Uuuund schon wieder ist eine super-sportliche Woche vorüber. Nein, diesmal meine ich das nicht sarkastisch, diese Woche habe ich wirklich Sport getrieben. Allerdings war ich nicht direkt laufen, sondern mit einer anderen Freundin wieder einmal Badminton spielen und das sogar beide mit Kind & Kegel Ehemann.


Mein Ziel
Mein Ziel bei der Mama Challenge war in 50 Tagen 60 km zu laufen. Das würde heißen, 10 km pro Woche was ich, wie ich merke, nicht schaffe. Zeitlich schon gar nicht. Das ist aber halb so schlimm, denn die liebe Katharina von Küken & Nest motiviert mich auch so Woche für Woche was für meinen Körper zu tun und so entdeckte ich für mich das Badminton und das Beste daran: Es lässt sich sogar mit dem Familienleben wunderbar vereinbaren.

Voll in Äktschn!

Das habe ich in dieser Woche geschafft
Ich habe mich ordentlich ausgetobt und ganze 2 Stunden lang so richtig in die Federn gehauen! Huiii, das war toll! Dabei hatte ich sogar Fans, die mich anfeuerten und mir sogar meinen Schläger hinterherbrachten als ich schon kapitulieren wollte.


Der Schweinehund?
Dem kann ich nur ausrichten: Äääätsch! :P

Wie habe ich mich nach dem Sport gefühlt?
Guuuuuut! Wie immer. :) Und das Badminton macht mir mit jedem Mal mehr Spaß! Nächste Woche möchte ich mehr Nervenkitzel ins Spiel bringen und mit 2 Bällen gleichzeitig spielen. Das wird der Hammer!

Und hier könnt ihr über die 6. Woche der Mama Challenge meiner Mitstreiterinnen lesen:
Pretty


Herrlich oder? Ein Meer aus Blumen und blühenden Gräsern! (Natürlich nichts für Allergiker.)

Funny


Am Starnd beobachtete sie ganz erstaunt, wie 2 Mädchen lachend mit dem Seil herumsprangen. Es ist erstaunlich, wie interessiert Kinder andere Kinder beim Tun beobachten können. Als gebe es zwischen ihnen eine magische Verbindung.

Happy


Sie ist ein Stadtkind, was gewisse Nachteile hat. Sie hatte sehr lange großen Respekt vor Tieren, ganz besonders vor Vierbeinern. Nun scheint sie sich auch für diese mehr zu interessieren, was mich sehr freut. Auch Insekten sind zurzeit sehr spannend.

Real


Schon den ganzen Tag bekomme ich diesen Song nicht aus dem Kopf. Und wenn Ihr jetzt auf den Link geklickt habt, Ihr wahrscheinlich auch nicht. ;)


Idee von Montessori Messy

Dieses Labyrinth habe ich für Euch gemacht, denn meine Kleine kann damit noch nicht wirklich was anfangen. Sie fand das Abkleben spannend, hat auch immer wieder versucht das Tape ab zu ziehen und das wird dann unser Spaß bei diesem Spiel sein. ;)

Aber nun zum Labyrinth. Man braucht lediglich ein wenig Platz und Papierklebeband. 

 

Das Labyrinth ist schnell aufgeklebt und man kann es ganz beliebig gestalten: leichter oder schwieriger, länglich oder rund, Hindernisse hineinbauen oder ...


... lustige Aufgaben ausdenken: zum Beispiel einen Ball oder eine Ziehente aus dem Labyrinth befreien.


So. Jetzt wird es für uns erst richtig spannend, denn es heißt: Alles wieder runterziehen! ;) Euch viel Spaß beim Abkleben!

Wenn wir spazieren gehen, scheint die Zeit komplett stehen zu bleiben. Zumindest scheint mir das so, für sie natürlich nicht. Wenn ich irgendwo hingehe, habe ich ein bestimmtes Ziel vor Augen zu welchem ich hinkommen möchte. Wenn sie unterwegs ist, ist der Weg das Ziel. Sie bleibt immer wieder stehen, schaut sich um, beobachtet das Geschehen auf der Straße oder auf der Wiese, nimmt die Hand mit Kieselsteinchen voll und begutachtet die fleißigen Ameisen am Rande des Gehsteiges.
Sie hat Freude am Gehen und lässt sich gar nicht mehr tragen, sie will nicht einmal meine Hand halten. Sie will alleine laufen und sich hinhocken, stehen bleiben wenn sie das möchte und die Richtung einnehmen, die ihr sympathisch erscheint.

