19.09.2013

Was ist passiert?


Seit sie in die Montessori Kinderkrippe geht hat sie sich irgendwie verändert. Ob die Veränderung tatsächlich mit der Kinderkrippe zu tun hat, kann ich nur vermuten, Fakt ist, dass sie anders ist.

Vorgestern, nachdem sie am Nachmitag ausgiebig gespielt hat, kam sie ca. um 18:30 zu mir und wollte meine Hand nehmen. Sie führte mich zur Stiege und sagte "Oben, baden." Also gingen wir baden. Nach dem Baden zogen wir wie üblich den Pyjama an, sie schaute mich an und sagte "Bedd." und ging auf eigenen Füßen in ihr Zimmer um sich auf ihr Matratzenbett zu legen. Die Krönung war, dass sie noch schnell die dicke Decke nahm und versuchte sich selbst zuzudecken. Die Nacht schlief sie praktisch durch. Was ist da los? Auch gestern und heute spielte es sich ähnlich ab. Sie legt sich auf ihr Bett und WILL schlafen.

Ich wollte es genau wissen und fragte in der Krippe nach. Dort erfuhr ich, dass sie sich dort sogar ganz alleine hinlegt und einschläft. Wie die meisten Kinder auch. (Auch dort schlafen sie auf Matratzen auf dem Boden.) Wie ich das hörte, dass sie sich ganz alleine zum Schlafen hinlegt, war ich völlig aus der Fassung. Unglaublich!

Auch beim Spielen bemerke ich seit gut einer Woche, dass sie sehr konzentriert und vertieft arbeitet. Gestern baute sie sogar ihre Eisenbahn ganz alleine ohne jegliche Hilfe auf und spielte fast 40 Minuten. Alleine! Und heute wollte sie den rosa Turm wieder aufbauen. Immer und immer wieder. (Einmal hat sie sogar die Steine nach ihrer Größe gestapelt. Siehe Foto auf Facebook und Foto des Tages.)

Ich freue mich gerade über diese unglaubliche Änderung und frage mich dabei: Was ist passiert?

Kommentare:

  1. Wahnsinn! Ich glaube, dass sich die Kinder einfach unheimlich viel voneinander abschauen! Es ist doch immer was anderes, wenn man Dinge und Abläufe von Gleichaltrigen "erklärt" bekommt. Als Lehrerin habe ich das auch schon so oft miterlebt, dass sich die Schüler oft untereinander Dinge besser erklären können als ich es kann :)

    Ich wünsche euch weiterhin solch positive Entwicklungen!

    Herzlichst
    die Katja

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  2. Das beste daran ist doch das Gefühl, dass man weiß, dass es dem eigenen Kind gut geht mit der Entscheidung es "wegzugeben". Wie oft hadert man doch mit sich selbst. Aber wenn sie anfangen beim Abholen (todmüde gespielt) zu weinen, weil sie bleiben wollen, ist man doch überzeugt.

    Seit mein Sohn (2 1/4) seit August im Kindergarten ist, baut er irrsinnige Bauklotz-Türme, isst Rohkost, kann hüpfen, fährt Laufrad, rennt nicht mehr so wackelpuddingmäßig und hat "mh" und "mh-mh" statt ja und nein mit nach Hause gebracht. Und die Antwort "ich weiß". Es ist ein Kindergarten mit nur einer kleinen 16-Kinder-Gruppe zwischen 9 Monaten und 4 Jahren und 3 dauerhaft anwesenden Betreuern. Kein direkt an Montessori orientiertes Konzept, manchmal könnte es gern etwas mehr sein. Aber egal, er liebt es dort!

    Viele Grüße,
    Susanne

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