr! Bevor ich ihr aber solche Karten und Modelle anbiete, ist es mir wichtig, dass sie mit den echten Gegenständen oder Lebewesen bereits vertraut ist. Das Spiel hilft ihr dann diese Erfahrungen zu ordnen, die Welt um sich herum besser zu verstehen, sich zu konzentrieren, ihren Wortschatz zu erweitern und nicht zuletzt, macht es ihr ganz einfach Spaß!

Da neulich solche Zuordnungsspiele in unserer Facebook-Gruppe angesprochen wurden, dachte ich, ich zeige euch einige, die wir gerne benutzen und stelle euch diese auch zum Ausprobieren als Download zur Verfügung.


1.) Als allererstes Zuordnungsspiel bot ich ihr nur Gegenstände an, die sie dann paarte, wie etwa 3 verschiedene Gemüsesorten, Obstsorten und später beim alltäglichen Wäschewegräumen einige Socken in einem Korb. Als sie 17 Monate alt war, versuchte ich es auch mit 3 Schleichfiguren und dazu passenden Karten. Da sie den Dreh ziemlich schnell heraus hatte, legte ich einige weitere Figuren und Karten dazu. Das tolle an diesem Spiel ist, dass es variabel ist und ebenso gut mit Essbesteck, mit anderen Schleich-Tieren oder gar mit Matchbox Autos umsetzbar ist. Anfangen würde ich jedoch mit nicht mehr, als 3 Gegenständen und die Anzahl erst dann erhöhen, wenn das Zuordnen schon zu "einfach" wird. Ich habe auch immer darauf geachtet, dass die Bilder gut erkennbar sind, damit sie auch alleine arbeiten kann. Hier die Zuordnungs-Karten zum Downloaden: Karten mit Bauernhoftieren und eine weitere Variante, Karten über Tiere in Afrika.

2.) Die Schleich-Tiere mag ich nicht nur, weil sie so detailgetreu sind, sondern auch, weil die Auswahl so riesig ist. Als die Karten mit den einzelnen Bauernhoftieren schon etwas langweilig wurden, erweiterte ich unsere bestehende Sammlung mit den Jungtieren und machte dazu erneut passende Karten.


Sie liebte es, neue Wörter zu hören, beobachtete meine Lippen und zeigte immer wieder auf die Fotos, damit ich den Namen der Tieres wiederhole. Zum Herunterladen: Karten mit Bauernhoftieren und ihre Jungen.

3.) Mein Mann spielt Klavier, ich gerne auf der Gitarre und da wir damals während unseres Urlaubes einem Aufmarsch einer Trachtenkapelle durch die Stadt zugehört haben, fing Julia an, vermehrt nach diesen Musikinstrumenten zu fragen. Zu diesen tollen Modellen von Safari Ltd. suchte ich im Netz nach passenden Bildern, druckte diese aus und klebte sie auf Kartonpapier.


Julia liebte die kleinen Modelle, imitierte nach, wie man auf ihnen "in Echt" spielt und merkte sich gleich alle Namen. Manchmal, wenn sie keine Lust hat wieder wegzuräumen, spiele ich mit ihr ein Spielchen. Ich bitte sie dann zuerst die Gitarre in den Korb zu legen, dann das Horn usw. und sie wartet jedes Mal ganz gespannt, welches sie als nächstes nehmen sollte. So konnte sie die Namen wieder hören und auch mit Freude aufräumen (funktioniert übrigens bei vielen anderen Sachen auch!) Die Modelle sind von hier und zum Downloaden: hier unsere Karten mit den Musikinstrumenten.

4.) Ich habe ihr auch eine Variante mit Schnecken, Muscheln und Co. zusammengestellt. Für mich sind diese Muscheln und Schneckenhäuser wahre Kunstwerke, aber ich gestehe, ich musste recht viel nachrecherchieren, wie sie genau heißen. Die Arbeit hat sich allerdings gelohnt, sie liebte die Karten und wiederholte auch diese Arbeit mehrmals hintereinander.


5.) Ich machte ihr auch ein Zuordnungsspiel mit Sehenswürdigkeiten aus aller Welt. Bis heute steht dieser Korb auf ihrem Regal und auch dieses Spiel hatte eine Vorgeschichte. Am Anfang bot ich ihr nur diese 7 Figuren und die dazu passenden Bilder an, später ergänzte ich dann dieses Set mit diesen weiteren Miniaturen aus der Reihe und bastelte auch weitere Karten dazu. Zum Herunterladen: unser Karten-Set mit Sehenswürdigkeiten.


6.) Obwohl sie die Miniaturen sehr spannend findet, mochte sie auch das Karten-Set mit Gemüsesorten, bei welchem nur Karten einander zugeordnet werden. In der Gemüseabteilung vom Supermarkt fragt sie mich immer wieder wie dies oder jenes Gemüse oder Obst heißt, so waren für sie diese Karten besonders attraktiv. Hier könnt ihr die Gemüse-Karten herunterladen.

Im Grunde genommen kann man diese Karten ganz einfach auch selbst und mit verschiedenen beliebigen Themen anfertigen. Worauf ich noch beim Zusammenstellen der Karten besonders achte, ist, dass die Bilder eindeutig zuordenbar sind, damit das Spiel auch wirklich Spaß macht!