Montessori schreibt dazu in ihrem Buch "Kinder sind anders" (als Erwachsene):

Die mit "Freude begrüßten ersten Schritte stellen tatsächlich einen Triumph dar und kennzeichnen den Übergang vom ersten zum zweiten Lebensjahr. Er bedeutet sozusagen die Geburt des aktiven Menschen, der an die Stelle des untätigen tritt. Mit ihm hebt für das Kind ein neues Leben an. [...]

Nur durch lange Übung kann die Sicherheit des Ganges und der Gleichgewichtserhaltung gewonnen werden und so kommt es hier auf das individuelle Bemühen des Kindes an. Man weiß, mit welchem unwiderstehlichen Schwung und Mut sich das Kind in seine Gehversuche stürzt. Es will gehen, kühn, um jeden Preis [...]. Der Erwachsene sucht das Kind vor der Gefahr zu beschützen und umgibt es daher mit Schutzvorrichtungen, die richtige Hindernisse darstellen. Da wird das Kind in Laufställchen eingeschlossen oder im Kinderwagen festgeschnallt und herumgefahren, obwohl es schon längst stramme Beine hat.
Das geschieht deshalb, weil der Schritt des Kindes kürzer ist als der des Erwachsenen und weil es auf längeren Spaziergängen weniger Ausdauer besitzt. Der Erwachsene aber ist nicht imstande, auf seinen eigenen Gehrhythmus zu verzichten.

Im Alter von anderthalb bis drei Jahren vermag ein Kind kilometerweit zu Fuß zu laufen und dabei schwierige Strecken, Steigungen und Treppen zu überwinden. Nur ist der Zweck seines Gehens von dem unseren völlig verschieden. Der Erwachsene geht, um ein äußeres Ziel zu erreichen, und strebt dieses unentwegt an. [...] Hingegen geht das Kind, um seine Gehfunktion zu entwickeln, und sein Zweck liegt somit im Gehen selber. Es ist langsam, es hat weder einen Schrittrhythmus noch ein Ziel. Die Dinge ringsum ziehen es von Fall zu Fall an und treiben es weiter. Die Hilfe, die ihm der Erwachsene zu gewähren hat, besteht darin, dass er auf den eigenen Rhythmus, auf die gewohnte Zielstrebigkeit ein für allemal verzichtet."


Okay, ich weiß, ich habe viel aus dem Buch zitiert, wollte aber nichts weglassen. Denn ein zu eins erlebe ich das mit ihr, hier und jetzt. Sie will einfach nicht getragen werden, sie will gehen und entdecken. Sie hat so viel Freude am Gehen und an ihrer neu erworbenen Freiheit, dass man das glatt beneiden müsste.

Ganz so einfach ist das aber in einer Großstadt nicht. Denn es gibt viel zu viele Menschen, viel zu viele Autos und das Leben in so einer Stadt ist viel zu schnell. Manchmal sogar für mich. Also unternehmen wir so gut wie jeden Tag Spaziergänge verbunden mit viel Natur und Ruhe. Und während für sie die Welt immer spannender wird und in ihr eine Art Lernexplosion stattfindet, heißt das für mich auf "Standbymodus" schalten.
Auch wenn man noch so klein ist, braucht man manchmal ein kleines Ventil um überflüssige Energie und aufgestaute Gefühle, um Wut los zu werden. Aber wie, wenn man noch nicht hüpfen, springen oder schnell herumrennen kann? Ein ziemlich einfacher Weg ist das "Rausschreien" (wird bei uns auch ganz gerne praktiziert). Auch das Polstertreten, -schmeißen, -hauen kann helfen, Dampf abzulassen und auch so kann man sich etwas auspowern:


Papier in kleine Stücke reißen.
Wie gerne würde ich Euch darüber berichten wie viele Kilometer ich in dieser Woche für die Mama Challenge der lieben Katharina gelaufen bin, wie toll das Badmintonspiel war und überhaupt, wie unglaublich "Sport-vorbildlich" ich war. Aber leider, leider...
Obwohl ... so ganz unsportlich war ich ja dieser Woche auch nicht. Ähnlich wie auch Kathi, habe ich eine neue Sportart für mich entdeckt und werde sie wahrscheinlich sehr lange ausüben müssen:


Es nennt sich " Nach-Dem-Rutschrad-Samt-Kind-Hinterher-Rennen" und ist gar nicht so leicht, wie es klingt. Da kommt man wirklich ins Schwitzen und ich glaube, auch ein wenig Muskelkater zu haben?!

Mein Ziel
Mindestens 60 km in 50 Tagen zu laufen. Ich muss allerdings gestehen, bei dieser neuen Sportart habe ich die Kilometer gar nicht mehr mitgezählt. Ohweia!

Das habe ich in dieser Woche geschafft:
Mein Kind vor den Brennesseln gerettet nachdem sie gedroht hat hinein zu stürzen, sämtliche Kilometer auf dem Asphalt mit einem Rucksack auf dem Rücken in Windeseile zurückgelegt und den Spuren der 4 Räder und 2 winzigen Füßen gefolgt und (Gott sei Dank) eingeholt! Und das 4x in der Woche, das ist doch was, oder?

Der Schweinehund?
Oh, bei dieser Sportart bleibt einem gar keine Zeit an Pause zu denken, man ist ständig auf der Lauer und in Bewegung, von Haustür zur Haustür.

Wie habe ich mich nach dem Sport gefühlt?
Ich brauchte unbedingt eine Fußmassage (die ich auch großzügig bekam), aber davon abgesehen herrlich ausgelaugt. 

Und für alle die es noch nicht wissen, bei dieser Mama Challenge machen folgende Mamis mit:


Sie möchte unbedingt beim Geschirrspüler Ein- und Ausräumen mithelfen. Damit sie zum Beispiel einen Kochlöffel wieder auf seinen Platz in diese Sammelbox stecken kann und das Besteck in den Besteckkorb, lud ich sie zum Üben ein. Hier, bei ihrem Tisch konnte sie in aller Ruhe üben.

Diese ganzen Montessori-Übungen sehen auf den ersten Blick sicher für Einige etwas komisch aus. Wozu  soll das Löffeln von Mais oder das Sortieren von Knöpfen denn gut sein? Und wozu diese Tabletts, wo alles sorgfältig vorbereitet ist? Warum nicht alles dem Zufall überlassen? Darüber möcht ich beim nächsten Post erzählen. Bis dahin: meine Seite über Montessori habe ich einem kleinen Update unterzogen.

Dieses Foto habe ich vorgestern zu meinem 'Foto des Tages' Album hinzugefügt, wollte aber doch mehr darauf eingehen. Dieser Moment, wo sie das davon gerollte Hirsebällchen wieder aufsammelte und auf ihren Teller zurücklegte faszinierte mich. Ich weiß, dass das an und für sich nichts Beeindruckendes ist, für sie ist das aber ein großer Entwicklungsschritt.


Am Nachmittag passierte dann etwas, was mich viel mehr faszinierte. Sie baute eifrig den rosa Turm auf und legte dann oben wie gewohnt den letzten Baustein darauf. Der aber ragte zur Hälfte heraus und drohte runterzufallen worauf sie ihn mit einer gezielten Handbewegung zu Recht rückte. Es hat mich umgehauen. Wenn sie spielt und übt, mische ich mich nur dann ein, wenn sie wirklich Hilfe benötigt. Bei dem rosa Turm war das noch nie der Fall. Dass sie also ihr Tun korrigierte, kam ganz alleine von ihr.

Nach Montessori gibt es 4 Stufen des Tuns:
  1. Tun um des Tuns willen
  2. Tun um der Genauigkeit willen
  3. Tun um des Ergebnisses willen
  4. Tun um der Gemeinschaft willen